Die Magie einfacher Gedanken (2012)

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Autor: Aleš Podbrežnik
Fotos: Aleš Podbrežnik

Ort: Grado (Gradež) / Diga Nazario Sauro / Italien
Konzertdatum: 28.07.2012
Besucherzahl: 1500
Kartenpreis: 35,00€

Simple Minds gehören zu jenen klanglichen Größen, die ihr musikalisches Handwerk aus den »goldenen Achtzigern« hinübergerettet haben, die sie mit großem kommerziellem Erfolg krönten – und die niemals aufgehört haben, aktiv zu sein! Künstlerisch entwickeln sie sich noch heute weiter. Auf dem Planeten gibt es noch so einige rollende Dinosaurier, die ihre Karriere Ende der Siebziger starteten, inspiriert von der damaligen Punk-Explosion. An der Wende zu den Achtzigern begründeten sie die New-Wave-Bewegung, und mit dem Hinzufügen von Grips begründeten sie auch das Genre des Post-Punk. Das sind Bands, die eine authentische Eigenständigkeit im musikalischen Ausdruck entwickelt haben, die sofort wiedererkennbar ist. Jede in ihre eigene musikalische Richtung – daher ist die Art-Komponente bei jeder von ihnen sehr stark. Das spektrale Spektrum der Eigenständigkeit des künstlerischen Ausdrucks ist breit und inhaltlich enorm reich, ich würde sagen geradezu provokativ herausfordernd. Wenn wir die mittlerweile mit allen Konzernen doppelt und dreifach verbandelten U2 abziehen, die ihren künstlerischen Intellekt schon längst verpfändet haben, und uns nur auf jene (verbliebenen) Altersgenossen von Simple Minds stützen, die auch heute noch aktiv sind, dann ist das eine Welle von Bands von den Britischen Inseln: von The Cure bis zu den wieder aktiven Ultravox und Kajagoogoo, bis Spandau Ballet, Duran Duran und New Order – da kann man sogar Depeche Mode dazuzählen –, und die USA haben diesen Moment mit Bands wie The Cars und den (pensionierten) Talking Heads erfasst. Ihr gemeinsamer Nenner, neben dem kommerziellen Erfolg der Achtziger, war die Integration von Synthesizern. Dies erreichte jede der genannten Bands auf ihre eigene Weise. Der ursprünglichen »Banalität« der Punk-Musik haben diese Bands also Grips hinzugefügt und ein eigenständiges Bild des Artismus des musikalischen Handwerks entwickelt.

Simple Minds sind unter den Genannten natürlich völlig ihren eigenen musikalischen Weg gegangen. Für diese Bands, wie auch für Simple Minds, ist oft ein scharfes Ringen mit der Rhetorik der Pop-Musik charakteristisch, in der Zeit der Trend-Impulse der Achtziger. Was wir damals bei Simple Minds als kommerziellen Erfolg behandelt haben, ist mit den Jahren bis heute in seiner Qualität zu einem geschätzten Werk des künstlerischen Ausdrucks herangewachsen. Und der Wert dieses Werks steigt mit den Jahren nur noch weiter.  

Im Rahmen des diesjährigen Festivals „Grado Festival Ospiti d’Autore 2012“, das jedes Jahr im Städtchen Grado (Gradež), gelegen auf einer Halbinsel im Golf von Triest in Italien, stattfindet, meldeten sich am 28.07.2012 die legendären britischen New-Wave-Rocker Simple Minds zum Konzert. Man kann ruhig sagen: die großen Simple Minds – eine Band, die in ihrer Karriere insgesamt über 40 Millionen Alben verkauft hat! Mit dem Auftritt von Simple Minds fand die diesjährige Ausgabe dieses Festivals ihren krönenden Abschluss.

