Bang Your Head!!! 2019 (dritter Tag) – zum Abschluss eine bombastische Kollision aus Oper und Metal namens Avantasia

foto: ALEŠ PODBREŽNIK 2019
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Ort: Balingen / Messegelände (Halle Volksbankmesse) / Deutschland
Datum: Samstag, 13.07.2019


Nach den verregneten ersten zwei Dritteln des Bang Your Head 2019 folgte das letzte. Der dritte Tag! Der war endlich trocken. Das Programm war an diesem Tag größtenteils nach dem Vorbild der alten Metal-Schule gemeißelt, mit einigen willkommenen Abweichungen, die durch die Auftritte von Candlemass, Skid Row, Tribulation, Einherjer, Omnium Gatherum auf die Bühne gebracht wurden – aber der Reihe nach…

Um halb zwölf sprangen die Schweden Screamer aus der Stadt Ljungby als Erste auf dem Spielplan des letzten Festivaltages für 50 Minuten auf die Bühne. Die Revivalisten der klassischen Metal-Ära, die sich gerne auch an Hard-Rock-Elemente heranwagen, haben sich in einem Jahrzehnt des Bestehens zu einem richtig bissigen Quintett entwickelt. Mit drei Alben im Gepäck und einem neuen, das für den diesjährigen Oktober angekündigt ist, besetzten sie vehement ihre Bühnenposition und begannen, das bis dahin ziemlich träge und verschlafene spätvormittägliche Festivalgelände des legendären Festivals aufzumischen. Sänger Andreas Wikström besitzt einen autoritativen und theatralischen Gesang, hält die Zügel fest in seinen Händen, wenn er in der ersten Reihe kommandiert. Ja. Es gibt heute zwar viel Revival und es ist besonders unter skandinavischen Bands sehr beliebt – aber Screamer können eine äußerst spannend hörbare Mischung aus der alten Schule des amerikanischen Speed Metal sein, mit Ohrfeigen des NWOBHMs, wobei es nicht verwundert, wenn sie sich auch mal an einen Riff wagen, der im Stil von Thin Lizzy (oder ihren revivalistischen Nachahmern und Landsleuten Dead Lord), Accept oder Saxon angelegt ist. Die Band schüttete Material von den ersten drei Alben aus und webte dabei zwei völlig neue Songs hinein: »Ride On« sowie den Titelsong des kommenden neuen Albums »Highway Of Heroes«.

Die Bühne übernahmen die nächsten Schweden. Die Göteborgenser RAM, die im Gegensatz zu ihren Landsleuten Screamer jedoch schon ein Jahrzehnt länger aktiv sind und dementsprechend ein längeres Opus an Studioalben im Gepäck haben. Obwohl das 2017 veröffentlichte Album »Rod« noch aktuell ist, stehen RAM kurz vor der Veröffentlichung seines Nachfolgers, dem insgesamt sechsten Studioalbum »The Throne Within«, von dem sie mitten im Konzert auch das neue und äußerst vielversprechende Ravnfell spielten. Das Quintett wird von der Rhythmussektion der Brüder Petersson getragen, dazu der Originalgitarrist Henry Granroth, der unvergleichliche und prägende Sänger Oscar Carlquist und der 2013 hinzugestoßene Gitarrist Martin Jonsson. Auch RAM folgen dem Bekenntnis zum Metal der alten Schule. RAM verleugnen sich einfach nicht. Der phänomenale Schreier Oscar Carlquist ist ein unglaublich charismatischer und hingebungsvoller Frontmann. Ein Riese, der die ganze Bühne füllte und sein Bühnenspiel offensichtlich von den Pionierfiguren der Sänger der alten Metal-Schule geerbt hat – Bühnenkostüm inklusive. Neben scharfen Vokaleskapaden verbarg er seine Bühnenglut nicht – und doch! Die Ausstrahlung dieses Mannes ist phänomenal. RAM sind ein hervorragend eingespieltes Team, und ihre Konzerte sind stets ein Garant für hohe Qualität. Das halten auch die extrem markanten Riffs aufrecht, auf denen ihre Songs stehen. Die Band spielte im ersten Teil überwiegend Material von den Alben »Rod« (das epische Gulag, dann On Wings Of No Return) und »Subverzum« (die Opener Return of the Iron Tyrant sowie Eye Of The Night und im letzten Teil The Usurper); in der zweiten Hälfte griff sie nach dem neuen Ravnfell auf die vermissten Songs der frühen Schaffensphase zurück und feuerte vom Debüt »Forced Entry« Sudden Impact sowie abschließend Machine Invaders und Infuriator ab. Etwas überraschend war, dass die Band keinerlei Song vom eigentlich perfekten Album »Lightbringer« spielte; vom dritten Album »Death« hatten wir bereits im ersten Teil Flame Of The Tyrants gehört. Ein kompakter, unerbittlicher und unglaublich stimmiger Auftritt einer erfahrenen Band, mit großen und vielversprechenden Erwartungen an das, was uns RAM im September mit dem neuen Album bringen können.

