Bežigradfest geht weiter: Heute Abend feiern The Drinkers 20. Geburtstag
Autorin/Autor: Nina Grad
Das Programm des Bežigradfest geht schon heute Abend mit dem 20. Jubiläum von The Drinkers weiter. In den kommenden Tagen geht es mit Tide, einem Stand-up-Auftritt von Jonas Ž. und dann mit Zmelkoow weiter. Bis Monatsende stehen auf der Bühne der Cvetličarna außerdem noch Zlatko, Res Nullius und Žanamari & J’animals, Demolition Group, Zmelkoow, Tinkara Kovač, Neisho und viele andere.
THE DRINKERS
Freitag, 14. Juni 2013
The Drinkers sind eine slowenische Rockband, die 1993 in Litija vom Gitarristen und ehemaligen Niet-Mitglied Robert Likar und dem Sänger Sandi Kolenc – Koli gegründet wurde. In der Ur-Besetzung spielten außerdem Drummer Andrej Žibert, Bassist Miro Medvešček und Keyboarder Evgen Malis mit.
Ein beliebtes Motiv in ihren Texten ist der Alkohol – ihren Stil nennen sie selbst »drink’n’roll«. Ihr erstes Album namens Lepi in trezni erschien 1995, zwei Jahre später folgte das zweite, Žeja. Der bekannteste Song darauf war »Deset majhnih jagrov«, eine Coverversion von »Zehn kleine Jägermeister« von Die Toten Hosen. Ende 1998 sorgten sie erneut für Aufmerksamkeit mit einer Single, auf der »Ko to tamo peva« drauf war (ein Cover des gleichnamigen Songs von Bijelo dugme), die damals bis an die Spitze der slowenischen Single-Charts kletterte. 1999 kamen gleich zwei Veröffentlichungen raus: das Album Pivolucija und das Mini-Album Zadnja večerja mit Weihnachtslied-Covern. Ihr zehnjähriges Bestehen feierte die Band mit dem Album Prohibicija und einem großen Konzert in Trbovlje.
Das Jahr 2003 war für The Drinkers ohnehin ein Wendepunkt. Frontmann Sandi Kolenc musste aus gesundheitlichen Gründen eine Zeit lang mit der Band pausieren, außerdem beendeten sie aus Unzufriedenheit mit der Promotion des neuen Albums die Zusammenarbeit mit ihrem bisherigen Label Megaton. Im Jahr darauf machten sie trotzdem mit Konzerten weiter, unterstützt vom neuen Gitarristen Matjaž Živkovič. 2005 verließ der Frontmann die Band, und Živkovič übernahm seine Rolle. In dieser Besetzung nahmen sie das Material für das neue Album Hajdi auf, das 2007 beim neuen Label Multirecords erschien, und tourten gleichzeitig durch Slowenien und Kroatien. Kurz darauf verließ auch Drummer Žibert die Band, ersetzt wurde er vom heute jüngsten Mitglied Klemen Markelj. 2011 gab es erneut eine größere Veränderung im Line-up: Anstelle von Živkovič und Kavšek kehrten Frontmann Kolenc und Keyboarder Trebec zur Band zurück.
(DAS FESTIVAL IST PRIVATISIERT Samstag, 15. Juni 2013)
TIDE
Sonntag, 16. Juni 2013
Die Geschichte von Tide begann 1998 in den Niederlanden. Im September 2005 brachte das Label CPZ das Debüt namens »Seven Days« raus, das schnell nachgepresst werden musste. Das erste Video »Release My Gun« (lief regelmäßig auf MTV Adria und schaffte es auch in die World Chart Express von MTV Europe) kam super an, noch erfolgreicher war aber das zweite Video zum Song »Evolution«. Die endgültige Bestätigung für die Band brachte eine Hallentour mit Siddharta und das Video zum Song »Brain Damage«. Die Promo-Phase zu »Seven Days« schlossen sie mit einem vielbeachteten Auftritt als Support von Iron Maiden im Bežigrad-Stadion ab.
Ihre zweite Platte tauften Tide »Nothing to Lose« (CPZ).
