Mike Stern & Bill Evans Band feat. Darryl Jones & Dennis Chambers, 5.7.2016, Ljubljana (Cvetličarna)!
Autor: Aleš Podbrežnik
wer: Mike Stern & Bill Evans Band feat. Darryl Jones & Dennis Chambers
wo: Ljubljana, Cvetličarna
wann: Dienstag, 05.07.2016, um 21.00 Uhr
Ein spektakuläres Jazz-Event, am Dienstag, den 5.7.2016, in der Cvetličarna in Ljubljana!
Tickets im Vorverkauf an allen Eventim- und Petrol-Standorten!
Mike Stern (Gitarre)
Mike Stern zählt zu den angesehensten E-Gitarristen seiner Generation. In einer vier Jahrzehnte währenden Karriere hat er mit Blood, Sweat & Tears sowie mit Musikern wie Billy Cobham, Miles Davis, Jaco Pastorius, Brecker Brothers und Joe Henderson zusammengearbeitet. Er hat 16 Alben aufgenommen, von denen sechs für einen Grammy nominiert wurden. Der Gitarrensolist verbindet energetischen Rock-Fusion mit anspruchsvollen Jazz-Harmonien und Blues-Klängen. Wenn er seine persönlichen Gitarrenhelden kanalisiert – darunter Jimi Hendrix, Wes Montgomery, Jim Hall und Albert King – ist er in der Lage, die »Konzerttemperatur« des Publikums im Nu anzuheben.
Stern wurde 1953 in Boston geboren. Er wuchs in Washington auf und kehrte dann für das Berklee College of Music nach Boston zurück. Seine erste Gelegenheit ergab sich 1976 bei Blood, Sweat & Tears. Nach zwei Jahren Aufnahmen und Auftritten mit der beliebten Rockband schloss sich Mike zwischen 1979 und 1981 dem Schlagzeuger Billy Cobham und seiner Power-Fusion-Gruppe Glass Menagerie an. Dort wurde Stern von Miles Davis entdeckt, der ihn in sein unvergessliches Comeback-Ensemble aufnahm – mit Bassist Marcus Miller, Schlagzeuger Al Foster, Perkussionist Mino Cinelu und Saxofonist Bill Evans. In den drei Jahren der Zusammenarbeit mit Miles erschien Stern auf zwei Alben des Maestros – Man with the Horn (1981) und Star People (1983).
Bis 1985 war er auf Tournee mit Jaco Pastorius und seiner Word of Mouth Band, danach kehrte er zu Miles zurück und ging mit dessen Band auf eine fast einjährige Tournee.
1985 veröffentlichte er sein Debüt Neesh beim japanischen Label Trio Records; ein Jahr später erschien beim amerikanischen Label Atlantic Records das Album Upside Downside, an dem namhafte Musiker mitwirkten: Altsaxofonist David Sanborn, Tenorsaxofonist Bob Berg, die Bassisten Mark Egan, Jeff Andrews und Jaco Pastorius, Keyboarder Mitch Forman sowie die Schlagzeuger Dave Weckl und Steve Jordan. Stern war die nächsten zwei Jahre Mitglied von Michael Breckers Quintett, und 1988 veröffentlichten sie das Album Don’t Try This At Home.
Im Sommer ‘86 ging Stern auf Tournee mit David Sanborn und schloss sich später der elektrischen Version der Band Steps Ahead an, in der auch Vibraphonist Mike Mainieri, Saxofonist Michael Brecker, Bassist Daryl Jones und Schlagzeuger Steve Smith dabei waren.
Sterns nächstes Album Time In Place erschien 1988 bei Atlantic; daran wirkten Schlagzeuger Peter Erskine, die Keyboarder Jim Beard und Don Grolnick, Bassist Jeff Andrews und Perkussionist Don Alias mit. Ein Jahr später folgte das Album Jigsaw, auf dem sich auch das Stück Chief befindet – Mikes große Hommage an Miles.
1991 veröffentlichte Mike das Album Odds Or Evens, an dem Schlagzeuger Dennis Chambers und Bassist Lincoln Goines mitwirkten. Ein Jahr darauf schloss sich Stern den Brüdern Michael und Randy Brecker bei der Wiederbelebung ihrer Brecker Brothers Band an (mit der er auch beim 33. Jazz Festival in Ljubljana 1992 auftrat) und nahm das lang ersehnte Album Return of the Brecker Brothers auf. Sterns nächstes Album Standards (and Other Songs) erblickte 1993 das Licht der Welt und brachte ihm den Titel des besten Gitarristen des Jahres nach der Wahl der Kritiker und Leser der Zeitschrift Guitar Player ein. Darauf folgten 1994 und 1996 die äußerst erfolgreichen Alben What It Is und Between the Lines, für die er jeweils eine Grammy-Nominierung erhielt.