Flotsam And Jetsam gelten heute als große Legenden des Thrash Metal. Sie sind besondere Erscheinungen in diesem Genre. Vor der Bühne hatte sich bereits eine handfeste Armee von Verehrern der guten alten Thrash-Metal-Schule versammelt, und die Band enttäuschte erwartungsgemäß nicht. Die Sonne hatte sich direkt auf die Bühne gebohrt, und die Band lief hinein wie ein Schwarm wütender roter Ameisen. Wir reden von Legenden. Und an Energie mangelt es ihnen auch in der reiferen Schaffensphase keineswegs. An Vehemenz, Kühnheit, Schärfe und perfekter Bühnenexekution. Es fällt schwer, sich damit abzufinden, dass ein Konzert von Flotsam And Jestsam im Festivalrahmen kaum eine Stunde dauert – und doch. Sänger Eric A. Knutson hat alle Stürme gut überlebt. Vokal souverän durch die gesamte Show und eine ausgezeichnete Bühnenpräsentation geliefert. Das Gitarristen-Duo auf der Achse Michael Gilbert – der als Originalmitglied noch immer wie ein junger Mann agiert – und der vor einigen Jahren hinzugestoßene Steve Conley arbeiten kernig und präzise zusammen; diese phänomenale Achse macht keinen Fehler. Den absoluten Thron besetzt jedoch das außergewöhnliche Schlagzeugspiel des erst im vergangenen Jahr hinzugestoßenen Ken Mary, der mit einigen außergewöhnlichen Rolls, Explosivität an den Übergängen und äußerst präziser Ausführung eben jener alle faden Gedanken zerstreute, dass Flotsam And Jetsam nach dem Abgang von Jason Bittner – der letztes Jahr zu Overkill wechselte – womöglich an Qualität eingebüßt haben könnten. Nicht jeder kann eben bei Alice Cooper, bei Impelliterri und/oder Accept spielen. Hut ab! Natürlich ist da auch die kultische Statue des Bassisten Michael Spencer. In diesem Jahr hat die Band das neue Album »The End Of Chaos« veröffentlicht und erwartungsgemäß das Konzert mit dem neuen Prisoner Of Time eröffnet, um dann schnell zwei Klassiker des kultischen Debüts »Doomsday For The Deciever« einzuhämmern: Desecrator und Hammerhead, zwischen die sie das neuere Iron Maiden (»Flotsam And Jetsam«, 2017) webten. Der erste Konzertteil endete mit dem ebenfalls neuen Demoliton Man; in die zweite Hälfte startete die Band mit dem zackigen und scharfen »When The Storm Comes Down«-Klassiker »Suffer The Masses«, der eine gute Portion Köpfe vor der Bühne in Schwingung brachte – der eigentliche Höhepunkt aber sollte erst noch folgen, denn von da an bis zum Konzertende blieb die Band quasi auf dem klassischen Album »No Place For Disgrace« stehen und reihte drei stählerne Klassiker auf: Dreams Of Death, I Live You Die und abschließend der Titelsong des Albums. Ein vernichtender Sturm, ein Tornado aus Arizona! Keine Überlebenden! Genau das, was wir vor dem Konzert erhofft hatten. Die legendäre Band ergibt sich nicht und macht keine Pause. Die klassischen Zeiten der guten alten Thrash-Schule sind mit einer Band zum Leben erwacht, die schon immer ihre eigene schöpferische Eigenständigkeit pflegte. Respekt!

Das Konzert bewegte sich weiter entlang der Matratzen der alten Heavy-Metal-Schule, genauer gesagt der amerikanischen. Der verknöcherten Schule des klassischen Heavy und Speed Metal. Denn da sind Armored Saint, die zumindest klanglich noch unsere Schuldner von der letztjährigen Novemberveranstaltung in Zagreb sind. Die Band hatte erwartungsgemäß die Setlist durchgemischt, wobei der Großteil des Repertoires auf die Ausführung kultischer Klassiker gravitierte. Nur ein neuer Song – Win Hands Down – und ein weiterer aus der neueren Ära der „Überlebenskämpfe“ (Creepy Feelings) vom Album »Revelation« (2000), der gleichzeitig eine Überraschung in die Setlist brachte – ansonsten aber Schuss auf Schuss, Klassiker auf Klassiker. Im schönsten möglichen Licht. John Bush in ausgezeichneter Form als großer Vokalkommandant, gekleidet in ein für Metal untypisches Bühnenkostüm, das eher auf eine Balkanparty passen würde; da ist die unzerbrechliche Gitarrenachse Phil Sandoval und Jeff Duncan, weiterhin an den Drums Phils Bruder Gonzo. Natürlich ist da auch der markante und unglaubliche Joey Vera, der Wunder am Bass vollbringt. Den verfeinerten Bassisten haben aufgrund seiner Qualität und seines Stils die legendären Dänen Mercyful Fate für ihre Reunionkonzerte im kommenden Jahr ausgewählt. An Armored Saint ist nicht zu zweifeln. Beginnend mit dem Opener, dem Titelsong des Albums »Raising Fear« (1987), bis hin zum Schlussteil, in dem sie sich das tosende March Of The Saint (»March Of The Saint«, 1985) vornahmen, war es durch und durch eine gewaltig heiße Show, wie man sie sich nur wünschen kann. Zu »March Of The Saint« erklang im Anfangsteil noch Can U Deliver; vom kultischen »Symbol of Salvation« dann Last Train Home sowie das großartige Reign Of Fire. In der zweiten Konzerthälfte streifte die Band auch das Album »Delirious Nomad« mit den Songs For The Sake Of Heaviness und Nervous Man, während dem Titelsong des Albums »Raising Fear« noch das fantastische Underdogs Gesellschaft leistete. Ein kraftvoller und kompakter Auftritt großer Veteranen der alten Metal-Schule, von denen wir hoffen, dass sie bald wieder auf den Boden des alten europäischen Kontinents kommen.

