STAHLZEIT in Ljubljana: Apophis hat Verspätung, also haben wir das Weltende kurzerhand selbst erledigt

foto: DENIS PARADIŽ 2026
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STAHLZEIT
Media Center, Ljubljana, 5. September 2026
Jubiläumstour 20 Plus


Falls ihr noch nie von Apophis gehört habt: Das ist ein riesiger Asteroid, der der Erde 2029 gefährlich nahekommen soll und schon länger als praktischer Kandidat für alle „Das Ende ist nah“-Szenarien herhalten muss. Tja, Apophis hat sich offensichtlich verspätet, also haben wir am Samstag, dem 5. September, in Ljubljana das Weltende einfach selbst gebaut. STAHLZEIT haben das Media Center nämlich in eine ziemlich überzeugende Version der Hölle verwandelt – mit Feuer, mehr Explosionen als in einem Michael-Bay-Film, Rauch, einer Unmenge an Pyrotechnik und allem anderen, was man eben erwartet, wenn man zu einem Rammstein-Tribute-Konzert geht.

Wenn man an Rammstein denkt, hat man in der Regel riesige Bühnen vor Augen, Dutzende Trucks voller Equipment, Flammen, Explosionen, Rauch, eine gigantische Produktion und natürlich Till Lindemann, der mit dem Gesichtsausdruck eines Mannes über die Bühne schlendert, dem schon lange klar ist, dass ein normales Konzert offenbar nicht mehr reicht. Wenn also eine der größten Rammstein-Tribute-Bands ihr Spektakel nach Ljubljana bringt, würde man eine ziemlich ordentliche Menge erwarten. Nun ja, Ljubljana hatte offenbar andere Pläne.

STAHLZEIT spielten am Samstag, dem 5. September, im Ljubljanaer Media Center, das rund 3000 Besucher fassen kann. In der Halle fanden sich allerdings nur etwa 450 von uns ein. Das war einerseits vermutlich deutlich weniger, als sich die Veranstalter erhofft hatten, hatte andererseits aber auch ein paar Vorteile für die Besucher. Wer in die erste Reihe wollte, brauchte weder Ellbogen noch die Körpergröße eines Basketballers noch Erfahrung aus der Moskauer Metro zur Rushhour. Man ging einfach bis zur Bühne.

Schon vor dem Start war ziemlich klar, dass Ljubljana diesmal nicht der einzige Ort war, aus dem das Publikum angereist war. Unter den Besuchern waren überraschend viele Österreicher und Deutsche, und die ersten Reihen sahen praktisch aus wie ein inoffizielles Treffen des Rammstein-Fanclubs. Schwarze Shirts, Rammstein-Logos, Deutsch von allen Seiten und Leute, die für einen Rammstein-Abend in Ljubljana offensichtlich deutlich besser gerüstet waren als der Großteil der Einheimischen.

Beim Blick auf die erste Reihe hatte ich ehrlich gesagt das Gefühl, dass wir Slowenen bei der Organisation des Konzerts nur einen Kommunikationsfehler gemacht haben. Vielleicht hätte man aufs Plakat schreiben sollen: »Rammstein-Tribute-Show – nur 120 Kilometer von Graz.« Der Besuch wäre vermutlich deutlich besser gewesen.

Von Maerzfeld zu STAHLZEIT

Für alle, die STAHLZEIT noch nicht kennen: Das ist keine Band, die vor ein paar Jahren beschlossen hat, es wäre lustig, schwarze Uniformen anzuziehen und Rammstein zu spielen. Die Geschichte ist deutlich älter.

STAHLZEIT wurden 2004 gegründet und treten seit 2005 als Rammstein-Tribute-Band auf. Spannend ist, dass das Projekt praktisch aus der Band hervorgegangen ist, die wir heute als Maerzfeld kennen. Bei den Proben stellten die Musiker nämlich fest, dass ihr Sänger Helfried »Heli« Reißenweber einen ziemlich ungewöhnlichen Vorteil hat – seine Stimme erinnerte stark an die von Till Lindemann. Dazu kam eine gewisse optische Ähnlichkeit, also beschlossen sie, neben der eigenen Musik auch als Rammstein-Tribute-Projekt STAHLZEIT aufzutreten.

