Wenn der Zappelphilipp Nick Holmes und sein Ego das Wort ergreifen (2012)
Autor: Aleš Podbrežnik
Fotos: Nina Grad
Ort: Zagreb / Pogon Jedinstvo / Kroatien
Konzertdatum: 15.10.2012
Besucherzahl: 400
Kartenpreis: 170,00HRK
Das erste bedeutende Metal-Event dieses Herbstes brachte in unsere Gefilde eine interessante, ungewöhnliche Kombination aus zwei Bands, die sich in musikalisch-expressiver Hinsicht so weit voneinander entfernt sind wie die Magnetpole der Erdachse. Die Doom-Metal-Legenden und in vielerlei Hinsicht eine der einflussreichsten Metal-Bands Paradise Lost in der neuen Rolle als Headliner der Tour und die zerebralen schwedisch-amerikanischen Progressiver Soen, denen die Rolle als Vorband der englischen Metal-Veteranen zufiel.
Die Reihe der Konzertberichte – das analytische Selbstbefriedigungsritual unseres geliebten Onlinemagazins auf der immer brüderlichen Strecke Ljubljana-Zagreb – ist in den letzten Jahren des Konzertangebots gar nicht so selten. Wenn es um so interessante Namen geht, lohnt es sich zweifellos, statt auf ein Eis nach Portorož zu fahren, nach dem Konzertbesuch in Ljubljana noch eine Runde dranzuhängen. In Zagreb eben.
Das Konzert, das eigentlich im Boogaloo-Klub hätte stattfinden sollen – an dem Veranstaltungsort also, an den wir uns in diesen Jahren gut gewöhnt hatten –, wurde an einen neuen Ort verlegt, nämlich in die Halle Pogon, die sich auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik »Jedinstvo« am Savski nasip befindet, genauer gesagt genau dort, wo der Klub Močvara ist. Der minimalistisch gestaltete Raum kann mit dem »Luxus« des Ljubljaner CUK Kino Šiška, auf dessen Bühne beide Bands tags zuvor aufgetreten waren, nicht mithalten – diese Anmerkung ist im Grunde aber völlig nebensächlich. Das Wichtigste, woran man die Qualität einer Konzerthalle misst, ist ihre Akustik. Und bei der Halle Pogon, die seit zwei Jahren aktiv in Betrieb ist, hat sich bei unserem ersten Besuch gezeigt, dass ihr in dieser Hinsicht mehr als zu vertrauen ist. Der Grund für den geänderten Konzertort liegt aller Wahrscheinlichkeit nach im Mietpreis der Räumlichkeiten.
Wie auch in Ljubljana betrat kurz vor acht Uhr die legendäre kroatische Dark-Rock-/Post-Punk-Band Phantasmagoria die Bühne. Es handelt sich um eine Relikt-Band, die zu jener Zeit gegründet wurde, als Post-Punk Ende der Achtziger große Popularität erlangte. Die auf den Grundelementen der Punk-Musik aufbauende Band ist eigentlich als Vorband für Paradise Lost ungeeignet – und doch stimmt das nicht ganz. Das gotische Element besitzen sowohl Paradise Lost als auch Phantasmagoria, und gelegentlich vereint die Energie in einer ganz feinen, schmerzlosen Parallele atmosphärische Inhalte, vor allem wenn man die Verbindung zur gotischen Ära von Paradise Lost sucht, die mit dem Album One Second beginnt.
