No Border Jam festival 2014

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Autor: Urban Bolta

Das No Border Jam festival feierte 2012 als eines der ältesten Punk-Festivals in diesem Teil Europas sein 20. Jubiläum. Das war ein Wendepunkt für das Festival, denn ab dem folgenden Jahr lief das No Border Jam in einer völlig anderen Form – als akustisches Open-Air-Festival im Rahmen des Vegetarijanski piknik. In diesem Jahr setzen wir diese Tradition fort und bauen sie weiter aus.

Das diesjährige akustische No Border Jam festival findet erneut im Rahmen des Vegetarijanski piknik als ganztägige Veranstaltung am 10. August 2014 am Limbušer Ufer in unmittelbarer Nähe von Maribor statt, von 10 Uhr morgens bis 20 Uhr abends, begleitet vom Vegetarijanski piknik.

Das No Border Jam festival hat sich durch das Essen, das es immer begleitet hat, eine einzigartige Bekanntheit erworben. Es galt, für alle Helfer und Mitarbeiter sowie für die Musiker zu sorgen, und am häufigsten kamen wir über Spenden und Beiträge an Gemüse. So wurde No Border Jam bekannt – neben der guten Punker-Musik natürlich – für seine gute vegetarische Küche und sein Essen. Diese Verbindung war der Anlass für die Wiederbelebung des Vegetarijanski piknik am Drau-Ufer, das vor Jahren eingeschlafen war, seit 2013 aber wieder mit knackiger akustischer Musik verbunden ist.

Das No Border Jam festival hat eine lange Geschichte. Eigentlich fing alles 1992 an, als das alternative Musiklabel Front rock zusammen mit österreichischen Partnern eine Compilation-CD herausbrachte, die sie dann mit gemeinsamen Konzerten der Künstler bewarben. So wurde No Border Jam zum ersten Underground-Festival im unabhängigen Slowenien, und gleichzeitig wurde es zur ersten Platte des Labels Front Rock, das heute unter dem Dach des Subkulturni azil Maribor tätig ist und sich immer noch mit der Veröffentlichung alternativer Musik auf verschiedenen Tonträgern und der Förderung seiner Künstler beschäftigt. Viele der veröffentlichten Platten sind genau die No Border Jam Compilation-CDs, die nach wie vor Highlights der alternativen Musik im Allgemeinen und des Punk im Besonderen darstellen – nicht nur bei uns, sondern weltweit.

Über die Jahre haben sich unter den Auftretenden die wichtigsten Namen der Underground-Szene aus aller Welt eingefunden. Aufgetreten sind zum Beispiel Melvins und Marky Ramone, ebenso Oi! Polloi!, Anarchocrust, Citizen Fish und viele, viele andere. Häufige Gäste waren natürlich Punk-Bands aus dem ehemaligen gemeinsamen Staat, zum Beispiel KUD Idijoti, Hoću? Neću! oder Goblini. No Border Jam hat aber auch die bekanntesten Vertreter der slowenischen Alternativszene beherbergt, von CZD und Pridigarji über Strelnikoff und Demolition group bis hin zu Dicky B. Hardy und 2227, und diente auch als Sprungbrett für viele damals noch unbekannte Bands, von denen heute wohl Elvis Jackson und Scuffy dogs am bekanntesten sind.

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