Lifeson erinnert sich gerne an Bob Seger
Ein Leser eines Artikels, den der Journalist Bob Lefsetz kürzlich über den Musiker Bob Seger und seine Band veröffentlicht hat, hat auf diesen Artikel mit einer richtig spannenden Geschichte reagiert, die er nach den Schilderungen von Rush-Gitarrist Alex Lifeson zusammengefasst hat:
„Das war Ende der Siebziger, und wir waren in den USA mit Bob Seger und seiner Band auf Tour. Wir waren gerade bei einem Konzert in Michigan, genauer gesagt in der Stadt Flint. Wir waren die Vorband und hatten in diesem Moment schon rund 15 Shows der damaligen Tour vor ihnen eröffnet. In der Zeit hatten wir uns in den USA eine solide Fanbasis aufgebaut, und im Mittleren Westen hatten wir immer ganz besonders starken Rückhalt. Wir haben unser reguläres Set gespielt und sind von der Bühne abgehauen. Die Fans haben uns zurückgerufen, damit wir eine Zugabe spielen. Nach unseren bisherigen Erfahrungen, dass du als Vorband zeitlich streng begrenzt bist, war uns längst klar, dass die Hauptacts nicht gerade scharf auf Zugaben ihrer Vorbands sind. Also sind wir zurück auf die Bühne und haben die Zugabe so kurz und schnell wie nur möglich durchgezogen. Als wir die Bühne verließen, hat das Publikum noch eine Zugabe gefordert, und als wir die Treppe von der Bühne runterkamen, standen da Bob Seger und winkte uns, wir sollen doch bitte zurück auf die Bühne und noch eine Zugabe spielen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in unserer Karriere jemals als Vorband zwei Zugaben gespielt hätten. Diese Geste hat nur noch einmal bestätigt, was für eine Größe Bob Seger und seine Band im Musikbusiness sind. Diese Geste, beziehungsweise diese wertvolle Erfahrung, hat uns eine ganze Menge Nützliches gelehrt, und deshalb sind wir unseren Vorbands gegenüber immer mit Respekt und Ermutigung aufgetreten. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen.“