Tilen Pusar, Donnerstag. 31.01.2013, Ljubljana (Orto bar)!
wer: Tilen Pusar
wo: Ljubljana, Orto Bar
wann: Donnerstag, 31.01.2013, um 22:00 Uhr
Seine Liebe zur Musik begann auf dem Weg in den Kindergarten, wenn er jeden Morgen sang.
Er kletterte oft auf Bäume, sang und träumte. Er kommt aus einer musikalischen Familie, weshalb ihn Mutter, Tante und Onkel in eine Musikschule schickten – mit dem Ziel, dass er Geiger wird. Seine Mutter Marija Pusar wirkt in mehreren Chören mit, seine Tante Ana Pusar Jerič ist eine weltweit bekannte Sopranistin. Als Kind und Jugendlicher war er von Natur aus ein großer Rebell und Träumer. Die Grund- und Musikschule besuchte er zwar, aber regelmäßig im Unterricht war er nie. Viel wichtiger erschien es ihm, das Leben jenseits der Schulbank zu erkunden – eine Überzeugung, die er bis heute bewahrt hat. Über Schulen verliert er keine Worte, denn er hat keinen sinnvollen Zusammenhang zwischen der Schule des Systems und der Schule des Lebens gefunden. Geige spielte er gut, den theoretischen Teil der Musik aber ignorierte er vollständig – er verließ sich ausschließlich auf sein Gehör und auf die Gefühle, die Klang und Melodien zum Leben erwecken.
Mit zwölf Jahren hörte er bei einem Konzert zum ersten Mal live den Sound einer E-Gitarre – eine Fender Telecaster.
Dieser magische und vielseitige Klang hat ihn für sein ganzes Leben geprägt. Im selben Jahr lernte er auch die Macht der Liebe zu einer Mitschülerin kennen – und damit war die Geige Geschichte und der Anfang der E-Gitarre.
Nach dem Spielen und Singen in der Schulband spielte er lieber allein. Am liebsten improvisiert er und komponiert neue Melodien. Sein Spiel wurde anfangs von Jimi Hendrix beeinflusst, von verschiedenen Blues- und Country-Künstlern, und vor allem von Mark Knopfler. Diese Musik begleitet ihn durch alle Lebensabschnitte. Es folgte eine unruhige Jugendzeit – als Rebell zog er mit sechzehn Jahren nach Deutschland, um dort als Bauarbeiter zu arbeiten. Er sammelte neue Erfahrungen und brachte eine neue Gitarre mit nach Hause. Sein vielseitiges Engagement führte ihn vom Boxen, Gewichtheben bis zum Militärdienst. Nach Ende des Militärdienstes schlug ihm ein Nachbar eine Stelle beim Radio vor. Als Soundproduzent war er zwölf Jahre in dieser Branche tätig. In dieser Zeit gründete er eine Familie und widmete ihr zehn Jahre seines Lebens. Er produzierte Radiosendungen und Werbespots und vermarktete Werbeflächen.
Dann folgte ein dunkles Kapitel in seinem Leben – er verlor alles. Er selbst sagt, es sei ein Segen, wenn man im Leben alles verliert, weil man dann die Chance bekommt, sich selbst zu finden. Eine Freundin lud ihn zu einem Business-Seminar über gesunde Ernährung ein. Kein Zufall, dass er dort Lebensgeschichten hörte, die sein Leben veränderten. Er schenkte sich reinen Wein ein und entschied sich, seinen Träumen zu folgen und Musik zu machen – oder das Leben sei es nicht wert, gelebt zu werden. So veröffentlichte er mit 34 Jahren sein erstes Album Inner strength (Notranja moč). Das Album entstand in der für ihn schwersten, aber auch schönsten Zeit seines Lebens, weshalb seine Musik eine starke emotionale und euphorische Ladung trägt und jeden Zuhörer berührt.
Mit seiner Musik pflügt er Neuland – durch Clubs, Pubs und alle möglichen Gigs – und kämpft sich nach oben.
Durch seine Musik drückt er Geschichten aus, die das Leben schreibt.