Das neue Album »Regeneration« erschien im November 2009 in Slowenien. Begleitet wurde der Release von der ersten Single samt Video, »Adieu«. Im April 2010 brachte auch das deutsche Label Antstreet Records das Album raus. Zum Jahresende 2011 bekamen Tide von RTV Slovenija zwei Musikpreise namens “zlati zidak“.
STAND-UP
Montag, 17. Juni 2013
Ihr erlebt einen Auftritt von Jonas Žnidaršič und Simon Zajc. Wer kennt ihn nicht, den legendären Jonas, den wir zuerst auf Radio Študent verfolgt haben, dann in den Sendungen Videošpon, Brez zapor, Lepo je biti milijonar, Trenutek resnice und in zahlreichen Theaterstücken und Filmen.
Jonas Žnidaršič ist allen bestens bekannt als TV-Moderator, Schauspieler, Blogger, Computer- und Digitaltechnik-Fan im Allgemeinen, sogar als hervorragender Schachspieler, Pokerspieler und Billardspieler, vor allem aber dafür, dass er alles, was er anpackt, mit vollem Einsatz anpackt. Vor dem letztjährigen PANČ hat er sich auf der Bühne auch als Stand-up-Comedian versucht und das richtig gut gemacht. Das Publikum unterhielt er als Figur “pater Janez Žnidaršič”. Jetzt tritt er als der allseits bekannte Jonas Ž auf, und viele will garantiert interessieren, wie er die Welt sieht. Aktuell ist Jonas mit seiner eigenen Show „Moja dežela“ unterwegs, zuletzt sahen wir ihn als strengen Juror der TV-Sendung Misija Evrovizija, und als Moderator der Veranstaltung »Stand-up komik leta« im Kino Komuna kann man ihn ebenfalls erleben. Jonas ist unter den Slowenen der Gewinner der meisten Viktor-Preise, in seiner langjährigen Karriere hat er ganze 13 Statuetten abgeräumt, die erste 1982 als Moderator von Radio Študent, die bislang letzte 2007 für die Popularisierung von Blogs. Seine Frei- und Nicht-so-frei-Zeit verbringt er am liebsten in einem Haus an der Küste, wo er seine Knochen in der Sonne wärmt und über die Zukunft der slowenischen Szene sinniert. Auch an diesem Abend führt Andrej Težak – Tešky durchs Programm.
ZMELKOOW
Dienstag, 18. Juni 2013
Zmelkoow sind eine slowenische Rock/Pop-Band aus der Primorska. Bekannt sind sie für ihre ungewöhnlichen Texte, die von einfach nur »schräg« bis geradezu makaber reichen. Ihr erster größerer Hit war der Song »Čau slonček!« vom Album »Kdo se je zbral?«, einer breiteren slowenischen Öffentlichkeit wurden sie 1999 mit dem Hit »Bit« vom Album »Dej, nosorog, pazi kam stopaš!« bekannt.
HEAVENIX
Mittwoch, 19. Juni 2013
Boštjan Andrejc – Buši (Gesang, Gitarre), David Morgan (Drums), Rok Golob (Keyboards, Gitarre), Patrick Vlačič (Bass, Gesang) sind HeaveniX. Mit ihren Coverversionen nehmen sie euch mit von Pop (Sting, Zucchero, Jamiroquai) über alten und neueren Rock (Doors, ZZ Top, Allmans Brothers, Led Zeppelin, AC/DC, Nirvana, Kings of Leon) und streuen zwischendurch auch noch die eine oder andere eigene Nummer ein.
KING FOO
Donnerstag, 20. Juni 2013
King Foo sind eine slowenische Band, deren ungewöhnliche Synergie aus gestandenen Musikern besteht, die für ihr reiches musikalisches Vorleben bekannt sind. Sie spielen Akustik auf unkonventionelle Art. Ihre Musik ist intelligent, verrückt, kreativ und deckt ein breites emotionales Spektrum ab, vor allem aber – ist sie unterhaltsam!
