Elixir – große NWOBHM-Rückkehrer ! (2008)

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Interviewdatum: 11.03.2008

(for English version, please scroll down)

Elixir sind legendäre New Wave Of British Heavy Metal-Recken, die im neuen Jahrtausend ihre erste Renaissance erleben. Wie sie selbst sagen, bekamen sie eine zweite Chance, als sie sich im Jahr 2000 völlig unerwartet auf der Party zum 40. Geburtstag ihres Gitarristen Norman Gordon wieder zusammentaten. Mit Phil Denton, dem Kopf und Gitarristen der Band, habe ich nach der Kontaktaufnahme beim Play It Loud Festival II. 2008 in Brescia (Italien) ein Interview vereinbart. Darin erzählt Phil die Hintergründe zu diesen großartigen Metal-Meistern, warum sie erst 2006 ihr wahres zweites Studioalbum „Mindcreeper“ veröffentlicht haben (RockLine-Rezension HIER), nach dem Kultdebüt von 1985,… Kurz gesagt: Willkommen auf einer Reise durch die Geschichte von Elixir. Näher dran als mit diesem Interview geht nämlich nicht.

RockLine: Hi Phil! Wie läuft’s bei Elixir?
Phil: Uns allen geht es richtig gut, danke!

RockLine: Ihr seid noch nicht lange vom Play It Loud! II. Festival 2008 in Italien zurück (RockLine-Bericht HIER). Wie waren eure Eindrücke?
Phil: Es war richtig spaßig. Das Festival war sehr gut organisiert, man hat sich bestens um uns gekümmert, und ich hoffe nur, dass wir dem Veranstalter mit der Menge Bier keine allzu fette Rechnung beschert haben. Das Festival war gut besucht, das Publikum hat uns großartig aufgenommen und unseren Bandnamen gerufen, während wir uns auf der Bühne für den Auftritt fertig gemacht haben, und auch während des ganzen Konzerts. Wir hatten eine tolle Zeit und würden sehr gerne wieder dort spielen. Ich habe gerade Fotos vom Festival auf unsere offizielle Website hochgeladen: www.coldtown.com/elixir

RockLine: Euer Auftritt war echt explosiv. Schön, dass ihr wieder zusammen seid. Glaubst du, dass mit eurer Rückkehr und der Rückkehr von Bands wie Cloven Hoof, Diamond Head oder Tygers Of Pan Tang (letztere mit einer Tour im April 2008) so etwas wie eine Wiederbelebung der New Wave Of British Heavy Metal begonnen hat?
Phil: Alles deutet darauf hin. Was mich angeht: Ich organisiere in England selbst ein Festival namens „British Steel Festival“, das NWOBHM-Bands aus den Achtzigern promotet. Wir laden immer vier Bands ein, die neben Elixir spielen. Beim letzten „British Steel“ Festival standen Cloven Hoof, Tygers of Pan Tang, Jaguar und Chariot mit uns auf der Bühne. Heute ist es extrem schwer, einen guten Gig an Land zu ziehen, weil viele Locations ständig ausgebucht sind, besonders in England, wo gerade massenhaft „Tribute to“-Bands gepusht werden, und die Veranstalter gleichzeitig null Interesse daran haben, Bands einzuladen, die ihr eigenes Material spielen. Trotzdem gibt es im Rest Europas und auf der Welt jedes Jahr genug andere Festivals, auf denen wir gerne auftreten. Ich glaube, so versuchen wir, der neuen Generation von Rock-Fans zu zeigen, was Elixir in den Achtzigern eigentlich waren.

RockLine: 2002 habt ihr ein Album veröffentlicht, das Elixir zurück auf die Bühne der Szene gebracht hat. Es heißt „The Idol“. Was hat dazu geführt, dass ihr nach über zehn Jahren Bandpause wieder gemeinsam ins Studio gegangen seid?
Phil: Das ist auf Normans Geburtstagsparty passiert, als er seinen 40. gefeiert hat. Alle Elixir-Mitglieder waren da. Auf der Party haben junge Bands gespielt. Schon vor der Party war abgemacht, dass wir noch einmal auf die Bühne gehen und nur den Song „Trachery“ spielen. Ich hatte den Song so lange nicht gespielt, dass ich mir am Vormittag desselben Tages alte Aufnahmen anhören und den Song üben musste. Während ich so in den alten Aufnahmen gestöbert und unsere Songs wie „The Idol“ oder „Devil Rider“ gehört habe, fand ich es einen Riesenjammer, dass wir diese Songs nie richtig aufgenommen oder auf einem Album veröffentlicht haben. Später habe ich auf der Party den anderen Jungs von Elixir erzählt, dass wir einen Haufen altes Material haben, das wir nie auf Alben verwendet haben. Zu Hause habe ich ein paar Sachen für digitale Aufnahmen, und damals hat mir auch Mike Emson geholfen, der Typ, der zu der Zeit mit mir zusammen Songs geschrieben hat. Auf der Party habe ich die Jungs überzeugt, dass wir zusammen losziehen und diese Songs aufnehmen. Wir wollten die Songs ausschließlich für uns selbst aufnehmen. Na ja, ein paar Wochen nach Normans Party hat sich das griechische Label Cult Metal Classics bei mir gemeldet, weil es unser Debüt „The Son Of Odin“ auf CD veröffentlichen wollte. Ich dachte, es gäbe gar kein Interesse mehr daran, ein 15 Jahre altes Album neu aufzulegen, aber Manos, der Kerl, der damals beim Label gearbeitet hat, hat mir versichert, dass das Album in Griechenland Kult geworden ist und die Nachfrage tatsächlich groß ist. Wir haben dem Vorhaben des Labels zugestimmt und in einem einzigen Monat nach Erscheinen in Griechenland 1000 Kopien der Neuauflage verkauft. Cult Metal Classics hat uns dann gefragt, ob wir noch anderes Material haben, und so sind all die alten Songs, die wir eigentlich nur für uns aufnehmen wollten, auf dem neuen Album „The Idol“ gelandet, das über Cult Metal Classics auf Vinyl erschienen ist, auf CD in unserem Eigenvertrieb. Danach haben sie uns als Headliner zum Heavy Metal Assault Festival nach Athen eingeladen. Das ging so schnell, dass wir gar nicht gemerkt haben, dass wir auf einmal wieder gemeinsam auf der Bühne stehen und wieder gemeinsam aufnehmen.

