Saga bringen den gefühlsgeladenen Abschied ihres Sängers in bestmöglicher Stimmung über die Bühne (2007)

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Autor: Peter Podbrežnik

Ort: Muffathalle / München / Deutschland
Konzertdatum: 04.12.2007
Besucherzahl: 3000
Ticketpreis: 30,00 €

München ist in letzter Zeit nicht gerade ein häufiges Ziel meiner Konzertausflüge. Das liegt in vielem an der ziemlich weiten Entfernung, die in direktem Zusammenhang mit meinen eher begrenzten finanziellen Möglichkeiten steht. Wenn es mich in die bayerische Landeshauptstadt verschlägt, braucht es dafür schon einen wirklich guten Grund, meist in Form eines Auftritts einer Band, die verlockend genug ist, dass ich für sie auch ans andere Ende der Welt reisen würde, wenn das möglich wäre. Diesmal war genau das der Fall: Es stand eines dieser Konzerte an, das ich um keinen Preis verpassen durfte, denn eine verpasste Chance würde diesmal garantiert nicht wiederkommen. Endlich winkte meinen audiovisuellen Sinnesfühlern himmlisches Manna in Gestalt der ersten Begegnung mit den legendären kanadischen Artrockern Saga. Die sind neben Rush zweifellos die wichtigste und auch beste kanadische Rockband und eine der Bands, die ich schon öfter aus der Nähe sehen wollte, nur gab es nie günstige Gelegenheiten für so ein Unterfangen. Einer der Gründe liegt auch in der zu geringen Zahl von Interessenten, die sich die Reisekosten teilen und dieser weithin übersehenen Band ihren Respekt zollen würden, die echte Anerkennung bis heute vor allem in Deutschland und auf heimischem Boden erfährt. Auch diesmal zeigten nur zwei der größten Fanatiker Interesse und machten sich auf den langen, beschwerlichen Weg nach München, um diese unverwüstlichen Helden von gestern zu sehen, die bei ihren musikalischen Visionen keinen Fingerbreit nachgeben – Visionen, die vor allem auf einem progressiven Rock-Geflecht aus melodischer Symphonik, wuchtigen Gitarrenriffs und dem eigenwilligen Gesang von Sänger Michael Sadler fußen.

Auf dieser Tour präsentierten Saga nicht nur das aktuelle Album „10,000 Days„, sondern sie hatte auch eine erhebliche symbolische Bedeutung, fast schon von regelrecht dramatischem Ausmaß, denn für den weiteren Weg der Band wird nach dem Ende dieser Tour nie mehr alles so sein wie früher. Es war nämlich die letzte Tour mit dem charismatischen Sänger Michael Sadler an der Spitze, der die Band nach 30 Jahren gemeinsamer Zeit in guten wie in schlechten Tagen verlässt, um sich seiner Familie zu widmen, allen voran dem erwarteten Nachwuchs. Der Auftritt in München war sogar Michaels allerletzter Europa-Auftritt überhaupt (zum Tourabschluss gastiert die Band noch in Puerto Rico), also war an diesem Abend zu Recht etwas ganz Besonderes zu erwarten. Saga sind in Deutschland trotz der ziemlichen Ignoranz des Großteils der restlichen Welt immer noch ein überaus geschätzter Name, was die bis zum Bersten volle Muffathalle schön bewies, wo sich die Leute schon vor dem Eingang drängelten. Sie füllten sämtliche Winkel – von der Bühne bis hinüber zur Theke. Ein Anblick, den man nicht bei jedem Auftritt erlebt, wenn es um eine legendäre Band geht, deren Existenz den meisten aus der Generation, die die 80er nicht erlebt hat, nicht einmal bewusst ist. Entsprechend dominierte Publikum ab vierzig, fünfzig aufwärts. Obwohl ich kein Fan von Konzertgedränge bin, musste ich diese Hingabe an die Band bewundern, die das Publikum auch während Sagas Auftritt mehr als rechtfertigte. Was den Verkauf von Band-„Souvenirs“ angeht: Bis auf das neue Album und Poster war alles schon vor Konzertbeginn ausverkauft, was mich nicht groß verärgerte, denn ich komme ausschließlich wegen des musikalischen Erlebnisses zu einem Konzert und nicht, um meine „Souvenir“-Sammlung zu ergänzen, auch wenn ich nichts dagegen habe, wenn die Preise fair sind und die Auswahl vielfältig.

