Brutal Assault 2016 – der dritte Tag!

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Autor: Rok Klemše
Fotos: Nina Grad

Ort: Militärfestung Josefov / Jaromer / Tschechische Republik
Konzertdatum: 12.08.2016
Besucherzahl: 15.000

Auch am dritten Festivaltag hat uns das Wetter verschont, obwohl es abends ganz schön kalt wurde. Für weniger Frösteln sorgte der Budvar und das fast schon zu abwechslungsreiche Freitagsprogramm. Den frühen Freitagnachmittag begannen wir mit den englischen HC/Metalcore-Jungs Bury Tomorrow, die mit ihrem klischeehaften und uninspirierten Metalcore voller abgenutzter Breakdowns und generischer Clean/Growl-Vokal-Kombinationen nicht überzeugen konnten.

Deutlich besser schlug sich die amerikanische Crossover-Band Iron Reagan, die vor vier Jahren als Nebenprojekt von Mitgliedern von Municipal Waste und Darkest Hour entstand. Vertreter der Letzteren sind in der Band nicht mehr, das Herzstück bilden heute die Municipal-Waste-Verrückten, Vokalist Tony Foresta und Landphil Hall, der bei Iron Reagan nicht wie in seiner Hauptband den Bass übernimmt, sondern zur Gitarre gegriffen hat. Die Amerikaner, die sich ihren Namen teils nach Iron Maiden und teils nach dem Nachnamen des ehemaligen amerikanischen Präsidenten auferlegt haben, brachten Brutal Assault trotz der frühen Uhrzeit ihres Auftritts auf die Beine – die kurzen, knackigen Songs, in denen sich Hardcore- und Thrash-Metal-Einflüsse verflechten, waren ein Volltreffer. Die saukomischen Texte aus dem Mund des energiegeladenen Irren Foresta, die klingen, als hätte der verrückte Ronald Reagan sie höchstpersönlich während seiner zweiten Amtszeit verfasst (I Ripped That Testament a New Asshole, Your Kid’s and Asshole, …), waren nur das Tüpfelchen auf dem i beim echten Crossover-Wahnsinn.

Direkt nach dem Abschied von Iron Reagan hätten eigentlich die schwedischen Death-Metal-Veteranen Grave auf die Nebenbühne treten sollen, doch der Veranstalter gab bekannt, dass sie auf die dritte Bühne Metalgate verlegt wurden. An Graves Stelle sprangen Blues For the Redsun von dort auf die Hauptbühne – die mit ihrem uninspirierten Sludge/Doom-Metal so langweilig waren, dass wir uns andere Beschäftigungen suchten. Davon gab es beim Brutal Assault in diesem Jahr reichlich: Gleich drei verschiedene Ausstellungen standen zur Besichtigung bereit, am originellsten war zweifellos die Art-Brut-Schau Art-Brut-All in den dunklen Labyrinthen im Inneren der Festung, die nur von Kerzen beleuchtet wurden.

Die Zeit zwischen Langweilern wie Blues For the Redsun verging damit schnell, und zur Hauptbühne zurückzukehren lohnte sich auf jeden Fall für die kanadischen Sonderlinge Voivod, die im Herbst (endlich!) zum ersten Mal auch zu uns kommen – genauer gesagt am 2. November in die Orto bar mit Entombed A.D. Voivod sind alte Bekannte der Brutal-Assault-Bühnen, und es ist Brauch, dass sie für dieses Festival eine eher »metalligere« Songauswahl vorbereiten. Auch diesmal war es nicht anders: Mit dem Klassiker Ripping Headaches sorgten sie sofort für reißende Kopfschmerzen. Voivod sind live immer noch eine echte Explosion ungezügelter Energie, wofür vor allem der außergewöhnliche Gitarrist Chewy und Neubassist Rocky sorgen, der langsam den Status des vielleicht sogar besten Bassisten in der Voivod-Geschichte überhaupt erlangt. Was Away aus seinem Basis-Schlagzeug-Setup herausholt, ist schlicht unglaublich, und Snake sorgte mit seinen unvergesslichen Grimassen wieder für Lachtränen. Voivod schenkten uns noch das fantastische Killing Technology, Kluskap O’Kom, den Titeltrack der aktuellen EP und verabschiedeten sich von Brutal Assault mit dem hymnischen Knaller Voivod. Nach dem Gesehenen zählen wir bereits ungeduldig die Tage bis zur Ljubljanaer Premiere der Kanadier.