1997 nahm Stern mit Bassist John Patitucci, Schlagzeuger Jack DeJohnette, Perkussionist Don Alias sowie den Sondergästen Michael Brecker und David Sanborn das Album Give And Take auf. Ihre außerordentlich freien Interpretationen von Stücken wie Oleo von Sonny Rollins, Giant Steps von John Coltrane, I Love You von Cole Porter und Who Knows von Jimi Hendrix brachten Stern die Auszeichnung als bester Gitarrist des Jahres (Orville W. Gibson Award) ein.
Sein neuntes Album bei Atlantic aus dem Jahr 1999 trägt den Titel Play und ist ein Sechssaiten-Treffen mit Freunden und Kollegen Bill Frisell und John Scofield. Dann wagte Stern 2001 seinen ersten Schritt in Richtung Vokalmusik und veröffentlichte das Album Voices, auf dem Richard Bona, Arto Tuncboyaciyan und Elisabeth Kontomanou ihre Stimmen beisteuerten. Nach 15 Jahren bei Atlantic Records wechselte Stern zum Label ESC und veröffentlichte 2004 das Album These Times mit einer eklektischen Besetzung hochkarätiger Musiker, darunter Bassist Richard Bona, Saxofonist Kenny Garrett und Bela Fleck am Banjo.
Im August 2006 wechselte Stern zu Heads Up International und veröffentlichte Who Let the Cats Out?, das ihm erneut eine Grammy-Nominierung einbrachte. Daran wirkten außergewöhnliche Musiker mit, darunter Bassist und Sänger Richard Bona, die Bassisten Anthony Jackson, Meshell Ndegeocello, Chris Minh Doky und Victor Wooten, Trompeter Roy Hargrove, die Saxofonisten Bob Franceschini und Bob Malach, die Schlagzeuger Dave Weckl und Kim Thompson, Mundharmonika-Virtuose Gregoire Maret sowie Keyboarder und Produzent Jim Beard. Stern erhielt 2007 beim internationalen Jazzfestival in Montreal den Ehren-Miles Davis Award. Die Auszeichnung wird jenen international anerkannten Musikern verliehen, die mit ihrer Arbeit den Jazz geprägt und erneuert haben. Zu den Preisträgern zählen auch Keith Jarrett, Wayne Shorter, Michael Brecker und Charlie Haden.
Im selben Jahr war Stern Resident Artist bei einem Sommerfestival, wo er sich bei begeisternden Konzerten mehrfach den energiegeladenen Yellowjackets anschloss. Ihre kinetische Energie wurde 2008 im Studio festgehalten, und das Album Lifecycle erhielt eine Grammy-Nominierung als bestes zeitgenössisches Jazz-Album des Jahres.
2008 führte Stern als erfahrener Weltreisender seine Band durch Europa, Asien und anderswohin. Damals entstand auch die unvergessliche Aufnahme eines Konzerts im Pariser Club New Morning mit Saxofonist Bob Franceschini, Bassist Tom Kennedy und Schlagzeuger Dave Weckl, die ein Jahr später als DVD unter dem Titel New Morning: The Paris Concert erschien. Im selben Jahr wurde Stern in Down Beats Liste der 75 besten Gitarristen aufgenommen. Die Liste hebt bedeutende Jazz- und Blues-Gitarristen hervor und betont den Einfluss der Gitarre, seit sie sich in den 1920er Jahren ihren Platz in der Jazzmusik erkämpft hat.
Im August 2009 veröffentlichte Stern das ambitionierte Album Neighbourhood , an dem eine Reihe namhafter Musiker mitwirkten, darunter die Gitarristen Steve Vai und Eric Johnson, Bassistin und Vokalistin Esperanza Spalding und Bassist und Vokalist Richard Bona, die »Paten« Medeski Martin & Wood, die Schlagzeuger Dave Weckl, Terri Lyne Carrington, Cindy Blackman Santana und Lionel Cordew, die Bassisten Chris Minh Doky und Lincoln Goines, die Saxofonisten Bob Franceschini und Bob Malach, Trompeter Randy Brecker sowie Keyboarder und Produzent Jim Beard.