Endlich ein Genrewechsel! Es ist plötzlich vier Uhr nachmittags, als die legendären schwedischen Doom-Metaller Candlemass die Hauptbühne besteigen. Die Band, die Anfang der Achtziger auf die Szene losbrach, hat in diesem Jahr das neue Studioalbum »The Dooor To Doom« veröffentlicht und damit ihre schon sprichwörtliche Doom-Verbissenheit sowie traditionelle Treue zu Klang und Stil bewiesen, die sie vor allem mit den kultischen Alben der Achtziger begründete. Mehr noch: In ihre Reihen hat sie ihren allerersten Sänger zurückgelockt – den vor Messiah – also den Mann, der auf dem Studiodebüt »Epicus Doomicus Metallicus« die Vocals sang. Das ist Johan Längquist. Dieser war nie bekannt für eine besonders ausgefeilte technische Vokalbeherrschung, wenn man ihn neben anderen Candlemass-Sängern stellt, weshalb sich Fragen stellten, wie er die Vokalaufgaben meistern würde. Die Band hatte eine ausgezeichnete Setlist vorbereitet, auf der sie fast ausschließlich Klassiker der Achtzigerjahre spielte – also Material von den ersten vier Alben – und dazu nur einen einzigen neuen Song einbaute, der die Setlist keineswegs ruinierte: Astorolous – The Great Octopus. Candlemass besitzen einen ausgefeilten Eigenklang und -stil. Da sie mit einem riesigen Erfahrungsschatz und einer unglaublichen Kilometerzahl ausgestattet sind, lieferten sie auch beim diesmaligen Konzert in Balingen schlicht einen brillanten Auftritt und bereicherten schon allein durch ihre Präsenz das Programmspektrum der diesjährigen Festivalausgabe erheblich. Längquist war souverän, in allem souverän. Genauso hat er sich mit den Jahren in einen charismatischen, graugelockten Onkel verwandelt, der das Publikum außerordentlich gut und geschickt fest bei sich hielt. Messiаhs Charisma ist natürlich nicht zu erwarten, ebenso wenig das Niveau der Ausführung jener Klassiker der Band aus den Alben, auf denen Messiah sang – aber Längquist fügte sich vollkommen anständig in seine Aufgabe ein und rechtfertigte seinen Status als legendärer erster Sänger der Band. Die Band eröffnete ihren epischen schwarzen Marsch durch Weiten brennender Kerzen und morscher Grabplatten mit dem »Nightfall«-Klassiker The Well Of Souls (dem sich später noch Dark are the Veils of Death und gegen Ende Bewtiched gesellten); da war der einzige »Ancient Dreams«-Song Mirror, Mirror und der ebenso einzige »Tales Of Creation«-Song Dark Reflections, während die Band ihre schwarze Beklemmung und ihr Hochamt zum abschließenden Höhepunkt führte, indem sie (erwartungsgemäß) noch zwei Klassiker des kultischen Debüts »Epicus Doomicus Metallicus« servierte: A Sorcerer’s Pledge und abschließend Solitude. Für diese Stunde hatten sich Bewölkung und Grau erneut über den Himmel gelegt. Nur noch hätte der Himmel wieder „weinen“ müssen, dann wäre das Maß voll gewesen (Nein! Regen hatten wir wirklich mehr als genug)! Alles in allem: Eine erstklassige Vorstellung.