Nachdem die britische Vorband The Urge, die die meisten von uns mit einer gehörigen Portion kitschiger Show und geradezu geisttötendem Abarbeiten aller bekannten musikalischen und visuellen Klischees des Rolling-Stones-Erbes ziemlich gelangweilt hatte, ihren für meine Begriffe viel zu langen Auftritt beendet hatte (immerhin bedankten sie sich bei den Saga-Mitgliedern dafür, dass die sie mit auf Tour nehmen wollten), war alles bereit für den Beginn eines Auftritts, der mir noch lange als einer dieser unwiederholbaren Konzertmomente in schönster Erinnerung bleiben wird, die man nur einmal im Leben erlebt. Die Mitglieder von Saga marschierten nach einem kurzen eingespielten Intro auf die Bühne. Dann eröffneten sie die Show, ziemlich überraschend, mit Michaels Solo-Interpretation des Hauptrefrains von „Always There“ (House Of Cards, 2001) und ließen damit sofort wissen, dass das keinesfalls ein gewöhnliches Saga-Konzert wird, sondern eines voll besonderer Stimmung und Magie. Nach diesem kurzen, ziemlich ruhigen Warm-up legten sie los mit einer starken Version von „Interview“ vom erfolgreichsten Album „Worlds Apart“ (1981), von dem sie erwartungsgemäß die meisten Stücke an diesem Abend spielten. Sadler bewies von Song zu Song seine unglaubliche Bühnenpräsenz, durchaus vergleichbar mit der, die ich zum Beispiel vor einer Woche bei Fish erlebt hatte. Der Mann ist trotz seiner Jahre in blendender körperlicher Form, seine Stimme war auf beneidenswertem Niveau, und auch einzelne Stücke gelangen ihm besser, als ich vor dem Auftritt erwartet hatte. Zwischen den einzelnen Nummern zitterte ihm nicht im Geringsten die Stimme, sodass nichts darauf schließen ließ, dass das sein letzter Europa-Auftritt mit der Band ist und dass in ihm auch melancholische Gefühle brodeln. Er gab mehr als hundert Prozent Energie. Dafür waren seine Ansagen zwischendurch voll mit zahlreichen Emotionen und endlosem Dank ans Publikum, das mit ihm und seiner Band im Gleichklang atmete. Saga balancierten das Set schön aus zwischen älteren Stücken von ihren klassischen Alben, einigen ungewöhnlichen Überraschungen und neueren Songs. Letztere waren zum ersten Mal mit „As Far As I’ll Go“ vertreten, das sich auf dem Album „Trust“ (2006) befindet.

Der erste Höhepunkt des Konzerts kam mit dem Klassiker „You’re Not Alone“ (Images At Twilight, 1979), bei dem das Publikum wirklich sämtliche Refrains mitsang und locker den kompletten Text hätte singen können, wenn Michael sie darum gebeten hätte. Unglaublich, aber der Großteil des Publikums kannte wirklich alle Texte auswendig. Ein derart glühendes Publikum, das so voll und ganz mit der Band atmet, habe ich auf keinem Konzert je erlebt. Natürlich muss man auch die Beiträge der übrigen Bandmitglieder erwähnen, auch wenn das ganz und gar Michaels Abend war. Gitarrist Ian Crichton, seit vielen Jahren einer der besten Gitarristen im Progressive Rock, raubte dem Publikum mit einigen flinkfingrigen Griffen den Atem. Leider hat auch ihn, trotz der ständigen energischen Grimassen und der Tatsache, dass er sich nach langer Zeit wieder lange Haare zugelegt hat, das Alter eingeholt, sodass er jetzt nur noch in die Breite wächst und damit Steve Rothery (Marillion) immer ähnlicher wird. Eine der Besonderheiten dieser Band ist, dass sich an den Keyboards zeitweise zwei, manchmal sogar drei Bandmitglieder gleichzeitig abwechseln. Dem stets enorm entspannten und freundlichen Keyboarder Jim Gilmour, mit dem wir vor dem Konzert auch ein äußerst anschauliches Interview geführt hatten, leisteten gelegentlich auch Sadler und der quirlige Bassist Jim Crichton an den Tasten Gesellschaft, offenbar der Hauptspaßvogel der Band, nach dem zu urteilen, was er an diesem Abend zeigte. Wenn er nicht gerade über die Bühne „tanzte“, vergnügte er sich an seinem Minimoog-Synthesizer, vor allem in den Momenten, in denen sich Sadler Gilmour an den Keyboards zugesellte.

