Bob Dylan in Frankreich von bizarrer Anklage freigesprochen
Autor: Urban Bolta
Das nächste Mal, wenn Bob Dylan Paris besucht, kann er völlig entspannt ein Croissant unter dem Eiffelturm essen, denn ein französisches Gericht hat ihn von einer ziemlich bizarren Anklage wegen angeblicher Homophobie freigesprochen.
Gegen die Musiklegende hatten in Frankreich lebende Kroaten aufgrund von Dylans September-Interview für Rolling Stone Anklage eingereicht, weil der 72-jährige Musiker angeblich Rassenhass geschürt haben soll. Er hatte erklärt, dass Nachkommen von Sklaven noch immer das Blut der Nachkommen des Ku-Klux-Klans riechen können, genauso wie ein Serbe einen Kroaten wittere – weshalb Frankreich auf Initiative des Kroatischen Nationalkongresses (einer Vereinigung im Ausland lebender Kroaten) eine Untersuchung einleitete, die nun offiziell abgeschlossen ist.
Die Anklage hängt jedoch weiterhin über dem Rolling-Stone-Journalisten Michael Birnbaum, der das Interview veröffentlicht hatte. Das Gericht hielt in seinem Freispruch für Dylan fest, »dass der Musiker durch seine Verse bereits unzählige Male bewiesen hat, dass friedliches, freundschaftliches Blut in ihm fließt«. Auch Dylan selbst freute sich über die Nachricht aus Frankreich und erklärte in einer Pressemitteilung, es freue ihn, dass das französische Gericht die Entscheidung so getroffen habe, da er mit seinen Worten niemanden habe verletzen wollen.