Divje jezero kündigen mit dem Stück Policijska Patrulja ihr Konzert im Rahmen des Festivals Godibodi an

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Autor: Aleš Podbrežnik

Divje jezero: Policijska Patrulja

Fans von Jazz, Fusion und progressiver Musik kennen sicher das Werk der Gruppe Divje jezero aus Idrija, bestehend aus Gitarrist Aleš Golja, Keyboarder David Križaj, Bassist Alen Bogataj, Schlagzeuger Luka Čibej und Saxofonist Tomi Peljhan. Letzten Frühling haben sie das Album Mestni vrvež veröffentlicht und es mit dem gleichnamigen, höchst bedeutsamen Stück Mestni vrvež angekündigt, bevor sie später noch Burkina Faso zum Hören anboten. Dieser Tage wollen sie mit Policijska Patrulja zum Konzert im Rahmen des 9. Gesamtslowenischen Festivals für zeitgenössische Autor- und Ethnomusik Godibodi einladen – auf der Vor-Godibodi-Kleinbühne des Hostla Celica, Dienstag, den 24. Mai.

»Das Stück Policijska Patrulja hat einen Hauch von Filmmusik aus alten Polizeifilmen der Siebziger, bekannt für ihre spannungsgeladenen und dramatischen Verfolgungsjagden von Polizeipatrouillenkonvois hinter Ganoven her,« verriet Luka Čibej vertrauensvoll und enthüllte anschließend auch, wie es entstanden ist – angestoßen durch einen unangenehmen Vorfall. »Wir spielten nämlich auf einem Platz an der slowenischen Küste, und mitten im Konzert versuchte eine Stadtbewohnerin ihren (Un-)Mut über den „Lärm“ unserem Keyboarder mitzuteilen, der aber nur mit den Schultern zuckte und seiner musikalischen Mission weiter nachging. Einige Minuten später fuhr eine Polizeipatrouille mit Blaulicht vorbei, die das Konzert unterbrechen wollte. Zum Glück verhinderte das der Veranstalter erfolgreich und überzeugte die Behörden mit allen nötigen Genehmigungen zum Rückzug.« Das Konzert brachten sie ohne weitere Unterbrechungen zu Ende, während die namentlich nicht genannte Stadtbewohnerin ganz unabsichtlich für eine ordentliche Portion Inspiration gesorgt hatte, auf deren Grundlage das Stück Policijska Patrulja entstand.

Musik und Arrangement: Luka Čibej
Zusätzliches Arrangement: Aleš Golja, David Križaj
Pressefotos: Kristjan Peljhan
Hören auf Soundcloud.

Mestni vrvež ist ein Album, auf dem man ausgesprochen vielfältige Musikgenres zu hören bekommt, obwohl sich die Mitglieder nur ungern auf diese oder jene Etiketten festlegen lassen – sie wissen aber, dass man „die Musik irgendwie einordnen muss, damit die Leute überhaupt wissen, was du ihnen anbietest“. Auch sonst ist ihnen das Nachdenken über Sinn und Zweck von Musik nicht fremd. David Križaj ist es dabei schon ein bisschen »unangenehm, das Wort Fusion zu benutzen, da es normalerweise Musik bezeichnet, die auf Improvisation basiert, was unsere nicht ist. Unsere ist arrangementmäßig ziemlich ausgefeilt, weshalb ihr das Label Jazz-Rock besser passen würde. In Wirklichkeit trifft aber keines der beiden so richtig zu.« Wie man es auch dreht und wendet: Das Richtige ist immer nur das, was den Weg zum Herzen findet. Ihres, voller gedanklicher Kniffe, mit denen sie musikalischen Klischees ausweichen und die scheinbare Einfachheit bereichern, ist zweifellos eines davon.

Ausgewählte Stimmen der Fachöffentlichkeit zum Album Mestni vrvež von Divje jezero:

»Das ist ein außergewöhnliches Album, das neben den Tolmin-Feedback-Leuten das in Slowenien dringend nötige Progressive-Rock-Bindeglied einer neuen Generation zum Erscheinungsbild und Wirken der Bands der Siebziger (Izvir, Predmestje, September, Jutro) liefert.« (Aleš Podbrežnik, Rockline)

»Den ziemlich homogen angelegten Inhalt des Albums mit zehn Stücken schmückt eine Vielfalt, die man „zwischen den Tönen“ heraushören kann.« (Andrej Lutman, Glasna)

»Das Album Mestni vrvež ist eine Sammlung interessanter Kompositionen, denen es im musikalischen Ausdruck weder an Mut noch an Originalität mangelt. Die Mitglieder von Divje jezero zeigen schon mit diesem Album eine hervorragende Beherrschung aller Elemente ihres Handwerks – Komposition, Arrangements, Ausführung –, da alles auf hohem künstlerischem Niveau liegt. Die zehn Instrumentalkompositionen des Albums geben jedem Mitglied genug Raum, um sich auf bestmögliche Weise auszudrücken.« (Dragutin Matošević, Barikada)

Das Album Mestni vrvež erschien am 20. Mai 2015 beim Kreativfeld Celinka.si.

Auf dem Godibodi-Blog könnt ihr auch ein Porträtinterview mit den Mitgliedern von Divje jezero lesen.

Divje jezero – Policijska patrulja (Vrhnika live, 16.10.2015):

https://www.youtube.com/watch?v=3IvG8B4eNio

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