Amon Amarth und wikingische Ekstase auf dem ‚goldenen Sand‘ (2024)
Bands: Amon Amarth (Support: Insomnium, Kanonenfieber)
Datum: Montag, 19. 8. 2024
Ort: Lignano Sabbiadoro / Arena Alpe Adria / Italien
Europa Mitte August 2024! Ausgedörrt und abgenagt! Von der brennenden Sonne und von Bränden, aber auch von bestialischen Wolkenbrüchen. Wo ist da bitte das Gleichgewicht? Wohin ist es verschwunden? Na ja, so oder so. Der Konzertpuls flaut um diese Jahreszeit immer langsam ab. Es geht dem Ende zu. Mit dem großen Finale der größeren europäischen Festivals. Ein Besuch des Pakets Amon Amarth, Insomnium und Kanonenfieber im nahe an Slowenien gelegenen italienischen Urlaubsort Lignano Sabbiadoro (das Städtchen gehört noch zu Friaul-Julisch Venetien) schien deshalb eine ungemein praktische Wahl. Uns hatte die pure Konzertlangeweile gepackt. Genauer gesagt – uns quälte ein furchtbarer Konzerthunger.
Klar ist: Amon Amarth haben global eine ordentliche Schar von Anhängern, und den Status, mit der Zeit zu einer wirklich großen Band geworden zu sein, kann ihnen heute keiner mehr nehmen. Tja, und Insomnium sind eine hochgeschätzte finnische Melodic-Death-Metal-Truppe, die ohne Kitsch und Firlefanz, allein mit ihrer Eingespieltheit jeden in ihrer Genre-Sphäre auf der Bühne herausfordern kann. Eine kleinere Unbekannte waren Kanonenfieber, die zu den Black-Metallern gehören (mit Elementen death-metallischer Rhetorik). Die Deutschen tarnen ihre Musik hinter der Kulisse der Schrecken des Ersten Weltkriegs, womit das in dieser Hinsicht wieder eine Band ist, die Zeremonie und Theater eigentlich vor den musikalischen Gehalt stellt – was nur beweist, dass das Publikum heute immer weniger anspruchsvoll gegenüber der Musik neuer Acts wird, auch wenn mancher feststellt, der Metal sei noch nicht gefährlich in ideelle Erschöpfung abgeglitten. So kannst du heute die Massen leichter mit einem gut durchgeplanten Verkleidungsmanöver erobern als mit reiner musikalischer Substanz, die auch völlig generisch sein kann. Aber langsam. Wikinger, Preußen,… Krieg, Krieg, Krieg. Auf allen Gleisen des Alltags. Wohin du auch den Kopf drehst. Der Teufel hat die Hölle längst unwiderruflich verlassen und gedenkt noch lange nicht, dorthin zurückzukehren.
Aber langsam. Der 19. 8. ist ein besonderes Datum! Genau vor 40 Jahren spielten an diesem Tag Iron Maiden zum ersten Mal in Ljubljana, im Rahmen ihrer damaligen „World Slavery“-Tour. Vor zwei Jahren traten am selben Tag in Opatija vor restlos ausverkauftem Haus die Schweden Sabaton auf, die in knapp einer halben Stunde auch sämtliche Merch-Artikel verkauft hatten (nicht ein einziger Aufnäher blieb übrig). Kurz gesagt: Energetisch hat der 19. 8. einen ganz besonderen Zauber! Einen Zauber, der dem Zelebrieren von Metal geschrieben steht!
Das Wetter wird für Konzertbesuche zur immer größeren Plage. So mussten wir uns am 19. 7. 2024 in Kärnten bei einer Sintflut in Sicherheit bringen, die zur Absage des Konzerts der Art-Rock-Legenden Toto führte. Nun, der Montag, 19. 8., brachte in dieser Hinsicht keine Erleichterung. Jedes Mal, wenn du zum Himmel geschaut hast, war das Gefühl, dass es jeden Moment gewaltig losschüttet und dich auch diesmal ‚wegspült‘, höchst beunruhigend. Erwähnen wir, dass hier vor Jahren wegen Regens schon ein Konzert von Dream Theater ausgefallen ist, was zum Beispiel am 29. 7. 2014 beim Konzert von Simple Minds nicht galt. Das fand im echten Platzregen statt. Von Anfang bis Ende. Offenbar hängt vieles auch von der Panik des jeweiligen Künstlermanagements ab.