Die Tournee hieß in diesem Jahr im Februar und März „5×5 Live“, und zwar deshalb, weil Simple Minds versprochen hatten, im Konzertrepertoire aus jedem der ersten fünf Alben jeweils fünf Songs zu spielen. So »heftig« wurde es dann doch nicht, was  kürzere Setlisten bedeutete. Die „verlängerte“ Tournee für die sommerlichen Festival-Auftritte, umbenannt in »5×5 Live plus Hits«, rollte am 26.07.2012 mit dem ersten Stop der Band in Modena nach Italien rein, und zwei Tage später folgte die Ankunft von Simple Minds im Urlaubsstädtchen Grado an der Küste – einen Steinwurf von der slowenischen Grenze entfernt, bei der Stadt Monfalcone (Tržič).

Simple Minds widmeten also auch den Sommer-Teil der neuen Europa-Tournee der Promotion der Veröffentlichung der Sechsfach-CD-Box „Simple Minds X5“, die über das Label EMI Records am 20.02.2012 erschien und in der die ersten fünf Studioalben der Band remastert enthalten sind, nämlich: “Life In A Day”, “Real To Real Cacophony”, “Empire And Dance”, “Sons And Fascination/Sister Feelings Call”  und “New Gold Dream (81, 82, 83, 84)”. Die sechste CD dieser Ausgabe ist eine Compilation unveröffentlichten Materials und B-Seiten veröffentlichter Singles.

Es ist 21:25 Uhr, als das Spektakel beginnt. Das bis auf den letzten Platz gefüllte Gelände – eigentlich schon gut einen Monat vor dem Event vollständig ausverkauft – bestätigte die enorme Beliebtheit von Simple Minds in Italien über all die Jahre der Aktivität der Band. Diese Tatsache unterstrich auch Kerrs dauerhafter Wohnsitz auf Sizilien, wo er als naturalisierter Italiener bereits seit Jahren in der Stadt Taormina lebt (einer der Songs des Simple-Minds-Albums »Black and White 050505« (2005) trägt seinen Titel nach dieser Stadt). Dort betreibt Kerr als Eigentümer das Hotel »Villa Angela« mit herrlichem Blick auf das Ionische Meer. Dass Konzerte von Simple Minds in Italien kein billiger Spaß sind, belegt auch die RockLine-Reportage vom 03.08.2010, als die Legenden des New-Wave-Pop-Art-Rock-Sounds im Städtchen Spilimbergo nahe Udine auftraten! Auch damals füllten sie den dortigen Stadtplatz mit dem aufgewühlten italienischen Publikum bis in den letzten Winkel – RockLine-Reportage HIER.

Die Setliste war auch beim Konzert von Simple Minds in Grado wirklich traumhaft. Gerade weil Simple Minds die Konzert-Setlisten ständig wechseln – sogar innerhalb einer Tournee selbst –, behalten Besuche bei Simple-Minds-Konzerten eine große Anziehungskraft. Von Anfang bis Ende des Auftritts hält dich die Band mit einer eigenwilligen Magie in Schach, die nur sie selbst erschaffen kann. Der Traum jedes eingefleischten Simple-Minds-Fans erfüllt sich so im Nu, wenn man sich in der eigentümlichen Welt der konzertanten Neuschöpfung des musikalischen Universums von Simple Minds wiederfindet. Die vorderen Reihen füllten begeisterte Vierzigerinnen, die sich in ausgelassene Teenager verwandelt hatten und Kerr und seiner Crew vom ersten angeschlagenen Takt und der ersten Note bis zum letzten Klang und Scheinwerferlicht dieses magischen Abends bedenkenlos aus der Hand fraßen. Die emotionsgeladenen Empfindungen erinnerten an jene, die wir in Ljubljana beim Konzert der »Wild Boys« Duran Duran vor gut zwei Wochen erlebt hatten – RockLine-Reportage HIER.

