Hexenbrutal & Nikki Louder, Samstag, 17.08.2013, Ljubljana (KUD France Prešeren), Trnfest!
Autor: Aleš Podbrežnik
wer: Hexenbrutal (God Bless This Mess), Nikki Louder (Moonlee, ZARŠ) – Alternative Rock
wo: Ljubljana, KUD France Prešeren, Trnfest
wann: Samstag, 17.08.2013, um 20:30 Uhr
Hexenbrutal:
Anfänge irgendwann 2004 in der Ambasada in Beltinci. Zunächst als Trio: Iztok – Schlagzeug; Matej – Bass und Peter – Gesang. Zuerst klingt das Ganze wie ein Impro-Noise-Experiment, aber die Band wird schnell zum Duo, neue “Gadgets” werden angeschafft, die Musik ändert sich, es wird mehr an der Struktur gearbeitet, der Sound ist metallisch, schwer, stellenweise aus zufälligem Lärm zusammengesetzt. Hexenbrutal beginnen auch aufzutreten.
Als drittes Mitglied tauchen noch Janez – Elektronik (einziges Konzert in dieser Besetzung beim Koncertni maraton (RŠ, 2005)) und Igor – Gitarre auf. Die Band erarbeitet ein solides Repertoire und spielt als Trio im Rahmen des Klubski maraton RŠ 2006 sieben Gigs quer durch Slowenien, bevor sie sich wieder zum Duo wandelt.
Dr. Hexen und Mr. Brutal beschließen, dass zu zweit genug ist, und vertiefen sich in eine härtere, tanzbarere, schwerere, arrhythmisch verrauschte Variante ihrer Musik.
Die Band hatte bei den meisten Konzerten kein identisches technisches Setup, die Noise-Spielzeuge wechseln regelmäßig. Bestimmte Sachen bzw. Material wurden nur ein einziges Mal live gespielt, viele Einzelteile wurden auch je nach Konzept und Entscheidung der Mitglieder kombiniert und zusammengesetzt. So klangen die Konzerte sehr unterschiedlich und in verschiedenen Manieren (beschwingt / heavy / feurig).
Mit der Zeit hat die Band aber ihren Sound und ihren Weg gefunden, und es entstanden Songs in “klassischer” Form (ohne übermäßige Improvisation).
Nikki Louder:
Für die Heimfarben kämpfen Nikki Louder, die sich mit ihrem intensiven, chaotischen und lauten Musizieren zu Recht den Titel Meister des slowenischen Noise-Rocks verdient haben. Die Band lebt von Schlagkraft und Kompromisslosigkeit – sie durchlöchern den Hörer mit schnellen und rohen Energiesalven, die auf krachendem Drumming und Gitarrenlärm surfen, um in melodischen Wendungen für einen Moment innezuhalten, bloß als kurze Verschnaufpause vor dem nächsten Sprung in den nächsten boxenzerreißenden Sturm. Zerrissene Vocals, die ständig auf dem schmalen Grat zwischen Artikulation und Schreien balancieren, würzen das Ganze noch zusätzlich und verbinden das Gesamtbild auf wunderbare Weise. Nikki Louder bieten eine chaotische Hardcore/Math-Core/Noise-Erfahrung, die trotz der Verbindung zahlreicher unterschiedlicher Einflüsse kompakt und rund klingt. Und das ist das Merkmal großer Bands. Beeindruckend. Nikki Louder kündigen die Veröffentlichung eines neuen Albums im April an.
nikkilouder.bandcamp.com