No Wings To Speak Of

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Künstler: Hopesfall
Label: Trustkill Records
Erscheinungsdatum: 2001

 Anno 2001 haben uns Hopesfall nach ihrem 1999 erschienenen Debüt The Frailty Of Words die EP No Wings To Speak Of vor die Füße geknallt. Nur vier Tracks, auf denen zum letzten Mal die Stimme von Doug Venable schrie (und nur ein kleines bisschen sang), waren das Sprungbrett, mit dem die Jungs zu einem etablierten Namen in der Szene wurden. Dass die Krawallmacher damals die Herzen der Teenie-Mädels erobert hätten, kann man nicht gerade behaupten, aber ohne Zweifel wurden sie von vielen Kritikern auf Internetseiten als großartige Band gefeiert, und noch mehr Begeisterung für ihre Musik zeigten die Kritiker gut gelesener Musikmagazine rund um die Welt. Das genannte Werk sollte eigentlich bei Takehold records erscheinen, doch im allerletzten Moment vor dem Release haben sie einen Vertrag mit dem neuen Label unterschrieben – Trustkill records, mit dem sie bis heute zusammenarbeiten, allerdings in leicht veränderter Bandbesetzung. Einen Vergleich mit dem ersten Album kann ich kaum ziehen, weil ich es nicht kenne, aber die EP kann ich mit den neueren Alben vergleichen. Ohne Zweifel kann ich sagen, dass sie die schlagkräftigste von allen ist, die ich kenne. Auf allen Tracks verweben sich Gesang, Geschrei und Geknüppel, was ich mit der Musik von Bands wie Underoath, Poison The Well oder sogar den jungen Blessthefall gleichsetzen würde. Deshalb war meine Begeisterung schon von Anfang an riesig. Gesägt wird im Emo-Core-Stil, genauso wie gesungen und geschrien. Echt heftig!

Die ganze Geschichte des Albums beginnt mit dem Track OPEN HANDS TO THE WIND, der mich sofort gepackt hat. Ein etwas leiser Anfang, den man in den ersten Sekunden gar nicht hört, verwandelt sich bald in gnadenloses, lärmendes Gesäge, und am meisten wird geschrien. Nach gut der Hälfte des Songs beruhigt sich alles, und man hat das Gefühl, in einem komplett anderen Stück gelandet zu sein. Der nächste Song APRIL LEFT WITH SILENCE hat mich wieder total verzaubert. Ein etwas langsamer Einstieg, dann noch ein Wechsel, der den Track leicht verändert. Es hat überhaupt keinen Sinn, Worte zu verlieren, denn alles knallt einfach! THE END OF AN ERA ist dann mein Lieblingstrack dieser Scheibe. Zwar ist er tatsächlich der längste, aber diese knappen 7 Minuten vergehen viel zu schnell! Wieder hat er alle Eigenschaften, die meiner Meinung nach für einen guten Song nötig sind, und ich muss zugeben, dass ich bei Hopesfall zum ersten Mal sprachlos war, denn der Track ist wirklich phänomenal! Testet selbst. Der letzte, vierte Song ist THE FAR PAVILIONS, in dem sich wieder Tempo und Ruhe mischen und, wie in allen Tracks dieser Platte, auch die für Emo-Core typischen Riffs. Noch ein letztes Mal: HERVORRAGEND!!!!

Hopesfall haben mich diesmal wirklich umgehauen, und ich muss zugeben, dass ich sie mir in genau dieser Form zurückwünsche, in der sie uns auf diesem Werk aufgespielt haben. Allen positiven Stimmen zur EP stimme ich auf jeden Fall zu, denn die Jungs haben ein wirklich hörenswertes Album abgeliefert und damit schon zu Beginn ihrer Karriere bewiesen, dass sie in jeder Hinsicht eine großartige Band sind. Ich als Fan wage sogar zu behaupten, dass das ihr bisher bestes Album ist, und es ist echt schade, dass nur 4 Tracks drauf sind! Ob ich recht habe, könnt ihr selbst überprüfen!!!!!!!

Besetzung

DOUG: Gesang
RYAN: Gitarre, Gesang
JOSH: Gitarre
PAT: Bass
ADAM: Schlagzeug

Produktion

Mark Miley

Tracklist

1. Open Hands To The Wind
2. April Left With Silence
3. The End Of An Era
4. The Far Pavilions

LAUFZEIT DES ALBUMS: 19:37

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