Unterm Zelt der Metalgate-Bühne war nach Voivod bereits Zeit für die Schuldner von der Hauptbühne, die schwedischen Veteranen Grave, die unter dem knallvollen Planendach des Zelts dieses fast wegbliesen. Grave stellten ultralauten und ultrabrutalen Sound ein, wie es sich für die Urgesteine des schwedischen Death Metals gehört. Die Band unter Führung des einzigen noch verbliebenen Originalmitglieds, des unsterblichen Vokalisten und Gitarristen Ole Lindgren, hetzte wie ein tollwütiger Hund durch eine hervorragende Setlist voller Klassiker wie Soulless, Christi(ns)anity und You’ll Never See… sowie Killertracks vom aktuellen Album Out of Respect for the Dead, dem Titeltrack und The Ominous »They«. Die Band zeigt auch live keine Anzeichen von Nachlassen oder Müdigkeit, was die starke Studioform der schwedischen Urgesteine nur nochmals bestätigt. Wenn Bassist Tobias Cristiansson doch nur noch seine Kollegen von Dismember aus dem Ruhestand treten würde…

Zurück zur Hauptbühne krochen wir aus den Gräbern für die griechischen Symphonic-Death-Metaller Septicflesh, die gut eine Woche vor Brutal Assault auch bei uns gespielt hatten, bei den Metaldays. Septicflesh boten in Tschechien nichts Umwerfendes, was man nicht schon mehrfach gesehen hätte. Der Chef der Band mit dem coolsten Schnurrbart im Metal, Seth Siro Antoniu, langweilte erneut mit seit Jahren identisch verwendeten Posen und eintönigen, abgedroschenen Ansprachen. Die Griechen, denen seit zwei Jahren die österreichische Schlagzeug-Maschine Kerim »Krimh« Lechner (ex-Decapitated) an den Drums hilft, präsentierten Brutal Assault ausschließlich Songs aus ihren letzten drei Studioalben, und mit der abgenutzten und durchgekauten Setlist langweilten sie gegen Ende ihres Sets schon ziemlich. Bühnentechnisch ist der Gruppe freilich nichts vorzuwerfen – ihren Job erledigen sie souverän und kompromisslos. Das Problem liegt nur darin, dass sich die Songs untereinander bereits zu ähnlich sind und die Sache schnell eintönig wird. Schön ist es zwar, den glänzenden und roboterhaft präzisen Krimh bei einer vergleichsweise großen Band in Aktion zu sehen – noch schöner wäre es aber, wenn er mit Septicflesh ein neues Album aufnehmen und dort sein Schlagzeug-Können unter Beweis stellen würde.

Für einen neuen HC-Punk-Angriff sorgten die schwedischen Veteranen Raised Fist, die lange Jahre beim Label Burning Heart beheimatet waren, das zahlreiche schwedische Punk-Bands lanciert hat, und heute beim für Punk ebenfalls bedeutenden Label Epitaph zu Hause sind. Die Jungs sorgten für eine neue Explosion HC/Punk-Energie und waren um Längen besser als die genreverwandten Bury Tomorrow. Sie boten zwar völlig typische Punk-Songs mit kurzer Spieldauer und knackigen Refrains, die Bühne war aber bis auf den letzten Platz mit Bandmitgliedern gefüllt. Noch ein kleines Trivia: Bei Raised Fist trommelt aktuell Matte Modin, ehemaliger Schlagzeuger von Dark Funeral und aktueller Drummer von Firespawn mit L-G Petrov.

Nachdem die schwedischen Gräber mit Grave ihren Teil hervorragend erledigt hatten, war es Zeit für die anderen Death-Metal-Giganten des Tages, die legendären Florida-Totenzettel Obituary mit den Brüdern Tardy an der Spitze. Die Band überrollte Brutal Assault ohne einen Funken Erbarmen mit perfektem Sound – und das schon mit dem killenden, hinterwäldlerischen Intro-Instrumental Redneck Stomp. In noch einen höheren Gang schalteten die Amerikaner, als der langhaarige John Tardy auf die Bühne gerannt kam und schon mit seinem ersten Schrei begeisterte, den jeder Death-Metaller im Nu erkennt. Obituary sind live sowieso stets mindestens sehr gut, wenn nicht sogar exzellent, aber so eine starke Vorstellung von ihnen hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Donald brach mit seinem überragenden Schlagzeug-Sound wieder Knochen, Trevor Peres zerfetzte mit »celticfrosty« Riff-Geknarze Gliedmaßen, und er und Gitarrist Kenny Andrews wurden zur eingespielten Einheit. Obituary reihten zu Beginn geschickt einige neue Songs vom aktuellen Album Inked in Blood aneinander, dann folgte ein Hit nach dem anderen, bei denen der Crowd der Kopf durchdrehte. Aus dem Fundus zogen sie sogar Intoxicated und Bloodsoaked vom Debüt, und nach langer Zeit das unvergessliche, von Tardy bestialisch hinausgebrüllte Find the Arise. Im grandiosen Abschluss-Dreier schnitten Obituary den Brutal Assault dann endgültig in zwei Hälften, stülpten ihn von innen nach außen und ließen ihn langsam verwesen. Ugh!

