Dan D alias Invasion im Orto bar (2006)

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Ort: Orto Bar / Ljubljana / Slowenien
Konzertdatum: 11.12.2006
Besucherzahl: 200

Auch diesmal ist das Rockline-Team nichts schuldig geblieben und ist gemeinsam der freundlichen Einladung des Veranstalters und Besitzers der ORTO bar in Ljubljana zum Konzert der Band Dan D gefolgt. Der Herbst-Winter 2006/07 hat endlich die Zähne gezeigt, und so standen wir angenehm durchgefroren ein paar Minuten vor zehn Uhr abends vor der Tür der ORTO bar in Ljubljana, dank der die slowenische Hauptstadt in letzter Zeit so manchen erfreulichen heimischen und ausländischen Musikgast zu sehen bekommt, der unser wunderschönes Slowenien sonst höchstwahrscheinlich seelenruhig links liegen gelassen hätte.

Die Gäste des Abends waren diesmal die Mitglieder der großartigen großartigen Band DAN D aus Novo mesto, nach Meinung vieler Musikkritiker eine der besten slowenischen Rockbands der letzten Zeit. Nach dem anfänglichen, fast schon obligatorischen Gefeilsche mit den Türstehern des Clubs haben wir es irgendwie geschafft, uns zum Konzertort durchzuboxen. Keine Ahnung, aber dem Typen an der Tür war irgendwie nicht klar, was eine Akkreditierung ist; erst auf das „verslowenisierte“ Wort „guest lista“ hat er reagiert. Sein schneidendes Lächeln und die fehlende Zwei rechts oben ließen allerdings erkennen, dass der Kerl es ernst meint. Verdammt, die EU hat offenbar ihre Wirkung getan, zumindest bei den Fremdwörtern; über Höflichkeit reden wir diesmal lieber nicht. Tokac würde dazu wohl anmerken: „Čas bo zacelil svet…“

Wie auch immer, uns stand ein heißer Abend bevor und ein angenehmes Beisammensein mit den noch angenehmeren Unterkrainern von Dan D. Ein im Voraus ausverkauftes Konzert verspricht normalerweise viel. Die Band legte Punkt 22:30 Uhr los, und das Publikum begleitete sie sofort mit lautem Applaus und Zurufen. Der Vorteil solcher Clubauftritte ist, dass das Ganze stark an ein Konzert im heimischen Wohnzimmer erinnert, mit dem obligatorischen und unvermeidlichen, echten Kontakt zwischen Band und Publikum. Dan D sind dafür bekannt, immer eine gute Party zu machen, und so war es auch diesmal. Zwar hat ihr Repertoire wegen nur drei veröffentlichter Alben weniger Spielraum, aber die Band holt immer das Beste aus sich heraus. Besonders erwähnens- und lobenswert war bei diesem Auftritt die Rhythmusgruppe von Dan D. Den Platz des ursprünglichen Bassisten Andrej Zupančič füllte diesmal mehr als hervorragend der in ganz Slowenien bekannte Bassist Nikola Sekulović aus (besser bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Demolition group und in letzter Zeit mit Laibach). Was der Junge in den Fingern hat, zeigte er uns schon bald ganz unverschämt und bestätigte damit den Status von Dan D noch mehr. Wir können dazu nur anmerken: „Tony Levin, pass auf vor Nikola!“

Die Jungs reihten ihre obligatorischen 16 Songs aneinander und sägten sie in gut einer Stunde runter, dann merkte Tokac schelmisch an, bei ihrem heutigen Tempo könnten sie gleich wieder von vorn anfangen, diesmal eher „Počasi“. Die Umsetzung des Konzerts selbst war für die Größe der Bühne solide, der Sound entsprechend eingestellt und noch erträglich. Das Einzige, was hier noch erwähnt werden sollte, ist die allgemeine Sorge, die man während der größten Hits der Band – dazu gehören die Songs „Čas“, „Počasi“, „Roke“ und „Voda“ – spüren konnte: dass der Holzboden unter den Füßen wegen der Resonanz zwischen den Vibrationen des Publikums und der Beschallung einfach nachgibt und wir uns alle zusammen ein Stockwerk tiefer wiederfinden. Auf jeden Fall ein Sicherheitsaspekt, den man ernst nehmen sollte, bevor wirklich mal so etwas passiert.