Die vier Musiker entwickeln spontan auch gemeinsam neue Songs, was für die Vielfalt und die bunte ‘musikalische Schizophrenie‘ sorgt. Sie spielen recycelte – aufgemöbelte und neu erforschte Coverversionen, vor allem aus der Schatzkiste der Rocklegenden, gewürzt mit ein paar aktuellen Hits, die sie auf FOO-Art umgebaut haben.
King Foo sind: Urška Majdič – Gesang, Peter Hudnik – Gitarre, Matej Sušnik – Bass, Rok Golob – Drums.
RES NULLIUS, ŽANAMARI & J’ANIMALS
Freitag, 21. Juni 2013
Die Anfänge der Rock’n’Roll-Band Res Nullius aus Velenje reichen zurück ins ferne Jahr 1991. Damals spielen sie in ihrer Heimatstadt ihr erstes Konzert. Schon im Jahr darauf stehen sie beim größten Rockevent Sloweniens, dem Novi Rock, auf der Bühne, wo unter anderem der legendäre Nick Cave & The Bad Seeds zu Gast ist.
1993 erscheint ihr Debüt mit dem Titel “No One Can Like The Drummer Man”, das die Kritiker im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien als eines der besseren Rock’n’Roll-Werke der letzten Jahre einstufen. Es folgen regelmäßige Konzerte in Slowenien und Kroatien, wo Res Nullius mit klangvollen Namen wie Majke, Nova Mob und Partibrejkers auftreten.
1994 unterschreiben sie in Zagreb einen Vertrag mit dem Label Croatia Records und gehen ins Studio, um ihre zweite Platte namens “Dead Town Dogs” aufzunehmen. Zum Song “Straight To The Hell” drehen sie auch ihr erstes Video. Es folgen Konzerte in Slowenien und im Ausland, die mit einem Gig mit Bad Brains in Ljubljana und einem Auftritt auf dem Festival Novi Rock enden, wo Res Nullius die Hauptgäste des Abends sind. Obendrauf erklärt sie das amerikanische Magazin Flipside zu einer der besten Punkrock-Bands hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang.
Bald darauf unterschreiben sie bei Statera und gehen ins Studio für die dritte Platte “Zdravo je biti divji”. Diesmal haben Res Nullius voll ins Schwarze getroffen. Nach fünf Jahren des Schaffens haben sie kapiert, dass sie auch auf Slowenisch überzeugend ausdrucksstark, stimmlich expressiv und klanglich authentisch sein können.
Schließlich stoßen 2002 Bassist Boštjan Časl und Drummer Janez Marin zur Band, und Res Nullius leben auf wie nie zuvor. Bald gehen sie ins Studio und nehmen zehn neue eigene Songs für das Album “Revolver ljubezni” auf.
Ihr fünftes Studioalbum “Prekletih bazar” entstand in Zusammenarbeit mit Žare Pak und wurde im Herbst 2010 komplett im Musikzentrum Pavarotti in Mostar aufgenommen.
ŽANAMARI & J’ANIMALS sind eine Rockband aus Zagreb, die Žanamari gegründet hat, während sie ihr erstes eigenes Album »Druga vrsta« aufnahm, das Ende 2011 erschien. Schon nach den ersten Ideen, die sie in die Singles »Nije napola« und »Kreten pomalo« gegossen haben, gab es positive Reaktionen vom Publikum, die der neuen Band Rückenwind gaben. Die gemeinsame Songwriting-Chemie stimmte mehr als deutlich bei der Single »Krugovi«, dann auch bei »Dijagnoza«, die sie live auf dem CMC-Festival vorgestellt haben. Die letzte Single des aktuellen Albums, »Gentleman«, haben sie als Live-Version veröffentlicht. 2013 spielten sie als Support vor dem großen Joe Satriani in Zagreb und in Ljubljana im Rahmen seiner Unstoppable Momentum World Tour. Genau bei diesen Gigs haben sie die neueste Single »Kao da nema sutra« zum ersten Mal live gespielt, mit der sie dem Publikum die Tür zu ihrem komplett neuen Opus öffnen.