Nach „I’m OK“ vom Album „Trust“ waren zwei Stücke vom neuen Album „10,000 Days“ dran – „Can’t You See Me Now?“ und „Book Of Lies“. Beide stießen auf fast genauso begeisterte Resonanz wie die Klassiker. Interessant, dass Saga vom aktuellen, ausgezeichneten Album nur drei Songs spielten. Der Großteil des Publikums war von allen drei Versionen von „10,000 Days“ begeistert und hätte sich sogar noch das eine oder andere Stück mehr davon gewünscht, aber es musste auch Platz für ein paar ältere Klassiker sein. Dazu zählte bestimmt „The Perfectionist“ von ihrem gleichnamigen Debüt „Saga“  aus dem Jahr 1978. Vor dem Stück sorgte der immer zu einem guten Scherz aufgelegte Jim Crichton für einen witzigen Sketch, als er Michael, der sich kurz auf einen Stuhl gesetzt hatte, um Luft zu holen, eine Krone in die Hände drückte, damit der sich als König des Abends im Stil von Freddie Mercury krönen könne. Der konnte sich über diesen Unfug des Bassisten nicht genug wundern und setzte sie sich nach langem Zieren auf Wunsch des Publikums für ein paar Sekunden dann doch auf den Kopf. Offenbar sah er sich nie in der Rolle des Königs, dafür fand er sich viel besser in die Rolle des Perfektionisten hinein und lieferte zusammen mit seiner Truppe eine außergewöhnlich gefühlvolle Interpretation des erwähnten Klassikers und versetzte das Publikum damit erneut in kollektives Delirium.

Am Schlagzeug saß diesmal ein nicht gerade vertrautes Gesicht. Mit Drummern haben Saga in den letzten Jahren überhaupt kein Glück. Nach dem Abgang des langjährigen Drummers Steve Negus übernahm kurz der Amerikaner Christian Simpson (er wirkte nur auf dem Album „Network„, 2004, mit). Der musste seinen Platz schon nach einem Jahr krankheitsbedingt an Brian Doerner abgeben. Aber auch dieser Unglücksrabe musste sich wegen eines Schlaganfalls gleich zu Beginn dieser Tour einer schweren Operation unterziehen. Für einige Zeit ersetzte ihn Steve Negus, der meiner Meinung nach am besten in den gewohnten Bandsound passt, dann ging Doerners Posten an Chris Sutherland. Der ist bekannt für seine kräftigen Schläge, wovon wir uns auch bei seinem Drumsolo überzeugen konnten. Nachdem er es kunstvoll beendet hatte, ging er in eine Steigerung über, die in den Hit „The Flyer“ (Heads Or Tales, 1983) mündete, eine der angenehmsten Überraschungen dieses Abends. Auch hier ersetzte das Publikum in den Refrains mehr als überzeugend Michaels sonstigen Beitrag. Jim Gilmour hatte im Interview übrigens erwähnt, dass der Auftritt auch ein paar Überraschungen enthalten würde, die sonst normalerweise nicht in ihrem Live-Repertoire landen. Dazu würde ich auf jeden Fall die Versionen von zwei Stücken vom Album „The Security Of Illusion“ (1993) zählen – „Mind Over Matter“ (zusammen mit dem eingespielten Intro „Entracte“) und „The Security Of Illusion“. Letzteres sang Michael solo, also ohne Begleitung. Bei den Refrains half ihm wie üblich das entzückte Publikum.