Ein paar Tropfen fielen tatsächlich gleich beim Betreten des Geländes der Arena Alpe Adria, die über die Jahre eine Menge hochinteressanter und genremäßig bunter Acts beherbergt hat (RL hat sich hier u. a. angeschaut: Airbourne, Spandau Ballet, Uriah Heep, Chickenfoot, Simple Minds. Aber nach 15 Minuten ließ uns der Regen in Ruhe, sodass alles schön nach Plan anlaufen konnte.
Zwanzig Minuten nach sieben am Abend betreten Kanonefieber aus dem deutschen Bamberg die Bühne. Diese Band konnten wir 2019 beim Metaldays-Festival in Tolmin sehen, wo der Auftritt eine schmeichelhafte Bewertung bekam! Auch diesmal haben Kanonefieber überzeugt. Die ganze Bühne im Nebel. Der Himmel grau. Schützengräben an der Front des Ersten Weltkriegs. Stacheldraht, Säcke voller Erde und Sand, Befestigungen, Bunker…. Nur der Geruch von Schießpulver fehlte noch. Und auf der Bühne vier Typen in Militäruniformen. Aber mit maskierten Gesichtern. Extremer Gesang mit streng deutschen Diktaten. Auch die preußische Pickelhaube fehlt nicht, ebenso wenig Marschschritt und Salutieren. Mit einem Wort – irgendwie amüsant, wenn du das im Jahr 2024 verfolgst und sich keiner mehr an die Schrecken und das ganze Gemetzel von vor über hundert Jahren erinnert. Die Band würzt mit Texten aus Briefen von Soldaten von den Frontlinien des Ersten Weltkriegs, außerdem mit Ansprachen von Paul von Hindenburg sowie der Kaiser Wilhelm II. und Joseph I. Der Effekt ist jedenfalls packend. Die Band trägt eine unglaublich düstere Atmosphäre, sogar doomige Galgenstimmung, wie es auch der zweite neue Song der Band, Menschenmühle, bestätigte (die Band eröffnete das Konzert mit Grossmachtfantasie, das das neue Album „Die Urkastrophe“ ankündigt), während die Simulationen von ‚Blastbeats‘ öfter wie unbarmherzige Maschinengewehrsalven bzw. Artilleriebeschuss wirken. Die Band ließ die EP nicht aus und spielte sie komplett mit den Nummern Kampf Und Sturm und Die Havarie, die dank des musikalisch zündenden Refrains einen guten Teil des Parterres auf Touren brachte. In einer halben Stunde schaffte es die Band sogar, das Publikum zu einer ‚Wall of Death‘ zu bewegen. Grundsätzlich ’steht‘ das italienische Publikum ’nicht auf deutsche Texte‘ (Ausnahme sind natürlich Rammstein), deshalb war es überraschend, dass Kanonefieber das mit solcher Leichtigkeit erreichten. Im Publikum waren aber auch ziemlich viele Besucher aus Slowenien. Sound solide. Die Band beendete den Auftritt mit The Yankee Division March (bei diesem Song steuerte der verstorbene Sänger von The Black Dahlia Murder, Trevor Strnad, als Special Guest die Vocals bei). Aber Kanonefieber sind im Vergleich zum skandinavischen Ansatz in extremen Gefilden eben Musik für ‚Bettler‘. Wie du’s auch drehst. Na ja, zumindest vorerst. Das bewies der nächste Act sofort.