Und was als ziemlich simples Konzept begann, hat sich über die Jahre zu einem ziemlich ernsthaften Projekt entwickelt. Heute gelten STAHLZEIT als eine der bekanntesten und produktionstechnisch ambitioniertesten Rammstein-Tribute-Bands und spielen pro Jahr mehrere Dutzend Konzerte. Auf Tour begleitet sie eine rund 30-köpfige Crew, dazu mehrere Trucks und Busse voller Equipment. Auch slowenische Medien betonten im Vorfeld des Konzerts in Ljubljana, dass es bei ihren Auftritten um deutlich mehr geht, als nur Rammstein-Songs nachzuspielen.

Und genau das ist der Hauptunterschied zwischen STAHLZEIT und irgendeiner lokalen Tribute-Band, die sich vornimmt, die zehn größten Hits einer bestimmten Gruppe runterzuspielen. Hier geht es nicht nur um die Musik. Es geht um den Versuch, das gesamte Konzertspektakel nachzubauen – Kostüme, Licht, Bühnenbild, Choreografie, Requisiten und natürlich das eine, ohne das Rammstein offenbar keine fünf Minuten mehr existieren dürfen: Feuer.

Jede Menge Feuer.

Publikum von fünf bis siebzig

Auch wenn die Halle ziemlich leer war, fiel am Publikum eine Sache besonders auf: Die Altersspanne war riesig.

Auf dem Konzert waren ältere Besucher, Leute mittleren Alters, Teenager, junge Erwachsene und auch einige ziemlich kleine Kinder. Wir entdeckten ein paar Kids, vielleicht fünf bis sieben Jahre alt, die auf dem Schoß ihrer Eltern saßen. Manche waren sogar in den ersten Reihen, andere verfolgten das Konzert lieber sicher aus dem hinteren Teil der Halle, aber bei allen war eines zu sehen – sie hatten Spaß.

Und bevor sich jetzt irgendeine Karen meldet und erklärt, Kinder gehörten nun mal nicht auf ein Konzert, sei gesagt: keine Sorge. Alle Kinder, die uns aufgefallen sind, hatten Gehörschutz auf den Ohren.

Die Situation war also eigentlich ziemlich sympathisch. Für manche war es wahrscheinlich das erste richtige Konzert ihres Lebens, andere verfolgen Rammstein und STAHLZEIT offensichtlich schon deutlich länger. Und wenn ein Fünfjähriger fast zwei Stunden auf Papas Schultern sitzen, in die Flammen schauen und dabei aussehen kann, als hätte er den besten Disneyland der Welt bekommen, dann machen wir offenbar irgendwo etwas richtig.

»Versteht ihr Deutsch?«

Das Konzert startete mit Reise, Reise, danach ging es schnell weiter mit Links 2, 3, 4, Asche zu Asche, Du riechst so gut und Sehnsucht. Obwohl die Halle ziemlich leer war, war die Energie auf der Bühne so, als würden zehntausend Leute zuschauen.

Eigentlich war die leere Halle wohl eher für die Augen ein Problem als für die Band. STAHLZEIT spielten, als wäre das Media Center bis in den letzten Winkel voll.

Irgendwann mitten im Konzert fragte Heli das Publikum, ob wir Deutsch verstehen. Da um mich herum deutlich mehr Deutsch als Slowenisch zu hören war, fiel die Antwort natürlich ziemlich leicht aus. Das Publikum bestätigte einstimmig, dass es Deutsch kann.

Und so war es dann auch.

Den ganzen Abend.

Ich glaube, ich habe zum ersten Mal ein Konzert in Slowenien erlebt, bei dem der Act das Publikum fragt, ob es Deutsch versteht, das Publikum »Ja« sagt und der Act das so ernst nimmt, dass wir den Rest des Abends die Ansagen auf Deutsch hörten.

Aber angesichts der Zahl an Österreichern und Deutschen in der Halle war die Entscheidung völlig logisch.