RockLine: Und fühlt es sich im Studio oder auf der Bühne immer noch so an wie früher, zum Beispiel in den Achtzigern?
Phil: Ich glaube, auf der Bühne sind wir immer noch so enthusiastisch wie damals, nur dass wir jetzt selbstbewusster und entspannter sind. In den Achtzigern haben wir die Last des Wunsches gespürt, eine professionelle Band zu werden, wir standen unter dem Druck, uns beweisen zu müssen. Heute gehen wir auf die Bühne ausschließlich, um Spaß zu haben, und das sieht man uns zweifellos auch an den Gesichtern an. Das gilt auch fürs Studio. Wir vertrauen uns selbst viel mehr. Ich erinnere mich, dass das Studio für uns eine völlig neue Umgebung war, als wir mit den Aufnahmen zu „The Son Of Odin“ angefangen haben. Im Studio gelten bestimmte Verhaltensregeln, und wenn du in der Zeit, die dir zur Verfügung steht, zum Beispiel nicht weißt, was du mit all dem Equipment um dich herum anfangen sollst, kann dich das in Verlegenheit bringen. Heute ist uns der Aufnahmeprozess viel vertrauter und klarer, deshalb sind wir im Studio viel verlässlicher, erfolgreicher und selbstsicherer bei unserer Arbeit.

RockLine: „The Idol“ hat euch offensichtlich einen ordentlichen Tritt und Inspiration für die Zukunft gegeben. So habt ihr 2006 das neue Studioalbum „Mindcreeper“ veröffentlicht. Kannst du die Unterschiede in den Umständen beschreiben, unter denen die beiden Alben entstanden sind? Wie lief das Komponieren und Schreiben des Materials, woher habt ihr die Ideen genommen, usw…?
Phil: Der größte Unterschied zwischen „The Idol“ und „Mindcreeper“ war, dass wir für „The Idol“ die Songs erst wieder lernen mussten, während auf „Mindcreeper“ wirklich nur neue Songs sind, an denen wir gearbeitet und die wir entwickelt haben. Seit wir die Songs für „The Idol“ geschrieben hatten, war so viel Zeit vergangen, dass wir das ganze Material komplett vergessen hatten. Zum Glück hatten wir die alten Aufnahmen, anhand derer wir es neu gelernt haben. Es fühlte sich an, als würden wir ein Coveralbum aufnehmen. Wir mussten herausfinden, was wir da eigentlich spielen. Manchmal kam es vor, dass unsere Hände einen Part schon ganz instinktiv gespielt haben, den wir gerade erst zu lernen versuchten, und das Gefühl dabei war sehr seltsam.
Für „Mindcreeper“ haben wir viel Zeit in die Arbeit an den neuen Songs gesteckt, deshalb waren wir sehr gut vorbereitet, als wir ins Studio gegangen sind. Das galt für alle Songs außer „Guding Star“. Bei diesem Song wollte ich nicht, dass Kev und Nigel ihn hören, bevor wir ins Studio gehen und ihn aufnehmen. Er ist nämlich so simpel, dass ich befürchtet habe, die beiden würden ihn zu gründlich einstudieren und sich so damit anfreunden, dass er technisch zu gut gespielt wäre und dadurch diesen Hauch von Spontaneität verlieren würde. Deshalb habe ich für diesen Song zu Hause ein Demo aufgenommen, gleich nachdem ich ihn geschrieben hatte. Das Demo habe ich den Bandmitgliedern vorgespielt, um zu checken, ob ihnen der Song gefällt. Die Reaktion war positiv, aber ich habe erst im Studio mit der Absicht rausgerückt. Da hatte ich das Demo in der Tasche dabei und habe die Jungs vor vollendete Tatsachen gestellt. So haben wir auch bei diesem Song den Hauch von Spontaneität im Studio bewahrt. Ich glaube, das war genau der richtige Zug, denn die Teile des Songs, die Kev und Nigel im Studio beigesteuert haben, fügen sich perfekt ins Gesamtbild ein.
Der Aufnahmeprozess bei beiden Alben war sehr ähnlich: Wir haben alle Bassgitarren und Drums an einem Wochenende aufgenommen und sind dann noch ein paarmal ins Studio zurückgekehrt, um alle Gitarren, Vocals und den Rest einzuspielen. Bei „The Son Of Odin“ haben wir neun volle Tage gebraucht, das Album ist stückweise entstanden. Wir haben darüber diskutiert, das auch für unser neues Album zu wiederholen. Am Stück in einer einzigen langen Session aufzunehmen oder Stück für Stück über mehrere Monate hinweg – beides hat seine Vor- und Nachteile.

