Die Götter des Gitarrenriffs endlich in Ljubljana!

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Autor: Nina Grad

Wer: Helmet

Wo: Kino Šiška, Ljubljana

Wann: 24.10.2014

Tickets kaufen: Klick auf On Parole 18€

Die Götter des Gitarrenriffs endlich in Ljubljana! Zum zwanzigsten Jahrestag der legendären Platte Betty begleiten die New Yorker Schwergewichte, die auch Bands wie Tool, Rise Against, Pantera und Deftones beeinflusst haben, Fräulein Betty auf einer ausgedehnten Welttournee, in deren Rahmen sie auch in der Šiška ordentlich für Krach sorgen werden!

Page Hamilton gehörte 1989 zu den Gründern der New Yorker Band Helmet, die Zeppelin-Riffs mit kompromissloser Post-Hardcore-Präzision verbindet – unterstützt durch dichte Akkorde und synkopierte Rhythmen, die aus Hamiltons formaler Jazzausbildung herrühren. Das Ergebnis war eine ausgesprochen seltene, visionäre Schöpfung, die bereits zu ihren Lebzeiten erfolgreich war. Nach dem Debütalbum Strap It On (erschienen beim angesehenen Independent-Label Amphetamine Reptile) von 1990 veröffentlichten Helmet bei einem der großen Labels das Album Meantime (1992), das ihnen allgemeine Lobeshymnen, eine Grammy-Nominierung und eine Goldene Schallplatte einbrachte – und obendrein die Entstehung tausender anderer Bands beeinflusste. 1994 folgte das Album Betty, mit dem sie sich erfolgreich von der wilden Aggressivität entfernten und in vielfältigere musikalische Gewässer vordrangen. 1997 folgte das ebenfalls vielgelobte Album Aftertaste, bevor sich Helmet 1998 nach neun Jahren und tausenden von Konzerten verabschiedeten.

Hamilton machte weiter mit dem Komponieren von Musik für Hollywood-Blockbuster wie Catwoman, S.W.A.T., Titus und Das Puzzle des Grauens, gründete die Band Gandhi und trat 1999 in die Fußstapfen von Größen wie Adrian Belew und Stevie Ray Vaughan, als er als Leadgitarrist in David Bowies Begleitband spielte. 2004 reaktivierte er Helmet. Sie veröffentlichten zwei viel gefeierte Alben – Size Matters im Jahr 2004 und Monochrome im Jahr 2006 – und danach noch Seeing Eye Dog im Jahr 2010.

Bands wie Deftones, Rise Against, Pantera und Tool nennen Helmet als einen ihrer Einflüsse – und zwar nicht nur wegen ihres blitzschnellen, aggressiven Charakters, sondern wegen der Musikalität an sich und wegen der Intelligenz dahinter. Hamilton ist ein gebildeter Musiker, der zufällig schwere und rohe Musik macht – der Typ, der gleichzeitig Bartók und Minor Threat vergöttert.

Helmet kündigen für September und Oktober 2014 freudig eine Europatournee zum 20. Jahrestag des Albums Betty an. Bei den Konzerten werden sie das von der Kritik gefeierte Album Betty aus dem Jahr 1994 in voller Länge spielen, dazu weitere Songs aus ihrem reichen Repertoire.

Mit ihrer kantigen Ästhetik und ihrem rohen, unnachgiebigen, durchdringenden Sound haben Helmet als “Metal-Band für Intellektuelle” eine Alternative zu den Grunge-Bands geboten, die sich damals in den USA formierten. Das Album Betty folgte auf ihren ersten Mainstream-Erfolg, das Album Meantime aus dem Jahr 1992. Das Video zu “Milquetoast” wurde zum Dauerbrenner auf MTV, und das Album erntete Kritikerlob dank Ausflügen in Jazz, Blues und Improvisation, die für dieses Genre alles andere als typisch sind. Wie der Musikjournalist Darrell Bassett anlässlich der Veröffentlichung schrieb: »Das Hämmern und Mahlen von Betty spiegeln als Ganzes die scheinbar sinnlosen Kräfte wider, die unsere hochtechnologisierte Existenz prägen – den inneren Druck, der steigt und fällt, während der Lebensrhythmus exponentiell auseinanderfliegt, und seine gelegentlichen Momente der Zartheit. Betty ist ein überraschendes Album, das beim Enthüllen seiner Feinfühligkeit wächst.« Wenn das keine prophetische Aussage ist.

»Helmet spielten rhythmisch komplexen alternativen Metal mit stählernen Riffs, der deinem Körper Schmerz aus allen möglichen seltsamen Winkeln beibrachte …« – Rolling Stone

»Helmet haben sich eine Nische als führende Vertreter des druckvollen, monolithischen, schweren Gitarrenrocks erarbeitet – oder besser: ertrotzt. Allein durch den Umfang und die Wucht ihres Sounds überragen sie alles außer den extremsten Hardcore-Bands, aber es ist ihre eigene Präzision, die sie von allen anderen unterscheidet. – Time Off (Kritik zum Album Betty, 1994)

 

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