Noch logischer war sie angesichts von Heli Reißweber. Auch wenn es unfair wäre zu sagen, er sei nur eine Till-Kopie, ist die Ähnlichkeit in manchen Momenten ziemlich unglaublich. Stimmlich ist es nah dran, körperlich hat Heli eine ähnliche Erscheinung, und Bewegungen und Mimik gehören offensichtlich zum Gesamtkonzept. Wenn man Heli auf der Bühne sieht, hat man sehr schnell das Gefühl, jemand habe Till Lindemann genommen, ihn in eine deutsche Tribute-Band-Fabrik geschickt und am Ende Heli Reißweber herausbekommen.

Bei bestimmten Bühnenposen zeigte Heli aber sehr gut, das Original studiert zu haben.

Oder besser gesagt – sehr gründlich studiert zu haben.

Rammstein ohne Rammstein, aber mit allem anderen

Wenn ihr Rammstein schon mal live gesehen habt, wisst ihr, dass die Musik bei ihnen nur ein Teil des Erlebnisses ist. Ein Rammstein-Konzert ist Theater, Zirkus, Industriemesse und ein sehr teurer Feueralarm in einem.

STAHLZEIT haben dieses Konzept sehr ernst genommen.

Bei Links 2, 3, 4 waren an den Gitarren eigene Versionen von Flammenwerfern montiert, Du riechst so gut bekam die charakteristischen brennenden Elemente an den Gitarren, bei Sehnsucht folgten Explosionen, Keine Lust lieferte Rauch, und dann kam einer der bekanntesten Momente des gesamten Rammstein-Repertoires – Mein Teil.

Auf der Bühne erschien ein riesiger Topf, Heli in der Rolle des Metzgers, es folgte die bekannte Jagd auf den Keyboarder und natürlich Feuer. Wenn man das Ganze aus sicherer Entfernung betrachtet, ist es sehr unterhaltsam. Wenn man aber bedenkt, dass da tatsächlich jemand ein paar Meter von einer Flamme entfernt steht, die mühelos ein kleines Wohnzimmer heizen könnte, wird die Sache gleich ein bisschen interessanter.

Bei Ich tu dir weh gab es noch einen der klassischen Rammstein-Bühnenirrsinne, während Sonne die Bühne praktisch in eine einzige große Feuerstelle verwandelte. Feuer frei! brachte erwartungsgemäß Flammenwerfer an den Gesichtern, einer dieser Momente, in denen man sich fragt, warum jemand ausgerechnet Singen in einer Band als Beruf wählt, in der das Mikrofon offenbar auch ein potenzielles Zündgerät ist.

Bei Pussy folgte eines der bekanntesten und absurdesten Elemente des Rammstein-Konzertspektakels – ein riesiger Penis, aus dem eine ordentliche Ladung Konfetti ins Publikum flog. Natürlich haben sich STAHLZEIT das nicht selbst ausgedacht; wenn ihr Rammstein schon mal live gesehen habt, wisst ihr, dass das eines ihrer berühmtesten Requisiten ist. STAHLZEIT bauen es einfach sehr originalgetreu in ihre Rekonstruktion der Rammstein-Show ein.

Und Hand aufs Herz: Wenn man eine Rammstein-Tribute-Show macht, wäre es schon ziemlich seltsam, bei Pussy zu sagen: »Jungs, den Penis lassen wir heute mal zu Hause.«

Wenn »Du hast« zur Biologiestunde wird

Einer der lustigeren Momente des Abends kam bei Du hast, als Heli das Mikrofon für eine Weile dem Publikum überließ. Und das Publikum sang den Song natürlich selbst. Bei rund 450 Leuten war das tatsächlich ziemlich laut.

Heli zog währenddessen eine dieser typischen Till-Bühnenaktionen durch, bei denen man schnell merkt, wie dünn die Linie zwischen Rammstein und STAHLZEIT gezogen ist.

Mit dem Mikrofon begann Heli, das Aufrichten eines männlichen Geschlechtsorgans nachzuahmen. Je höher das Publikum sang, desto höher ging auch das Mikrofon.

Wenn ihr Rammstein schon mal live gesehen habt, kommt euch die Szene ziemlich bekannt vor; STAHLZEIT haben sie nur sehr überzeugend auf die eigene Bühne übertragen. Ljubljana bekam so noch eine ziemlich ungewöhnliche Biologielektion, bei der die Lautstärke des Publikums offenbar das wichtigste Messinstrument war.

