Beck – Morning Phase
Autor: Aleš Podbrežnik
Wir stellen euch das neue Studioalbum von Beck vor – das erste seit 2008! Als Vorgeschmack hat uns der amerikanische Sänger und Multiinstrumentalist vor Kurzem die Single ‚Blue Moon‘ serviert.
Beck hat Lichtjahre zurückgelegt, seit er mit dem überraschenden Erfolg von “Loser”, das als Demo-Aufnahme sogar abgelehnt worden war, zum Sprachrohr einer Generation erklärt wurde. Er schlug seinen eigenen Weg ein, auf dem er auf völlig unberechenbare Weise alle Epochen der Musik miteinander verband, die Grenzen zwischen ihnen verwischte und ihnen den Weg in die Zukunft bahnte.
Einen großen Anteil an der Popularisierung des Alternative Rock können wir natürlich seinem Debüt Mellow Gold aus dem Jahr 1994 zuschreiben. Doch das Album, das Becks Ruhm und seinen festen Platz in der Musikwelt endgültig zementierte, ist natürlich der mehrfach platinierte Longplayer, den er zwei Jahre später veröffentlichte – Odelay. Er gilt als kultureller Meilenstein der Neunziger – vom unvergesslichen “Devil’s Haircut” bis zum anthemischen “Where It’s At”.
Vom melancholischen Mutations aus dem Jahr 1998, über den fluoreszierenden Funk von Midnite Vultures ein Jahr später, bis zum düsteren Sea Change aus 2002, dem platinierten Guero aus 2005 und dem unerwarteten The Information aus 2006 – keine zwei Alben glichen sich. Seit seinem letzten Album aus dem Jahr 2008, Modern Guilt, produziert von Danger Mouse, hat Beck den typischen Zyklus ‘Album-Tournee’ gemieden. Stattdessen erweiterte er seine kreative Palette mit multimedialen Projekten, wie etwa der einmaligen Live-Interpretation von Bowies “Sound and Vision” mit über 160 Musikern und einer 360-Grad-audiovisuellen Produktion; oder der Veröffentlichung der Songsammlung Song Reader im Jahr 2012 – einem Album, das man nicht hören kann.
Beck ist ins Jahr 2014 mit dem Versprechen gestartet, nicht nur ein, sondern gleich zwei Alben zu veröffentlichen. Das erste davon, zugleich wohl das meisterwartete Album des Jahres überhaupt, ist Becks zwölftes Studioalbum Morning Phase. Damit kehrt Beck zum Sound seines Meisterwerks Sea Change aus dem Jahr 2002 zurück – unter anderem mit einer Reihe von Musikern, die bereits an jenem Album mitgewirkt haben: Justin Meldal-Johnsen, Joey Waronker, Smokey Hormel, Roger Joseph Manning Jr. und Jason Falkner. Wie er mit der ersten Single, “Blue Moon”, und dem hypnotisch schönen “Waking Light” angedeutet hat, kehrt Beck mit Morning Phase zu umwerfenden Harmonien, klassischem kalifornischem Songwriting und ansteckendem Optimismus zurück.