Steve Lukather ist Eigentümer des Namens Toto geworden – und die Geschichte von Toto geht weiter!
Steve Lukather, außergewöhnlicher Musiker und Komponist und ein Mann, der mindestens so viele Leben hat wie die legendäre Artrock-Sensation Toto – an Willen, Glauben und Herzblut jedoch in unermesslichem Überfluss –, hat vor einiger Zeit für Eonmusic ein interessantes Interview gegeben, in dem er etwas mehr Hintergrund dazu verraten hat, warum die Geschichte von Toto noch lange nicht zu Ende ist.
Lukather, der – genau wie sein einziger Weggefährte aus den Achtzigern bei den neu aufgelebten Toto, nämlich Sänger Joseph Williams – am 26. 2. 2021 das neue Solo-Studioalbum „I Found the Sun Again“ (Label The Players Club / Mascot Label Group) veröffentlicht hat, hat im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Band und den Umständen, die zu dieser Entscheidung geführt haben, viele interessante Dinge erzählt. Im Folgenden findest du Auszüge aus dem ausführlichen Interview, das du in voller Länge auf Eonmusic lesen kannst.
Über die Tour „Forty Trips Around The Sun“, mit der Toto ihr 40-jähriges Bestehen feierten und die von 2017 bis 2019 lief, sagt Luke folgendes: „Die Tour war eine ‚bittersüße‘ Erfahrung, weil wir alle wussten, dass alles zu Ende geht. Wir hatten es mit Urheberrechtsklagen zu tun, und in die ganze Geschichte kamen Leute rein, die da absolut nichts verloren hatten. Die Tour begann fantastisch und endete miserabel – mit einem Haufen Klagen und dem ganzen anderen beschissenen Wahnsinn.“
Steve fährt fort: „Es war unangenehm. Das war ein trostloses Ende von etwas, das in diesem Moment so wunderschön war. Wie eine Ehe, die den Bach runtergeht. Es hat traurig geendet, aber ich hege keine negativen Gefühle. Naja, trotzdem war das eine bittere Erfahrung.“
Luke erklärt weiter: „Joseph und ich haben das erstmal sacken lassen und es dann später wieder zum Leben erweckt. Wir dachten: ‚Hey! Wir haben schließlich für den Namen bezahlt. Also lass uns ihn benutzen.‘ Also hab ich eine neue Band zusammengestellt. Mit ein paar neuen Musikern.“
Über Toto-Gründungsmitglied David Paich sagte Luke, dass David höchstwahrscheinlich kein Teil der neuen Toto-Geschichte mehr sein wird: „Joseph und ich sind wirklich die Einzigen in dieser Geschichte, die sich auch eine Fortsetzung gewünscht haben. Aufgrund seines Gesundheitszustands ist David dazu leider nicht mehr in der Lage. Er ist nicht in guter Verfassung und kann deshalb überhaupt nicht mehr reisen.“
Luke sprach auch über die Möglichkeit einer erneuten Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Toto-Sänger Bobby Kimball: „Bobby und ich reden noch miteinander. Wir haben uns wieder versöhnt. Aber auch Bobby ist nicht in bester Verfassung. Er leidet an Demenz. Mental ist er nicht gut drauf. Er ist zehn Jahre älter als ich – das heißt, er muss jetzt so um die 73 sein. Er hat hart gelebt. Aber wenn man mit ihm redet, ist er in einem Moment völlig normal und klar, und dann schweift er plötzlich ab und fängt an, von seiner Kindheit und anderen Dingen zu erzählen.“
Über den Tod von Eddie Van Halen sagt Lukather: „Ed war einer meiner engsten Freunde. Ich bin immer noch völlig am Boden, weil er gegangen ist. Es hat mir das Herz gebrochen. Ich erinnere mich an unseren letzten Abschied: ‚Ich liebe dich.‘ Und dann: ‚Ich dich auch.‘ Die Welt hat einen Helden verloren, und ich einen Freund und Lehrer – deshalb hat mich sein Tod ganz besonders hart getroffen.“
Zur Möglichkeit, einen Dokumentarfilm über Toto zu drehen, sagte Lukather folgendes: „Wir werden niemals einen Film über Toto drehen. Es gab Karrieremomente, die von zu vielen schlechten Dingen und Ereignissen begleitet wurden – vor allem, was das Einleiten von Klagen und das Streiten vor Gericht angeht.“
Allerdings fügte Luke hinzu, dass tatsächlich gerade ein Dokumentarfilm über ihn entsteht. Das lag jedoch auf Eis, bis sich die Situation rund um die Pandemie beruhigt. Er fügte noch Folgendes hinzu: „Dieser Film wird ein Dokument sein, das euch so nah wie möglich an die ganze Geschichte heranführt. Viele Menschen, die Teil der Toto-Geschichte waren und sie mitgeprägt haben, sind nämlich heute entweder tot oder wollen nicht darüber reden. Nun, diejenigen, die dazu bereit sind – das gilt für Joseph und David Paich sowie einige andere –, werden es in meinem Film erzählen. Die anderen, die heute noch in guter Verfassung wären, sind leider nicht sehr viele.“
Im Bild: Steve Lukather (links) und Joseph Williams (rechts) beim Auftritt von Toto am 9. 2. 2016 im Wiener Gasometer (RockLine Fotoarchiv 2006-2021, alle Rechte vorbehalten). Die vollständige RockLine-Rezension dieses Konzerts könnt ihr HIER lesen!
Žalosten konec skupine Toto, ki je bil nekako pričakovan glede na leta sodnih bojev glede avtorskih pravic in tožb a kot njihovega največjega oboževalca daleč naokoli, te zadane direkt v srce in te vseeno nenormalno pretrese. Ko je bil Paich na zadnji turneji popolnoma shujšan in pod nenehnim nadzorom žene, ki ga je spremljala, te prizadene, kot da bi bil del tvoje družine, žal je žalostna tudi Bobby-jeva življenjska zgodba, z družino Porcaro pa še posebej sočustvujem. ‚Luke‘, kolikor je navzven močan, je za medijskemu blišču vidno pretresen, prizadet in razočaran nad celotno situacijo, seveda doda nekaj še privat življenje, veseli me, da imata željo, motivacijo, moč in trmo dovolj veliko, da Steve in Joseph nadaljujeta glasbeno pot. Seveda bosta oba albuma v teh dneh tudi že v mojih rokah in tega se neizmerno veselim.