Neil Peart (12.09.1952 – 07.01.2020)
Neil Peart, der legendäre Schlagzeug-Virtuose der Progressive-Rock-Band Rush, ist am 7. Januar in Santa Monica verstorben. Er wurde 67 Jahre alt. Die Todesursache war ein Gehirntumor, gegen den er die letzten dreieinhalb Jahre gekämpft hatte.
Peart starb bereits am Dienstag, dem 07.01.2020, während Elliot Minz, der Mediensprecher seiner Familie, die Nachricht erst gestern veröffentlichte. Die Nachricht wurde am selben Tag auch von Meg Symsyk, der Mediensprecherin des legendären kanadischen Progressive-Rock-Trios Rush, bestätigt.
Peart wurde am 12. September 1952 in der Kleinstadt Hagersville in Kanada geboren. Sein erstes Schlagzeug bekam er zum 14. Geburtstag, und vier Jahre später reiste er nach London in der Hoffnung, professioneller Musiker zu werden.
Nach seiner Rückkehr nach Kanada stieß Peart 1974 zu Bassist Geddy Lee und Gitarrist Alex Lifeson bei Rush, mit denen er das zweite Album Fly By Night aufnahm. Er spielte bei der Band bis zur Abschiedstournee 2015 und nahm wegweisende Alben auf wie 2112, Hemisphere, A Farewell To Kings, Permanent Waves und Moving Pictures.
Das Jahr 1997 war für Peart ein schweres Jahr – seine Tochter kam im Alter von 19 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben, ein Jahr später starb seine Partnerin Jacqueline Taylor. Peart verabschiedete sich daraufhin von Rush und machte sich auf dem Motorrad auf eine Reise durch Nord- und Mittelamerika, die später im Buch Ghost Rider: Travels on the Healing Road dokumentiert wurde.
Neben seiner Musikkarriere war Peart auch Weltreisender und Autor zahlreicher Bücher. Zu seinen bekannten Werken zählt auch The Masked Rider: Cycling in West Africa, in dem er seine Tour durch Kamerun beschrieb.
2002 kehrte Peart für das Album Vapor Trails zu Rush zurück. Obwohl er da bereits als einer der innovativsten Schlagzeuger galt, entschied sich Peart, seinen Stil beim Lehrer Freddie Gruber weiterzuentwickeln.
Peart spielte bei Rush bis zu seinem Ruhestand. Sein letztes Konzert mit Rush gab er am 1. August 2015 im LA Forum in Kalifornien. Wie beliebt Peart als Schlagzeuger war, zeigt auch die Tatsache, dass er 38-mal zum besten Schlagzeuger der Zeitschrift Modern Drummer gewählt wurde. Dave Grohl, der Frontmann der Foo Fighters, sagte, dass seine Kraft, Präzision und Kompositionsgabe beispiellos gewesen seien. Viele Musiker, die ihm ihren Respekt zollten, sagten, er sei nicht ohne Grund »Professor« genannt worden – denn von ihm hätten sie alle gelernt.