Das Ergebnis war erwartungsgemäß ziemlich laut.

Und dann kam »Deutschland«

Ein besonderer Moment des Abends war auch Deutschland.

Slowenien hat in den letzten Monaten nämlich eine ziemlich interessante politische Phase erlebt. Auf der einen Seite lag viel Gewicht auf politischer Korrektheit, auf der anderen gab es ziemlich lautstarke Rückbesinnung auf Patriotismus, nationale Identität, Heimatliebe und alles, was dazugehört. Links und rechts definieren sich in letzter Zeit deutlich aggressiver als früher, und wenn man die letzten paar Monate die slowenischen Debatten verfolgt hat, konnte man das Gefühl bekommen, das Land sei in zwei Lager gespalten, die sich nicht mal darauf einigen können, ob Wasser nass ist.

Dann kam der Refrain von Deutschland.

Und plötzlich waren wir alle Deutsche.

Es gab kein Links, kein Rechts, kein Liberal, kein Konservativ, kein politisch korrekt oder politisch unkorrekt mehr. Es war egal, wer in den letzten Monaten über Patriotismus gebrüllt hatte und wer bei der Erwähnung von Nationalstolz eine Allergie bekam.

Wir brüllten alle zusammen:

DEUTSCHLAND!

Wenn slowenische Politiker ein Rezept für nationale Einheit suchen, müssen sie vielleicht keine teuren runden Tische mehr organisieren. Sie buchen einfach STAHLZEIT und lassen den Rammstein-Refrain auf die Bühne.

Ich hätte nie gedacht, dass 2026 eines der besten Beispiele für slowenische nationale Einheit über Deutschland kommt.

Aber hey, es hat funktioniert.

25 Songs, jede Menge Feuer und kaum Langeweile

Auch musikalisch war das Konzert deutlich besser, als man es von einem Tribute-Projekt vielleicht erwartet. Bei solchen Bands passiert es oft, dass die Optik großartig ist, die Musik aber irgendwo im Hintergrund versandet. Bei STAHLZEIT gab es dieses Problem nicht.

Die Band wirkte sehr eingespielt, der Sound war kräftig genug, und vor allem spürte man, dass diese Leute die Rammstein-Songs schon sehr lange spielen. Was logisch ist, denn das Projekt gibt es seit 2004 beziehungsweise als Rammstein-Tribute seit 2005.

Die Setlist war so aufgebaut, dass sie einen beachtlichen Teil der Rammstein-Karriere abdeckte. Von Reise, Reise, Du riechst so gut, Sehnsucht und Asche zu Asche bis zu neueren Nummern wie Deutschland, Zeit und Adieu. Insgesamt bekamen wir ganze 25 Songs, wobei fast jeden ein visuelles oder pyrotechnisches Element begleitete.

Besonders spannend war Mein Herz brennt, wo Heli die Bühne dem Klavier und der Originalaufnahme überließ, bevor die Band für Sonne, Feuer frei!, Pussy, Zeit und den Abschluss mit Ich will, Du hast, Engel und Adieu zurückkam.

Und ehrlich gesagt war es richtig schön zu sehen, wie sich die rund 450 Leute gegen Ende des Konzerts verhielten, als wäre die Halle voll. Bei den letzten Songs war es ziemlich egal, wie viele Leute tatsächlich im Raum waren. Wer da war, sang, sprang und schrie genug für all die leeren Quadratmeter.

Schade, dass so wenige da waren

Hier muss man wohl auch die weniger angenehme Sache aussprechen.

STAHLZEIT verdienen ein größeres Publikum.

Nicht, weil man Zahlen künstlich aufblasen müsste, sondern weil die Produktion, die die Band mitbringt, deutlich größer ist als das, was wir in Slowenien offenbar zu zahlen bereit sind.

Das Media Center war für rund 450 Leute zu groß, und das sah man auch. Bei manchen Blicken von der Bühne war es wahrscheinlich ziemlich seltsam, so viel leeren Raum zu sehen. Andererseits wirkte das Konzert gerade deshalb ein bisschen persönlicher.