RockLine: Nach dem, was ich auf „The Idol“ gehört habe, habt ihr garantiert noch nicht das letzte Wort gesprochen. Leider habe ich „Mindcreeper“ noch nicht gehört, aber ich schließe daraus, dass ihr Elixir-Jungs noch voller Energie seid und der Welt noch jede Menge gute Musik bringen wollt. Was waren eure kreativen Ziele, als ihr beschlossen habt, das Album „Mindcreeper“ zusammenzubauen?
Phil: Danke. Ich höre gern, dass dir „The Idol“ gefällt. „Mindcreeper“ ist übrigens gerade per Luftpost zu dir unterwegs.
Als wir während der Aufnahmen zu „Mindcreeper“ wieder im Studio waren, war unser erstes Ziel, die zweite Chance zu genießen, die uns gegeben wurde, wieder zusammen zu sein. Die kreativen Ziele, die wir uns dabei gesetzt haben, waren:
1. Endlich unser echtes zweites Studioalbum zusammenzubekommen. Ich persönlich finde, dass die Veröffentlichung unseres zweiten Studioalbums „Lethal Potion“ furchtbar war und überhaupt nichts mit dem zu tun hatte, was wir uns als unser zweites Studioalbum vorgestellt hatten. Ich habe die Originalaufnahmen ausgegraben und die Sache noch einmal angepackt, indem ich das Album mit dem richtigen Mix digital remastert habe. So ist das Album noch einmal unter dem Titel „Sovereign Remedy“ erschienen. Darauf sind alle 14 Songs in der Reihenfolge, die sich Elixir immer gewünscht haben.
2. Ein Album mit all den übrigen Songs aufzunehmen, die in den Achtzigern entstanden sind. So entstand das Album „The Idol“.
3. Ein komplett neues Studioalbum aufzunehmen. So entstand „Mindcreeper“.
Seit wir wieder zusammen sind, haben wir all diese Ziele erreicht!

RockLine: Was hat euch aufgehalten, dass ihr ganze 4 Jahre gebraucht habt, um „Mindcreeper“ zu veröffentlichen?
Phil: Zeit und Geld. Wir haben alle Familien und deshalb nicht mehr so viel Zeit für Proben und Aufnahmen wie früher. Ein Tonstudio ist auch eine teure Angelegenheit, und wenn du erst mal Familie hast, bleibt dir wenig Geld übrig, das du zur Seite legen und in die Band stecken könntest. Um unser nächstes Elixir-Projekt stemmen zu können, müssen wir dieses Geld durch den Verkauf unserer Alben und durch Auftritte der Band verdienen. Bis man das Geld zusammen hat, mit dem man ein neues Projekt startet, braucht es einen längeren Zeitraum. Ich möchte, dass die Fans unserer Band wissen, dass das Geld, das die Band mit dem Verkauf von Shirts und CDs verdient, direkt in unser nächstes Elixir-Projekt fließt und dass wir uns dieses Geld nicht selbst auszahlen. Deshalb hilft jeder, der unsere CD oder unser Shirt kauft oder einfach eine Karte, um uns live zu sehen, uns direkt dabei, Geld für unsere nächste Aufnahme zu sammeln.

RockLine: Phil, kannst du uns bestätigen, dass die Band in den vier Jahren zwischen „The Idol“ und „Mindcreeper“ endlich ihre innere Konsolidierung und Beständigkeit gefunden hat und dass wir in Zukunft auf noch mehr Musik von Elixir zählen können?
Phil: Ich glaube, dass wir jetzt, wo wir wieder vereint sind, glücklicher sind als je zuvor und auch besser funktionieren als je zuvor. Wir sind älter und erfahrener. Wir wissen nicht, wie lange wir weitermachen können, aber wir haben vor, jeden einzelnen Moment zu genießen. Wenn du unser Album hörst, wirst du mir hoffentlich zustimmen, dass unser neues Album mindestens so gut ist wie alles, was wir vorher rausgebracht haben.