Dan D beweisen mit jedem Auftritt aufs Neue und verteidigen erfolgreich ihren Ruf und ihren Status als eine der wenigen landesweit bekannten Bands, die nicht jedes Jahr ein neues Album veröffentlichen müssen, um oben und über Wasser zu bleiben. Qualität und ein echter, ehrlicher Zugang zählen eben auch etwas, und davon haben Dan D auf jeden Fall reichlich. Seit der Veröffentlichung ihres letzten Albums „Katere barve je tvoj dan?“ sind genau zwei Jahre vergangen, und trotzdem gelingt es der Band noch immer, einzelne Clubs und Hallen zu füllen. Auf jeden Fall eine lobenswerte Tatsache.

Auf den obligatorischen Teil folgte noch eine Zugabe mit drei Songs, darunter der Klassiker „Help“ von The Beatles, und die Band verabschiedete sich für diesen Abend sichtlich ausgepowert. Anderthalb Stunden pures Adrenalin, und Ljubljana kann sich dank Dan D wieder mit einem weiteren „Orto“-Konzert rühmen.

Dan D haben in Ljubljana die angekündigte „Invasion“ auf die Orto bar erfolgreich durchgezogen; und für alle, die das Event diesmal verpasst haben, gibt es den Hinweis, dass ihr sie am Freitag, 22.12., noch einmal erwischen könnt, wenn sie den Leuten aus Novo mesto in der Halle Marof das schon fast traditionelle Dezemberkonzert bieten.Auch diesmal ist das Rockline-Team nichts schuldig geblieben und ist gemeinsam der freundlichen Einladung des Veranstalters und Besitzers der ORTO bar in Ljubljana zum Konzert der Band Dan D gefolgt. Der Herbst-Winter 2006/07 hat endlich die Zähne gezeigt, und so standen wir angenehm durchgefroren ein paar Minuten vor zehn Uhr abends vor der Tür der ORTO bar in Ljubljana, dank der die slowenische Hauptstadt in letzter Zeit so manchen erfreulichen heimischen und ausländischen Musikgast zu sehen bekommt, der unser wunderschönes Slowenien sonst höchstwahrscheinlich seelenruhig links liegen gelassen hätte. Die Gäste des Abends waren diesmal die Mitglieder der großartigen großartigen Band DAN D aus Novo mesto, nach Meinung vieler Musikkritiker eine der besten slowenischen Rockbands der letzten Zeit. Nach dem anfänglichen, fast schon obligatorischen Gefeilsche mit den Türstehern des Clubs haben wir es irgendwie geschafft, uns zum Konzertort durchzuboxen. Keine Ahnung, aber dem Typen an der Tür war irgendwie nicht klar, was eine Akkreditierung ist; erst auf das „verslowenisierte“ Wort „guest lista“ hat er reagiert. Sein schneidendes Lächeln und die fehlende Zwei rechts oben ließen allerdings erkennen, dass der Kerl es ernst meint. Verdammt, die EU hat offenbar ihre Wirkung getan, zumindest bei den Fremdwörtern; über Höflichkeit reden wir diesmal lieber nicht. Tokac würde dazu wohl anmerken: „Čas bo zacelil svet…“ Wie auch immer, uns stand ein heißer Abend bevor und ein angenehmes Beisammensein mit den noch angenehmeren Unterkrainern von Dan D. Ein im Voraus ausverkauftes Konzert verspricht normalerweise viel. Die Band legte Punkt 22:30 Uhr los, und das Publikum begleitete sie sofort mit lautem Applaus und Zurufen. Der Vorteil solcher Clubauftritte ist, dass das Ganze stark an ein Konzert im heimischen Wohnzimmer erinnert, mit dem obligatorischen und unvermeidlichen, echten Kontakt zwischen Band und Publikum. Dan D sind dafür