Tja, Insomnium sind die Band, die sich bereits eine glühende Fangemeinde erobert hat. Ein ziemlich großer Teil des Publikums erwartete die Band geradezu obsessiv. Und das ist eine Band, die einem tatsächlich die Show stehlen kann. Die Band betrat die Bühne um zehn nach acht am Abend und spielte fünfzig Minuten. Der von schweren Wolken vollgepackte Himmel blieb auch weiterhin gnädig. Insomnium sind ein Quartett, das keinerlei zusätzliche Effekte, Firlefanz und Kitsch braucht. Sie sind ein extrem eingespieltes Team, das seine Arbeit mit höllischer Souveränität und performativer Perfektion erledigt.
Das ist echter Melodic Death Metal. Von Kopf bis Fuß. Fans von Amorphis, Wintersun und den Pionieren der alten Göteborger Schule kamen auf ihre Kosten. Das unheilvolle Growlen von Bassist und Sänger Niilo Sevänen, die Stimmigkeit der Phrasierung der Gitarristen Markus Vanhala (der gelegentlich auch den Gesang übernahm) und Ville Friman sowie die verderbliche Rhythmusmaschine von Markus Hirvonen waren für so manchen der Höhepunkt des gesamten Konzertereignisses in Lignano. Der Schwerpunkt lag auf der Promotion des Albums „1996“, das die Exzellenz der Band bewahrt. Der Titelsong, White Christ und das hervorragende atmosphärische Lilian etwa in der Mitte des Konzerts, denen das ältere Valediction in unheilvoller Gesellschaft Gesellschaft leistete, das außergewöhnliche symphonisch-epische ‚Death-Metal-Klagelied‘ Pale Morning Star und im Finale das anheizende Unsung sowie der Favorit While We Sleep. Für mehr war schlicht keine Zeit. Kurz, aber süß. Sound völlig ordentlich. Songs einer echten, abwechslungsreichen Melodic-Death-Metal-Symphonie. Bei der ultramusikalischen Melancholie der längeren Instrumentalpassagen, bei denen das Blut gefriert, ist Sevänens mächtig grollendes ‚Growlen‘ schlicht der essenzielle Wert der Band, der sich mit der massiv zerstörerischen Phrasierung beider Gitarren verbünden muss. Insomnium bleiben ein Begriff in den extremen Sphären des Metal, der seinen besonderen Platz einnimmt und jedes Mal, wenn er die Bühne betritt, performative Exzellenz liefert. Die Finnen können und wollen es nicht verleugnen. Auch diesmal war es nicht anders. Samt anständig aufgepumptem Sound.
Amon Amarth waren an diesem Abend für die Mehrheit mit Abstand der am sehnlichsten erwartete Act. Der Parterre-Bereich war buchstäblich bis in den letzten Winkel voll. Auf den Tribünen ließ es sich atmen, im Parterre aber nur in den entlegenen Ecken. Ca. 2.500 Leute (das Gelände fasst bis zu 3.000 Besucher). In den ersten Reihen viel Jugend. Sogar welche, die zwingend eine Begleitperson brauchen. Alle in waschechten Amon-Amarth-Shirts und mit Schmuck aus der Wikinger-Nomenklatur. Den ersten Platz holte sich aber ein Typ, der in Wolfspelz gekleidet war (von den Wolfsohren und der Schnauze bis zum Schwanz – komplett, der hat echt nicht seinesgleichen). Später haben wir zwei entdeckt, dass er mit einem Audi-Oldtimer mit Kennzeichen aus Čakovec angereist war. Kurz: ein ‚König‘, ein echter ‚kroatischer Wolf‘.
Auf der rechten Seite der Bühne hatte der Veranstalter für Verstärkung in Sachen Sicherheit gesorgt. Die Zahl der Security-Leute wurde mindestens verdreifacht. Man weiß, warum. Es naht nämlich die Stunde des Gerichts – also ‚Tolkiens Schicksalsberg‘. Es ist halb zehn. Die Bühne öffnet sich. Auf ihr zwei riesige – mehrere Meter hohe – Wikinger als Wächter. Mit leuchtenden Augen. Auf der linken und der rechten Bühnenseite. Die Drum-Festung auf einem großen Podest, gestützt von einem riesigen Wikinger-Kampfhelm mit Hörnern. Prunkvoll und hypnotisch. Dann traben die Jungs auf die Bühne. Alle in identische Outfits gekleidet. Schwarze Shirts mit einem ‚gespaltenen‘ roten Buchstaben ‚A‘ in der Mitte (was heißt, dass er verdoppelt ist – im Einklang mit dem Bandnamen). Und der stattliche Sänger Johann Hegg, der sich mit der Zeit mit wachsendem grauen Bart und auch einem angefutterten Bäuchlein in einen richtigen ‚Waldopa‘ verwandelt hat! Mit dem obligatorischen Horn am Gürtel. Alles ist also an seinem Platz.