Den absoluten (persönlichen) Festival-Höhepunkt stellte einer der respektiertesten und kultigen Bands Europas dar, die Schweizer Meister des Technical Thrash Metal Coroner. Die legendäre Band machte auf sich aufmerksam mit ihrer einzigartigen Verbindung von Thrash Metal mit klassischer und avantgardistischer Musik, progressivem Rock und Industrial. Ihr Ruf als »Rush des Thrash Metal« ist mehr als berechtigt – zu ihrer aktiven Zeit war jedes neue Album ein kühneres Experiment als das vorherige. Coroner stellten ihre Aktivitäten 1996 ein und vereinten sich in Originalbesetzung vor knapp fünf Jahren wieder. Heute ist Schlagzeuger Marquis Marky nicht mehr in der Band – er bestand darauf, dass Coroner nur eine Handvoll Konzerte spielen und kein neues Album herausbringen würden, weshalb ihm Vokalist Ron Royce und Gitarrist Tommy Baron die Tür zeigten. Nach dem Gesehenen und Gehörten die einzig richtige Entscheidung! Coroners Auftritt begleitete nicht nur ein erstklassiger Sound, der es ermöglichte, jeden Detail insbesondere von Barons wahnsinnigem Solospiel zu hören, sondern vor allem eine so starke Performance, dass man glatt meinen könnte, auf der Bühne stehe Coroner aus dem Jahr 1993. Ron Royce erledigte seinen Vokal-Job hervorragend, live gespielte Keyboards, abwechslungsreiche Effekte und Backing-Vocals werteten alles nochmals deutlich auf. Der neue Schlagzeuger Diego Rapacchietti trat Marquis Markys Fußstapfen selbstbewusst entgegen und erledigte seinen Job bravourös. Baron stand wie angewurzelt auf seinem Fleck und vollführte gitarristische Teufeleien, als hätte ihm der Teufel im Nacken gesessen – und Coroner verabschiedeten sich von Brutal Assault mit den unsterblichen Reborn Through Hate und Die By My Hand. Das einzige Minus? Alles war viel zu schnell vorbei, und bei einer so reichen Diskografie, die zwar nicht quantitativ umfangreich, dafür mehr als qualitativ hochwertig ist, hätte man sich noch den einen oder anderen Song mehr gewünscht. Ich habe zumindest noch Son of Lilith vermisst. Coroners Auftritt beim Brutal Assault war wirklich exklusiv – außer diesem spielten sie in diesem Jahr nur noch zwei weitere Konzerte. Zum Glück hat die Band angekündigt, nächstes Jahr ein neues Album herauszubringen!

Es passte genau, dass über Josefov die Dunkelheit hereinbrach, denn auf die Nebenbühne traten bereits die portugiesischen Lykanthropen Moonspell, die bei weitem am besten in der Dunkelheit wirken. Die Finsterlinge unter Führung des charismatischen Sängers Fernando Ribeiro begrüßten das Publikum erwartungsgemäß mit dem Eröffnungstrack des aktuellen Albums Extinct, Breathe (Until We Are No More), der nach wie vor ein außergewöhnlich atmosphärischer Konzert-»Opener« bleibt. Auch Moonspell strahlten dank des hervorragenden Sounds, der in der Vergangenheit oft das Sorgenkind des Festivals war, im besten Licht – allen voran dank des großartigen Fernando, der das Publikum die ganze Zeit spielend leicht in seiner Faust hielt. Die Mischung aus gotischer, New-Wave-Ästhetik neuerer Songs und den guten alten brutalen Tracks verzauberte das Publikum erneut mühelos mit ihrer düsteren, vampirischen Atmosphäre. Und der klassische, völlig erwartbare Abschluss mit dem Doppelpack Alma Mater und Full Moon Madness kam trotzdem viel zu früh.