RockLine: Können wir euer neues Album schon in einem Jahr oder spätestens in zwei Jahren erwarten?
Phil: Wir arbeiten an neuem Material. Aber als wir vom Play It Loud! II. Festival 2008 zurückgekommen sind und versucht haben, unser Label Majestic Rock zu erreichen, damit es uns mehr Nachschub (CDs) schickt, die sich auf dem Festival in Italien prima verkauft haben, haben wir festgestellt, dass das Label pleite ist. Das ist für uns eine sehr schlechte Nachricht, denn das Label hat uns keinen müden Cent für den Vertrieb unserer Alben ausgezahlt, und gleichzeitig bedeutet es, dass wir momentan ohne Label dastehen. Weiter heißt das, dass wir in naher Zukunft kein Geld haben werden, um ein Album aufzunehmen, außer es taucht ein Label auf, das gerade dieses Interview liest und Interesse hat, uns ins Studio zu schicken. Damit hatten wir es schon in den Achtzigern zu tun, als wir keinen Labelvertrag bekommen haben, und wir haben immer überlebt. Wir werden sehen, was diesmal passiert. Offensichtlich ist es heute, in Zeiten des massenhaften „Downloadens“, selbst für größere Labels schwer zu überleben, also müssen wir uns wohl an alternative Lösungen halten, wie wir an die Veröffentlichung eines neuen Albums herangehen. Wenn wir Geld für die Aufnahmen bekommen, können wir das Album so veröffentlichen, dass es nur als „Download“ verfügbar ist und sonst nichts. Auf diese Weise, beziehungsweise über den Verkauf über unsere offizielle Internetseite, bekommen wir wenigstens das Geld zurück, das wir in die Aufnahme des Albums investieren. Vielleicht suchen wir auch nach einer Gelegenheit, Videos zu veröffentlichen. Im Moment kann ich schwer etwas sagen, weil ich nicht weiß, wie sich die Dinge für uns entwickeln, aber es lohnt sich, alle Optionen auszuloten.

RockLine: Was genau ist am Freitag, dem 13. Februar des fernen Jahres 1987 passiert?
Phil: Das war einer dieser Tage, an denen alles schiefgeht. Wir hatten einen Auftritt in der Stadt Poole, im Süden Englands. Wir haben uns in unseren Van gepackt und sind Richtung Poole gefahren, aber ohne unseren Bassisten Kev, der an dem Tag keinen freien Tag von der Arbeit bekommen konnte. Also war abgemacht, dass Kev separat mit dem Zug anreist und später am selben Tag für den Gig zu uns stößt. Unterwegs haben wir an der Autobahn zum Mittagessen angehalten, und es ist passiert, dass wir unseren Schlagzeuger Nigel und den Roadie Simon im Restaurant vergessen haben. Das haben wir erst bemerkt, als wir schon ein paar ordentliche Meilen Richtung Poole gefahren waren. Wir sind zurück zum Restaurant, wo wir Nigel und Simon gefunden haben, wie sie versucht haben, nach Poole zu trampen. Das war noch die Zeit, bevor die Welt Handys kannte.
Als wir in Poole angekommen sind, haben wir aufgebaut und den Soundcheck gemacht, aber ohne Kev, der immer noch nicht mit dem Zug da war. Kev ist dann angekommen, aber sehr spät, weil sein Zug eine heftige Verspätung hatte. Wir haben uns große Sorgen gemacht, dass er es nicht schafft.
Zu Beginn des Auftritts hatten wir ein Intro auf den Keyboards eingespielt, bevor wir richtig losgelegt haben. Paul hat aus Versehen die falsche Taste gedrückt, um das Intro zu starten, und so hat statt der richtigen Intro-Musik ein Drum-Pattern im Bossa-Nova-Rhythmus sehr laut durch die Hauptanlage gedröhnt. Wir haben saure, missbilligende Blicke und allgemeine Verwirrung gesehen, als wir zum Publikum geschaut haben, ha, ha!
In der Setlist hatte Nigel während des Songs „Trachery“ sein Drumsolo, und während er es gespielt hat, hat Kev ohne großes Zögern den Moment genutzt, um aufs Klo zu gehen und sich zu erleichtern. Vorher hat er Nigel noch zugerufen, er solle einfach weiter solieren, solange er weg ist. Nur ist es so gekommen, dass die Tür, die von außen auf die Bühne führt, automatisch ins Schloss gefallen ist, als Kev wieder auf die Bühne wollte. Kev hat gegen die Tür gehämmert, damit ihn jemand von der anderen Seite reinlässt, aber niemand hat ihn gehört. Nach ein paar Minuten Drumsolo hat Nigel den Schlussübergang gespielt, mit dem der Rest der Band wieder in den Song einsteigt. Zum Glück hatte Kev einen Funksender dabei und konnte die Musik durch die Tür hören, sodass er den Rest von „Trachery“ draußen gespielt hat, ausgesperrt, auf der anderen Seite der Tür zur Bühne. Als der Song vorbei war, haben wir ihn an der Tür hämmern hören, sie aufgeschlossen, und Kev kam zurück auf die Bühne. Er war natürlich total geknickt!
Außerdem gab es noch weiteren Druck auf unseren Auftritt an diesem Abend. Kev hatte eine neue Freundin kennengelernt, der es offenbar nicht gefiel, dass Kev mit der Band durch die Gegend zieht. Zu der Zeit gingen uns gerade die Türen für den Durchbruch auf, wir hatten einen großen Gig in Belfast (Nordirland) ausgemacht, und viel Zeit und Geld war in die Promotion für diesen Auftritt geflossen. Und genau davor stellt Kevs neue Frau ihm ein Ultimatum: Wenn Kev mit uns nach Belfast geht, macht sie Schluss mit ihm. Das war ein riesiger Druck für Kev, und auch wenn wir in Belfast ohne Kev gespielt haben, mit einem Typen, der nur eingesprungen ist, damit wir den Auftritt durchziehen können, hat das das Problem nicht gelöst, das offensichtlich bei Kevs Freundin lag. Das war der Tag des Bruchs in der Band. Nach dem Konzert in Poole haben wir darüber geredet, und Kev hat beschlossen, die Band zu verlassen. Nigel, der Kevs Bruder ist, hat sich kurz darauf auch entschieden auszusteigen. Obwohl wir Ersatz in verschiedenen Bassisten und Schlagzeugern gefunden haben, war die Chemie nicht mehr dieselbe, und wir haben etwas von unserem Zauber verloren. Bei allem Respekt vor all denen, die Kev und Nigel nachgefolgt sind, muss ich betonen, dass wir nur mit den beiden die richtige Band waren, die den Elixir-Sound miterschaffen und definiert hat. Zum Glück war Kevs Frau längst aus dem Bild, als wir uns auf Normans Party zu seinem 40. getroffen haben, sodass wir jetzt alle in der Band großartige Ehefrauen und Partnerinnen haben, die uns bei dem unterstützen, was wir tun.

