Nula Kelvina (plus Mef in Neki levi bend), Freitag, 23.08.2013, Postojna (Titov trg)!
Autor: Aleš Podbrežnik
Wer: Nula Kelvina & Mef in Neki levi bend
Wo: Postojna, Titov trg
Wann: Freitag, 23.08.2013, um 20:30 Uhr
Eintritt frei!
Auftritt der verschmitzten Blues-Jazz-Rock-Musikanten Nula Kelvina (plus Mef in Neki levi bend) am Freitag, dem 23.08.2013, in Postojna (Titov trg)!
Nula Kelvina:
Es hat keinen Sinn, Worte zu verlieren, wo sich die Dinge kaum in Worte fassen lassen. Die Magie von Nula Kelvina erlebst du wirklich erst, wenn du sie live hörst. Ihre Konzerte sind interaktiv, vollgepackt mit allerlei Geschichten und Einfällen, dass sie manchmal schon an eine Theatervorstellung grenzen. Im Großen und Ganzen versuchen sie, auf der Bühne genau das klingen zu lassen, was auch auf der CD zu hören ist. Prominente Gastmusiker haben sie bislang keine, dafür aber ihren eigenen (schon fast) Tonmeister Gašper Kržmanc, der auch Ko-Produzent ist, die Gitarre meisterhaft bändigt und wirklich schön singt.
Alle drei Mitglieder sind bereits mehr oder weniger fest etablierte Musiker und Songwriter.
Klemen, Absolvent der Grazer Jazzakademie und in seiner Freizeit Professor für Saxophon und Improvisation am Konservatorium für Musik und Ballett in Ljubljana, kann sich selbst nicht mehr erinnern, wie viele Projekte und Kooperationen er als Multiinstrumentalist, Songwriter, Arrangeur und Produzent schon hinter sich hat – viele slowenische Pop- und Rock-Stars können sich dagegen sehr gut an ihn erinnern, von den Jazzern ganz zu schweigen.
Jure ist der Jüngste (noch Student), der Stärkste und der Gefragteste (er hat nicht mal Zeit, sein Zeug ganz einzupacken, da steht er schon auf der nächsten Bühne). Wie er trommelt, dazu haben getanzt und tanzen noch immer viele der besten Künstler der slowenischen Popmusik.
Marko, der nebenbei auch Mitglied der Gruppe Sladcore ist, ist am stolzesten auf seine Erfolge als Texter und Performer bei Festivals des slowenischen Chansons. Am wohlsten fühlt er sich allerdings in der Rolle des Texters und Stabsarztes.
„Wenn Nula Kelvina kommen, zieht euch ordentlich an, aber Vorsicht: Bei Konzerten können die Temperaturen genau das Gegenteil ihres Namens sein – extrem hoch.“
Mef in Neki levi bend:
Dreißig Jahre brauchten die Mitglieder der einstmals angesehenen und populären Küsten-New-Wave-Band Deseti brat, um sich wieder auf einer Bühne zu treffen. In der Zwischenzeit ist Mef erfolgreich seinen eigenen musikalischen Weg gegangen, mal solo, mal im Rahmen verschiedener Projekte, am häufigsten aber mit der Gruppe NOB (narodnoosvobodilni bend), während die übrigen Mitglieder von Deseti brat in der Gruppe Bakala blues band Blues spielten. Gut dreißig Jahre nach dem Erscheinen des Albums Madona dejmi danes stellten sie fest, dass sie sich vermissten, vor allem aber die Kreativität in der Musik – und so fanden sie sich wieder zusammen, mit laut aufgedrehter, durchdringender Gitarre, einer zähen Rhythmussektion und Mefs Songs von drei Alben, die er in drei Jahrzehnten mit der Gruppe NOB aufgenommen hatte. Es begann mit dem Entdecken von Mefs Musik, die die Bakala-Leute bisher nur vom Radio kannten, mit dem erneuten Gewöhnen an den Band-Ansatz beim Konzertieren, mit dem Hören von musikalischen Neuerungen, die der Blues schlicht übersehen hat, und vor allem mit dem guten Feeling des Quartetts, das von Auftritt zu Auftritt seinen Namen wechselt und testet, welcher der richtige sein wird. Beim diesjährigen Festival treten sie als Mef in Levi bend (MLB) mit gerade mal drei Auftritten Erfahrung auf, bei denen sie vor allem die Reaktion des Publikums auf ihre Songs und ihr Spiel überprüft haben. Das süße Problem ist nämlich, dass MLB keine Retro-Band sind, die alte Hits aufwärmt, sondern eine Gruppe, die in die heutige Zeit gehört. Ihr Auftritt hat genug Energie, die Songs kommen beim Publikum an, sind dabei aber auf entschlossene, rohe Art gespielt – so wie es ihre bekannteren Zeitgenossen machen, Neil Young und Crazy Horse oder das etwas jüngere Wilco.
Drago MIslej Mef (Gesang, Akustikgitarre), Duilio Peroša (Gitarre), Igor Korenika (Bass) und Vlastjan Kozlovič (Schlagzeug) sind trotz der Jahre eine junge Band, und so ist auch ihr Auftritt. Nicht zu sehr poliert und durchgeplant, sondern spontan und freundlich-wütend. Sie werden den Großteil der Songs von Mefs neuem Album Najboljša leta (das bis Herbst erscheinen soll) spielen, dazu einige Songs von früheren Alben von NOB und sogar ein oder zwei aus den Zeiten von Deseti brat. Natürlich auf eine andere, ganz Levi-bend-typische Art.
Auf dem Foto: Nula Kelvina beim Abschluss ihres Konzertauftritts im Ljubljaner CUK Kino Šiška am 25.01.2013 (RockLine Fotoarchiv 2006-2013, alle Rechte vorbehalten) – RockLine-Reportage HIER!