ZLATKO
Samstag, 22. Juni 2013
Zlatko gehört zur Spitze der slowenischen Hip-Hop-Szene und ist mit seiner Musik und seinem Auftreten auch Teil des öffentlichen Bewusstseins geworden, denn seine bisherigen Singles: »Prhajam«, »Zamuvi ga z mano«, »Moja pesem«, »Svet je lep«, »Motš se«, »Kokrkol obrneš«, »Poznaš ta zvok«, »Mi je žal«, … Videos und Konzerte haben massenhaft Airplay und auch Medienpräsenz erreicht. Mit seinem Engagement in der Szene rückt er beharrlich und erfolgreich die Musik der Jungen und ihren Lebensstil in den Vordergrund der gesellschaftlichen Arena.
Zlatko hat 2007 seinen langen Weg des Verwebens von Poesie und Musik mit der Veröffentlichung seines vielbeachteten Debüts mit dem bekenntnishaften Titel »Svet je lep« (Label Street13) gekrönt, das als der meisterwartete Release seines Genres galt. Das Jahr 2008 verewigte er mit zwei Platten, »Zlatko in prijatelji« (Street13) und »Svet je lepši« (Street13). Schon die Titel der Platten drücken seine grenzenlos positive Herangehensweise und seinen Blick aufs Leben aus, der auf die schönen Seiten des Lebens hinweist, trotz möglicher schwieriger Umstände. 2008 wurde sein Song »Gospod je prezaseden« auf das Album im Rahmen des Val202-Wettbewerbs »Hočemo dobro glasbo« aufgenommen, 2009 wurde der Song »Poznaš ta zvok« in die Auswahl der Compilation »Beli album« aufgenommen, und ebenfalls 2009 erschien eine Sonderedition mit Aufnahmen von Zlatkos Auftritt in der Sendung Izštekani auf Val202 unter dem Titel »Teorija 585« (ZKP).
Was Zlatkos Musik vom Rest der Hip-Hop-Szene unterscheidet, ist die Betonung auf melodischen Einschüben, die zusammen mit der Textrhythmik und Dynamik gleichgültiges Zuhören verhindern. Den entscheidenden Mehrwert spüren die Konzertbesucher, denn Zlatko tritt als einer der wenigen Acts seines Genres live mit einer Band auf, den Optimisti, einer hervorragenden jazzig-funky orientierten Truppe aus renommierten Studiomusikern. Ihre Konzerte beschreibt am besten der Begriff Energieexplosion.
TINKARA KOVAČ
Sonntag, 23. Juni 2013
Tinkara Kovač ist Musikerin, Sängerin, diplomierte Flötistin, Produzentin und Komponistin und Texterin. Seit 1997, als sie ihre erste Single »Veter z juga« rausbrachte, hat sie zunächst beim Label ZKP RTV Slovenija zwei Alben veröffentlicht (»Ne odhaja poletje« und »Košček neba«), seit 2001 hat sie beim Label Dallas Records bis heute drei weitere Studioalben rausgebracht (»Na robu kroga«, »O-range« und »aQa«) – eines davon (»O-range«) erschien in einer internationalen Version auch in Italien (EMI) und in Kroatien (Dallas) – dazu eine Single (»Spezzacuori«), ein besonderes viersprachiges Projekt in Zusammenarbeit mit dem friulanischen Label Numar Un und eine Best-Of-Compilation. 2012 veröffentlichte sie (Dallas) ein besonderes Album mit Coverversionen von Songs aus dem ehemaligen Jugoslawien, in Zusammenarbeit mit dem Produzenten und Musiker Iztok Turk.
In fünfzehn Jahren auf der Musikszene hat sie zahlreiche Preise eingeheimst (den ersten Preis beim Festival MMS 1997, 8 goldene Hähne 1998, Gold- und Platin-Auszeichnungen für alle Alben, den zweiten Preis beim slowenischen Eurovision-Vorentscheid 1999, bestes Video und bester Song bei TV MP3 NOW in London 2000, die Platzierung ihres selbstgeschriebenen Songs »Reason Why« unter den zehn besten beim ISC-Wettbewerb 2003…).
