Pjesme za gladijatore

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Izvajalec: Pips Chips & Video Clips
Založba: Menart Records
Izid: 2007
Ocena: 3.7/5

Die Band Pipschips&Videoclips ist in Kroatien schon ziemlich lange richtig populär. So sehr, wie sie gepusht werden, könnte man meinen, das wären Jungs mit besten Drähten zu den höchsten Tieren der kroatischen Musikindustrie (wie bei uns zum Beispiel Nude), denen aber der echte musikalische Gehalt fehlt. Zum Glück ist das aber nicht der Fall. Die Truppe hat eine eigene Vision und einen eigenen Zugang, der sie über den Durchschnitt der Pop-Klischees hebt, und ich finde, sie verdienen die ganze mediale Aufmerksamkeit, die sie bekommen, auf jeden Fall.

Pipschips packen gleich auf den ersten Tracks alle ihre Trümpfe aus – mächtige epische Melodien, Passagen voller Humor, schöne lyrische Harmonien, wildere Rock-Parts, jazzige Bläser. Im Grunde ist alles, was du über diese Band wissen willst, schon am Anfang da, später wiederholen sich die Rezepte nur noch und das Album wird immer langweiliger.

Man merkt, dass die Jungs jede Menge musikalische Zutaten draufhaben, von melodischem Rock über Avantgarde bis zu Hard Rock. Die Band weiß definitiv, wie man den einen oder anderen Streich spielt, trotzdem bekomme ich manchmal das Gefühl, dass sie sich ein bisschen zu sehr bemühen, witzig zu sein, ähnlich wie bei Franku Zappi. Mal funktioniert das richtig gut und komisch, mal wirkt es gezwungen. Im Kern bleibt es trotzdem Pop-Rock, der mit allerlei Beimischungen von Jazz (Bläser), Avantgarde, härterem Rock, Klassik (bei Dolazak Astronauta borgen sie sich ein Stück aus „Carmina Burana“) und noch mehr dafür sorgt, dass das auf keinen Fall ein durchschnittliches Standardprodukt ist.

Auf dem Album gibt es ziemlich viele Keyboards, vor allem E-Piano und akustisches Klavier dominieren und sorgen für diese typisch zeitlose Wärme. Die Stimmfarbe des Sängers ist nicht so ganz mein Fall, aber bei den albernen Passagen ist es sowieso egal, wie er klingt. Probleme gibt es in den ernsteren Momenten, wo ich ständig das Gefühl habe, dass der Sänger auch da lieber Blödsinn machen würde. Auch die Gitarren sind durchgehend präsent, egal ob in den akustischen oder den härteren Hard-Rock-Parts. Die Rhythmusfraktion ist mehr als solide und liefert einen richtig guten Unterbau. Der Sound der Band ist insgesamt ziemlich voll, stellenweise fast orchestral, wofür sicher auch die Bläser und die diversen Keyboard-Effekte sorgen. Ein wenig nervt die thematische Besessenheit mit Außerirdischen, die in fast jedem Song auftauchen, dazu kommen noch diverse Charaktere, die ich nicht verstehe, wie Fafenštajn, Zdenka und andere. Vielleicht hätte ich mich mehr in die Mythologie einlesen sollen, die die Jungs erschaffen haben, wenn ich das Ganze besser verstehen wollte.

Pjesme Za Gladijatore ist ein richtig unterhaltsames Pop-Produkt, das mit allerlei anderen Beimischungen die Pop-Schablone auf den Kopf stellt und dann wieder auf die Füße. Die Regeln, die für kommerzielle Bands gelten, sind hier deutlich lockerer, es gibt viel Platz für Schabernack und auch fürs Experimentieren. Wenn alle Pop-Alben so gut wären, würde ich mir gern auch solche Acts anhören, aber wahrscheinlich sind Pipschips & Videoclips eher die Ausnahme als die Regel.

Zasedba

Daddy – Gesang, Keyboards
Kardinal – Gitarre, Bass, Keyboards, Programmierung
Floyd – Schlagzeug
Droid – Klavier, Rhodes E-Piano
Brko – Gitarre
Šinec – Gitarre
Lopez – Bass

Produkcija

Ivan Božanić, Pavle Miholjević, Jure Ferina

Seznam skladb

1. Dolazak astronauta
2. Gravitacija
3. Teroristi plaču
4. Zdenka i vanzemaljci
5. Sin
6. U Zvijezdama
7. Domači rock
8. Električne kitare pobjeđuju
9. Idealna pop pjesma za astronaute
10. Foxtrot
11. Slan
12. Popravak

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