Es folgte der Auftritt einer weiteren kultischen amerikanischen Heavy-Metal-Band: Metal Church, die mit der Rückkehr von Sänger Mike Howe eine echte Renaissance erleben. Die Band hat in einem Abstand von zwei Jahren zwei neue Studioalben herausgebracht, das aktuelle »Damned If You Do« im letzten Herbst. Die Gruppe wird vom unerschütterlichen „Riffmeister“ Kurdt Vanderhoof geleitet; an den Drums hat sich der ehemalige W.A.S.P.-Schlagzeuger Stet Howland in die Mannschaft eingereiht – das Andenken an seine frühere Band bewahrt seine Schminke um die Augen; dazu der erfahrene Bassist Steve Unger und der junge, aber überaus agile Gitarrist Rick Van Zandt, mit dem die Band sich vor einigen Jahren beim Metaldays-Festival in Tolmin vorgestellt hatte, als noch Ronnie Munroe sang. Kurz und gut: Die Setlist zeigte diesmal die komplexere Seite von Vanderhoofs Songwriting. Vanderhoof ist ein vielschichtig veranlagter Musiker und grenzt sich musikalisch eigentlich nicht ein, was auch den mitunter lebhaften Entwicklungsgang der Kompositionen widerspiegelt, obwohl Metal Church der verknöcherten alten Metal-Schule angehören. So stellte die Band das neueste Werk »Damned If You Do« in den Mittelpunkt, von dem sie in einem Block von zehn Songs den Titelsong, By the Numbers und The Black Things spielte. Ein Album „rückwärts“ – das vorletzte Jahr erschienene »XI« – vertrat Needle And Suture, direkt als zweiter Song gespielt. Die Band holte auch etwas mehr Material aus der Ära zurück, als Mike Howe nach Michael Wayne die Hauptvocals übernahm: den stets zündenden »Hanging In Balance«-Klassiker Gods Of A Second Chance sowie zwei »Blessing in Disguise«-Songs – Badlands und abschließend Fake Healer. Die Band ist auf der Bühne weitgehend statisch, vor allem beide Gitarristen mit Vanderhoof an der Spitze; diese Statik brach der hyperaktive Howe jedoch vollständig auf, der so viel herumlief, wie irgend möglich, und hektoliterweise Schweiß vergoss. Die geröteten Wangen und gespannten Halsvenen in der nachmittäglichen Glut sprachen eine deutliche Sprache. Howe schrie allerdings ausgezeichnet, traf alle höchsten Lagen, obwohl ihm kurz vor Schluss spürbar etwas die Kraft wegbrach. Von den kultischen Klassikern nahm sich die Band den »Metal Church«-Klassiker Beyond the Black vor, dem zwei »The Dark«-Kompositionen Gesellschaft leisteten: die epische Mini-Suite Watch The Children Pray und Start The Fire. Die Band steht zu ihren eigenen Schöpfungen der neuen Ära – und das ist die Hauptsache. Auf der Bühne macht sie sichtlich Spaß, und die Chemie, die sie ausstrahlt, ist brillant. Jede Menge Spaß, unter anderem auch das Filmen mit dem Smartphone des Bassisten Steve Unger, der damit schelmisch direkt zu Vanderhoof herübertrottete. Kurz und gut: Die Band strahlt unglaubliche Heiterkeit aus. Für noch den einen oder anderen Klassiker fehlte der Gruppe die Zeit, also müssen wir sie bei einem Clubgig erwischen. Hoffen wir, dass sie bald wieder auf dem Boden des alten Kontinents aufschlagen, so nah wie möglich und natürlich auf einer möglichst langen Tour!

Während des Metal-Church-Konzerts erwachte auch das Hallenprogramm zum Leben, wo sich um halb sechs Uhr nachmittags die zackigen amerikanischen Hard-Rock-Kurzhosen-Rowdys und Lausbuben Kickin‘ Valentina austoben wollten. Abgewetzte Kluft, ein Hauch Glam-Schminke, Kokettieren mit Punk, der alten Hard-Rock-Schule, der die Slash-Figur bei Guns N‘ Roses einst eine gehörige Popularität einbrachte – aber der Klang zackig, tiefer gestimmt, fett und mit einer Schicht Groove. All das liefert einen Einblick in eine Band, die irgendwie ihre eigene kreative Spur unter der „freien“ Sonne gefunden hat. Das Quartett ist seit 2013 aktiv und hat zwei Studioalben und eine EP im Gepäck; auf ein drittes Studiowerk reitet es zügig zu. Sie werden vertreten durch: Sänger D.K. Revelle, Gitarrist Heber Pampillon, Bassist Chris Taylor und Schlagzeuger Jimmy Berdine. Kickin‘ Valentina stellten ihren Auftritt ganz in den Dienst der Präsentation ihres aktuellen Studioalbums »Imaginery Creatures«. Erwähnenswert ist auch, dass die Band eigentlich schon letztes Jahr hier beim Bang Your Head auftreten sollte, in letzter Minute aber ihren Auftritt absagte. Trotz der Überschneidung mit dem Metal-Church-Konzert versammelte sich in der Halle eine hübsche Schar Neugieriger, die Zeuge der furiosen Bühnenpräsentation von vier lausbübischen Halunken wurde – für gute Energie sorgte vor allem der rasierte Sänger D.K., die Mütze tief ins Gesicht und über die Augen gezogen, pardon, hinter dunklen Ray-Ban-Brillen, und vokal erinnerte er nicht selten an Killcode-Sänger Tom Morrissey. Eine Band, die also Potenzial hat – und eine Band, die, sofern sie mit solcher Begeisterung durchhält, auch künftigen Generationen eine erstklassige Dosis guten Hard-Rock-Spaßes sichern wird!

