FM4 FREQUENCY 2006 – der erste Festivaltag
Konzertdatum: 21.08.2006
Besucherzahl: 1708
Ticketpreis: 30.000
Autorin des Beitrags: Živa Viviana Doria
Traumwetter, geile Konzerte auf zwei Bühnen, 30.000 Besucher pro Tag, unverzichtbare Stände mit eher nicht so leckerem Essen und natürlich das kompromisslose Teilen der provisorischen Bleibe (sprich: Zelt) mit den Einheimischen wie Ohrwürmern, Spinnen, Mücken…das alles gehörte zum diesjährigen FM4 Freqeuency Festival, das die Rennstrecke Salzburgring zum Kochen brachte.
Leider ging mein erster FQ-Tag wegen mieser Verbindungen zwischen Ljubljana und Salzburg ziemlich spät los.
Als wir endlich mit einer halben Stunde Verspätung in Salzburg ankamen, landeten wir in einem offensichtlich kaputten Shuttlebus…den mussten wir später mitten auf der Straße samt reichlich und nicht gerade leichtem Gepäck verlassen und auf einen neuen warten.
Am Ende haben wir unser erhofftes Ziel erreicht – das Festivalgelände. Dann hieß es Zelt aufbauen, und zwar auf einem Hügel, der meiner Kollegin und mir sowohl spätabends als auch frühmorgens ein Fitnessprogramm beim Raufkraxeln bescherte. Und weil es schon fast 18:30 war, ging’s dann mit Volldampf rein ins bereits ordentlich aufgeblühte Festivalfeeling.
Zuerst zog es uns zur ˝kleinen˝ Bühne (auch die Hauptbühne hatte übrigens keine überwältigenden Ausmaße), wo sich die offenbar leicht unterernährten Jungs der amerikanischen Band Lostprophets gerade warmzappelten. Ihr typischer Pop-Rock-Auftritt neigte sich dem Ende zu (natürlich haben die Bühnen Uhren, die minutengenau die Zeit anzeigen) und es war höchste Zeit für einen Besuch bei der Hauptbühne.
Erwähnen muss ich noch, dass an diesem Tag vor ihnen auf den Bühnen Sugarplum Fairy, Broken Social Scene, Mohair, Gods Of Blitz, Kaizers Orchestra, das von mir heiß geliebte Coheed & Cambria, 3 Feet Smaller, Kettcar, Paolo Nutini, Eagles Of Deathmetal mit Josh Homme an den Drums, Less Than Jake und Blumfeld gespielt haben. Wegen meiner späten Ankunft habe ich all diese Bands leider verpasst.
Der Tag steuerte langsam auf seinen Höhepunkt zu und auf der Hauptbühne durften wir die deutsche Band Wir Sind Helden begrüßen, mit der schon ziemlich hochschwangeren Sängerin Judith an der Spitze. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um eine energiegeladene Rockband, die im deutschsprachigen Raum offenbar ziemlich bekannt ist. Trotz eines mehrminütigen Ausfalls der Beschallung auf der linken Bühnenseite haben sie ihren Auftritt super durchgezogen.
Danach kam der berühmte Herr Morrisey. Ein britischer Perfektionist mit Texten voller Kriminalität und Gewalt, die er mit so viel Dramatik und Ernsthaftigkeit interpretiert (dazu trägt beim ersten Song auch das Bild von Oscar Wilde im Hintergrund bei), dass er dich völlig unbewusst tief in seine Musik hineinzieht. Natürlich durften Hits wie First Of The Gang To Die und You Have Killed Me nicht fehlen.
Mit seiner Begleitband hat der selbstverliebte Engländer die Stimmung gut auf den Höhepunkt des Abends vorbereitet, der nun folgte.
Morrisey Setlist:
1. How Soon Is Now?
2. First Of The Gang To Die
3. You Have Killed Me
4. The Youngest Was The Most Loved
5. Let Me Kiss You
6. Girlfriend In A Coma
7. In The Future When All’s Well
8. Don’t Make Fun Of Daddy’s Voice
9. To Me You Are A Work Of Art
10. Stop Me If You Think You’ve Heard This One Before
11. Life Is A Pigsty
12. We’ll Let You Know
13. I Will See You In Far-Off Places
14. Irish Blood, English Heart
15. At Last I Am Born
16. I Just Want To See The Boy Happy
–Zugabe–
17.Panic
Um 23:20 betraten die Headliner des ersten Tages die Bühne – Muse. Die englische Alternative-Rock-Band, bestehend aus Matthew Bellamy, Dominic Howard und Chris Wolstenholme, stellt dieses Jahr ihr neuestes Album Black Holes and Revelations vor.
Die Kombination aus Matthews weichem Gesang, harten Gitarrenriffs, Orgel-Samples und einer fantastischen Lightshow zauberte eine magische Stimmung. Die Versionen von Hits wie New Born, Bliss, Supermassive Black Hole und all den anderen haben das Publikum komplett um den Verstand gebracht… Ein erstklassiger Auftritt – pure Perfektion. Und der hat mich definitiv darin bestärkt, mir noch dieses Jahr unbedingt eines ihrer eigenen Konzerte in der Nähe von Slowenien anzuschauen.
Muse Setlist:
1. Map Of The Problematique
2. Hysteria
3. Supermassive Black Hole
4. Butterflies & Hurricanes
5. Starlight
6. Forced In
7. Bliss
8. Feeling Good
9. Invincible
10. New Born
11. Plug In Baby
12. Stockholm Sydrome
–Zugabe–
13. Take A Bow
14. Time Is Running Out
15. Knights Of Cydonia
Setlist
DONNERSTAG, 17.8.2006
˝Mainstage˝:
12.40: Mohair
13.25: Gods Of Blitz
14:20: Paolo Nutini
15.15: Morningwood
16.10: The Futureheads
17.10: Blumfeld
18.30: Nada Surf
19.50: Wir Sind Helden
21.20: Morrissey
23:20: Muse
˝2. Open Air-Bühne˝:
12.10: Sugarplum Fairy
13.05: Broken Social Scene
14.00: Kaizers Orchestra
14.55: Coheed And Cambria
15.50: Kettcar
16.45: Eagles Of Death Metal
17.45: Less Than Jake
19.05: Lostprophets
20.25: Bodycount feat. Ice T.
21.55: Soulwax Nightversions Live
23.40: Scissor Sisters
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