Die Wahrheit über AC/DC

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Autor: Sebastijan Videc

Wenn man dem neuen Buch über AC/DC glauben darf, wäre der erste Sänger der Band, Bon Scott, 1975 nach seiner fast tödlichen Heroin-Überdosis beinahe seinen Job losgeworden.

Nach all den Bandauflösungen, Versöhnungen, Mitgliederwechseln und tragischen Toden, die sich über die Jahrzehnte der Rockmusik hinzogen, gibt es nur wenige Konstanten – aber Scotts Rolle als Sänger von AC/DC, bis zu seinem tragischen Tod 1980, war eine davon.   

Zumindest bis vor Kurzem, als verlässliche Quellen wie Clinton Walker, Autor von Scotts Biographie Highway to Hell, und Mark Evans, einer der ersten Bassisten der Band, damit begannen, dieses sorgfältig zurechtgezimmerte Bild zu erschüttern.

Evans hatte in seiner dreijährigen Karriere mit AC/DC die interne Bandpolitik und die dominante Rolle der Young-Brüder innerhalb der Organisation gründlich kennengelernt – und all das vor zwei Jahren in der Biographie Dirty Deeds: My Life Inside / Outside of AC/DC enthüllt.

Wie Evans kürzlich in Jesse Finks neuem Buch The Youngs: The Brothers Who Built AC/DC enthüllt hat, galt selbst Frontmann und Mittexter Bon Scott nicht als unersetzbar – weder nach seinem Tod, wie die erfolgreiche Integration von Brian Johnson in die Band bewies, noch zu Beginn der Karriere, als die Band ihren unaufhaltsamen Aufstieg zum Ruhm antrat.

Evans erinnert sich an diese ungewissen Zeiten, als Scott nach der Überdosis fast das Zeitliche gesegnet hätte – was in der Band verständlicherweise erhebliche Zweifel an seiner Zuverlässigkeit aufwarf, wenn es darum ging, die gesteckten Ziele zu erreichen. 

Evans weiter: „Das alles haben wir innerhalb der Band gehalten – das alles wurde durch die Band gefiltert, damit es eben nicht so aussah, als stände es gerade am schlechtesten für Bon. Es war schon die Rede von einem neuen Sänger. Aber so weit kam es nie.“

Zum Glück sorgten Scotts Talente dafür, dass er noch eine Chance bekam – doch den Versuchungen konnte Scott letztlich nicht widerstehen (schuld war wieder Heroin, nicht Alkohol, wie lange behauptet wurde), und nach fünf Jahren verabschiedete er sich in die Geschichte.

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