Verdammt! Auch am letzten Tag gab es jede Menge undankbarer Überschneidungen. Eine davon war die zwischen den finnischen melodischen Death-Metallern Omnium Gatherum und den amerikanischen Glam-Metal-Veteranen Skid Row. Für Genre-Puristen ist die Entscheidung zwar einfach, für die anderen Neugierigen aber, die gerne an beiden Enden gleichzeitig wären, war sie schwer. So kombinierten wir beides, schenkten dem finnischen Sextett aus Karhula jedoch mehr Aufmerksamkeit. Die Band präsentierte das ausgezeichnete neue Studioalbum »The Burning Cold« und eröffnete das Konzert mit dem invasiven und giftigen, melodisch aufgedrehten Gods Go First, wo sich Elemente des Death Metal und klassischer Musik hervorragend verständigen und diese Band gleichzeitig auch einem Laien sofort auf sehr repräsentative Weise vorstellen. Leider waren die Soundverhältnisse vermurkst – die Gitarren waren während des gesamten Konzerts nicht klar hörbar, und auch der Growl des charismatischen Frontmanns Jukka Peikonen war im Klangbild-Mix nicht deutlich genug herausgestellt. Natürlich kamen auch die Keyboards zu kurz, die üblicherweise immer als Erste leiden, wenn der Sound nicht gut vorbereitet ist. Die Band konzentrierte sich auf die Ausführung des Repertoires der späteren Schaffensphase – von »New World Shadows« aufwärts bis zum neuen Album –, also der Ära, in der Omnium Gatherum ihr eigenes künstlerisches Wesen durch die Einbeziehung immer großartigerer und komplex bewegterer musikalischer Arrangements entwickelten. Die Halle war wegen der Überschneidung schlechter besucht, aber auch wegen des Festivalpublikums selbst, das klassische Metal- und Hard-Rock-Bands gewohnt ist. Ungerecht – aber es hilft nichts. Omnium Gatherum gingen mit voller Kraft ran, und der Anblick von Jukka war schon besorgniserregend, als der Sänger buchstäblich in der höllisch aufgeheizten Halle triefte. Vom neuen Album spielten sie noch Refining Fire und Be The Sky; vom Vorgänger »Grey Heavens« (2016) Frontiers und Skyline; dazu noch zwei Songs vom Album »Beyond« (2013): New Dynamic und The Unknowing; und mit dem Titelsong strichen sie auch das hervorragende Album »New World Shadows« (2011) an. Ein kompakter und in jeder Hinsicht ausgezeichneter Auftritt. Das richtige Maß an Bestialität und außerordentlicher Musikalität sowie epischer Bombastik, eingebettet in die grundlegende Inspirationsquelle der Göteborgischen Melodic-Metal-Tradition – obwohl klar ist, dass die Finnen diesen Einfluss in eine völlig neue Rezeptur verpacken. Die Band kommt im Oktober nach Ljubljana. Seid dabei!

Der Auftritt von Skid Row brachte die willkommene Abwechslung ins Programm des dritten Festivaltages. Die kultigen Glam-Metaller, die sich Anfang der Neunziger unter die „Unsterblichen“ erhoben haben, treten bei ihrer Reunion natürlich ohne Sebastian Bach auf, was eine Art Fluch ist – und doch. Mit ihm finden sie offenbar keinen gemeinsamen Nenner mehr. In all den Jahren bis 2015 erledigte das der charismatische Johnny Solinger mehr als würdig, der aus unbekannten Gründen 2015 die Band verließ; seinen Platz als Sänger fand der ehemalige Dragonforce-Schmetterlingstenor ZP Theart. Sabo, Hill und Bolan bleiben die Originalmitglieder, was von grundlegender Bedeutung ist, da sie auch alle Mitautoren der Musik von Skid Row sind! Skid Row können gar nicht danebenschießen, denn sie leben vom Ruhm der kultischen Werke »Skid Row« (18 and Life, Big Guns, I Remember You, Makin‘ a Mess, Piece of Me, Sweet Little Sister und zum Abschluss das erwartete Youth Gone Wild) und »Slave to the Grind« (In a Darkened Room, Livin‘ on a Chain Gang, Monkey Business, das erwähnte Slave to the Grind). Und die Band hielt sich auch beim Konzert in Balingen fleißig an beide Werke, als sie gleich zum Auftakt mit Slave To The Grind loslegte. Komisch, dass die Band das Album »Subhuman Race« komplett ignoriert, das in keinerlei Hinsicht schlecht ist. Wie auch immer: Eine gute Stunde mit den größten Momenten beider Kultalben lieferte erwartungsgemäß eine echte Gaudi. ZP Theart besitzt freilich nicht annähernd so viel Charisma wie der berühmte Vorgänger, der seinen Stempel auf die ersten drei Studioalben drückte, und vokal kommt er ihm auch nicht nahe – was einerseits schade ist, andererseits aber auch ein Vorteil sein kann. Die Band spielt ausgezeichnet, und die „zu Evergreens gewordenen Hits“ zünden noch immer in vollen Dosen. Auf der Bühne ist die Band äußerst agil und lebendig. Mitten im Konzert hob die Band das Level nochmals an, als sie Psycho Therapy (Ramones) einschnitt; ins Repertoire schlich sich außerdem noch der »Thickskin«-Song (2003) Ghost. Eine Band, die offensichtlich durch die gesamte Karriere hindurch Probleme hat, Ersatzsänger zu finden – mit ZP Theart funktioniert das Ganze souverän in jeder Hinsicht; dennoch könnte man sich auf seinem Platz vor allem einen überwiegend „braven Jungen“ vorstellen, einen schelmischen Kerl mit mehr Magnetismus und Energiefeuer. Die Band spielt freilich ausgezeichnet.