Simple Minds betraten die Bühne als Quintett: Jim Kerr (Gesang), Charlie Burchill (Gitarre), Mel Gaynor (Schlagzeug), Andy Gillespie (Keyboards) und das neu hinzugekommene Bandmitglied, der erfahrene Bassist Ged Grimes, der im September 2011 Eddie Duffy bei Simple Minds ersetzte.  Dass man irgendwann Celebrate und I Travel (»Empires And Dance«, 1980) oder Love Song (das Studio-Debüt »Life in a Day«, 1979) hören würde – das waren natürlich stille, sündige Träume, die sich am Ende doch erfüllten. Aber das war erst der Anfang des Konzerts.

Die Band ist in außergewöhnlicher Form. Man spürt, dass Simple Minds ununterbrochen spielen. Jim Kerr hat sofort wieder die volle Aufmerksamkeit übernommen – er gilt als außergewöhnliche Bühnenfigur mit ausgeprägter, gemeißelter Charisma. Nicht nur seine auf Meilen erkennbare Stimmfarbe und sein vokaler Ansatz, sondern auch die bloße Führung des Bühnenspiels, das von einem gewissen »tribal-persönlich-meditativen Sänger-Tanz« geprägt ist. Dieser umfasst ein spontanes Winden aus einer Vielzahl entspannt geführter Bewegungen, beinahe einer Laufsteg-Haltung, die aber den Sexappeal des Musikers und seine ungemein ansteckende Ausstrahlung betonen – wobei dem Großteil der weiblichen Anwesenden natürlich unweigerlich der Atem stockte. In diesem Element ist Kerr ein echter Kandidat neben Bryan Ferry und dem leider viel zu früh verstorbenen INXS-Sänger Michael Hutchence! Kerr trat mehrmals ganz an den Bühnenrand und gab Fans in den ersten Reihen die Hand, nahm seine typische halb-hockende, halb-kniende theatralische Pose ein und wickelte sich in das Kabel des verstärkten Mikrofons. Bei einem der Songs ließ es sich Kerr nicht nehmen, in die Knie zu gehen und sich von dort rückwärts sogar auf den Bühnenboden zu legen, mit in die Luft gereckten Armen. Die vokale Interpretation hält das Niveau der Simple-Minds-Botschaft aufrecht und vertieft und bereichert es mit zunehmender Reife nur weiter. Kerr ist in dieser Galaxie vielleicht sogar der einzig passende Ersatz für Bono bei U2! Möge es dazu niemals kommen – und dennoch ist es eine interessante These. Wobei Bono von der Verfeinerung von Kerrs Gentlemanship, eigentlich seiner Bühnenwürde im Umgang mit dem Publikum, nur lernen kann.

Kerrs unzertrennlicher Kollege Charlie Burchill ist ein außergewöhnlicher Gitarrenmeister, der mit kurzen, aber präzisen Bewegungen von bemerkenswerter Geschmeidigkeit der Klangstrukturen fasziniert. Diese entfesselt auch heute noch treu seine weiße Gretsch-„Falcon“ (die wir Anfang Juli dieses Jahres im Kino Šiški an den Körper von Billy Duffy geschnallt sahen – The Cult – RockLine-Reportage HIER), ebenso wie Gibsons Les Pauls. Burchill ist der Mann, der es im Zusammenspiel mit Keyboarder Gillespie versteht, die Musik von Simple Minds mit einem malerischen Ambient-Element zu versorgen, das sich stark an den musikalischen Ertrag der Band durch ihre gesamte Karriere hält. Meister des Verziehens von Gitarrentönen durch eine Vielzahl von Klangeffekten mit dem Gitarren-Synthesizer und reichhaltigem Einsatz des »Sustain«-Effekts – er ist schlicht der große Guru der Gitarrenklang-Manipulation. Wenn man kurz nochmal die Vergleiche mit U2 heranzieht: Burchill gilt erneut als wesentlich ausgefeilterer, provokativ reizenderer und ausdrucksstärkerer Instrumentalist als sein Altersgenosse The Edge von U2. Genau dieses Element der Musik von Simple Minds hat spätere Musikgenerationen mitbeeinflusst, darunter auch jene, die das Element des Post-Rock-Genres vertiefte (allen voran Radiohead). Doch das Kontrastieren der Ausdruckssprache des Simple-Minds-Sounds ist noch nicht abgeschlossen. Da ist noch die gesamte Rhythmuslinie. Diese folgt den einzigartigen Rhythmen, die Mel Gaynor mit starker Hand hält, stark untermauert vom dröhnenden Pulsieren der Bassdrum. Die Basslinie ist eigentlich oft der Schöpfer der grundlegenden melodischen Formen in der Füllung des Klangbildspektrums der Band und stellt in vielen Fällen eine ungemein kontrastreiche Ausgleichsebene zum markanten Gesang von Jim Kerr dar. Die Bassgitarre vertieft, neben Kerrs Erscheinung und Gesang, in Wahrheit ganz unverhohlen den Sexappeal der Musik von Simple Minds.