2012 verlieh die Zeitschrift Guitar Player Stern den Certified Legend Award, den in der Vergangenheit auch Les Paul, Duane Eddy, Dick Dale, Larry Carlton und Tommy Emmanuel erhalten hatten. Im Juni desselben Jahres veröffentlichte Stern noch das Album All Over the Place, auf dem Trompeter Randy Brecker, die Saxofonisten Kenny Garrett, Chris Potter, Bob Franceschini und Bob Malach, die Schlagzeuger Dave Weckl, Keith Carlock, Lionel Cordew, Al Foster und Kim Thompson, Keyboarder und Produzent Jim Beard sowie Mikes Frau, Gitarristin und Sängerin Leni Stern zu Gast sind. Das Star-Ensemble vervollständigt noch eine Delegation von E- und Akustikbassisten, darunter Esperanza Spalding, Richard Bona, Victor Wooten, Anthony Jackson, Dave Holland, Tom Kennedy, Will Lee und Victor Bailey.
Sterns aktuelles Album erschien 2014 unter dem Titel Eclectic, auf dem er mit dem texanischen Gitarristen Eric Johnson zusammenarbeitet. Das Album ist ein echtes Schmankerl für alle Gitarrenmusik-Liebhaber; die beiden Gitarristen zeigen auf elf Stücken ein breites stilistisches Spektrum und bringen dabei ihre Liebe zu Hendrix in dem ikonischen Stück Red House zum Ausdruck.
Anders als All Over the Place wurde Eclectic in drei Tagen in Johnsons Studio in Austin aufgenommen; daran wirkten auch Bassist Chris Maresh und Schlagzeuger Anton Fig mit sowie einige ausgewählte Gäste, darunter Mikes Frau Leni an der N’goni und Begleitvokalist Christopher Cross.
»In letzter Zeit sind auf meinen Aufnahmen immer eine Menge verschiedener Leute dabei, diesmal war es aber schön, nur mit einer ausgewählten Gruppe zu arbeiten, zu der sich nur gelegentlich noch jemand gesellte,« sagte Stern. »Es wurde wirklich meistens alles live aufgenommen, was ich am liebsten mag, und da wir bei Eric waren, hatten wir es nicht eilig. Trotzdem ist das Album ziemlich schnell entstanden.«
In Slowenien gastierte er mehrfach: 1994 als Trio (Jeff Andrews – Bass und Dave Weckl – Schlagzeug) beim Jazz Festival Ljubljana, 2000 mit dem Quartett (Bob Franceschini – Saxofon, Lincoln Goines – Bass, Richie Morales – Schlagzeug) in der TVS-Sendung ‚Izza odra‘, 2009 war er in der Reihe der Eröffnungskonzerte des Kino Šiška zu sehen (Randy Brecker/Trompete, Chris Minh Doky/Bass, Dave Weckl/Schlagzeug), 2010 war er Gast der Big Band RTV Slovenija, und mit einer Star-Besetzung (Scott Henderson, Jeff Berlin, Dennis Chambers) hörten wir ihn erneut in der Sendung Izza odra auf TVS im Jahr 2012.
Bill Evans (Saxofon)
Evans ist ein weltweit anerkannter Saxofonist und Produzent, der 1980 im Alter von 21 Jahren neben dem legendären Miles Davis auf der internationalen Musikbühne debütierte und mit ihm später insgesamt sechs Alben aufnahm. Es folgten Zusammenarbeiten mit bekannten Künstlern, darunter John McLaughlin, Herbie Hancock, Mick Jagger und Willie Nelson.
Nach zwei Dutzend Soloalben, zahlreichen Grammy-Nominierungen sowie unzähligen Tourneen und Kollaborationen erforscht Evans weiterhin abenteuerlustig die Möglichkeiten musikalischen Ausdrucks und erweitert seinen Kreis von Musikliebhabern rund um die Welt.
Jüngste Konzerthöhepunkte umfassen Tourneen mit seinen eigenen Bands Bill Evans Soulgrass und New Bill Evans Band sowie zahlreiche Auftritte mit Musikern und Bands wie Warren Haynes, Robben Ford, Phil Lesh, Stern-Evans Band, Medeski Martin & Wood, Allman Brothers Band, Umphreys Mcgee, Moe, Blues Traveler und Galactic.