Für einen der am meisten ersehnten Momente des Festivals sorgten die norwegischen Black-Metal-Veteranen Satyricon, die auf ihrer aktuellen Tour das 20-jährige Jubiläum ihres unbestreitbar stärksten Albums Nemesis Divina feiern und es dementsprechend in voller Länge aufführen. Dass etwas Besonderes bevorstand, signalisierte bereits das riesige »Backdrop«-Gemälde Christus in der Vorhölle von Hieronymus Bosch – und tatsächlich war vom einleitenden Schrei Satyrs »This is armageddon!« an das Hören eines der wichtigsten Black-Metal-Werke ein purer Genuss. Auf Nemesis Divina reifte Satyr nämlich als Songwriter und schrieb das bis heute wohl stärkste Material der Band, mit dem sie breiteren Wiedererkennungswert erlangte – und für viele war genau dieses Album der Türöffner zur Welt des Black Metal. Satyricon machten einen klugen Zug und änderten die Reihenfolge der Songs ein wenig: Die legendäre Hymne Mother North spielten sie am Ende des »Albums«. Das ohnehin außergewöhnliche Klangbild und die Wucht von Satyrs und Frosts Performance wurde zusätzlich durch Keyboarder Anders Hunstad (Sarke) unterstrichen, der dafür sorgte, dass auch die mittelalterlichen Motive des Albums zum Vorschein kamen. Satyr, der Nemesis Divina nahezu im Alleingang geschrieben hat, bestätigte damit erneut live sein Genie. Leider erntete der Abschluss mit neueren Werken Black Crow on a Tombstone, The Pentagram Burns, Fuel For Hatred und K.I.N.G. noch mehr Reaktionen vom Publikum – aber so ist das nun mal. Trotzdem war es ein Privileg, eines der wichtigsten Werke des gesamten Genres live in voller Länge zu hören, und Nemesis Divina im Ganzen war ohne Zweifel einer der Höhepunkte des diesjährigen Brutal Assault.

Unvergesslich war auch der Auftritt der japanischen Avantgarde-Attraktion Sigh, die vor einem knallvoll gefüllten Octagon-Bühnen-Gelände auftraten. Wie es bei den Japanern üblich ist, war ihre Performance voller Theatralik – von brennenden Büchern, die Bandkopf Mirai Kawashima und Sängerin und Saxofonistin Dr. Mikannibal öffneten, bis zu Kerzen, Schädeln und dem klassischen Übergießen von Dr. Mikannibal mit Blut. Sigh begeisterten erneut mit der geschickten Mischung zahlreicher Einflüsse, die in ihrer Musik zusammenfließen. Bei Sigh ist alles möglich – von Heavy, Death und Black Metal über einen progressiven Ansatz ohne jegliche Grenzen, Einflüsse japanischer Volksmusik, Jazz und Kinderreime bis hin zu Musik im Stil des italienischen Horrors eines Fabio Frizzi. Mirai und Dr. Mikannibal waren live ein außergewöhnlich eingespieltes Duo – sowohl beim Darbieten der Gesangslinien als auch beim Flirten mit dem Publikum, wobei natürlich die Sängerin mit bürgerlichem Namen Mika Kawashima die Nase vorn hatte (das »Dr.« vor ihrem Spitznamen ist nicht umsonst – die Dame hat nämlich einen Doktortitel in Physik). Das Gute an der Octagon-Bühne war, dass dort in der Regel täglich nur ein Act auftrat, weshalb Sigh glücklicherweise ein ordentlicher Zeitblock zugemessen wurde. Mit dem neuen Gitarristen You Oshima blieben Purgatorium, The Transfiguration Fear, The Forlorn und der abschließende, schaurige Klassiker Me-Devil noch lange im Gedächtnis.

