Amnera, Boris, Dienstag, 27.02.2018, Ljubljana (CUK Kino Šiška)!
Autor: Aleš Podbrežnik
wer: Amnera (BEL), Boris (JPN)
wann: Dienstag, 27.02.2018, um 20.00 Uhr
wo: Ljubljana, CUK Kino Šiška, Kathedrale
Tickets:
Vorverkauf: 18,00 €
Tageskasse: 20,00 €
ermäßigt: 14.40 €
Ende Februar wird die Šiška brüllen. Wir empfangen ein erstklassiges Paket zweier kultiger Namen der schweren, lauten Musik – die lang erwarteten Belgier Amenra und die japanischen Veteranen Boris. Kommt. Lasst euch bis auf die Knochen erschüttern.
Amenra ist ein Kult. Eine Band, die zu einer Religion herangewachsen ist. Eine unbeugsame Klangkraft, deren Stärke sich nicht in Dezibel, sondern Kilotonnen messen lässt. Ihre Auftritte sind keine bloßen Konzerte, sie sind rituelle Messen, die mit schwerster Artillerie die Seelen der Anwesenden durchdringen und vierteln, bevor sie diese mit ekstatischer Hingabe wieder nach ihrem Ebenbild zusammensetzen. Die belgische Band, um die herum das Musik- und Kunstkollektiv Church of Ra (Oathbreaker, Hessian, The Black Heart Rebellion, …) erblüht ist, zählt unter ihre Gläubigen sogar den Urvater des Post-Metal-Genres höchstpersönlich, Neurosis. Genau bei deren Label Neurot und unter der Regie des geschätzten Produzenten Billy Anderson (Neurosis, Swans, Melvins, Jawbreaker, Sleep, Brutal Truth, Agalloch, Mr. Bungle, Cattle Decapitation …) hat Amenra im Oktober ihr sechstes Album, Mass VI, veröffentlicht, mit dem sie im Februar auch in der Šiška zelebrieren wird.
Den Belgiern werden bei einer ihrer seltenen Ausflüge in den Voralpenraum die Fahnenträger des experimentellen Metals zur Seite stehen, die Japaner Boris, die kürzlich schon ein Vierteljahrhundert des Einreißens von Klangbarrieren und des unaufhörlichen Verschiebens von Grenzen gefeiert haben. Dem breiteren Publikum sind sie wohl am bekanntesten durch das Album Pink, das sogar Pitchfork und SPIN unter die besten Veröffentlichungen des Jahres 2006 einreihten, doch auch sie haben 2017 mit Dear bei Sargent House ein neues Album vorgelegt. Die keinem Genre verpflichteten Musiker, die im Laufe ihrer Karriere unter anderem mit Sunn O))), Merzbow, Keiji Haino und Ian Astbury (The Cult) kollaboriert haben, haben sich einmal mehr als Giganten der schweren, gnadenlosen Musik erwiesen und sich furchtlos in neue klangliche Exzesse gestürzt, denen wir uns auch in der Šiška hingeben werden.