Devendra Banhart mit neuem Song: “Für Hildegard von Bingen“

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Devendra Banhart ist einer der Träger der neuen (“durchgeknallten“) Folk-Szene auf der anderen Seite des großen Teichs. Auf der Musikszene ist er irgendwo seit Ende des letzten Jahrtausends aktiv (Basis: Westküste der USA, von venezolanischen Wurzeln), als er als Opening Act vor großen Namen der musikalischen Alternative auftrat, z. B. vor Konzerten der Gruppe Sonic Youth. Der eigentliche Durchbruch kam im Jahr 2002, als ihn der Chef der Swans, der legendäre Michael Gira, entdeckte und ihn unter die Fittiche seines Labels Young God Records nahm. Von da an stieg sein musikalischer Weg nur noch steil an. In dieser Zeit (bis heute) hat er sieben Studioalben aufgenommen, mit einer großen Zahl renommierter Musikgrößen zusammengearbeitet (Beck, MGMT, Antony and the Johnsons, Gilberto Gil, CocoRosie, Little Joy, Phoenix…) und auf den meisten bedeutenden Weltfestivals und Konzertbühnen gespielt.

Das letzte Album ‚WHAT WILL BE‘ veröffentlichte Banhart im Jahr 2009, hat uns aber in der Zwischenzeit mit zwei interessanten EPs ‚BABY‘ und ‚FOOLIN‘ versorgt. Für das neue Album hat er, wie es sich für einen vielseitigen Künstler gehört, auch das Albumcover selbst gestaltet.

Der Song selbst, Für Hildegard von Bingen, handelt von einer katholischen Heiligen aus dem 12. Jahrhundert, die in Banharts imaginärer Welt nach dem Erhalt einer VHS-Kassette die spirituelle Welt des Klosters verlässt und VJ wird. Der Text ist kurz: “Now she’s leavin‘ congregation, / left the abyss, suffocation, / She’s been dreamin‘, relocation, / From the mystic, regulations,  / oh oh oh now she’s workin at the station, / as a VJ, on rotation, / na na na na, in the up town.“ Ein simpler, aber bedeutungsvoller Song (Spiritualität, Frieden und Zufriedenheit lassen sich im Leben nun mal nicht institutionalisieren), der im Gesamtkontext des Albums höchstwahrscheinlich noch an Bedeutung gewinnen wird.

Noch eine interessante Randnotiz: Das Album ist auf Serbisch benannt. Banhart ließ sich nämlich für den Albumnamen (‚MALA‘) von seiner Verlobten serbischer Herkunft, Ana Kras, inspirieren. Eine süße und schöne Hommage kurz vor der Hochzeit.

Für Hildegard von Bingen:

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