Phantasmagoria ist ein Quintett, das nächstes Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Bei ihrer Ankunft auf der Szene erlangte die Band schnell Kultstatus unter den Bands des damaligen alternativen Rock-Undergrounds des verblichenen Jugoslawiens. Der Balkankrieg brachte ihnen später einige Steine in den Weg, doch ungeachtet der unglücklichen Tatsache, dass Phantasmagoria in all dieser Zeit kein einziges Studioalbum veröffentlichen konnte, hat die Band nie aufgehört, auf der Bühne zu stehen. Die Jahre der Extravaganz, der Exzesse und der Provokation sind für Tomi und seine Kompanie mehr oder weniger Vergangenheit. Den von Fields Of Nephilim geerbten Hut und die dunkle Ray Ban-Brille von Andrew Eldritch (The Sisters Of Mercy) ließ Tomi zu Hause, dennoch pflegen Phantasmagoria auch heute noch ein ausgearbeitetes Bühnenbild und den Charakter einer gotisch-darkenden Schau, an der man sofort erkennt, dass aus der Flasche ein in der Zeit gefangener Geist entwichen ist. Da sind Eigenkompositionen wie Broken Mirror, Isoleted, In The Middle Of Nowhere, Land Of Fantasy, Alex sowie ein flott-zorniges Cover der kultigen mazedonischen Alternativrocker Mizar mit dem Titel Djevojka od Bronca.,… Die für Post-Punk typische Verwendung von Retro-Synthesizer-Kulissen der Achtziger, ein aufgedrehtes, rumpelndes und betontes Bass-Drumming, das dem Gitarrenspiel eigentlich den Vorrang nimmt, sowie Tomis unabdingbarer tiefer, donnernder Gesang! Alles sehr kompakt und in der Ausführung sehr überzeugend. Sehr guter Sound für eine Vorband. Man spürt, dass die Band eine schöne Rock-Ära hinter sich hat. Etwas mehr Resonanz vom Publikum bekam Phantasmagoria in Zagreb, verglichen mit ihrem Auftritt tags zuvor in Ljubljana.
Soen betraten kurz nach neun Uhr die Bühne. Die Band, deren Kerngespann der Opeth-Schlagzeuger Martin Lopez und einer der besten Bassisten des Metal, Steve DIGiorgio, bilden – der dieses Mal erneut nicht auf Tour gegangen ist, weshalb die Band für ihn eine mehr als würdige Ersatzlösung gefunden hat (den Namen konnte ich leider nirgends herausbekommen) –, wird vom charismatischen Frontmann, dem Schweden Joel Ekelöf, angeführt, während Gitarrist Kim Platbazdis für die Riff-Wand sorgt. Es ist eine neue, zerebral-progressive Band mit eiskalter und schwermütiger Atmosphäre. Die vokalen und melodischen Linien, die Joel wählt, ziehen – gewollt oder ungewollt – in Richtung Tool, und das ganze Ding kann gelegentlich nach den Arrangement-Lösungen der neueren Opeth riechen. Mit dem Debüt » Cognitive« erfindet die Band das Rad nicht neu. Es ist aber definitiv eine Tatsache, dass Soens Musik live viel voller klingt und noch packender wirkt als das Studiooriginal. Allein die Bühnenchoreografie von Joel (natürlich im Voraus einstudiert) saugt den Zuhörer an und fesselt ihn, während es ein echter Genuss ist zu sehen, was der Rhythmusabschnitt der Band treibt. Letzterer ist das Fundament, das die musikalischen Besonderheiten der Band trägt, während die Gitarre definitiv das schwächste Glied der ganzen Sache ist.
Der Sound für Soen war nicht ideal, nicht so klar wie in Ljubljana, und etwas Unsicherheit zeigte die Band auch dadurch, dass Kim und der Live-Keyboarder der Band (auch dessen Namen konnte ich leider nirgends herausfinden) Joel nicht mit Gesangsharmonien begleiteten, sodass diese Teile, vor allem in den ganz ruhigen Passagen, nicht so intensiv aufklangen wie in Ljubljana. Soen sind eine Band mit großem Potenzial, doch um künftig mehr Authentizität zu erlangen, muss der Musik noch etwas hinzugefügt werden – etwas, das die Band von der Ähnlichkeit mit Tool entfernt. Vielleicht ein konkreter Gitarrist, der ein Meister der Klangmanipulation ist, sowie ein abwechslungsreicheres und vielschichtigeres Gitarrenspiel. Interessant wäre es eines Tages herauszufinden, was uns alles entgeht, wenn wir die Bühnenkünste auf der »fretless«-Bassgitarre des hoch erleuchteten Gurus des Bassgitarrenspiels Steve DiGiorgio nicht genießen können.
