Chris Slade hat AC/DC wegen „blödem Stolz“ verlassen
Der Waliser Chris Slade nahm mit AC/DC 1990 das Album The Razor’s Edge auf und spielte mit ihnen im darauffolgenden Jahr auch beim Festival Monsters Of Rock. Die fünfjährige Zusammenarbeit mit der Band endete während der Vorbereitungen für das Album Ballbreaker, das 1995 erschien. Zur Trennung soll es wegen eines Streits mit Rhythmusgitarrist Malcolm Young gekommen sein, als dieser den ehemaligen Schlagzeuger Phil Rudd wiederhören wollte.
Slade erzählte Music Radar über die Trennung: „Wir haben mit den Jungs schon eine Weile in London Entwürfe für ein neues Album erarbeitet, als Malcolm (Young) anrief und sagte, er würde Phil gerne wieder hören. Das hat mir nicht gefallen, also sagte ich ihm, dass ich gehe. Malcolm versuchte mich zu beruhigen und meinte, er wisse gar nicht, ob Phil überhaupt noch spielen kann. Ich sagte ihm, das sei jetzt sein Problem.“
Über seinen Abgang sagte der heute 67-jährige Chris außerdem: „Sie haben mich ein paar Monate hingehalten, und das war einfach nicht richtig. Ich bin am nächsten Tag gegangen.“
Im Interview betonte er auch, dass er seine Entscheidung nicht wiederholen würde: „Damals war das eine Sache von blödem Stolz, und das würde ich heute zweifellos nicht mehr so machen.“
Mit der Band ist er aber auf freundschaftlichem Fuß geblieben: „Mit ihnen zu spielen war für mich eine große Ehre. Die Leute fragen mich oft, was ich getan habe, wenn auf der Bühne etwas schiefgelaufen ist – aber es ist nie etwas schiefgelaufen. Die sind wie eine Maschine. Was für eine wunderbare Erfahrung!„