Mit ihren zahlreichen und vielfältigen Besetzungen hat sie in diesen Jahren über 800 Konzerte in Slowenien, Kroatien, Österreich und Italien gespielt. Zu den wichtigeren internationalen Kollaborationen auf der Bühne und im Studio zählt sie Ian Anderson (Jethro Tull), Robert Plant (Led Zeppelin), Carlos Nunez, Dan Lavery, Massimo Bubola, Bungaro und Paul Millns.
SCHATZI
Montag, 24. Juni 2013
Wir kennen ihn als hervorragenden Musiker und Songwriter, Arrangeur, Multiinstrumentalisten und Produzenten, der mit seiner eigenen Band auftreten wird.
POSTOLAR TRIPPER
Dienstag, 25. Juni 2013
Die Wurzeln von Postolar Tripper reichen zurück ins Jahr 2003, als sie mit dem Song „Ošljačka saga“ den Äther des Radios in Zadar besetzten. Nach der zweiten, gastronomischen Single „Tužna priča o selu“ (besser bekannt als „Koga, čega, janjetine“) brachte das Hip-Hop-Duo das Album „Sve što imam sam ukra“ raus. 2008 erschien das Album „Popravni“, und in dieser Zeit wurde aus dem Duo ohne Steuermann eine siebenköpfige Truppe. Mit der Promo zu diesem Album wurden sie zu einer immer größeren Live-Attraktion, und ihre Konzerte sind vollgepackt mit positiven Vibes und guter Energie. Mit dem Album „Čujem ja netko šuti“ bestätigen sie ihren Status als eine der besten kroatischen Bands. Dafür sprechen auch die zahlreichen, bestens besuchten Konzerte. Dieses Jahr feierten sie ihr zehnjähriges Bestehen im proppenvollen Zagreber Club Tvornica.
HAMO & TRIBUTE TO LOVE
Mittwoch, 26. Juni 2013
Hamo & Tribute 2 Love entstanden 2006; die Besetzung ist von Anfang an unverändert geblieben, 2013 stieß noch der legendäre Gitarrist Matej Mršnik dazu. Die Jungs spielen Blues, Soul und klassischen Rock.
Songs mit slowenischen Texten wirken dabei wie ein Upgrade; es sind die Punkte, an denen Hamo & Tribute 2 Love einen intensiven Draht zum aktuellen slowenischen Publikum und dessen Alltag gefunden haben. Die Songs »Vija Vaja Ven« und »Gremo se Igrat Boga«, die vorletztes und letztes Jahr Radiohits waren, haben eine gesellschaftskritische und (global) friedensbewegte Note. »Rožice« ist die letzte, aktuelle Single, der Titelsong zum Release der Platte “2″ (April 2013).
Die Songs haben größtenteils Matevž Šalehar Hamo und Keyboarder Jani Baš entworfen, in Komposition und Arrangement wurden sie unter Mitwirkung aller Mitglieder von Hamo & Tribute 2 Love ausgefeilt.
Hamo & Tribute 2 Love spielen auf Club- und Festivalbühnen; zu den vielbeachteten Auftritten zählen eine Serie (ausverkaufter) Konzerte im “Heimat”-Rock’n’Roll-Club Orto Bar in Ljubljana sowie Gigs auf den großen Bühnen von Rock Otočec, Lent, Cankarjev dom, Kino Šiška, Škisova tržnica, Majske igre …; erobert haben sie auch schon das Publikum auf Europas größtem Motorradfestival (Harley Davidson) in Villach (Österreich) und im kultigen Zagreber (Kroatien) Jazz- und Blues-Club Purgeraj.
