Unvergessliches Beltinker Familienspektakel im Zentrum von Ljubljana (2013)
Autor: Sandi Sadar Šoba
Ort: Križanke, Ljubljana, Slowenien
Konzertdatum: 27.08.2013
Besucherzahl: 3.500
Kartenpreis: 26 € (Vorverkauf) / 35 € (Konzerttag)
Große Menschen setzen sich nach zahlreichen errungenen Lorbeeren immer höhere Ziele, große Musiker hingegen versuchen vergangene Leistungen wenigstens ein wenig zu ergänzen, weiterzuentwickeln oder zumindest einen Schritt über alles hinauszugehen, was sie bis zu einem bestimmten Moment geschafft haben. Beim mystischen Mann von den Ebenen an der Mur, dem Poeten des so oft besungenen Beltinker Melos, Herrn Vlado Kreslin, bleibt kaum etwas Unerreichtes übrig – man fragt sich zu Recht, ob überhaupt noch irgendeine Weiterentwicklung möglich und machbar ist, gleichzeitig besteht aber keine Angst, dass auch eine noch so qualitätvolle Wiederholung des bereits Gesehenen die Gefühle irgendwie trüben würde, die alles andere als abgestumpft, durch vorhersehbare Wiederholungen ausgewaschen oder verblasst sind. Die schwarze Gitarre und das einsame Auffrischen der Erinnerungen an alte Archivvignetten aus einer Zeit, die sich nicht mehr vollständig und souverän zurückrufen lässt, sind nur ein Teil des langen Weges, der Vladós künstlerisches Leben auszeichnet. Diesmal, beim 22. traditionellen Auftritt beim Festival Ljubljana, lockte der Mann mit jener schwarzen Gitarre sowohl alte Weggefährten, alte Freunde und Bekannte auf die Bühne – doch nichts davon überwog: Die Priorität galt der Familie, und auf die Bühnenbretter der Križanke lud er, vor diesmal ganzen 20 Mitgliedern des musikalischen Orchesters erstklassiger Musiker, gleich drei Generationen seiner Familie vor das Publikum. Ein Spektakel wie kein anderes zeichnete sich also ab, denn das Gelände war tatsächlich bis auf nahezu den letzten Platz ausverkauft. Vor dem Amphitheater der Križanke drängte sich eine unüberschaubare Menge bekannter und weniger bekannter Gesichter, und neben der Crème de la Crème der slowenischen Kulturelite teilten sich diesmal im Auditorium Alte und Junge, Arme und Reiche, Verliebte und Einsame die Plätze – vor allem aber alle, die vernarrt sind in die erschütternde und berührende Lyrik sowie die mächtigen Worte des Mannes, der mit rauer Stimme und aufrechter Haltung nicht ein einziges Mal enttäuschte oder dem Publikum einen bitteren Nachgeschmack von Täuschung hinterließ. Manche kamen aus Neugier, andere aus innerer Notwendigkeit, weil die poetische Sprache von Kreslins Stücken ihren Alltag tief durchdrungen hat, einige kamen nur, um der magischen Kombination aus der schmeichelnden Stimme des außergewöhnlichen Kresot mit den in Slowenien eher selten zu hörenden, aber zauberhaften Zimbeln zu erliegen – und alle wussten, dass das bis auf den letzten Platz gefüllte Venue wusste, dass etwas Außergewöhnliches bevorstand, in jedem Fall jeden Cent wert, den ihr für einen Platz unter dem Publikum gezahlt habt. Kreslin ist kein oberflächlicher Gefälligkeitskünstler für den Massengeschmack. Er ist ein Geschichtenerzähler, ein Zauberer und ein selbstbewusster Visionär, der es wagt, seinen Träumen zu folgen, sie mit den Massen zu teilen und resonant alles auszusprechen, was ihm auf dem Herzen und im Sinn liegt.
