Alles Gute, Lou Reed!
Autor: Urban Bolta
Am Freitag, dem 2. März, feierte einer der angesehensten amerikanischen Musiker, Lou Reed, seinen 70. Geburtstag.
Lou Reeds Musik ist eigenwillig und faszinierend – und deshalb für manchen auch schwer verdaulich. Viele mögen Reed nicht, aber niemand kann ihm absprechen, ein außerordentlich talentierter Musiker mit einem ganz eigenen Stil zu sein.
Reed galt als Kopf der New Yorker Band The Velvet Underground – einer der einflussreichsten Underground-Rockbands aller Zeiten. Zwischen 1967 und 1970 veröffentlichten sie vier Studioalben, die zur Zeit ihrer Erscheinung jedoch nicht den Stellenwert hatten, den sie heute genießen – das breite Publikum begann sich für die Musik der Band erst später zu interessieren, als Lou Reed als Solokünstler erfolgreich wurde. Viele Jahre nach der Auflösung (1996) wurden die Velvets sogar in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen – Patti Smith hielt die Laudatio, und die Gruppe trat damals auch ein letztes Mal unter diesem Namen auf.
Lou Reed verfolgt seit Anfang der Siebziger eine Solokarriere. Sein von der Kritik hochgelobtes Album »Transformer« mit dem Hit Walk on the Wild Side erschien 1972; zu seinen bekanntesten Songs zählen außerdem Satellite of Love und Perfect Day.
Reed hat sich nie vor musikalischen Experimenten gescheut. Hör dir einfach mal den unerträglichen Lärm an, der aus dem Album »Metal Machine Music« (1975) quillt, oder frag irgendeinen jungen Metaller, was er vom Album »Lulu« hält, das er letztes Jahr gemeinsam mit den Metal-Giganten Metallica veröffentlicht hat.
Lou Reed ist der Autor der Eingangsverse des Songs Heroin: »I don’t know where I’m goin’ / But I’m gonna try for the kingdom if I can«. Wer weiß, wohin das Schicksal Lou Reed noch führen wird.. Alles Gute!
Nicht vergessen: Lou Reed kehrt im Sommer mit einer Tour nach Europa zurück! Am nächsten spielt er am 1. Juli in München (Deutschland) und am 7. Juli in Wiesen (Österreich).