bekannt, immer eine gute Party zu machen, und so war es auch diesmal. Zwar hat ihr Repertoire wegen nur drei veröffentlichter Alben weniger Spielraum, aber die Band holt immer das Beste aus sich heraus. Besonders erwähnens- und lobenswert war bei diesem Auftritt die Rhythmusgruppe von Dan D. Den Platz des ursprünglichen Bassisten Andrej Zupančič füllte diesmal mehr als hervorragend der in ganz Slowenien bekannte Bassist Nikola Sekulović aus (besser bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Demolition group und in letzter Zeit mit Laibach). Was der Junge in den Fingern hat, zeigte er uns schon bald ganz unverschämt und bestätigte damit den Status von Dan D noch mehr. Wir können dazu nur anmerken: „Tony Levin, pass auf vor Nikola!“ Die Jungs reihten ihre obligatorischen 16 Songs aneinander und sägten sie in gut einer Stunde runter, dann merkte Tokac schelmisch an, bei ihrem heutigen Tempo könnten sie gleich wieder von vorn anfangen, diesmal eher „Počasi“. Die Umsetzung des Konzerts selbst war für die Größe der Bühne solide, der Sound entsprechend eingestellt und noch erträglich. Das Einzige, was hier noch erwähnt werden sollte, ist die allgemeine Sorge, die man während der größten Hits der Band – dazu gehören die Songs „Čas“, „Počasi“, „Roke“ und „Voda“ – spüren konnte: dass der Holzboden unter den Füßen wegen der Resonanz zwischen den Vibrationen des Publikums und der Beschallung einfach nachgibt und wir uns alle zusammen ein Stockwerk tiefer wiederfinden. Auf jeden Fall ein Sicherheitsaspekt, den man ernst nehmen sollte, bevor wirklich mal so etwas passiert. Dan D beweisen mit jedem Auftritt aufs Neue und verteidigen erfolgreich ihren Ruf und ihren Status als eine der wenigen landesweit bekannten Bands, die nicht jedes Jahr ein neues Album veröffentlichen müssen, um oben und über Wasser zu bleiben. Qualität und ein echter, ehrlicher Zugang zählen eben auch etwas, und davon haben Dan D auf jeden Fall reichlich. Seit der Veröffentlichung ihres letzten Albums „Katere barve je tvoj dan?“ sind genau zwei Jahre vergangen, und trotzdem gelingt es der Band noch immer, einzelne Clubs und Hallen zu füllen. Auf jeden Fall eine lobenswerte Tatsache. Auf den obligatorischen Teil folgte noch eine Zugabe mit drei Songs, darunter der Klassiker „Help“ von The Beatles, und die Band verabschiedete sich für diesen Abend sichtlich ausgepowert. Anderthalb Stunden pures Adrenalin, und Ljubljana kann sich dank Dan D wieder mit einem weiteren „Orto“-Konzert rühmen. Dan D haben in Ljubljana die angekündigte „Invasion“ auf die Orto bar erfolgreich durchgezogen; und für alle, die das Event diesmal verpasst haben, gibt es den Hinweis, dass ihr sie am Freitag, 22.12., noch einmal erwischen könnt, wenn sie den Leuten aus Novo mesto in der Halle Marof das schon fast traditionelle Dezemberkonzert bieten.

Setlist

1. Igra
2. Počasi
3. Jutro je reklo
4. Katere barve je tvoj dan?
5. Tvoje je vse
6. Čas (akustična verzija)
7. Ti znaš
8. Daj mi daj
9. Le nazaj
10. Plešeš
11. Sla
12. Oprostite, ne razumem
13. Roke
14. V naravo
15. Za naju punca
16. Voda
—Zugabe—
17. Help
18. Ko letaš nad oblaki
19. Čas

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