Diesem Prinzip folgend trat Kreslin, nachdem die Lichter gedimmt waren und das Gemurmel der unübersehbaren Massen verstummt war, aus dem Schutz der Dunkelheit heraus auf die Bühne – im weißen Jackett und mit dem schon fast unverzichtbaren Hut geschmückt, hängte er sich die schwarze Gitarre um und eröffnete den Abend mit dem Stück aus dem Märchen-Fantasy-Film Čisto pravi gusar: Pustite nam ta svet. Wer nicht an Märchen glaubt, ist alt, und sein Leben ist öder und leerer. Ein wunderbarer Auftakt für einen intensiven Abend – und dann umgibt den Hauptstar dieses Abends ein Kranz erstklassiger Musiker, die auf den Namen Mali bogovi hören. Miro Tomassini, Kreslins langjähriger Freund und musikalischer Weggefährte, hängt sich seine Gitarre um und streicht sie sinnlich mit den Fingern. Den Bass greift Luka Jerončič, hinter dem Schlagzeug spannt Gašper Peršl die Felle – begleitet vom Multiinstrumentalisten Iztok Cergol sowie Perkussionist Luka Ovsca und dem Klang der wunderbaren Orgel von Tonč Feinik. Zvezdice bele erklingt von den wunderbaren Kreslinčice voll und sinnlich, vielleicht ein wenig wehmütig und zurückhaltend, auf jeden Fall im Einklang mit der Originalversion – und Kreslin wandert mit den Mali bogovi in die sentimentalen Sphären des Theaters der Ereignisse: Blick gen Himmel gerichtet, Arme ausgebreitet, malerische Bilder aus Phantasie und Realität. Variationen auf das Thema waren selbstverständlich, und als erstes Zeugnis der Ausnahmequalität der Mali bogovi gab es bereits bei Cesta ein Ineinandergreifen von Tasteninstrumenten und einer süßen Trompete, die sich zart und weich in die Textur des erstklassigen Klangs wob. Die Singer-Songwriter-Freiheit und der Hauch künstlerischer Exzellenz übertönten den Geschmack nach bereits Gehörtem und bereits Gesehenem – und mit der außergewöhnlich vollendeten Darbietung von Nekega jutra ko se zdani konnte die bezauberte Menge die Augen schließen und in Gedanken in die goldene Ära des außergewöhnlichen Martin Krpan gleiten. »Prvi žarek že dviga se iz sna / glej, nad vodo je svetloba vzšla / ko poslednjem v temi poidejo moči / novih stotero se sonca veseli. / Nekega jutra ko se zdani / in se glave ohladijo / vsak odide svojo pot. / Nekega jutra ko se zdani / in se solze posušijo / nekega jutra ko se zdani,« tönt das gedämpfte Murmeln tausender Lippen – wegen einer Zurückhaltung, die vielleicht in Drama und Oper angebracht ist, auf einem vollblütigen Rock-Konzert aber kein guter Auftakt für das volle Erleben des Ereignisses ist, blieb das gesamte Geschehen trotz vollem Sound unvollständig erlebt.