Amerikanische Wurzelmusik hat auf den legendären Saxofonisten Bill Evans einen starken und tiefen Eindruck gemacht; am deutlichsten spiegelt sich das auf dem Album Soulgrass wider, mit dem er sich 2005 eine Grammy-Nominierung verdiente. Mit genau dieser Band trat er im Rahmen der ersten Europatournee auch in Studio 1 TVS in der Sendung Izza odra auf (Christian Howes – Violine, Adam Rogers – Gitarre, Victor Bailey – Bass, Joel Rosenblatt – Schlagzeug). Soulgrass stellt eine völlig neue Fusion aus Rock, Funk, Roots und Jazz dar, ergänzt durch Banjo, Violine, Mandoline und Dobro, gespielt von den besten Jazzmusikern. Darauf folgten noch drei stilistisch ähnliche Alben: The Other Side of Something, Dragonfly, und das 2014 erschienene Live-Album aus Moskau, das bei der ersten von zwei ausverkauften Russland-Tourneen unter Schirmherrschaft der USA aufgenommen wurde.
Mit jedem neuen Album hat Bill Evans die musikalischen Grenzen des Jazz und des improvisierten Rock erweitert. »Das Zusammenführen von Banjo und Violine mit E-Gitarre ist für mich sehr natürlich und ist für meine Auftritte und Aufnahmen zu einem echten Markenzeichen geworden. Mit dem Zusatz von Gesang erreichen wir ein viel breiteres Publikum aller Altersgruppen.«
Nach einem Jahrzehnt des Aufbrechens musikalischer Grenzen auf Tourneen mit dem Album Soulgrass stellte er 2015 seine neue Band Bill Evans Band vor – eine auffällige Stilmischung aus Jazz und Rock mit instrumentalen und vokalen Einlagen, bei der Evans und Schlagzeuger Dion singen.
»Das Publikum kann wirklich eine echte Verbindung zur Band aufbauen, wir trauen uns alles zu spielen. Bill Evans Band nimmt ihr Publikum mit auf eine Reise durch Jazz, Funk und Rock’n’Roll. Das ist für mich die Definition von Jazz – Improvisation und Experimentieren, mit denen sich die Menschen noch immer identifizieren können!«
Bills neuestes, in diesem Jahr veröffentlichtes Album trägt den Titel Rise Above. Auf dem 24. Soloalbum präsentiert Evans die üppigen und bewegenden Vocals gastierender Sänger, darunter Gregg Allman, Warren Haynes, JJ Grey, Anders Osborne, Murali Coryell und Josh Dion. Evans beschrieb die Aufnahmen des Albums als Reise von epischen Ausmaßen. »Von Anfang an hatte ich die Vision, mit einigen meiner liebsten Sänger verschiedene Songs zu schreiben und aufzunehmen. Das Ziel war, aus all den verschiedenen Vokal-Interpretationen und der Musik ein kohäsives und ganzheitliches Werk zu machen, aber das Ergebnis hat meine Erwartungen tatsächlich übertroffen. Purer Genuss von Anfang bis Ende!«
Das Album Rise Above wird durch Evans‘ Spielweise sowie seine Liebe zu sanften Melodien und treibenden Rhythmen zusammengehalten. Neben der starken Besetzung gastierender Sänger wirkten bei den Aufnahmen auch die namhaften Gitarristen Jake Cinninger und Mike Stern mit.
Bills bisherige Auftritte in Slowenien:
1996 – Bill Evans & Push (Adam Rogers/Gitarre, Henry Hey/Keyboards,
Jerry Brooks/Bass, Jonathan Joseph/Schlagzeug, Mark Ledford/Trompete,
Mainatine/Gesang, Rap (Studio 1-TVS ‚Izza odra‘)
2013 – Bill Evans Soulgrass (Lent festival)
Darryl Jones (E-Bass)
Darryl Jones hat in 30 Jahren seiner Karriere mit verschiedenen weltweit anerkannten Jazz- und Rock-Legenden gespielt und ist seit 1994 vor allem als Bassist der Rolling Stones bekannt.
Darryl wuchs in Chicago auf und hatte schon als Kind Musik im Blut. Sein Vater spielte Schlagzeug und förderte das musikalische Interesse seines Sohnes, indem er ihn das Schlagzeugspielen und das Notenlesen lehrte. Fest entschlossen, eine Musikkarriere einzuschlagen, schrieb sich Darryl in seiner Heimatstadt an einer Berufsschule ein, wo er Musiktheorie-Unterricht besuchte und in verschiedenen Schulbands und bei Auftritten E-Bass spielte.
Nach Abschluss der Schule wollte er sich in der lokalen Musikszene etablieren, und sein Freund Vince Wilburn Jr., der Neffe von Miles Davis, verschaffte ihm eine Audition beim legendären Onkel. Darryl ergriff die Gelegenheit ohne zu zögern, und eine Woche später stand er auf der Bühne mit Miles Davis, den Gitarristen Mike Stern und John Scofield, Saxofonist Bill Evans, Perkussionist Mino Cinelu und Schlagzeuger Al Foster.