RockLine: „The Son Of Odin“ war ein fantastischer Start. Aber daraus habt ihr dann irgendwie kein Kapital geschlagen. Was hat dazu geführt, unter welchen Umständen haben es Elixir nicht geschafft, ein größerer und bekannterer Name der Rock- und Metal-Szene zu werden?
Phil: Das größte Hindernis, das unsere weitere Entwicklung in diese Richtung gebremst hat, war, dass wir keinen Labelvertrag bekommen haben. Wir mussten selbst unsere Ersparnisse von der Bank holen, um „The Son Of Odin“ veröffentlichen zu können, und haben es in 2.000 Exemplaren pressen lassen. Unser Debüt hat ausgezeichnete Kritiken und Rezensionen bekommen, die Verkäufe waren super. Das Album hat sich hervorragend in legendären Läden wie dem Rock Record Shop und Shades in London verkauft. Tolle Reaktionen haben wir auch bekommen, nachdem wir im selben Jahr in der BBC Radio 1 Friday Rock Show aufgetreten sind, und sogar Ronnie James Dio höchstpersönlich hat für unsere Single „Trachery“ eine lobende Bewertung im Musikmagazin Kerrang! beigesteuert. Deshalb sah es damals für Elixir sehr vielversprechend aus. Ich glaube, wenn wir damals einen Vertrag mit einem Label bekommen hätten, das uns weltweit vertreibt, hätten wir viel größeren Erfolg gehabt. Alle Zeichen der allgemeinen Anerkennung, die dafür sprachen, dass wir das Richtige tun, waren da, wir hätten nur noch die Mittel gebraucht, um mit unserem Namen und unserer Musik mehr Leute zu erreichen.

RockLine: Was ist in den Neunzigern mit der Band passiert? Wart ihr in andere Projekte eingebunden?
Phil: Paul und Norms haben zusammen in der Besetzung Beggars, Thieves and Madmen gespielt. Kev und Nigel haben ihre Karriere fortgesetzt, indem sie die Band Saratoga gegründet haben, und ich bin mit meiner Frau und meinem Sohn zurück in meine Heimatstadt gezogen, wo ich in Pubs in einer Bluesrock-Band namens Rough Diamond gespielt habe, die ausschließlich Coversongs gespielt hat. Wir haben unter anderem Songs von Free und Bad Company gecovert. Gleichzeitig habe ich auch eigenes Material geschrieben, zusammen mit Mike Emson, der bei Rough Diamond Keyboarder und Gitarrist war. Wir haben Paul eingeladen, für ein paar Songs die Vocals aufzunehmen. Das habe ich gemacht, bis mich das Label Cult Metal Classics kontaktiert hat, weil es das Album „The Son Of Odin“ auf CD veröffentlichen wollte.

RockLine: Was sind die wichtigsten körperlichen Unterschiede zwischen einem Elixir-Auftritt in den Achtzigern und heute?
Phil: Also, ich vermisse die Pyrotechnik wirklich, aber alle Gesundheits- und Sicherheitsgesetze verbieten uns, sie einzusetzen. Ansonsten glaube ich nicht, dass wir uns groß verändert haben. Wenn du unsere Website besuchst und auf die Rubrik „media“ klickst, kannst du die aktuellen Videos mit den Aufnahmen von 1986 bei den Songs „Pandora’s Box“ und „Son Of Odin“ vergleichen. Ein junger Fan der Band hat gesagt, als er sich diese Aufnahmen angeschaut hat, dass wir zwar älter aussehen, aber auf der Bühne immer noch genau dieselben Bewegungen machen wie damals. Ich glaube, dass wir uns live von damals bis heute nicht viel verändert haben, außer dass wir weniger Haare und mehr Kilos haben.

RockLine: Plant ihr von Elixir demnächst eine Europatour?
Phil: Wir würden sehr gerne mehr in Europa spielen, aber wir haben keinen „Tour“-Manager, der uns dabei hilft, und kennen auch nicht alle günstigen Locations, in denen wir spielen könnten. Wir müssen uns auf Kontakte und Leute verlassen, die wir treffen und die uns bei Konzertveranstaltern in ihren Ländern empfehlen. Wir spielen gerne auf Festivals wie dem Play It Loud! (2008), und wir sind immer sehr daran interessiert, in Ländern zu spielen, in denen wir noch nie aufgetreten sind. Und falls irgendein Veranstalter in Slowenien oder sonst wo diese Zeilen liest und Elixir in sein Land holen will, soll er mich bitte über unsere offizielle Website kontaktieren.

