David Eugene Edwards – Crazy Horse (2007)

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Datum des Interviews: 13.06.2007

Am Dienstag, den 5. Juni, hatten wir im Zagreber Teatar & TD ein Interview mit dem Frontmann von Woven Hand, David Eugene Edwards, ausgemacht. Weil es aber bei der Organisation kleinere Komplikationen gab, blieb für das Interview zu wenig Zeit. Also blieben wir mit dem Manager in Kontakt und führten neun Tage später das Interview per E-Mail. Alles schön und gut, aber wenn damals nicht genug Zeit war, obwohl bis zum offiziellen Auftrittsbeginn noch mindestens fünfzehn Minuten blieben, hat sich David Eugene Edwards diesmal für RockLine.Info sage und schreibe eine Minute genommen, höchstens zwei. Trotzdem hat man das Gefühl, dass wir aus den kurzen, schroffen Antworten und der Art, wie er auf die Fragen antwortet, mehr über Edwards erfahren als aus dem, was er tatsächlich gesagt hat. Also: David Eugene Edwards alias Crazy Horse!

Rockline.info (RLI): Ich habe irgendwo gelesen, dass sich 16 Horsepower wegen unterschiedlicher kreativer Vorstellungen der Bandmitglieder aufgelöst haben (neben David Eugene Edwards noch Drummer Jean-Yves Tola und Bassist Pascal Humbert). Woven Hand bestehen jetzt aus zwei Dritteln von 16 Horsepower, und Sie haben als Sänger auf dem Album Short Stories von Lilium (Pascal Humbert und Jean-Yves Tola) mitgewirkt. Was hat sich also geändert?
David Eugene Edwards (DEE): Der Drummer

RLI: Sie haben einmal gesagt, es gebe keinen Unterschied zwischen den Songs, die Sie für 16 Horsepower geschrieben haben, und denen, die Sie für Woven Hand schreiben. Auf den letzten Woven-Hand-Alben klingt es aber ganz anders als auf Ihren früheren Alben. Ist das auch der Weg, den 16 Horsepower gegangen wären?
DEE: Du meinst – der Weg der Zerstörung

RLI: In Ihrer Musik finden sich viele indianische Einflüsse und Motive. Hatten Sie direkten Kontakt mit dieser Kultur?
DEE: Ja, ich bin Crazy Horse

RLI: Ihre Musik wirkt stärker auf den Rhythmus als auf die Melodie konzentriert. Passiert das bewusst?
DEE: Was ist das, Melodie?

RLI: Wie viele Instrumente spielen Sie?
DEE: Im Moment keins

RLI: Bei den Songs, die Sie schon gecovert haben, und den verschiedenen Zusammenarbeiten mit anderen Musikern würde mich interessieren, ob es noch einen Song gibt, den Sie unbedingt covern möchten, und mit wem Sie noch gern zusammenarbeiten würden?
DEE: Nickelback

RLI: Einer der Musiker, die in Ihrer Musik ziemlich regelmäßig auftauchen, ist Bob Dylan. Auf Secret South haben Sie seinen Song „Nobody ‚Cept You“ gecovert, und der Titel seines Albums New Morning taucht im Text von „Swedish Purse“ auf Ihrem letzten Album Mosaic auf. Liegt Ihnen eines seiner Alben besonders am Herzen, und was halten Sie von seinen letzten Studioalben (Time Out Of Mind, “Love & Theft“ und Modern Times)?
DEE: Saved

RLI: John Coltrane hat sein bekanntestes Werk A Love Supreme Gott gewidmet. Bei Ihnen scheint Gott nicht bloß eine einmalige Inspiration zu sein; ist er also mehr als nur Inspiration? Können Sie dazu etwas mehr sagen?
DEE: Er ist mehr als Inspiration
Er ist Gott, um Himmels willen („He is God for heaven’s sake“)

RLI: In letzter Zeit fällt auch Ihr Interesse an den östlichen Gegenden des alten Kontinents auf. Die Touren dehnen sich weiter nach Osteuropa (und Russland) aus, und in „Slota Prow“ singen Sie auf Hebräisch. Was haben Sie im Osten gefunden, dass Sie so anzieht?
DEE: Chicken Wings und Knödel

RLI: Wie sind Sie mit Ultima Vez in Kontakt gekommen, dem belgischen Tanz- und Kunstkollektiv unter der Leitung von Wim Vandekeybus?
DEE: Hauptsächlich übers Telefon

RLI: Gibt es Interesse, noch eine dritte Produktion von Ultima Vez / Woven Hand zu machen?
DEE: Ich verstehe die Frage nicht („Unsure of question“)

RLI: Als Schauspieler konnten wir Sie in der Tanz- und Filmproduktion Puur (Die Unschuldigen) und im Film Wrong Eyed Jesus sehen. Können wir damit rechnen, Sie noch öfter auf der Leinwand zu sehen?
DEE: Immer

RLI: Es sieht so aus, als wären Sie mit Woven Hand etwas produktiver geworden. Schreiben Sie ständig Musik, wenn Sie nicht auf Tour sind, und können wir bald ein neues Album erwarten?
DEE: Die Alben für die Zukunft sind schon fertig

RLI: Wie kommt es, dass Sie alle Ihre Alben selbst produzieren?
DEE: Bei Amateurkram bin ich am besten

RLI: Wenn es Sie nicht stört, könnten Sie etwas mehr über Ihren Hintergrund erzählen, musikalisch wie auch sonst?
DEE: Größtenteils schattiges Blau mit ein bisschen Grün

RLI: Bob Dylan ist bekannt für seine nie endende Tour, Tom Waits dagegen tritt nur sehr selten auf. Was halten Sie vom Touren, wie viel davon ist Notwendigkeit und wie viel Vergnügen? Oder geht es vielleicht um etwas ganz anderes?
DEE: Auf der Straße ist es einsam

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