Dennoch kann man dem Refrain des Stückes zustimmen, dass es wirklich noch solche Menschen gibt, über die man sich freuen kann – und ein Teil davon sind zweifellos die bluesgefüllten Cherubim rund um den obersten Gott Kreslin. Genau diese singen gemeinsam die unheilvolle Ankündigung eines harten Herbstes, nach der schwere Schneeflocken zu Boden fallen und die ganze Welt in den Schlaf des Vergehens und des Friedens wiegen. Dichter Nebel und suggestive Lichter – aus den Lautsprechern wehen die Verse: »Letos bo huda jesen / veter bo neusmiljen in leden / Ko sonce zaide, pridejo zveri na plan / ptice odletijo vsaka na svojo stran.« Kreslin ist ein Künstler des Bekennens von Lebensablauf, Vergehen, Tod – gleichzeitig aber auch der Sehnsucht, die die Welt braucht. Ein wunderbares Poem der Liebe und Herzlichkeit, des Bestimmtseins, des Bezaubert-Seins vom Zusammenleben, verborgener Erotik und Leidenschaft verkündet das Stück vom Album Ptič: Odpiram okno – und dann, bei Klavierklängen, die diesmal der talentierte Frontmann der Gruppe Gal in Galeristi, Gal Gjurin, bedient, der im vorigen Stück zeigte, dass er auch den Messingleib der Posaune zähmen kann, tritt die junge talentierte Sängerin Severa Gjurin auf die Bühne. Das erste Duett mit Abel in Kajn ist nicht das überzeugendste – die junge Dame aus der Gruppe Olivija kann mit ihrer weichen und ausdruckslosen Stimme dem Bariton Vladós nicht wirklich Paroli bieten, zumindest nicht so wie auf der Platte Drevored. Vlado bläst durch die Lippen, und den sinnlichen Moment gesteigerter Emotionalität bringt – zumindest nach meiner bescheidenen Meinung – die außerordentlich gefühlvolle Darbietung von Ptič ins Set, das mit dem außergewöhnlichen Gitarrengriff von Tomassini beginnt, den Orgelklänge warm umhüllen, während Kreslins farbenreiche Stimme sinnlich seine Hymne ans Leben, ans Dasein singt. »Tam nad vodo vsako jutro vstane dan / in prešteje zmagovalce in žrtve nočnih sanj. / Tam nad vodo se še vedno svet vrti, / in odnaša sanje, ki si jih zbudila ti,« singt Vlado mit bittersüßer Stimme – und das zärtlich-betrübte Herz ruft manchem zu Recht die eine oder andere Träne in die Augen.
Und dann eine Rückkehr, ein Zurückdrehen der Zeiger der Vergänglichkeitsuhr um mehr als dreißig Jahre. 4. Oktober 1980. In Soldatenuniform gekleidet schluckt der junge Vlado das scharfe Gebrüll des Armeeoffiziers Hauptmann Raljić, der den »jungen Eidechse« anschreit. Einen Tag zuvor: roter Teppich, Champagner und ein siegreicher Auftritt mit dem Orchester von Jože Privšek mit einem Stück, gewidmet den Süchtigen, den Träumern, den Verlorenen auf dem Weg der Selbstentdeckung, der Liebe, erneut der Leidenschaft und des Glühens im Licht der Zerbrechlichkeit des Daseins. Dan neskončnih sanj ist definitiv eine der Perlen der slowenischen Musikpoetik, und nicht weniger in diese Richtung bewegt sich auch das Stück S tabo je izi, das allein mit dem Klang eines Klaviers der Welt das slowenische Äquivalent der resonanten Balladen aus den Filmen über den Helden der Romane von Ian Fleming gibt – wenn ich mir den Vergleich von denen borge, die in Kreslins Poetik den Hauch von James Bond spüren. Der Atem zweier Geigen, zu denen eine Trompete tritt, und gedämpfte Lichter steigern die Fülle des Empfindens noch weiter. Und nach dem durch und durch Dylan’schen Vsak si želi folgt meiner Meinung nach der Höhepunkt des Abends. Kreso erinnert an das Jahr 1984 und das ausgezeichnete Festival Novi rock, wo er unter dem staunenden Publikum stand und das außergewöhnliche Musikgefühl der Gruppe Dorian Gray aufsaugte, die damals mit einer zauberhaften Stimme und einem außergewöhnlichen Gespür für Melodie von dem überdurchschnittlichen Musiktalent – Herrn Massimo Savić – gelenkt wurde. Letzterer erscheint unter tosendem Applaus auf der Bühne in einem glänzenden Outfit, das sich kein Anwalt schämen müsste, hängt sich neben Tomassini einen schwarzen Les Paul um, der unter den Fingern des Meisters die Riffs von Sjaj u tami resonant erklingen lässt. Massimo verzaubert das Publikum auf einen Schlag – nach erlebten fünf Minuten des Träumens mit melodischen Satriani-Soli und der wunderbaren samten Stimme des außergewöhnlichen Vokals. Nach der ergreifenden Darbietung des Hits der außergewöhnlichen Dorian Gray folgt eine große Verbeugung vor der Größe der Krpans. »A sad slijedi pjesma, za koju bih rado rekao, da sam ju spisao sam. Vlado – baš ti zavidim veličini i lijepoti …«, und es folgt das außergewöhnliche Duett mit Od višine se zvrti, auf dem Massimo mit außergewöhnlicher slowenischer Aussprache alle vorherigen Versuche einer duettartigen Bearbeitung dieser Klassik aus Kreslins Schatzkammer der Schönheitsperlen übertrifft.