Die Band legte mit Raven’s Flight („Berserker“, 2019) los, und das Publikum drehte sofort durch. Diesmal verwendete die Band kein echtes Feuer in der Pyrotechnik. Nur Rauchsalven. Aber der Klassiker Guardians of Asgaard („Twilight of the Thunder God“, 2008) war der Moment, in dem die Leute völlig ausgerastet sind. Das Ganze wirkte beim Anblick der Arbeit des Quintetts zwar sehr routiniert. Die Band hat enorm viel zusammen gespielt, und vier Mitglieder des Quintetts sind in der heutigen Besetzung sozusagen seit dem zweiten Album „The Avenger“ (1999) zusammen. Und die Security-Leute auf der rechten Bühnenseite standen nicht umsonst dort. Sie sprangen schnell in den Raum zwischen Bühne und erster Publikumsreihe, weil das Publikum anfing, ‚Crowdsurfing‘ zu betreiben, das aber nicht die Ausmaße solcher Auftritte bei den Festivals in Tolmin erreichte.
Hegg sorgte nach seiner Gewohnheit nach dem zweiten Song für eine längere Pause, in der er das Publikum ansprach und anheizte und erwartungsgemäß ‚ein paar süße Worte‘ verteilte. Und dann zack. Man kann über Amon Amarth reden und grübeln, was man will, aber eines ist unglaublich. Die Verschmelzung von Publikum und Band. Magisch. Eine irre Beherrschung von allem, was die Wikinger-Nomenklatur und die Botschaft der nordischen Mythologie verlangten, wobei natürlich alle Johann Hegg und seiner Truppe aus der Hand fraßen. Hervorragende Eingespieltheit, überragender Sound. Dazu die außergewöhnliche Zeremonialität, bei der sich die Bühnenkulisse ständig wechselt (von den erwähnten riesigen Wikingerstatuen über Drakkare bis zum Finale mit der ersten Zugabe Crack The Sky mit einem gigantischen Drachen), Rauchsalven, das dynamische Spiel des Bühnenlichts, bei dem Statisten mit Fahnenschwenken Gesellschaft leisten (beim Song Tattered Banners and Bloody Flags) oder in der Aufmachung von ‚Speerträgern‘ (Song The Pursuit of Vikings) – die Wirkung ist geradezu hypnotisch. Dazu kommen die irren Reaktionen des Publikums, das zeitweise geradezu ‚ein einziges Wesen‘ wurde, als sechstes Mitglied der Band, und die Gefühle sind außergewöhnlich. Du spürst diese Erhabenheit der großen Vereinigung, die tatsächlich immer auf Heavy-Metal-Konzerten am intensivsten ist. Diese Gefühle sind einzigartig, aber um sie zu erleben, musst du zu einem Heavy-Metal-Konzert. Und Amon Amarth können sich einer außergewöhnlichen Garnison von Anhängern rühmen.
Hegg geizte natürlich nicht mit dem Anheizen: „Brüder! Schwestern! Wikinger!“ Die Leute fraßen ihm aus der Hand. Und an anderer Stelle: „Legionen!“ Und Ähnliches. Natürlich warteten alle auch auf den Moment, in dem er sein Horn heben würde. Es kam nach dem hervorragenden neueren Shield Wall („Berserker“, 2019). „Raise Your Horns!“, brüllte Hegg, hob sein Horn und stieß an. Die Begeisterung lässt nicht nach. Und wirklich alle kippten ihr Bier aus den Bechern bis zum letzten Tropfen runter. Das große Finale mit Raise Your Horns („Jomsviking“, 2016), das genau zu diesem Zweck geschrieben wurde. Würden sie den Song dreimal hintereinander spielen, wäre dem Gelände garantiert das Bier ausgegangen.
