Heute jährt sich eine der größten Tragödien in der Geschichte des Rock zum zehnten Mal
Autor: Urban Bolta
Heute ist es genau zehn Jahre her, seit dem tragischen Great White-Konzert, bei dem 100 Menschen in einem verheerenden Feuer ihr Leben verloren – darunter auch Great White-Bassist Ty Longley.
Am 20. Februar 2003 spielten Great White im Club Station Fire in Rhode Island nahe der amerikanischen Ostküste, als durch unsachgemäß angebrachte Pyrotechnik der hintere Teil der Bühne Feuer fing, sich der Brand innerhalb von fünf Minuten durch den gesamten Club ausbreitete und eine große Tragödie verursachte, über die damals die ganze Welt berichtete.
Die Pyrotechnik hatte der Manager von Great White falsch angebracht und damit dafür gesorgt, dass ein extrem leicht entflammbarer Schallschutzschaum Feuer fing – was die Band während des Auftritts zunächst nicht bemerkte, sodass das Konzert noch einige Dutzend Sekunden nach Ausbruch des Feuers völlig normal weiterging. Das Feuer breitete sich schnell aus und forderte trotz raschen Eingreifens der Feuerwehr 100 Todesopfer; weitere 230 Besucher mussten medizinisch versorgt werden. Die Panik und das Entsetzen jener verhängnisvollen Minuten hielt ein Amateurfilmer mit seiner Kamera fest – die Aufnahme ist bis heute auf YouTube verfügbar, doch werden wir sie hier aus Pietät anlässlich des Jahrestages der Tragödie nicht veröffentlichen.
Leider kennt die Musikwelt Great White in erster Linie wegen dieser großen Tragödie und nicht wegen ihrer Musik, mit der sie sich Mitte und Ende der Achtziger als eine der eigenständigeren Bands der damaligen Hard-Rock-Szene Kultstatus erspielt hatten. Unten kannst du ihren Song House of Broken Love (1989) hören.
https://www.youtube.com/watch?v=z08UGJ_r_j8