SELL OUT
Donnerstag, 27. Juni 2013
Die Anfänge der Ska-Punk-Reggae-Band Sell Out aus Kočevje reichen zurück ins Jahr 2001. Eine Zeit lang waren sie davor unter dem Namen “No Comment“ unterwegs, dann gab es in der Band einige personelle Wechsel, eine Bläsersektion, Keyboards und Percussion kamen dazu, und ein neues Kapitel namens Sell out begann, das heute erfolgreich das Publikum in Slowenien und im benachbarten Kroatien aufheizt. Sie sind eine Ska-Punk-Reggae-Band aus Kočevje. Bekannt sind sie für ihre energiegeladenen, hüpfenden Live-Shows. Zum zehnjährigen Bestehen haben sie das lang erwartete Doppelalbum “The Best of Sell Out 2001-2011” rausgebracht. Sell out zählen ganze neun Mitglieder, denn neben Bassist, Sänger, Drummer und zwei Gitarristen legen sich auch noch zwei Bläser, ein Keyboarder, ein Drummer und ein Percussionist ins Zeug.
DEMOLITION GROUP
Freitag, 28. Juni 2013
Demolition Group wurden 1985 als Abspaltung, Erweiterung und Fortsetzung der Arbeit ihrer Urband Gast’r’bajtr’s gegründet (gegründet 1983, wahrscheinlich die erste Band in Osteuropa, die ein LP-Album bei einem Indie-Label veröffentlicht hat).
Die Achtziger verbrachten Demolition Group im ständigen Experimentieren innerhalb bestehender und nicht bestehender Musikgenres, und 1987 unterschrieben sie mit ihrer eigenwilligen Version von Electro-Jazz einen Plattenvertrag bei Cruisin’Hiara, dem damals stärksten italienischen Indie-Label, und brachten dort zwei Platten raus. Dann nahmen Demolition Group, als resignierte Band kurz vor der Auflösung, die Dinge endgültig selbst in die Hand und veröffentlichten zum zehnjährigen gemeinsamen Jubiläum ohne große Ambitionen gleich zwei Alben (“Bad Gag 2” und “ Demolition Group plays Gastrbajtrs”), die unerwartet die Rückkehr der Band auf die slowenische Musiklandkarte bewirkten.
Das nächste Album verzeichnete unter dem Titel »Deep True Love« (1995) ein bis dahin ungewohntes Theater-Engagement der Band.
Das Album »Neovangelij« (1998) flirtet wieder mit anderen Kunstgattungen. Neben dem Verweis aufs Theater trägt dieses Album in größtmöglichem Maße die Handschrift des Spielfilms »Temni angeli usode«: Wie schon beim Theater sind Demolition Group auch bei der Filmproduktion bislang eng mit einem einzigen Regisseur verbunden – Sašo Podgoršek.
Beim Album »Bič Luč+Upanje« (2001) sind Demolition Group von manchem Prinzip abgerückt, das sie mit ihren beiden vorherigen Alben etabliert hatten:
Statt Studios zu wechseln und nach Top-Produktion zu suchen, haben sie das Album diesmal komplett zu Hause aufgenommen. Damit gönnten sie sich viel mehr Ruhe bei den Aufnahmen und haben gleichzeitig ihren musikalischen Ausdruck deutlich geschärft.
Der fünfköpfige Kern der Band (Jože Pegam, Matjaž Pegam, Bojan Fifnja, Nikola Sekulović und Goran Šalamon) spielt in dieser ganzen Zeit in unveränderter Besetzung, dafür wechselt alle zwei Alben der Drummer (Uroš Srpčič, Ivo Rimc, Peter Cizelj).
Nach dem Album »Bič Luč+Upanje« folgt für die Band eine Krisenphase.
Es folgt der Neustart der Band in der zweiten Hälfte von 2008 mit dem wieder- und dem neu dazugestoßenen Uroš Srpčič und Tomi Gregl.
NEISHA
Samstag, 29. Juni 2013
Neisha ist der Öffentlichkeit eher als »Mainstream«-Künstlerin bekannt, die sich leichtem Pop widmet und gern in Soul-Gefilde abdriftet, doch nur wenige wissen, dass die akademisch ausgebildete Musikerin (Komposition und Klavier) ihre Spuren auch in klassischer Musik, Filmmusik und anderen Bühnenkünsten hinterlässt.