Iz Goričkega v Piran wird begleitet – so wie auch Tisto črno kitaro – von den Stimmen eines noch immer allzu zurückhaltenden Publikums. Nach Tista črna kitara kommen die Mitglieder der erneuerten, verjüngten Besetzung der Beltinška banda auf die Bühne. An die zauberhaften Zimbeln setzt sich Andi Sobočan, noch mehr aber berührt Samo Budna mit dem Klang einer warmen Geige. Namesto koga roži cveti ruft die Erinnerung an Halgato herauf – und nach der sentimentalen Schwermut greift Kreslin genau in dem Moment, als das Publikum ihm aus der Hand frisst, zum Gedichtband Poezija, setzt seine Brille auf und beginnt die Erzählung über die Gostilna Central zu lesen, den Ort, wo er aufgewachsen ist: »Tiste noči v Centralu leta tisoč devetsto štiriintrideset – muzikant z bajsom Jože Kociper, violinist Janez Kociper, moj ded, gospodar Jožef Kreslin, gospodinja moja babica in fantek z orglicami – moj oče,« woraufhin Vladós Vater Milan selbstbewusst, trotz seiner reifen späten Jahre, vital auf die Bühne tritt. Das Publikum belohnt das Vater-Sohn-Duett mit dem Stück Tisti bejli grm mit tosendem Applaus, und die weitere Abfolge volkstümlicherer Melodien stiehlt für ein paar Augenblicke ebenfalls die Aufmerksamkeit des Publikums vom Sohn weg und richtet die Scheinwerfer auf das älteste Mitglied der Familie Kreslin. Vsi so venci vejli wird schon zum Standard, dem das Publikum nach ein paar Besuchen bereits vollständig selbstständig und souverän mitsingen muss – und nach dem Stück Nocoj je edna luštna noč (bei letzterem tritt auch Vladós Mutter Katarina auf die Bühne und singt die schelmische Geschichte vom Liebeln) folgt ein Moment, der dem Vater Milan Freude ins Herz rief. Nach langen Jahren des Überredens erklingt nach Samo Budnas außergewöhnlichem Geigensolo über die Križanke der Gorički čardaš – und nach dem Čardaš die erschütternde Poetik des Schmerzes, des Sterbens, erneut des Abschieds und der prekmurischen Sentimentalität mit dem Stück Bela nedelja. Bis auf die letzte Faser aufgewühlt, kommen wir dann in den Genuss der fröhlicheren Töne von Nocoj igramo za vas, das auf Orleans-Art ins Set fällt wie ein Bekenntnis über Verführung, Party und Musik für alle Stimmungen – was Kreslin in jedem Moment seiner Konzerte tatsächlich zu zaubern versteht. Nach den kritischen Vrane, während denen Vertreter der Obrigkeit in den vorderen Reihen der VIP-Loge direkt unter der Bühne sich etwas unbehaglich hin- und hersetzen, schließt der reguläre Teil mit dem Stück Poj mi pesem, das fast jazzig klingt – und gemeinsam mit allen Konzertbeteiligten sowie Tochter Ajdina an der Flöte beschließt er den ersten Teil so, dass das Publikum im Stehen klatscht und um Zugaben bittet. Die bekommt es auch – und während der ersten Zugabe tritt die Vertreterin der dritten Generation der Familie Kreslin auf die Bühne, die talentierte junge Flötistin Ajdina Marija, die ihr vielleicht schon vor einigen Monaten im SiTi Teatru gehört habt; jetzt aber agiert die junge Dame noch souveräner und furchtloser und führt das Stück Še je čas auf, bei dem der Vater die Tochter, die diesmal zur Querflöte greift, mit der Mundharmonika begleitet. Ganz im Stil des Familienspektakels setzt sich das Konzert mit einer »unplugged«-Version von Okna na stežaj fort, dem ergreifenden Stück Zibaj me – und vor dem abschließenden Teil der ersten Zugabe holt sich das Orchester aus einer Pizzaschachtel schwarze Brillen, und alle führen dann eine spektakuläre Version von Daj mi Micka pejneze nazaj auf; dem Volksklassiker mit zwei Strophen fügt Vladós Team natürlich auch die dritte unverzichtbare Strophe hinzu, die für diesen prekmurischen Hit, Evergreen, Immergrünen – wenn ihr so wollt – eben Vladós Vater geschrieben hat.