Tribulation erhielten eine ordentliche Spielzeit von siebzig Minuten; zum Glück begannen sie ihr Konzert auch eine halbe Stunde vor dem Auftritt des Hauptacts des dritten Festivaltages, Avantasia. So sammelte sich in dieser Zeit auch eine beachtlichere Zahl von Zuhörern in der Halle, was die Band für ihre Präsenz auch verdiente. Denn es handelt sich um die sehr geschätzten schwedischen Gothic-Black-Metal-Werwölfe, die im diesmaligen Repertoire bei Weitem die größte Aufmerksamkeit ihrem aktuellen Studioalbum »Down Below« (2018) widmeten, von dem sie Lady Death (Konzertopener), Lacrimosa (Abschlussstück des Konzerts) sowie dazwischen Nightbound, The Lament, Cries From The Underworld und The World spielten. Es ist unglaublich, welch reichen, unheilvoll dröhnenden und verderblichen Sound nur ein Quartett auf der Bühne erzeugt. Dazu kommen auch sehr gute Soundverhältnisse und natürlich die außerordentliche Eingespieltheit des Teams. Da ist das äußerst durchdringende und vernichtend autoritäre Growl des Bassisten und Frontmanns Johannes Andersson, der mit seinem Bühnentheater dem düsteren Bild der Songs eine besondere Atmosphäre einhaucht! Einen Teil des Konzerts verpassten wir, um die Akkus für das große Finale der letzten drei auftretenden Bands aufzuladen. Tribulation sind übrigens auch schon mehrmals bei uns aufgetreten, in diesem Jahr erneut im Rahmen des Metaldays-Festivals. Sie enttäuschen nie, wenn sie auf der Bühne stehen! Die Band spielte beim Bang Your Head!!!-Konzert neben dem Neuen auch Songs von den Alben »Formulas Of Death« (Suspiria de profundis, Ultra Silvam) und »The Children Of The Night« (Melancholia, Strange Gateways Beckon, The Motherhood of God).

Alles war bereit für den Auftritt des Hauptacts des dritten Tages der diesjährigen Bang Your Head!!!-Ausgabe. Gleichzeitig auch das Abschlusskonzert auf der Hauptbühne! Diese Ehre fiel dem Projekt Avantasia zu, das von Tobias Sammet geleitet wird – dem charismatischen Sänger und Komponisten, der mit diesem Projekt Oper und Metal erfolgreich kreuzte und damit auch kommerziell ziemlich unerwartet Erfolg hatte. Der Erfolg ist so groß, dass er seine Mutterband Edguy kaltgestellt und auf Eis gelegt hat. Dieser Projekterfolg überrascht umso mehr, als er in einer Zeit stattfand, in der extreme Ansätze in der Entwicklung des modernen Metals die Nase vorn haben und Power Metal, gekränzt mit symphonischen Elementen, irgendwie eine überlebte Geschichte ist. Aber nicht im Fall des Projekts Avantasia. Die Attraktivität der zwar vorhersehbaren musikalischen Rezeptur hat sich Sammet durch beharrliche Einladungen besonderer Gäste gesichert, die vorwiegend in der Rolle der Lead-Vokalisten auf Avantasia-Alben mitwirken und sich mit ihren Taten innerhalb ihrer Stammbands für immer mit großen Buchstaben in die Welt des Rock und Metal eingeschrieben haben. Sammet hat mit Avantasia in diesem Jahr das neue Studioalbum »Moonglow« veröffentlicht, das er in Balingen auch reich präsentierte. Auf der Bühne versammelte er ein Begleitteam, bestehend aus seinem Edguy-Kumpel Felix Bohnke am Schlagzeug, den ausgezeichneten Gitarristen Sascha Paeth (ex-Heaven’s Gate) und Oliver Hartmann (Hartmann), weiterhin dem Keyboarder Miro Rodenberg, dem Bassisten Andre Neygenfind sowie den Backgroundsängern: Herbie Langhans, Adrienne Cowan und Ina Morgan. Was aber sehr wahrscheinlich zu der größten Besucherzahl aller Konzerte des gesamten Festivals beitrug, waren natürlich die Gastsänger, die einzelne Songs bestritten: Jørn Lande (Jorn), Bob Catley (Magnum), Ronnie Atkins (Pretty Maids), ohne den kein einziges Bang Your Head-Festival vergehen darf, sowie Eric Martin (Mr. Big) und Geoff Tate (Operation: Mindcrime, ex-Queensryche)

