Manu Chao versetzt Ljubljana zum dritten Mal in den Delirium

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Autor: Urban Bolta

Dass das dritte Konzert des aufrichtigsten Protest-Rockers der letzten Jahre wieder einen Großteil Sloweniens und die eine oder andere Nachbarprovinz auf die Beine bringen würde, war klar, sobald die Organisation Temma-X zu Beginn des Sommers seinen erneuten Besuch ankündigte. Das Konzert, das eigentlich unter freiem Himmel stattfinden sollte, wurde vom launischen Herbstwetter ein wenig durcheinandergebracht, doch die mehr als 4.000-köpfige Schar begeisterter Fans, die sich rechtzeitig Tickets für das ausverkaufte Konzert gesichert hatte, nahm die Verlegung in die größte Halle des Gospodarskega razstavišča mit Begeisterung auf. Die Moral von der Geschichte: Kauft euch Tickets für epische Konzerte rechtzeitig.

Die Atmosphäre war grandios, die heimischen Bands Hex und Red Five Point Star hatten den Boden bereitet, und Manu samt seiner La Ventura eilten sogar 15 Minuten vor der angekündigten Zeit auf die Bühne. Wenn’s sein muss, muss es sein – und wenn Musikern die Finger und Füße kribbeln, bleibt einem nichts anderes übrig, als auf Vollgas loszulegen. Und wie sie gespielt haben! Die Halle war aufgeladen, aufgeheizt und voller Energie vom ersten Song bis zur letzten Zugabe, die weit nach Mitternacht endete. Zwischendurch bediente Manu seine großen Hits und auch neue, noch unveröffentlichte Songs, flirtete mit dem euphorischen Publikum und zeigte gemeinsam mit seiner Begleitung, dass er – trotz der extremen Hitze der schwülen Sommernacht – wirklich ein außergewöhnlicher Musiker ist. Die Jungs haben sich damit erneut in die slowenischen Konzertannalen eingeschrieben, und die größtenteils ausverkaufte Balkan-Tour setzen sie morgen in Zagreb fort.

Als bekannter globaler Aktivist und „Stimme der kleinen Leute“ unterstützt Manu Chao regelmäßig lokale gesellschaftlich nützliche Projekte. Diesmal hob er besonders die zivilgesellschaftlichen Vereinigungen Anarhistična pobuda Ljubljane und Vstajniške socialne delavke hervor, mit deren Vertreterinnen und Vertretern er sich nach dem Konzert traf und unterhielt. Beide Initiativen kämpfen gegen Ungerechtigkeit, Ungleichheit, Unterdrückung, Diskriminierung und die Einschränkung des freien Denkens. Darüber hinaus haben die Musiker den gesamten Erlös aus dem Verkauf von Konzert-Merchandise dem Projekt Botrstvo gespendet, der humanitären Aktion der Zveze prijateljev mladine und Vala 202. Die Besucherinnen und Besucher haben auf diesem Weg mehrere tausend Euro für Bedürftige zusammengebracht – die genaue Summe können wir euch in den nächsten Tagen nach einer genauen Abrechnung der Verkäufe mitteilen.

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