RockLine: Kurzfristige Pläne für die Zukunft von Elixir?
Phil: Im Moment wollen wir möglichst viele Konzerte spielen und genauso viel Musik wie möglich aufnehmen, bevor uns die Umstände zwingen, aufzuhören. Wir wissen, dass uns eine zweite Chance gegeben wurde, deshalb planen wir, sie maximal auszunutzen und dabei die ganze Zeit Spaß an unserer Arbeit zu haben.

RockLine: Phil, danke, dass du dir die kostbare Zeit für dieses Interview und die Fragen genommen hast. Hast du vielleicht noch eine Botschaft an unsere Leser?
Phil: Die Botschaft an alle, die Elixir kennen: Wir wollen eines Tages auch für euch in Slowenien spielen. An alle, die Elixir nicht kennen: Ich lade euch ein, unsere Website zu besuchen und anzuschauen: www.coldtown.com/elixir oder bei uns auf der Myspace-Seite vorbeizuschauen: www.myspace.com/officialelixir . Danke auch dir für dieses Interview!

Interview geführt von: Aleš Podbrežnik
Fotos: Aleš Podbrežnik


Elixir – legendary New Wave Of British Heavy Metal act, mostly remembered by their cult classic debut album „The Son Of Odin“ (1985), are back on the scene. After releasing, as they call it, their true second studio album „Mindcreeper“ (2006) – RockLine review HERE, these guys are proving that they still have the hunger and lust to deliver some great classic metal stuff and play live gigs around the globe. Guitarist Phil Denton is leading us through the exciting story of Elixir so far. It doesn’t get any closer than that.

RockLine: Hello Phil! How are you guys doing?
Phil: We are all very well, thank you!

RockLine: You’ve just returned from Play It Loud festival II. in Italy (RockLine report HERE)? What are your impressions?
Phil: We had a great time. The Festival was very well organised, and we were looked after extremely well – in fact I hope the beer bill didn’t turn out too expensive for the organisers!! The Festival was well attended and the crowd gave us a fantastic reception, chanting our name while we were setting up and continuing throughout our set. We had such a great time that we would love to go back again someday. I have just uploaded pictures from the festival at our website: www.coldtown.com/elixir

RockLine: Your show in Italy was a blast! Great to have you back together. With bands like Elixir, Cloven Hoof, Diamond Head or Tygers Of Pan Tang (later kicking their tour off in April 2008), back on the scene, do you think we are dealing with a ressurection of NWOBHM nowdays?
Phil: It is looking that way. For my part, I organise a festival in England called the ‚British Steel Festival‘ which promotes 80’s NWOBHM bands. We invite four bands to play on the bill with us, and at the last one we had Cloven Hoof and Tygers of Pan Tang, as well as Jaguar and Chariot. It is harder to play good gigs these days, as a lot of live venues, especially in Britain, are geared up to having tribute acts on all the time, and they are not very interested in having bands playing original material. However, there are a lot of great festivals going on around Europe and the rest of the World, and bands like us love playing these. I think that we are all doing our little bit to try to show the new generation of rock fans what we were up to back in the 80’s.

RockLine: In 2002 you released your comeback album „Idol“. What circumstances led you to make the decision to finally enter the studio again, after more than 10 years of the band’s hiatus? Do you think that the Norman’s 40 birthday party back in 2001 opened a new chapter for Elixir, or let me put it that way: Elixir was born again?
Phil: Yes, it was Norman’s birthday party that started our revival. We were all there and, as there were live bands playing, it was agreed before the party that we would get up on stage to play ‚Treachery‘ one more time. I hadn’t played the song for so long that I listened to an old live tape that afternoon to practice. I came across a lot of songs on the tape such as ‚The Idol‘ and ‚Devil Rider‘, and thought that it was a shame that we hadn’t recorded those songs properly for an album. I mentioned to the boys at the party that we had an albums worth of old material that we had never recorded, and as I had a digital recording facility with my song-writing partner of the time, Mike Emson, I suggested that we could get together just to record those songs for ourselves. Then, a couple of weeks after Norman’s party, the Greek label Cult Metal Classics, contacted me wanting to release ‚The Son of Odin‘ album on CD. I thought that there would be no interest in a 15 year old album, but Manos at the label assured me that it had become a cult album and there would be a lot of interest. So we agreed to the release, and it sold out 1000 copies in a month! Cult Metal Classics then asked if we had any other material, and so all the old songs that we were recording for ourselves, suddenly got released as ‚The Idol‘ album on vinyl by Cult Metal Classics, and by ourselves on CD. We were then invited to headline the Heavy Metal Assault Festival in Athens, and so, before we knew what was happening, we were back playing live and recording again!!

RockLine: Are the feelings still the same when you are in studio or on stage, as they were in NWOBHM golden era (eighties)?
Phil: I think that we are just as enthusiastic on stage, but more confident and relaxed now. In the 80’s we really wanted to turn professional and felt that we had to prove ourselves. These days, we just go out to enjoy ourselves and I think that shows in our faces when we play. As for the studio, again I think we are more confident now. When we first started, and when we recorded ‚The Son of Odin‘, we were new to the studio environment, and studios can be intimidating places when you do not know your way around the equipment. These days, we understand more about the recording process, and so we are more confident in what we do.