Nach zwei Jahren mit Miles schloss sich Darryl für ein Jahr Stings Band an und ging auf die The Dream of the Blue Turtles-Tournee (Kenny Kirkland -Keyboards, Branford Marsalis – Saxofon, Omar Hakim – Schlagzeug), bevor er zu Miles zurückkehrte.
Jones hat mit Musikgrößen wie John Scofield, Herbie Hancock, Eric Clapton, Peter Gabriel und Madonna gespielt, aber am prominentesten ist seine Mitgliedschaft bei den Rolling Stones, die bereits 22 Jahre andauert.
Darryl Jones, dem Musiker, dem in seiner Karriere direkt beim ersten Versuch der Durchbruch gelang, feiert weiterhin Erfolge mit den Rolling Stones und hält an seiner schlichten Musikphilosophie fest: »Mein Ansatz zu jeder Art von Musik ist immer derselbe: Man muss sie auseinandernehmen, alles Überflüssige loswerden und sie zu ihren grundlegenden Fundamenten zurückbringen.«
Darryl Jones trat bei uns in der TV-Sendung Izza odra mit dem Ensemble ESP-Tribute To Miles im Jahr 2002 auf (Robert Irving III – Keyboards Bobby Broom-Gitarre, David McCurray – Saxofon und Toby Williams – Schlagzeug).
Dennis Chambers (Schlagzeug)
Dennis Chambers ist ein amerikanischer Schlagzeuger, der mit einer bunten Palette außergewöhnlicher Musiker zusammengearbeitet hat, darunter John Scofield, George Duke, Brecker Brothers, Carl Filipiak, Steely Dan, Santana, Parliament/Funkadelic, John McLaughlin, Niacin, Mike Stern und viele andere.
Trotz völliger Abwesenheit formaler Musikausbildung wird Chambers von Schlagzeugern wegen seiner charakteristischen Technik und Geschwindigkeit geschätzt. Besonders bekannt ist er für die sogenannte Schlagzeug-Technik „in the pocket“, mit der er die Ausführung eines bestimmten Stücks stark komprimieren oder stark erweitern und verzweigen kann, was ebenfalls ein Markenzeichen seines Spiels ist.
Chambers‘ technisch ausgereifter und mächtiger Spielstil ist rhythmisch und musikalisch zugleich. Er spielt in einem breiten Stilspektrum, aber am auffälligsten sind seine Jazz-Fusion-, Funk- und Latino-Rhythmen. Er ist vor allem für seine schnellen Sticks und die virtuosen »Triolen« auf dem Bassdrum-Fell bekannt. Als Mentor unterstützt er einige jüngere Schlagzeuger, etwa den vielversprechenden Tony Royster Jr..
Chambers begann im Alter von vier Jahren mit dem Schlagzeugspielen, und als er kaum achtzehn war, schloss er sich 1978 Parliament/Funkadelic an und spielte etwa sieben Jahre mit ihnen. Anfang 1985 zog er nach New York, wo er sich dem Studio-Schaffen widmete und die Rolle des »Hausschlagzeugers« beim Label Sugar Hill Records übernahm. Im selben Jahr arbeitete er auch mit dem Jazz-Duo Special EFX zusammen, und zwischen 1987 und 1989 spielte er in den Bands von David Sanborn und John Scofield. Kurz darauf schloss er sich der Mike Stern & Bob Berg Band an. Seitdem hat er mit verschiedenen Bands zusammengearbeitet, darunter Randy Brecker and Michael Brecker Band, Mike Urbaniak’s Band, Bill Evans Band, CTI All Stars, George Duke & Stanley Clark’s Band, Steve Kahn’s Eyewitness Band und John McLaughlin Band. Er arbeitet auch weiterhin mit Maceo Parker und Santana zusammen und tritt mit seiner eigenen Band Niacin auf. Beim Label Pioneer Records veröffentlichte er sein erstes Album Getting Even und nahm ein Lehrvideo für die Organisation Drum Corps International (DCI) auf.
2011 trat Chambers in Lettermans The Late Show mit außergewöhnlichen Schlagzeugern auf, darunter Tony Royster Jr., Gavin Harrison, Neil Peart und Stewart Copeland.
In Slowenien gastierte er mehrfach in der TV-Sendung ‚Izza odra‘, mit der All-Star-Besetzung des großartigen Bassisten Victor Bailey (Kenny Garrett/Saxofone, Jim Beard/Keyboards, Dave Fiuczynski/Gitarre) und zuletzt noch 2012 im Super-Trio HBC (Scott Henderson/Gitarre, Jeff Berlin/Bass).