Dann folgte noch eine besondere Version von „Time’s Up“ (Worlds Apart), in einer akustischen Variante gespielt, bei der Michael vor allem Ian an der Akustikgitarre und Jim Gilmour am E-Piano unterstützten. Die Begeisterung des Publikums wollte nicht abreißen, als Jim Gilmour in den Mittelpunkt rückte. Dran war nämlich die emotionale Ballade „Scratching The Surfcace“ (Heads Or Tales), eine der wenigen Saga-Nummern mit Jims Gesang und eines ihrer beliebtesten Stücke. Eine der größeren Überraschungen des Abends, auch wenn sie es schon auf der vorigen Tour gespielt hatten, war sicher auch „We’ve Been Here Before“ vom Album „Wildest Dreams“ (1987), auf das sie wegen seines ziemlich poprockigen Charakters nicht gerade oft zurückgreifen. Zu den neueren Stücken kehrten sie mit „On The Air“ zurück, einem der besseren Stücke vom Album „Network“. Dann war wieder Zeit für zwei Klassiker. Als sie „On The Loose“ (Worlds Apart) anstimmten, drehte sich dem Publikum vor Begeisterung erneut der Kopf. Im nächsten Zug erinnerten sie sich auch an das Kultalbum „Silent Knight“ (1980) und spielten „Careful Where You Step“, das der Tüpfelchen auf dem i bei den Interpretationen ihrer beliebtesten Stücke war. Während der außergewöhnlich intensiv erlebten Version von „10.000 Days“, der Titelballade des aktuellen Albums, bei der Ian wieder zur Akustikgitarre griff, verteilte die Band Streichhölzer ans Publikum. Als die Lichter aufflammten, bekam die Magie im Saal einen noch kräftigeren Puls. Der reguläre Teil des Konzerts näherte sich langsam seinem Ende. Für diesen Moment wählten Saga noch einen unvergesslichen Klassiker von „Worlds Apart“ – „Wind Him Up“, die Geschichte eines süchtigen Glücksspielers, mit der sie die Atmosphäre im Saal bis zum Glühen brachten. Nach dem Ende des regulären Teils marschierten Techniker, diverse Freunde, Familienmitglieder und sogar Michaels schwangere Frau auf die Bühne und überreichten dem sichtlich gerührten Sänger Blumensträuße, mit denen die Band später den Fuß des Schlagzeugs schmückte. Ein ordentlich aufgebrezeltes Fräulein, bei dem ich vermute, dass es Michaels Tochter ist, ihrer körperlichen Ähnlichkeit mit der Mutter nach zu urteilen, fotografierte bei jeder Gelegenheit das Publikum, was meiner Meinung nach eher ein Ersatzverhalten war, damit sie sich auf der Bühne auf und ab zeigen und uns zuwinken konnte. Wahrscheinlich hat sie jetzt mehr als genug Zeit, dass ihr Vater sie auf irgendeine Rave-Party oder zu Modenschauen fährt.

Vor der Zugabe, auf die man nicht lange warten musste, bekam der Großteil des Publikums je zwei Blätter, auf denen „Michael“ und „bye“ stand. Als sie mit dem Klassiker „Humble Stance“ von ihrem Debüt als Zugabe zurückkehrten, drehte der Saal wieder völlig durch, und Michael konnte seine Gefühle nicht mehr zurückhalten, als er sah, wie sich der ganze Saal per Schriftbotschaft von ihm verabschiedete. In diesem Moment hängte er sich die Bassgitarre um, die er auch in der Studioversion dieses Stücks gespielt hatte. Was wäre das für ein Saga-Auftritt, wenn er zum Finale nicht auch noch den Klassiker „Don’t Be Late“ (Silent Knight) enthielte? Das stellte vor dem Stück auch Sadler fest, der erneut zwischen Bass und Keyboards wechselte, und am Ende kamen auch beide Crichton-Brüder so richtig in Fahrt. Mit „Don’t Be Late“ war die Zugabe vorbei, und die Band verbeugte sich nach tosendem Applaus vor dem Publikum und verließ die Bühne.