STAHLZEIT erzählten uns nach dem Konzert, dass sie für verschiedene Arten von Locations unterschiedliche Produktionsaufbauten vorbereitet haben und auf größeren Open-Air-Bühnen beziehungsweise in größeren Konzerthallen noch deutlich mehr Bühnenbild und Technik einsetzen können. Ljubljana hat also noch lange nicht die größtmögliche Version ihres Spektakels gesehen.

Ironischerweise sind manche Leute für das Konzert aus Ländern angereist, in denen STAHLZEIT praktisch ein Heimspiel haben, und fuhren den ganzen Weg bis nach Ljubljana. Wir Slowenen haben offenbar festgestellt, dass wir am Samstagabend Wichtigeres zu tun haben.

Vielleicht legen wir nächstes Mal einfach einen kostenlosen Shuttle aus Graz drauf.

Wenn das Konzert endet, ist der Abend noch lange nicht vorbei

Eines der größten Plus des Abends waren aber weder das Feuer noch das Bühnenbild noch der riesige Penis.

Es war die Band.

Nach dem Konzert kamen die Mitglieder von STAHLZEIT zum Publikum, wo sie etwa zwanzig Minuten blieben. Sie unterhielten sich mit den Besuchern, gaben Autogramme, begrüßten die Leute und ließen sich mit ihnen fotografieren. Kein Anflug von „Wir haben gerade ein großes Spektakel abgeliefert und müssen uns jetzt schnellstmöglich hinter einem drei Meter hohen schwarzen Vorhang verstecken“.

Ganz im Gegenteil.

Sie wirkten sehr entspannt und vor allem sehr freundlich. Und das ist bei einer Tribute-Band mit über zwanzig Jahren Bühnenerfahrung und einer so großen Produktion ziemlich angenehm.

Am Ende bleibt nämlich genau das hängen. Du kannst die beste Pyrotechnik, die größte Bühne und den größten Penis der Geschichte der Konzertbranche haben, aber wenn die Band nach dem Konzert unfreundlich ist, merkt sich der Besucher vor allem das.

STAHLZEIT hinterließen dagegen genau den gegenteiligen Eindruck.

Ljubljana hat ihnen zwar nicht gerade die Menge beschert, die ihre Produktion verdient hätte, aber wer gekommen war, bekam einen richtig soliden Abend. Die Rammstein-Songs wurden gut gespielt, die Produktion war beeindruckend, Feuer gab es fast überall, und Heli spielte seine Rolle so überzeugend, dass man manchmal wirklich kaum glauben konnte, dass da vorne nicht jemand steht, der nur ein paar Straßen weiter mit Till Lindemann die Schicht getauscht hat.

STAHLZEIT haben in Ljubljana also gezeigt, warum sie in mehr als zwanzig Jahren aus einem Projekt, das wegen der ungewöhnlichen Ähnlichkeit der Stimme des Sängers mit der von Till Lindemann entstanden ist, zu einer ernstzunehmenden Produktionsmaschinerie herangewachsen sind.

Und auch wenn die Halle halb leer war, war die Bühne alles andere als das.

Vielleicht ist das richtige Fazit also ziemlich simpel: Wenn STAHLZEIT das nächste Mal nach Slowenien kommen, wäre es schön, wenn man nicht die Hälfte des Publikums aus Österreich und Deutschland importieren müsste.

Und falls sie wieder diesen Penis mitbringen, ist zumindest schon mal ein bisschen Konfetti-Material gesichert.

Setlist

  1. Reise, Reise
  2. Links 2, 3, 4
  3. Asche zu Asche
  4. Du riechst so gut
  5. Sehnsucht
  6. Dicke Titten
  7. Angst
  8. Benzin
  9. Keine Lust
  10. Mein Teil
  11. Heirate mich
  12. Ausländer
  13. Amerika
  14. Deutschland
  15. Ohne dich
  16. Ich tu dir weh
  17. Mein Herz brennt (Piano + Original)
  18. Sonne
  19. Feuer frei!
  20. Pussy
  21. Zeit
  22. Ich will
  23. Du hast
  24. Engel
  25. Adieu

Text: Denis Paradiž
Fotos: Denis Paradiž

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