Jack ist ein alter Hase – und er weiß das gut! Eigentlich müsste man da nichts mehr hinzufügen, oder doch? Auf jeden Fall – das Stück Je v Šiški še kaj odprtega, ein Spaziergang hinunter zum Publikum hin – und von der Bühne herab und zurück verabschieden sich das gesamte Team der Mali bogovi, der Beltinška banda, die wundersamen und kostbaren Gäste des Abends sowie die gesamte Familie Kreslin würdevoll vom Publikum, das sie über drei Stunden verwöhnt haben. Die Križanke begannen sich dann zu leeren, und wir alle, voller Eindrücke, begannen uns vom gemeinsamen Zentrum des Genusses aus auf die Straßen und Nebenwege des verträumten, in Dunkel gehüllten Ljubljana zu verteilen. Jeder bekam seine Dosis Sentimentalität, Nostalgie, vor allem aber volle Ohren guter Musik – nach der jedes Kreslin-Konzert ein regelrecht süchtig machender Moment sein kann, bei dem ihr euch Exzellenz eingefangen habt, auf weniger könntet ihr dann einfach nicht mehr eingehen. Auch deshalb kehrt ihr Jahr für Jahr zum Kreslinovanje zurück – zum Fest der vollen Musik und dem Sieg des Lichts und der Herzlichkeit über die Dunkelheit der Entfremdung –, und die Worte und Verse von den Beltinker Ebenen sind das Reisegepäck, dank dem die Welt schöner, wärmer und erträglicher zum Leben sein kann.
Setliste
1. Pustite nam ta svet
2. Zvezdice bele
3. Cesta
4. Nekega jutra, ko se zdani
5. Ena pesem
6. Letos bo huda jesen
7. Odpiram okno
8. Abel in Kajn (S. Gjurin und V. Kreslin)
9. Ptič
10. Dan neskončnih sanj
11. S tabo je izi
12. Vsak si želi
13. Sjaj u tami (Massimo)
14. Od višine se zvrti (Massimo und V. Kreslin)
15. Iz Goričkega v Piran
16. Tista črna kitara
17. Namesto koga roža cveti
18. Gostilna Central
19. Tisti bejli grm (V. und M. Kreslin)
20. Vsi so venci vejli (V. und M. Kreslin)
21. Nocoj je edna luštna noč (V., K. und M. Kreslin)
22. Gorički čardaš (Samo Budna und M. Kreslin)
23. Bela nedelja
24. Nocoj igramo za vas
25. Vrane (V. und M. Kreslin)
26. Poj mi pesem
27. Zdaj pa zbogon vi Odranci …
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28. Še je čas
29. Okna na stežaj
30. Zibaj me
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31. Daj mi Micka pejneze nazaj (ganze Familie Kreslin)
32. Je v Šiški še kaj odprtega
Bildergalerie



















