Manche dachten, der Auftritt sei schon vorbei, und machten sich auf den Weg zum Ausgang, während der Großteil des Publikums immer noch unter der Bühne ausharrte und die Band mit stürmischen Ovationen zurückholen wollte. Ihre Geduld wurde belohnt, und die Band kam zurück auf die Bühne, für den letzten Akt des Abends und um so viel Begeisterung und Unterstützung noch mit einer ganz besonderen Zugabe zu belohnen. Die bestand aus einer großartigen Version von „What It’s Gonna Be?“ (Silent Knight), die auf der gesamten Tour überhaupt zum ersten und letzten Mal gespielt wurde, extra nur für das Publikum in der Muffathalle. Diese letzte Zugabe des Abends spielten sie ohne jegliche Vorrede, und auch den endgültigen Abschied brachten sie ganz schnell hinter sich. Das Publikum aber versuchte auch, nachdem sie die Bühne schon verlassen hatten, noch die eine oder andere Zugabe herauszuholen, so groß war die Begeisterung. Auch ich war von der gesamten Darbietung komplett überwältigt, vor allem von der unglaublichen Eingespieltheit der Band und der verrückten Stimmung, die den Saal von der Bühne bis zur Theke erfüllte. Da ich die Band an diesem Abend überhaupt zum ersten Mal live sah, kann ich sie nicht mit anderen Auftritten vergleichen, aber ich bin überzeugt, dass dieser Auftritt zu den drei besten der gesamten Tour gehörte. Auch was den Sound angeht, war es ein Konzert voller Höchstleistungen. Außer am Anfang, als die Keyboards etwas schlechter zu hören waren, demonstrierten Saga echten Klangperfektionismus. Auch die Beleuchtung war hervorragend gemacht, und die Lichter fingen jede Bewegung des Hauptakteurs dieses Abends und seiner Mitstreiter gut ein. Der Auftritt wurde mitgeschnitten, sodass zu erwarten ist, dass irgendwann etwas von diesem Abend als Live-CD oder -DVD erscheinen wird.

Vielleicht liest sich das für manche zu fanboyhaft begeistert, aber der Auftritt von Saga und damit Sadlers Abschiedskonzert war in meinen Augen und Ohren phänomenal gut, fast schon pure Perfektion. Damit übertraf er sogar meine größten Erwartungen, und ich kann ihn ohne Weiteres neben den Genesis-Auftritt im Juni in Wien stellen, als den besten Auftritt, den ich dieses Jahr gesehen habe. Was den Fluss echter Kommunikation und Energie zwischen Band und Publikum angeht, ist er ohne Frage der diesjährige Sieger in der Kategorie der dieses Jahr besuchten Konzerte. Michael verabschiedete sich auf ideale, überaus rührende Weise, und obwohl sein Abschied nicht traurig war, werde ich ihn im weiteren Ausdruck der Band bestimmt vermissen. Jede etwaige nächste Konzertbegegnung mit Saga wird nicht mal annähernd mehr dasselbe sein. Die Interpretationen ihrer Klassiker ohne Sadlers Gesang kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Meiner Meinung nach ist jeder seiner Nachfolger automatisch dazu verurteilt, in Michaels langem Schatten zu leben und in dem, was er für Saga bedeutete. Deshalb hoffe ich von Herzen, dass er eines Tages, möglichst bald, zurückkehrt und mit seinen treuen Anhängern, wie sie nur wenige heutige Progressive-Rock-Bands haben, noch eine ganze Reihe solcher Abende wiederholt, wie es dieses erste Treffen mit seiner nun schon ehemaligen Band war.

Text: Peter Podbrežnik
Fotos: Aleš Podbrežnik

Setlist

THE URGE:
1. Come Back To You
2. Better Off 3. Where Do We Go
4. She Made Me Do It
5. Forever And A Day
6. Revolution
7. Lonely Road
8. Blue Steel
—Zugabe—
9. Fall Down

SAGA:
1. Always There (intro)
2. The Interview
3. That’s As Far As I’ll Go
4. You’re Not Alone
5. I’m Okay
6. Can’t You See Me Now
7. Book Of Lies
8. The Perfectionist
9. Drum solo
10. The Flyer
11. Entracte
12. Mind Over Matter
13. The Security Of Illusion
14. Time’s Up
15. Scratching The Surface
16. We’ve Been Here Before
17. On The Air
18. On The Loose
19. Careful Where You Step
20. 10,000 Days
21. Wind Him Up
—Zugabe 1.—
22. Humble Stance
23. Don’t Be Late
—Zugabe 2.—
24. What’s It Gonna Be?

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