Und all diese Elemente  der Musik von Simple Minds potenzierten den kontrastiven Zenit in Grado an jenem Abend. Das großartige Zusammensein mit der ausgefeilten Art-Rock-Band, die mit ihrer Präsenz das ausverkaufte Gelände vollständig verzaubert hat, konnte also gar nicht ausbleiben.

Dass das Publikum aus dem richtigen Holz geschnitzt ist, bewies die außergewöhnlich enge Zusammenarbeit mit der Band auch bei den weniger bekannten  Songs – die genau deshalb das i-Tüpfelchen darstellten. Waterfront etwa löste außergewöhnliche Ovationen und Mitgrölen aus, und dem in nichts nach standen die Momente, als In Trance As Mission, See The Lights oder The American auf der Bühne folgten. Die Intensität ließ während des Konzerts nicht nach. Die Darbietung des Mega-Hits Don’t You (Forget About Me) kündigte das abschließende Konzert-Crescendo an, denn hier stellten sich intensive Gänsehaut auf und die Anwesenden hielten kollektiv den Atem an. Die Intensität des allgemeinen Mitsingens von 1500 Köpfen stieg noch weiter an bei den abschließenden Someone Somewhere in Summertime und New Gold Dream (81-82-83-84), als die Band die Bühne verließ. Kerr musste oft nichts anderes tun, als das Mikrofon ins Publikum zu richten und die Refrains einfach dem Publikum zu überlassen, während er selbst nur die wichtigeren Teile der Melodien »markierte« und so die Grundlage des gesunden chemischen Gleichgewichts der Bühnendarbietung des Materials aufrechterhielt.

Simple Minds kehren als Quartett auf die Bühne zurück! Ohne den „unverbesserlichen Schwerenöter“ Jim Kerr also! So stellen sie erneut ihre außergewöhnliche Art-Qualität unter Beweis, als sie beginnen, die packende stimmungsvolle Kulisse der Eröffnungsminuten zu Sanctify Yourself aufzubauen. Und dann passiert’s! Es geschieht: »Woooinkkkkk!!!«, und die Band ist ohne Hauptbeschallungsanlage. Die Bühne verstummt, das Publikum verstummt. Die Jungs schauen sich mit gesenkten Köpfen an. Am schwersten haben sich Gaynor und Grimes mit der Tatsache abgefunden – die noch einige Momente dabei waren, die grundlegenden Bühnen-Utensilien hinter sich aufzuräumen. Eine unangenehme Situation, in der die Band den Kürzeren gezogen hat – das ist wohl das Ärgerlichste, was einem beim Konzertbesuch passieren kann. Und diesmal war es kein Blitz aus heiterem Himmel, der der Band die Hauptbeschallungsanlage wegnahm. Mich würde wirklich interessieren, wie die Bandmitglieder in diesen Momenten geflucht haben, als sie zur Zwangspause in die Kulissen mussten. Nach einigen Minuten, die so langsam vergingen wie das Mesozoikum (Erdmittelalter), klären sich die Dinge, und Simple Minds kehren zurück. Diesmal mit Jim Kerr. Das Konzert wird dort fortgesetzt, wo es unterbrochen werden musste. Das Publikum erwacht beim Klang des Evergreens Sanctify Yourself wieder zum Leben, der im triumphalen Abschluss vom im ganzen Konzert sehnlichst erwarteten Alive And Kicking übertroffen wird – das die Band sich für den letzten Akt aufgespart hatte. Mit dem finalen Crescendo bringen Simple Minds alle 1500 Köpfe dazu, die Arme zu heben und den Refrain begeistert mitzusingen. Das Publikum übertönt die Band buchstäblich im Refrain! Erwähnen möchte ich auch, dass Simple Minds in der Zugabe noch die Songs Theme For Great Cities, Glittering Price und Ghost Dancing notiert hatten, es aber beim Abschluss mit dem volkstümlich gewordenen Alive And Kicking blieb.