RockLine: „The Idol“ obviousely gave you a nice kick and was an inspiration, so that in 2007 you released your latest studio achievement called „Mindcreeper“. Can you describe the differences between both albums regarding the ideas (musically speaking) and the writing, recording process?
Phil: The biggest difference between ‚The Idol‘ and ‚Mindcreeper‘ was that we had to re-learn the songs for ‚The Idol‘ while ‚Mindcreeper‘ was all new songs that we had been working on and developing. It had been so long since we had played the songs on ‚The Idol‘ that we couldn’t remember them, but luckily we had the tapes to learn from. It was like recording a covers album, almost. We had to work out what we were playing. Sometimes though, our hands would just instinctively play a part that we had been trying to learn, which was weird.
For ‚Mindcreeper‘ we had spent a fair bit of time working on the new songs, so we were well rehearsed when we went into the studio. Except for ‚Guiding Star‘, which I didn’t want Kev and Nigel to rehearse before we went to record it. It is such a simple song, and I was worried that if they rehearsed it too much, they might get too familiar with it and over-play their parts. I recorded a demo of it at home when I had written it, and had played it to the band to make sure that they liked it, but just kept it back to play spontaniously in the studio. I think I made the right decision, because the bass and drum parts that Kev and Nigel came up with in the studio fit perfectly with the song.
The recording process of both albums was similar, in that we laid down the bass and drums in a weekend, and then went back in numerous sessions to record the guitars, vocals and extras. When we recorded ‚The Son of Odin‘ we went into the studio for 9 days solid and worked continuously on the album. We discussed that we might like to do that again for the next album. Recording in one big session, and recording bit by bit over several months, both have advantages and disadvantages.

RockLine: Unfortunatelly I haven’t heard „Mindcreeper“ yet, but what I experienced when listening to „The Idol“, a brilliant album by the way, I think you still have a lot to offer to the musical world. The beast is still hungry. What can you tell us about your new creative goals?
Phil: Thanks, I’m glad you liked ‚The Idol‘ and a copy of ‚Mindcreeper‘ is on it’s way to you.
When we did get back together, our first goal was to just enjoy having this second chance. Our creative goals were:
1. To put right our second album – I thought that the ‚Lethal Potion‘ release was terrible, and nothing like our second album was supposed to have been. I got hold of the original tapes and took the proper mix to be digitally re-mastered. All 14 songs are back in the proper running order, with the proper mix and under the proper title ‚Sovereign Remedy‘.
2. To record all of the remaining songs from the 80’s – this eventually became ‚The Idol‘ album.
3. To record a brand new album – which eventually became ‚Mindcreeper‘.
So we have achieved our creative goals that we set when we got back working together again.

RockLine: What kept took you so long (5 years) to release a new studio album „Mindcreeper“?
Phil: Time and money. We have families and do not have as much time to write and rehearse together as we used to have. It also costs us a lot of money to go into the recording studio. As we have families and homes, we do not have a lot of personal money to put into the band. Therefore we have to earn our band money through album sales and live shows to put towards our next project. It took time to earn the money to invest in a new recording. I would like our fans to know that the money the band makes goes back into band projects, we do not pay ourselves money. Therefore, when someone buys a CD or one of our T-shirts, or pays to see us play live, they are directly helping us towards raising money for our next recording.

RockLine: Can you confirm that the band found  inner consolidation or consistency again in the 4 years between „The Idol“ and „Mindcreeper“?
Phil: I think we are back together, happier than ever, and working as well as ever.
We are older and wiser, and do not know how long we can continue, but we intend to enjoy ourselves every step of the way! When you have heard ‚Mindcreeper‘, I hope you agree that our new album is as good as anything that we have done before.

RockLine: Can we therefore expect a new album to be released already in a year or two?
Phil: We are working on new material. However, after we returned from Play It Loud we tried to contact our label, Majestic Rock, for more stock, as we sold out of some of our albums in Italy. We discovered that Majestic have collapsed, which is bad news for us as we haven’t been paid any royalties for our albums and it also means that we do not have a label now. This means that we will not have the money to record a new album in the near future, unless there is a label reading this that is willing to put us into the studio! We faced adversity in the 80’s when we couldn’t get a label to sign us, and we always come through, so we shall see what happens this time. It seems that it is hard for even the major labels to survive in this day of downloading, so maybe we need to look at alternatives to making a new album. If we get the money to record new material, we could release it as download only, so that we will at least get our money back if we sell it ourselves through our website.
Or we could look at releasing videos. I do not know how things will turn out for us, but it is worth exploring all options.