Paradise Lost lieferten erwartungsgemäß ihr Standardkonzert. Das Standardkonzert der letzten Jahre, in denen man nicht mehr darum herumkommt, dass Nick Holmes stimmlich angeschlagen ist. Nicht nur, dass er das Growling nicht mehr halten kann – weshalb die Fans dazu verdammt sind, dass die Band das Material der ersten beiden Studioalben nicht spielt –, sondern auch die höheren Lagen liegen ihm nicht mehr, wenn er normalen Falsett-Gesang, reinen Gesang einsetzt. Die Setlists sowohl in Ljubljana als auch in Zagreb waren identisch.
Vor allem nach der Rückkehr der Band zu alten Gleisen mit den letzten drei Alben, die eine qualitative Steigerung voneinander darstellen, setzt sich das Repertoire aus Klassikern hauptsächlich von den Alben Icon, Draconian Times, Shades Of God, dem Stück One Second sowie Erased aus »Symbol Of Life« zusammen, in die Stücke der neueren Werke eingestreut werden, mit Schwerpunkt auf dem aktuellen Studioalbum. Nach dem eröffnenden Schrapnell – der sofortigen Überraschung mit dem »Icon«-Klassiker Widow – blieb sicher niemand in der Halle, dem die Situation keine Gänsehaut beschert hätte, und diesen Zustand hielt im weiteren Verlauf das hervorragende neue Stück Honesty In Death aufrecht, das sofort zeigte, dass das neue Album beim Publikum bereits hervorragend angekommen war. Das melodische Erased aus »Symbol Of Life«, das ein Anzeichen dafür ist, dass Paradise Lost bei Konzerten aufgenommene Keyboard-Backing-Tracks verwenden, sog die Anwesenden noch intensiver in die verhängnisvolle Atmosphäre, und diese beteiligten sich so ausgiebig, indem sie die Verse des Stücks mitsangen.
Der Sound der Band: exzellent. Man musste unbedingt hinter dem »Traubengebilde« beider Monitorreihen stehen, egal wo. Links, rechts oder in der Mitte. Der Gitarrensound erzeugte jenes urwüchsige, massiv-düstere, drohnend-verhängnisvolle, typische Erlebnis, mit dem sich die Band den Status einer der markantesten und einzigartigsten Bands in der Geschichte der Metal-Musik erarbeitet hat. Soli, Gitarrenornamente, sogar Harmonien (davon gab es zwar nur eine Handvoll, zum Beispiel im neuen, überragenden In This We Dwell) waren ausgezeichnet und klar zu hören, ebenso die dröhnende Bassgitarre, und auch die Drums waren auf die richtige Lautstärke eingestellt. Diese Band spielt live wirklich auf absolutem Spitzenniveau – da gibt es keinen Zweifel.
Das Problem ist Nick Holmes. Bei allem Respekt, bei den vielen zurückgelegten Kilometern als Sänger, bei allem, was er für Paradise Lost in seiner Musikkarriere gegeben hat, könnte man ihm eigentlich ein Auge zudrücken und es mit einem Ohr überhören – denn der Kerl erreicht schlichtweg nicht mehr jenes beneidenswerte Vocallevel, um alle Songs normal singen zu können wie einst. Alles wäre in Ordnung, wenn sich Nick auf der Bühne normal verhalten würde. Zumindest in Zagreb.