Als Solokünstlerin der Popszene stellte sich Neisha 2005 einem breiteren Publikum mit klassisch virtuosem Klavierspiel im Gewand modernen Popsounds vor. Ihr erstes Album »Neisha-Neisha« erschien. Es eroberte umgehend die Spitzen der slowenischen Charts. Die Songs »Planet za zadet«, »Malo tu, malo tam«, »’Maš še kje čas«, »Le kaj se skriva« und weitere Hits begeisterten Publikum aller Altersgruppen.
Zusammen mit Produzent Dejan Radičević folgt sie im Bereich der Popmusik ohne Vorurteile und mit der Fähigkeit, die Essenz von Pop & Soul anzupassen, ihrer kreativen Neugier. Man könnte sagen, dass die beiden mit einzigartigen Reisen tief ins Wesen koexistierender musikalischer Ausdrucksformen vordringen und so ihre eigene musikalische Sprache bereichern.
Neben den zahlreichen gewonnenen Preisen und Nominierungen war für sie die größte Herausforderung immer die Zusammenarbeit und das Schaffen von Duetten und Projekten mit Musikern auf ‚derselben Frequenz‘, wie zum Beispiel Gibonni, Massimo Savić, Vlatko Stefanovski, Tokac-Dan D, Nermin Puškar, Vlado Kreslin, Zoran Predin, Terrafolk …
Das Album „Nor je ta svet“ erschien am 15. Oktober 2007 und bewahrt Neishas unverwechselbare Klavierinterpretation. Ein Streifzug durch zahlreiche Genres, von Pop, Soul und Pop-Rock bis zu melodisch-bekenntnishafter Lyrik, begeisterte die Hörer auch durch den Einsatz einer breiten Palette von Holz- und Blechbläsern, einer farbenfrohen Rhythmussektion und Streichern. Die volle Klanglandschaft bewahrt nach wie vor einen klaren, leichten und verständlichen Ausdruck, der zusammen mit Neishas Interpretation und positiver Energie ein Gefühl neuer Vertrautheit herbeizaubert.
Die Single „Tiste lepe dni“ kündigte die Platte „Krila“ an, die die Sängerin 2010 herausbrachte.
Vor Kurzem hat sie eine außergewöhnlich erfolgreiche Single für den Markt in Slowenien, Bosnien und Serbien unter dem Titel »Na raskršću sna« veröffentlicht, auf der sie gemeinsam mit dem bosnischen Sänger Nermin Puškar zu hören ist. Auch für den kroatischen Markt hat sie 2009 eine Soloplatte unter dem Titel ‚Miles away‘ rausgebracht, aus der die sehr erfolgreiche Single ‚Ljubav je domino‘ im Duett mit Vlatko Stefanovski hervorging.
Seit 2005 hat sie auch erfolgreich in Ländern quer durch Europa konzertiert und war während der EU-Ratspräsidentschaft die musikalische Repräsentantin Sloweniens.
FAKE ORCHESTRA
Sonntag, 30. Juni 2013
Fake Orchestra sind seit ihrer Gründung 1998 Pioniere darin, slowenische Volkslieder in modernere musikalische Formen zu übertragen. 2004 veröffentlichten sie auf ihrer zweiten CD »Fake World« einige solcher Bearbeitungen (»Nocoj, pa oh nocoj«, »Ružica sam bila«, »Po polju pa rožce cvetejo« …). Darauf folgte das Album mit dem vielsagenden Titel »Made in China« (2008), ebenfalls mit ein paar slowenischen Volksliedern. Das neue Repertoire besteht dagegen fast komplett aus Volksmelodien aus verschiedenen slowenischen Regionen. Die Fejki haben festgestellt, dass die meisten slowenischen Volkslieder keinen Refrain haben, sondern nur Strophen. Das ist ideal für Funk, Soul und Afrobeat und verwandte Genres.
In letzter Zeit sind bei uns mehrere Acts aufgetaucht, die slowenische Volkslieder in Jazz- und Rock-Arrangements spielen. Mit dem neuen Projekt bringen die »Fejki« in diesen Bereich auch ein Tanzelement. So eine Art Back to Roots … life before Polka and Valček.