RockLine: What exactly happended on Friday 13th of Febraury back in 1987?
Phil: It was one of those days when everything went wrong! We were playing a gig in Poole, which is in the South of England. We loaded up the van and set off, but without Kev, our bass player, who couldn’t get the day off work, so he agreed to travel down by train and meet us there later. On the way, we stopped off for lunch at a motorway service station, and somehow managed to leave Nigel, our drummer, and Simon, our roadie behind! It wasn’t until we were a good few miles down the road that we realised that they were not with us! We turned back and returned to the service station, where we found them trying to hitch hike down to Poole! It was the days before mobile phones, so they didn’t know what had happened when they had returned to the van to find it gone!
When we got there, we had set up and had a soundcheck but without Kev, who had still not arrived by train. He eventually arrived really late as his train had been severely delayed. We were all very tense and worried by then, thinking that he wouldn’t make it.
Then there was the intro music – we had a keyboard that we used for the intro before we started playing. Paul hit the key and accidently started the built in drum machine playing a loud bossa nova drum beat through the P.A.!! You could see the faces of the crowd looking very puzzled – ha ha!
During the set, Nigel was playing a drum solo in ‚Treachery‘ and Kev was desperate to go to the toilet. He shouted to Nigel to keep going while he went to relieve himself, but as he left the stage, the internal door between the side of the stage and the toilet locked shut behind him! Kev was banging on the door to be let back in but no-one could hear him! Eventually, after several minutes of playing his drum solo, Nigel went in to the drum roll to take us back into the song. Luckily, Kev was using a radio transmitter and could hear through the door, so he played the rest of the song outside! When the song finished, we could hear him banging and shouting at the door, so we then unlocked it and he came back on stage looking sheepish!
There had also been a bit of simmering tension leading up to the gig, because Kev was with a new woman who didn’t seem to like him going away with the band. We had just set up a big gig in Belfast, Northern Ireland, and a lot of promotion had gone into it, when Kev’s new woman gave him an ultimatum, that if he went with us to Belfast, she would finish with him. That put a lot of pressure on him, and although we had agreed to go to Belfast with a stand-in bass player, it didn’t solve the root of the problem, which was her. This had caused friction leading up to that day, and after the gig, we had a bit of an arguement over it, and Kev decided that he would leave the band. Nigel, our drummer, being his brother, eventually decided to go with him, and so that day was the day that the band fractured. Although we found replacement bass players and drummers, the chemistry just wasn’t the same and we lost some of our magic. I mean no disrespect to those who came in, but we were the ones that created the Elixir sound, and we just work best with each other. Fortunately, Kev’s woman was off the scene by the time we met again at Norman’s birthday party, and we all have great wives and partners now, who support us in what we do.

RockLine: „The Son Of Odin“ was a fantastic start for the band back in the eighties. It seemed a new heavy metal star was born with Elixir. But then the band failed to achieve better recognition and to establish a bigger name. How would you comment this? Were there any peculiar circumstances that prevented a bigger breakthrough for Elixir on the world’s heavy metal scene?
Phil: I think that the biggest thing holding us back was that we couldn’t get signed to a label. We had to get a loan from the bank to release ‚The Son of Odin‘ on our own label and pressed two thousand copies. The debut album received great reviews, and the sales were great in the places where it was sold, such as the legendary Rock record shop, Shades, in London. We had also had a good response following our BBC Radio 1 Friday Rock Show session that same year, and even Ronnie James Dio himself had given our ‚Treachery‘ single a good review in Kerrang! Magazine, so things were looking good for us. I think that if we had been signed with a label, that could get us distributed Worldwide, we would have had much better success. All the signs were there that what we were doing was being appreciated, we just needed the means to reach a lot more people.

RockLine: What was happening with the band during the nineties? Were you involved in other musical projects, too?
Phil: Paul and Norms worked together in an outfit called Beggars, Thieves and Madmen. Kev and Nigel went on to form a band called Saratoga, and I moved back to my home town with my wife and young son, and played pubs in a blues-rock covers band called Rough Diamond, playing songs by bands such as Free and Bad Company. I was also writing original songs in that same style with Mike Emson, who was the keyboard/guitar player in that band. We envited Paul to record some vocal tracks on some of those songs,and that was what I was doing up to the time when Cult Metal Classics contacted me to release ‚The Son of Odin‘ CD.

RockLine: What are the main differences between your stage performances nowadays and those in the eighites.
Phil: Well, I really miss not having the pyrotechnics, but all the health and safety laws these days prevent us from using them!! Apart from that I think we haven’t changed that much. If you visit the media page of our website: www.coldtown.com/elixir you will find recent videos and also the clips of ‚Pandora’s Box‘ and ‚Son of Odin‘ from 1986. One young fan said that, although we look a bit older, we still make the same moves onstage now as we did back then! I don’t think we are much different live now to then, except that we have less hair and more weight!!

RockLine: Are you planning a European tour in the near future?
Phil: We would love to tour more around Europe, but we do not have a tour manager to help us with that, and we do not know all the good venues to play. We have to rely on contacts and people we meet recommending us to promoters in their country. We love playing festivals, such as Play It Loud, and we are always interested in getting to play in new countries that we haven’t played before. So if any promoters in Slovenia or elsewhere are reading this and wish to bring Elixir to their country, please contact me through our band website.

RockLine: What are the band’s other future goals?
Phil: Now that we have achieved our objectives that we set when we got back together, we are now looking to play as many shows as we can, and record as much material as we can, before circumstances force us to stop. We know that we have been given a second chance, and plan to make the most of it, and enjoy ourselves along the way, before we have to stop.

RockLine: Thank you for taking the time to answer a few questions. Do you have any message for our readers?
Phil: For those of you who know us, we would love to come to Slovenia one day to play for you. For those who do not, please visit our website: www.coldtown.com/elixir or drop by on our myspace page: www.myspace.com/officialelixir
Thanks for the interview.

interview conducted by Aleš Podbrežnik
photo gallery by Aleš Podbrežnik

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