Gospel Bombs

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Izvajalec: Vincent Vincent and the Villains
Založba: EMI Records
Izid: 2008

Vincent Vincent and the Villains sind eher eine unterhaltsame, vor allem aber ziemlich schräge Truppe aus vier elektrisierten Herren aus London, die sich Mühe geben, etwas Besonderes zu sein, was ihnen (leider) nicht so ganz gelingt. Vincent Vincent and the Villains klammern sich nämlich an exklusives Stil-Gemischtwarenhandeln, mit dem sie schnell in die überfüllte Kategorie ähnlicher Musikexperimente rutschen, die in der heutigen Musikwelt der ausgereizten Genres mutig versuchen, Neues zu entdecken – natürlich auf Kosten der Wiederbelebung musikalischer Werte der Vergangenheit.

Gospel Bombs ist ein Titel, der dich nicht in die Irre führen sollte. Es geht nämlich um ein Album voller radikaler Stimmungs- und Gefühlsumschwünge, die aber alles andere als Ableitungen von Gospelmusik sind. Vincent Vincent and the Villains spazieren unbekümmert und voller Elan über die weite Genrepalette, vom schüchternen Flirt mit Rockabilly-Einflüssen bis hin zum hitzköpfigen Temperament lateinamerikanisch gefärbter Rhythmik in Form eines witzig vorgetragenen Flamencos. Die Truppe genießt ihr Tun in vollen Zügen. Vielleicht sogar zu sehr, denn die stilistisch unterschiedlich gefärbten Motive folgen so unzusammenhängend und in so einem Tempo aufeinander, dass die Band unmöglich auf eine klarere Aussagekraft des eigenen Ausdrucks aufbauen kann. Momente, die sich trotz mehr als zufriedenstellender Produktion für mehr als eine Minute einen Platz im Gedächtnisbereich deines Gehirns sichern würden, gibt es hier nicht gerade im Überfluss. Vielleicht mit Ausnahme von Jealousy and bitterness, das dank der gelungenen Kombination aus konkreterer Lyrik und dem damit verbundenen Humor wahrscheinlich irgendwo auf halbem Weg nach Kurdistan hängen bleiben wird.

Den Gesamteindruck kann auch Herr Vincent selbst nicht retten. Sein zwar selbstbewusster, aber zeitweise zu „morrisonhaft“ zurückgenommener Gesang erweist dem allgemeinen Chaos von Gospel Bombs keine besonderen Dienste. Vincent selbst wie auch seiner ausgelassenen Truppe von Wochenend-Kriegern fehlt mit Sicherheit ein Quäntchen mehr Eigenständigkeit, was im Strudel der ohnehin schon intensiv wirkenden stilistischen Unentschlossenheit aber gar nicht das Schlimmste ist, was dir bei Vincent Vincent and the Villains passieren kann!

Zasedba

Vincent: vokal
Tom Bailey: kitara
Will Church: bas
Alex Cox: bobni

Produkcija

Tom Stanley

Seznam skladb

1.Beast
2.Blues Boy
3.Sins Of Love (Wah Do)
4.On MY Own
5.Cinema
6.Killing Time
7.Pretty Girl
8.Jealousy and Bitterness
9.Sweet Girlfriend
10.I’m Alive
11.Telephone
12.End Of The Night

Trajanje albuma: 36.07

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