Das Repertoire war irgendwie sinnvoll in Blöcken von Songs zusammengestellt, die die einzelnen Sänger auf den Studioalben bestreiten, damit die Wechsel während des Konzertablaufs möglichst gering gehalten wurden. Dazu sei gesagt, dass »Moonglow« nicht das einzige Gastspiel der genannten Gäste ist – sie gastierten bereits auf früheren Alben. So gehörte der Auftakt Sammet, der es nicht vergaß, in seinem schelmischen Stil durch gewitzte Einsätze von Humor das Publikum sofort aufzuheitern. Dabei half ihm auch ein Schauer von oben, der alle überraschte. Während des Songs Book Of Shallows blickte Samett auf den cat walk und sagte: „Teufel nochmal, dieses Stück Bühne war vor einigen Augenblicken noch trocken? Leute, wie ist das möglich?“ Kurz und gut: Die Bühnenkulisse war üppig mit zusätzlichen Podesten vor und hinter der Bühne ausgestattet; besonders reich und erweitert war die Scheinwerferbeleuchtung, dazu gab es ganze Kanonen beziehungsweise Salven an Konfetti, und über allem stand natürlich das fast anderthalb Stunden lange Spektakel, das die Ausführung von Songs sämtlicher Alben der Band umfasste (siehe Setlist unten). Eric Martin erschien auf der Bühne bei der Ausführung der unglaublich einfallsreichen und gelungenen Coverversion von Sembells Original Maniac, das als Musikuntermalung für den Film »Flashdance« verwendet worden war (ah, diese süße Achtziger-Nostalgie)! Geoff Tate sang Alchemy, Invincible und anstelle von Kiske Reach Out For The Light; als Erster der Gäste erschien auf der Bühne Jorn Lande, dem The Raven Child und Lucifer zufielen. Und so weiter…

Da sich der Marathon-Auftritt von Avantasia mit dem Auftritt der norwegischen Viking-Metaller Einherjer überschnitt, wandten wir uns lieber den Letzteren zu und verließen nach einer halben Stunde Avantasia die Halle, um die Volksbankmesse zu betreten, wo die wackeren und unbeugbaren Norweger ihr neues und insgesamt achtes Studioalbum »Norrøne Spor« präsentierten. Die Band zählt in diesem Jahr 26 Jahre ihres Bestehens, mit einer Unterbrechung zwischen 2004 und 2008. Einherjer sind erst kürzlich von einem Trio zu einem Quartett angewachsen. Zum Hauptsänger und Bassisten, dem riesenhaften Frode Glesnes, dem nicht minder originalen Gitarristen Aksel Herløe und Schlagzeuger Gerhard Storesund stieß noch das technisch äußerst versierte jüngere Mitglied und Gitarrist Ole Sønstabø hinzu, der sich mitten im Konzert aufgrund seiner virtuosen Fähigkeiten auch ein Gitarrensolo verdiente. Die Band hält an ihrer bewährten Rezeptur fest, von der sie nicht viel abweicht. In den neueren Songs ist deutlich mehr wikingische Folk-Ästhetik zu spüren, in den älteren Tracks hingegen sind Einherjer den Elementen des traditionellen Black Metal angenähert. Die Riffs sind roh, die Rhythmen elementar, und beim durchdringenden und markanten Growl, der die Songs in einer ähnlichen energetischen Dimension führt, wirkt die Atmosphäre, die Einherjer erzeugen, wie ein Mantra. Hypnotisch. Eine Stimmung, die einen aufsaugt. Die Band baute neben neueren Songs des neuen Albums und des Albums »Av oss, for oss« auch ältere Songs aus der frühen Schaffensphase der Alben »Blot«, »Far Far North« (Titelsong des Albums) und des Debüts »Dragons of the North« (ebenfalls Titelsong des Albums) in das Repertoire ein. Obwohl Frode mehr oder weniger ständig hinter dem Mikrofon festgehalten ist, nutzen beide Gitarristen geschickt die Bühne und sorgen mit ihrem Hin- und Herlaufen für eine Steigerung der Dynamik des Geschehens. Die Band ist in sehr guter Form, vor allem Frodes Growl ist überzeugend und bewahrt seine Kraft! Als Einherjer das Konzert kurz vor Dreiviertel elf beendeten, schlossen Avantasia gerade ihr grandioses Konzert ab, sodass wir uns im Anschluss natürlich am Feuerwerk erfreuten – womit Bang Your Head!!! seine Tradition aufrechthält.

