September-Speed-Metal-Angriff!
Autor: Nina Grad
Wer: Speedwolf (USA), Hellsword (Si), Teleport (Si)
Wo: Channel Zero, Metelkva
Wann: 24.9. um 21 Uhr
Ticketpreis mit Reservierung: 12 €
Ticketpreis ohne Reservierung: 15 €
Weinlese, Herbstduft, angenehme Sonne, Versinken in Wein und Sommernostalgie. Der alljährliche September, wunderschön wie das schönste lyrische Gedicht aus der Feder des einfühlsamsten Autors.
Aber nicht, wenn man dem noch drei höllische Metal-Bands hinzufügt. Denn im September wird der Ljubljaner Klub Channel Zero unter der Wucht des Angriffs von Speedwolf, Hellsword und Teleport erzittern.
Speedwolf sind die dreckigen Cousins der Bands aus den Glanzzeiten der NWOBHM. Und sie saufen wie die Löcher, tragen Lederjacken, haben aufgeplusterte Wuschelköpfe und drehen Pornofilme und Videos in ihrer Bude irgendwo im Ausland, die keinerlei hygienischen Standards entspricht. Sie sind Judas Priest mit Geschlechtskrankheiten, kippendurchtränkte und verschnupfte Iron Maiden, mit Methadon behandelte Black Sabbath und orgiastisch aufgedrehte Motörhead. Und um einiges böser als Venom. Die Söhne des Labels Hells Headbangers reiten mit Dämonen auf dem Album Ride With Death, weil der Tod zu viel Angst vor so einer Party hat. Und verdorben sind sie obendrein. Und sie klingen so gut, dass Channel Zero um eine Fortsetzung dieser Audiovergewaltigung betteln wird.
Irgendwo mittendrin auch das heimische Trio, das irgendwo zwischen Vič und der Hölle zur Welt kam – Hellsword. Mike Manslaughter, Mark Massacre und Iron Fist sind die typischen Typen, die keine anständige Mutter ihrer Tochter vorstellen würde. Dabei masturbieren die Töchter in Gedanken an sie, wenn sie die Demo Blasphemy Unchained oder die kommende EP hören. Hellsword sind die gezähmte Delikatesse des großen Gehörnten, der, während er Pläne für das Armageddon schmiedet, musikalischen Anschub braucht. Und der kommt aus der slowenischen Hauptstadt.
Neben Hellsword wird sich aus irgendeiner unbekannten galaktischen Dimension, in der sogar Predator und Alien einträchtig Hand in Hand gehen, das vierköpfige Sci-Fi-Thrash-Ungetüm namens Teleport materialisieren. Und seinem Namen entsprechend wird es sich auf die Bühne teleportieren, gesegnet von astralen Flüchen wie Voivod und Vektor. Erwartet schnelles, komplexes Material, das Türen in Dimensionen öffnen wird, die sich selbst H. P. Lovecraft in seinen schlimmsten Albträumen nicht vorstellt.
Der 24. September wird ein hässlicher Tag sein, der in Channel Zero hässliche Menschen versammeln wird. Für hässliche und elende Hörer und Hörerinnen. Wer nicht dabei ist, ist ein Christ!