Art Garfunkel kommt nach Triest!
Autor: Urban Bolta
Anfang nächsten Jahres bricht der 75-jährige amerikanische Musiker Art Garfunkel zu einer kurzen Europatournee auf, die auch in unserer unmittelbaren Nähe haltmacht.
Die amerikanische Musiklegende, die vor zwei Tagen schon die 75. Kerze auf der Geburtstagstorte ausgeblasen hat, ist in den letzten Jahren live wieder aktiv – nachdem Garfunkel 2010 eine Stimmbandlähmung erlitten hatte, eine starke Schwächung der Stimmbänder, hing seine weitere Karriere damals am seidenen Faden. Abgesagt wurde die lang ersehnte Comeback-Tournee eines der erfolgreichsten Folk-Duos der Geschichte, Simon & Garfunkel, sowie auch Arts Solo-Tournee. In den letzten Jahren hat sich der Musiker erholt und tritt wieder aktiver auf – im Februar nächsten Jahres kehrt er also erneut auf den alten Kontinent zurück.
Im Rahmen der kurzen Europatournee macht Garfunkel auch in Italien halt – zu den Konzerten in Mailand, Rom und Padua hat er noch einen Termin im nahen Triest hinzugefügt, wo er am Montag, dem 13. Februar auftreten wird. Gastgeber ist die Politeama Rossetti, Tickets sind bereits im Verkauf. Für die günstigsten müssen 28€ hingeblättert werden, die Preise gehen bis zu 75€.
Art Garfunkel ist vor allem als eine Hälfte des Duos Simon & Garfunkel bekannt, dem erfolgreichsten Folk-Rock-Duo der Sechziger, das er zusammen mit Paul Simon bildete. Dank einzigartiger Harmonien und tiefgründiger Akustik haben sie einige unvergessliche Alben mit heute schon zeitlosen Hits veröffentlicht – wie Mrs. Robinson, Sound of Silence, Bridge Over Troubled Water, Boxer… Ihre Musik strebte nach einem sehr polierten Folk-Rock-Sound, genau wegen dieses sterilen Klangs hagelte es aber auch Kritik. Viele sind zudem der Meinung, dass Paul Simon zum Erfolg des Duos nicht so viel beigetragen hat, wie er hätte können, und dass er sich musikalisch – sowohl vokal als auch als Songwriter – erst Anfang der Siebziger richtig entfaltet hat, als er eine sehr erfolgreiche Solokarriere startete. Doch der Großteil des Simon & Garfunkel-Materials misst sich trotzdem locker mit Paul Simons Solowerk, auch wenn die schlichte Folk-/Rock-Sprache schwer mit den Latin-Rhythmen und dem Gospel zu vergleichen ist, mit denen Simon auf seinen Soloalben experimentierte.