Und doch war das Festival noch nicht zu Ende. In der Halle wurde noch ein weiterer Auftritt angekündigt! Etwas für Fans von Manowar. Besser als das Original. Das geht doch nicht? Oder doch? Natürlich geht das, wenn Ross „The Boss“ Friedman die Bühne betritt und mit seiner Begleitband eine anderthalb Stunden lange Show spielt, prall gefüllt mit Manowar-Klassikern, die in der Ära von Ross‘ Zugehörigkeit zu Manowar (1980–1990) entstanden sind! Genug also, um als Co-Autor kultischer Klassiker der ersten sechs Manowar-Alben eingetragen zu sein – was neben »Triumph Of The Steel« tatsächlich (Hand aufs Herz) das Wesentliche des Diskografie-Opus einer Band darstellt, die sich gerade in den letzten zwei Jahrzehnten allzu häufig an überflüssige Selbstbeweihräucherungen klammert, statt neue Musik zu schreiben. Nun, Ross, der dafür keine Zeit hat und das seit Langem nicht mehr Teil solcher Geschichten ist, begleiten auf der Bühne ausgezeichnete Musiker, angeführt von Schlagzeuger Steve Bolognese (Into Eternity, Death Dealer), Bassist Mike LePond (Symphony X) und Sänger Marco Lopes, der – um es geradeheraus zu sagen – ein mehr als würdiges Annähern an den Originalgesang von Eric Adams darstellt. Die Band hatte eine Traumsetlist vorbereitet, auf der sie fast ausschließlich Manowar-Material von den ersten sechs Alben spielte und dazwischen auch den »By Blood Sworn«-Song Fistful Of Hate einwebte, der zur Band Ross The Boss gehört. Die Band sprengte alle Fesseln. Friedman erschuf den berühmten rohen, dröhnenden und wild „conanischen“ Sound; der bestialische und heißblütige Lopes stand keine Sekunde still, als ihn das ununterbrochene Theater aufrieb. Die Rhythmussektion brillant. Anders geht es nicht. Und das Ergebnis? Besser als das Original. Auf jeden Fall! Ross zum Präsidenten. Er liefert genau das, was den aktuellen Manowar-Konzerten fehlt: das echte Herz. Einer nach dem anderen reihten sich: Blood Of The Kings, Death Throne, The Oath, Wheels Of Fire, Thor (The Powerhead), Dark Avenger, Gloves Of Metal, Sign Of The Hammer, Metal DAze, Blood Of My Enemies, Kill With Power, Fighting The World, Battle Hymn; und das Konzert schloss Hail And Kill ab. Eine Show, die im Nu vorbeifliegt, und eine Show, nach der man mit Genuss sagt: „Noch mal!“

Das Bang Your Head!!! 2019-Festival ist damit zu Ende gegangen. Etwas weniger klangvolle Namen auf den Headliner-Positionen als sonst, erneut einige allzu sich wiederholende Namen, die fast schon Stammgäste des Festivals sind, und sehr wenige Exklusivauftritte, die früher ein fester Bestandteil des Festivals waren. Aber so läuft das eben. Die Zeiten werden immer schwieriger, und das Geld wird immer weniger. Das schlechte Wetter hat dieses Jahr seinen Teil dazu beigetragen, und die Besucherzahl war tatsächlich geringer als erwartet. Wie auch immer: Der Ruf des Festivals bleibt unangetastet, und Bang Your Head behält den Titel eines der wichtigsten und renommiertesten europäischen Metal-Festivals. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Für 2020 hat das Festival bereits das erste Lineup-Paket bestätigt: Unleashed, Rage, Heathen, die noch ausstehenden Hardcore Superstar, Kissin‘ Dynamite, Skullfist, Winterstorm, Tankard, Memoriam, Space Chaser und Leatherwolf. Wir sehen uns also nächstes Jahr wieder in Balingen, bei der Jubiläumsausgabe, nämlich der 25. Ausgabe des legendären Festivals Bang Your Head!!!  

Autor: Aleš Podbrežnik
Fotos: Aleš Podbrežnik

Setlist AVANTASIA:
1. Ghost in the Moon
2. Book of Shallows
3. The Raven Child
4. Lucifer
5. Alchemy
6. Invincible
7. Reach Out for the Light
8. Maniac
9. Dying for an Angel
10. Lavender
11. The Story Ain’t Over
12. The Scarecrow
13. Twisted Mind
14. Avantasia
15. Let the Storm Descend Upon You
16. Mystery of a Blood Red Rose
17. Shelter from the Rain
18. Lost in Space
—Zugabe—
19. Farewell
20. Sign of the Cross / The Seven Angel


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