Wahrscheinlich war das gesamte Festivalgelände nirgendwo so überfüllt wie beim Auftritt eines der Headliner des 21. Brutal Assault, der schwedisch-kanadisch-amerikanischen Giganten Arch Enemy. Sängerin Alissa White-Gluz, die vor zwei Jahren Angela Gossow ersetzt hat, hat sich in der Band bereits sehr gut eingefunden – die wohl größte Axt, die Arch Enemy ins Bein gefallen ist, war der Einstand des Gitarrenwunderkinds Jeff Loomis (ex-Nevermore, Solo, Conquering Dystopia). Die Band wirbt immer noch eifrig für das aktuelle Studioalbum War Eternal und spielte davon den Löwenanteil der Songs – schade, denn das ist zweifellos das langweiligste Album ihrer Karriere, und es wären so viele bessere Songs möglich gewesen. Neben den Neuigkeiten bot die Band eine völlig klassische Auswahl ihrer Hits mit Ravenous, My Apocalypse, No Gods, No Masters und We Will Rise an der Spitze – gegen die Ausführung sind natürlich keinerlei Einwände zu erheben, vor allem dank des außerseriellen Loomis, der einige Soli leicht abgewandelt und ihnen seinen Stempel aufgedrückt hat. Fehlerfrei arbeitet natürlich auch Amott, und die Rhythmusfraktion, bestehend aus dem jüngeren der Brüder Erlandsson und Bassist Sharlee D’Angelo, sorgte für unfehlbares Schlagzeug. Alissa kreischt ihre Parts souverän und überzeugend raus, auch beim Ansagen und Anheizen des Publikums hat sie an Selbstbewusstsein gewonnen. Erwartungsgemäß spielte Arch Enemy keinen einzigen Song von den ersten drei Alben – ohne Zweifel den stärksten Werken der Band –, weshalb es, wenn ich kurz gehässig sein darf, viel schöner gewesen wäre, wenn die Tschechen sich mehr Mühe gegeben und stattdessen Black Earth aufs Festival gebracht hätten, den Namen, unter dem die Originalbesetzung mit Sänger Johan Liiva ausschließlich die ersten drei Platten spielt.

Den dritten Festivaltag schlossen wir mit den Bostoner Metalcore-Jungs Unearth ab, die trotz ihrer bei orthodoxen Metalfans nicht sonderlich beliebten Genreklassifizierung durchaus Aufmerksamkeit verdienen. Das Gelände hatte sich beim Auftritt von Unearth zwar schon ziemlich geleert, die Amerikaner gaben trotzdem alles und ernteten eine sehr solide Reaktion von denen, die auf Breakdowns und melodische Riffs à la In Flames oder At the Gates abfahren. Unearth waren auf der Bühne durchgehend höllisch energisch, die Performance war auch sehr souverän – und den dritten Tag von Brutal Assault mit ihnen zu beschließen war absolut passend.

Setliste

VOIVOD:
1. Ripping Headaches
2. Tribal Convictions
3. Kluskap O’Kom
4. Killing Technology
5. Post Society
6. Psychic Vacuum
7. Voivod

GRAVE:
1. Intro/Deformed
2. Christi(ns)anity
3. Out of Respect for the Dead
4. Soulless
5. You’ll Never See
6. Hating Life
7. Trail of Ungodly Trades
8. The Ominous »They«
9. Into the Grave

SEPTICFLESH:
1. War In Heaven
2. Communion
3. Pyramid God
4. Prototype
5. The Vampire From Nazareth
6. Lovecraft’s Death
7. Anubis
8. Prometheus

OBITUARY:
1. Redneck Stomp
2. Centuries of Lies
3. Visions In My Head
4. Intoxicated
5. Bloodsoaked
6. Dying
7. Find the Arise
8. ‚Til Death
9. Don’t Care
10. Chopped in Half
11. Turned Inside Out
12. Slowly We Rot

CORONER:
1. Golden Cashmere Sleeper, Part 1
2. Divine Step (Conspectu Mortis)
3. D.O.A.
4. Serpent Moves
5. Internal Conflicts
6. Semtex Revolution
7. Masked Jackal
8. Grin (Nails Hurt)
9. Reborn Through Hate
10. Die By My Hand

MOONSPELL:
1. Breathe (Until We Are No More)
2. Extinct
3. Night Eternal
4. Opium
5. Awake!
6. The Last of Us
7. Ruin & Misery
8. Mephisto
9. Vampiria
10. Ateagina
11. Alma Mater
12. Full Moon Madness

SATYRICON:
1. The Dawn of a New Age
2. Forhekset
3. Du Som Hater Gud
4. Immorality Passion
5. Transcendental Requiem of Slaves
6. Nemesis Divina
7. Mother North
8. Black Crow on a Tombtone
9. The Pentagram Burns
10. Fuel For Hatred
11. K.I.N.G.

SIGH:
1. A Victory of Dakini
2. Purgatorium
3. The Transfiguration Fear
4. The Knell
5. Shingontachikawa
6. Corpsecry – Angelfall
7. At My Funeral
8. The Soul Grave
9. The Forlorn
10. Introitus/Kyrie
11. Inked in Blood
12. Me-Devil

ARCH ENEMY:
1. Khaos Overture/Yesterday is Dead and Gone
2. War Eternal
3. Ravenous
4. Stolen Life
5. My Apocalypse
6. You Will Know My Name
7. As the Pages Burn
8. Under Black Flags We March
9. Avalanche
10. No Gods, No Masters
11. Dead Bury Their Dead
12. We Will Rise
13. Nemesis/Enter the Machine

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