In Ljubljana hatte er tags zuvor auf der Bühne normal agiert. Zwar weniger gesprächig, aber zumindest konstruktiv, zugänglich und nicht überheblich. All das galt nicht für seine Performance in Zagreb. Schon während Erased verpasste er einen Vers, und von da an ging es für Nick nur noch bergab. Nach Erased wurde er sichtlich wütend und verschwand einfach von der Bühne. Warum, wusste niemand. Doch kurz darauf in der Pause eilte ein Techniker auf die Bühne und tauschte bei MacKintosh das kabellose Gitarrensystem aus, das offenbar den Geist aufgegeben hatte. MacKintoshs Siebensaiter dröhnte kurz darauf wieder, bereit für die Aufführung des einzigen »Draconian Times«-Klassikers Enchantment, Holmes kehrt auf die Bühne zurück, das Konzert geht weiter – und während Enchantement taucht für ein paar Augenblicke ein Techniker auf, der eine Setlist anklebt. Das hat Holmes vielleicht auf die Palme gebracht. Weiß der Teufel.
Dass Holmes diesmal als »Primadonna« auf die Bühne getreten ist, deutete sich bereits zu Konzertbeginn an, als er mit erhobenem Zeigefinger dem Lichtmann am anderen Ende der Halle einen Blick zuwarf und ihm bedeutete, die vorderen Lichter auszuschalten. Der verstand das schnell und kam dem Wunsch nach. Holmes konnte also nicht bis zum Solo warten, trat ein paar Schritte zurück zum Drum-Riser und ließ MacKintosh, der von da an das Solo auf der Gitarre führte, die zentrale Position auf der Bühne einnehmen. Holmes fehlten dafür nur ein paar Sekunden. Aber sein Ego musste eben den bescheuerten Clown spielen. Das Lichtspiel ist Teil der eingespielten Choreografie, die den Anforderungen der jeweiligen Tour entspricht – und der Grund für das ganze Theater rund um die Lichter, das Holmes später auf der Bühne während des Konzerts veranstaltete, liegt woanders. Nämlich im Bewusstsein, dass er das Material schlicht nicht mehr anständig singen kann, und so lenkt er die Aufmerksamkeit auf diese Weise von seinem schwachen Punkt ab. Der Sänger schwang während des Konzerts mehrfach wild das Mikrofonstativ und hielt es in der Luft, als wolle er jemanden damit erschlagen, und mehrmals knallte er es auch kräftig auf den Bühnenboden.
Auch sein Umgang mit dem Publikum war nicht auf dem Niveau des Respekts gegenüber den Fans. »C’mon!!! Clap your hands, if you don’t give a fuck!!!!« Und ähnliche Kommentare gehören nicht ins Arsenal eines gesunden Verhältnisses der Band zu ihren Fans. Das Publikum nahm zum Glück das gesamte Ego-Theater des Sängers als eine Form von Sarkasmus wahr – sonst hätte es Holmes sicher gelyncht. Mit kroatischem Temperament ist auf Konzerten eben nicht gut Kirschen essen.
Jeder normale Mensch, der an jenem Tag in der Halle Pogon Jedinstvo war, hat sich wahrscheinlich still zugeflüstert: »Wenn ich so schlecht singen würde, würde ich aus der Band austreten und den Kollegen empfehlen, mich zu ersetzen!« Ich weiß tatsächlich nicht, in welchem Verhältnis die Bandmitglieder zueinander stehen, aber in einer anderen so großen Band würde Holmes‘ Stuhl schon ordentlich wackeln. Wenn man nur an MacKintoshs giftiges Growling in seiner Band Vallenfyre denkt, wundert man sich wirklich, wie dieser exzellente Gitarrist bei aller Perfektion und musikalischen Reife schon seit Jahren diesen störenden Mangel in der Gesangsinterpretation bei Paradise Lost duldet. Beim Konzert gab es kein Stück, bei dem Holmes nicht teilweise die Verse dem Publikum überließ, damit dieses ihm helfe, während der Sänger Kräfte spart (und schweigt!).