Und der Regen? Es blitzte die ganze Zeit. Ein Zusatzeffekt zur ganzen Zeremonie! Gratis. Du hast beim Donnern in den Himmel geschaut, während die Bühne das Donnern vom Himmel übertönte, wo es blitzt. Es blitzt von der Bühne, es blitzt vom Himmel. Es blitzt von überall. Und endlich fängt es an zu regnen. In der ersten Zugabe. Mit wie bestellten Namen! Crack The Sky. Als hätten sie in Walhalla die Band endlich erhört und ein paar Tropfen vom Himmel auf die Arena Alpe Adria geschickt. Und ziemlich witzig. Es regnete nur während dieses Songs. Der zweite Gratis-Effekt. Als hätten Amon Amarth an diesem Abend wirklich alles im Griff gehabt. Die zweite Zugabe – die große Bombe mit dem sehnlich erwarteten Twilight of the Thunder God – war wieder völlig trocken! Und die Stimmung grandios! Riesig viele Besucher aus Slowenien. Ehrlich.
Das ganze Event wirkte wie eine schöne Erinnerung an frühere Treffen mit dieser Band in Tolmin. Auf jeden Fall sind Amon Amarth eine Band, die auch mehr als 10.000 Besucher versammeln kann. Je nach Kapazität des Festivals, je nachdem, wo so ein Festival stattfindet. Aber die Arena Alpe Adria ist für ein solches Dreierpaket, das mit dem Auftritt von Amon Amarth gekrönt wurde, geradezu ideal. Unglaublich, wie diese Band gewachsen ist. Einst spielten sie in der Cvetličarna in Ljubljana. Das war in den Jahren 2006 und 2007. Einst spielten sie im Zagreber Boogaloo. Das war 2009. Der diesmalige Auftritt vor 2.500 Leuten ist angesichts der Größe des Namens eigentlich ein sehr versöhnlicher Fakt. Noch immer ein kleinerer Veranstaltungsort, der gerade wegen der Kapazität eine intensivere Stimmung und intensivere Gefühle lieferte, wobei auch jene in der absoluten Minderheit, die eher aus Neugier zum Konzert kamen (so wie wir zwei), noch normal atmen konnten und so die ganze Hölle ohne ‚Schrammen‘ überstanden. Kurz, um abzurunden: Eineinhalb Stunden mit Amon Amarth! Außergewöhnlich und faszinierend!
Autor: Edita Klemen & Aleš Podbrežnik
Fotos: Aleš Podbrežnik & Edita Klemen
Kanonenfieber – Setlist:
1. Grossmachtfantasie
2. Menschenmühle
3. Dicke Bertha
4. Ubootsperre (Intro)
5. Kampf und Sturm
6. Die Havarie
7. Over There (orig. George M. Cohan – Intro)
8. The Yankee Division March
Insomnium – Setlist:
1. 1696
2. Valediction
3. White Christ
4. Pale Morning Star
5. Lilian
6. Unsung
7. While We Sleep
8. Karelia (Outro vom Band)
Amon Amarth – Setlist:
1. Raven’s Flight
2. Guardians of Asgaard
3. The Pursuit of Vikings
4. Deceiver of the Gods
5. As Loke Falls
6. Tattered Banners and Bloody Flags
7. Heidrun
8. War of the Gods
9. Put Your Back Into the Oar
10. The Way of Vikings
11. Under the Northern Star
12. First Kill
13. Shield Wall
14. Raise Your Horns
—Zugabe—
15. Crack the Sky
16. Twilight of the Thunder God

































