Die Großen bleiben eben groß. Das bestätigen Konzerte (nun ja, manchmal widerlegen sie es auch, he he he). Der Auftritt von Simple Minds in Grado war eines jener unvergesslichen nostalgischen Erlebnisse, das alle Anwesenden beim Konzert dieses Abends mit Energie aufgeladen hat. Jim Kerr feuerte das Publikum zusätzlich mit Kommentaren auf Italienisch an – was er sich als frisch gebackener sizilianischer Gastronom irgendwann wohl hatte angewöhnen müssen. Und das in korrekt gesetzter Betonung, was in der Gesamtrechnung zusätzliche emotionale Ausbrüche des ohnehin temperamentvollen italienischen Publikums auslöste. Simple Minds funktionieren offensichtlich hervorragend, was bedeutet, dass die Beziehungen innerhalb des Teams stimmen. Der Energiefluss war außergewöhnlich. Eine außergewöhnliche Bindung im Zusammenspiel. Die Arbeitstemperatur, die die Band auf der Bühne entwickelt, ist außergewöhnlich und die Chemie ihres Spiels unwiderstehlich anziehend. Dazu nimmst du Kerrs Einfühlungsvermögen und seine außergewöhnliche Kommunikation mit dem Publikum, die Ausgelassenheit des Publikums – und der Garant für ein einmaliges Konzertabenteuer ist da!

Beim nächsten Mal hoffen wir aber, dass die Konzerttournee zur Unterstützung des neuen Studioalbums – das bereits das insgesamt 16. in Folge sein wird und für 2013 angekündigt ist – sie vielleicht wieder nach Slowenien bringt, wo sie zuletzt im Rahmen der »Black And White«-Tournee in Ljubljana am 08.04.2006 auftraten – RockLine-Reportage HIER. Simple Minds bleiben auch mit diesem Auftritt in Grado eine jener großen Bands der Retro-Eighties-Nostalgie, die von einer außergewöhnlichen Charisma der Art-Kultur gekrönt wird. Diese gewinnt mit den Jahren nur an Größe und Verfeinerung des ausgereiften musikalischen Ausdrucks. Wir warten also ungeduldig auf das neue Simple-Minds-Studioalbum! Dem wird wieder eine neue Tournee folgen.Und ein neuer Konzertbesuch.

Setliste

1. I Travel
2. Love Song
3. Celebrate
4. Waterfront
5. In Trance as Mission
6. This Fear of Gods
7. Hunter and the Hunted
8. The American
9. Big Sleep
10. See The Lights
11. 70 Cities as Love Brings the Fall
12. Don’t You (Forget About Me)
13. Someone Somewhere in Summertime
14. New Gold Dream (81-82-83-84)
—Zugabe—
15. Sanctify Yourself
16. Alive And Kicking

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