Also – nicht die Performance des Instrumentalteils der Band, geschweige denn die mutige Setlist. Diese beiden Dinge harmonierten wirklich wunderbar miteinander. Das Problem ist eben Holmes und seine Launen. Diesmal löste er mit seinem Verhalten in der Halle negative Gefühle aus, weshalb dieser Bericht auch eher nachsichtig als hart ausfällt und weniger pragmatisch, als er es sonst wäre. Der Unterschied zwischen dem Ljubljaner und dem Zagreber Konzert ist minimal, aber bedeutsam. In Ljubljana zügelte Holmes sein Ego, in Zagreb nicht. Die Band spielte beide Konzerte souverän, Holmes hingegen benahm sich in Zagreb wie die Prinzessin auf der Erbse. Nach Just Say Words (»One Second«, 1997) schrie er nur noch ein abgekürztes »Thank you!!!« und rauschte von der Bühne. MacKintosh suchte ihn noch ein paar Momente auf der Bühne – er konnte selbst wohl kaum glauben, was mit dem Sänger los war. Die übrigen Paradise Lost, angeführt von den zugänglichen Greg und Aaron, verabschiedeten sich würdevoll von ihren Fans in Zagreb.
Wie gesagt. Alles wäre in Ordnung, auch die Tatsache, dass Holmesʼ Stimmumfang ihm keine optimale Realisierung in der vokalen Interpretation von Paradise Lost-Klassikern mehr erlaubt, wenn der Kerl auf der Bühne einen anderen Umgang und Charakter zeigen würde. So aber blieb nach dem Konzert ein bitterer Nachgeschmack – das Gefühl, dass uns Paradise Lost an der Nase herumführen, wenn auch ganz sanft. Auch in der Hinsicht, dass eine Band, die kaum 25 Jahre alt ist, gerade mal eine Stunde und gut zwanzig Minuten spielt. Das ist schon fast das Niveau der abgehalfterten W.A.S.P., die bei ihrer halbherzigen Bühnenpräsenz heute ohnehin von aufgenommenen Backing-Tracks unterstützt werden. Wie auch immer. Künftig werden Paradise Lost wohl nur noch die hartgesottensten Fans besuchen, sowie alle übrigen Metal-Liebhaber, die die Band schätzen, sie aber noch nie live auf der Bühne erwischt haben.
Diese Erkenntnisse über das Halbherzige drängen sich umso stärker in den Vordergrund, nachdem Paradise Lost bei den diesjährigen Sommerfestivals viel besser und überzeugender funktioniert haben. Laut dem ersten RockLine-Metal-Experten und ersten Metal-Guru, dem lieben und hochgeschätzten Kollegen und Freund Rok Klemšet, wirkte Holmes in Belgrad Ende Juni dieses Jahres (RockLine-Bericht HIER) so, als habe er seinen vokalen Bühnenansatz merklich verbessert; ebenso bestätigten Paradise Lost mit ihrem Auftritt beim diesjährigen Metal Camp ihre beeindruckende Bühnenstärke mit einer der besten Performances der diesjährigen Ausgabe des Metal Camp (RockLine-Bericht HIER). Schade, dass die diesjährige Herbst-Konzerttour zur Unterstützung des Albums »Tragic Idol« die Sommerform der Band nicht rechtfertigt.
Setlist
SOEN:
1. Fraktal
1. Fraccions
3. Delenda
4. Oscillation
5. Last Light
6. Canvas
7. Salvia
8. Slithering
PARADISE LOST:
1. Widow
2. Honesty In Death
3. Erased
4. Enchantment
5. Soul Courageus
6. In This We Dwell
7. Praise Lamented Shade
8.Pitty the Sadness
9. As I Die
10. One Second
11. Tragic Idol
12. The Enemy
—Zugabe—
13. Embers Fire
14. Fear Of Impending Hell
15. Faith Divides Us – Death Unites Us
16. Say Just Words
Bildergalerie








































