Elabanda, 24. November, Orto bar
Autor: Urban Bolta
Wer: Elabanda (Folk/Ethno)
Wo: Orto bar / Ljubljana
Wann: Dienstag, 24. November
Eintritt: 7€ (für Mitglieder primorischer Studentenklubs 4€)
ElaBanda – eine Band mit Vorgeschichte
Wer war ELLA:
Ella ist ein mythischer Name von der Westgrenze, ein Name, um den sich die Geschichten der Bewohner beider Seiten der Grenze ranken. Ella, von Geburt eine Slowenin aus dem Grenzgebiet, soll im italienischen Görz gelebt haben, und sie hatte tatsächlich eine Bend bzw. Banda – eher nach dem Vorbild der Chicagoer Mafiosi. Unter dem Vorwand, bei Hochzeiten auf dem ganzen Karst und im Vipava-Tal zu spielen, schmuggelten sie in den Instrumentenkoffern blaues Gold – Rajflce, also Jeans auf gut Deutsch. Das war natürlich noch zu Zeiten des seligen Jugoslawien, als die Grenze noch streng geschlossen war und die Zöllner knallhart und unbestechlich.
Wer ist ElaBanda?
Eine Gruppe von Musikern, die schon lange genug auf der Szene ist, um unbeschwert mit eigenem Kopf zu denken und Musik nach eigenem Bedürfnis ohne überflüssiges Pathos zu schaffen. Trends interessieren sie nicht, die Boulevardpresse auch nicht, und was sich gerade in Slowenien verkauft, erst recht nicht. Ganz ohne musikalische Vorbilder geht’s natürlich nicht. In ihrer Musik spürt man den Einfluss großer Songschreiber von der anderen Seite des Teiches, aber auch einige europäische Traditionen hinterlassen bei ihnen starke Spuren. Beim Konzert versprechen sie alle Lieder des Albums, einige ältere Stücke und einige Bearbeitungen zu präsentieren. Die Band hat in ihrer Besetzung neben den typischen Rock-Instrumenten noch Perkussion, Mandoline und Akkordeon.
Wie sind die Songs?
ElaBanda setzt die Tradition primorischer Autoren wie Mef und Iztok Mlakar fort – kein Kopieren, sondern ein ähnlicher Ansatz: Geschichten erzählen, Songs mit Eiern. Ihr Lied „Neke pomladi“, das sie als erstes schrieben und einem breiteren Publikum zu Gehör brachten, stieß auf gute Resonanz: Die Kommentare sind unterschiedlich, die meisten sind sich aber einig, dass die Songs frisch genug klingen, anders sind und gleichzeitig sehr hörenswert. Danach folgten noch drei Radiohits: Postaja 03, Mala Gini und Eno piko zmage. Diesen Herbst, genauer gesagt am 16. November, dem „Tag der Autoren“, hat/hatte die Gruppe ihr Debütalbum „Vzemi me s sabo“ veröffentlicht, auf dem 12 Lieder sind.