Dick Sims ist gestorben
Autor: Urban Bolta
Vor einigen Tagen hat Keyboarder Dick Sims seinen letzten Kampf ums Leben verloren, am bekanntesten als Claptons Keyboarder in den Siebzigern.
Sims entdeckte die Musik schon sehr früh für sich. Mit gerade mal zwölf Jahren trat er bereits in den Clubs seines Heimatstaats Oklahoma auf. Den entscheidenden Sprung machte er 1968, als er sich Phil Driscoll und Yurmama anschloss, mit denen er 1971 auch in der legendären Ed Sullivan Show auftrat.
1972 arbeitete er mit seinem Kollegen Jamie Oldaker (ebenfalls Mitglied von Yurmama) mit Bob Seger zusammen und nahm das Album „Back in 72′“ auf, auf dem sich der Hit Turn the Page befindet. Sims und Oldaker kehrten daraufhin in ihre Heimatstadt Tulsa zurück und gründeten die Tulsa Country Band.
1974 lud Carl Radle Sims in die Crew von Eric Clapton ein, bei dem er bis 1979 spielte und die Welt des Rock’n’Roll hautnah kennenlernte. In der zweiten Hälfte der Siebziger prägte Claptons Crew – Sims (Keyboards), Radle (Bass) und Oldaker (Schlagzeug) – den unverwechselbaren Tulsa-Sound und schrieb in der Blues-Rock-Geschichte ein neues Kapitel. In dieser Zeit entstanden auch Claptons erfolgreichste Alben „461 Ocean Boulevard“ (1974) und „Slowhand“ (1977).
In seiner langen Karriere arbeitete Sims auch mit zahlreichen anderen Musikern zusammen, darunter Joan Armatrading, Peter Tosh, Stephen Stills, Pure Prairie League, Etta James, Carlos Santana, Perry Farrell… Sein einziges Soloalbum „Within Arms Reach“ (Cover auf dem Foto rechts) veröffentlichte Sims vor drei Jahren.