KD Mladinski center IndiJanez startet in die EPM mit vier nachhaltigen Programmen und sucht Freiwillige

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KD Mladinski center IndiJanez startet in die EPM mit vier nachhaltigen Programmen und sucht Freiwillige

Maribor, 03.01.2013 – Im Kulturverein Jugendzentrum (KDMC) IndiJanez wird man beim Projekt Europäische Jugendhauptstadt im Jahr 2013 mit vier nachhaltigen Programmen mitwirken. Ihr Ziel ist es, Aktivitäten junger Menschen zu fördern und sie auf einige der drängenden gesellschaftlichen Probleme aufmerksam zu machen – vor allem aber junge Menschen mit weniger Möglichkeiten stärker in den Vordergrund zu rücken. »Unser Wunsch ist es, die Programme gemeinsam mit möglichst vielen Jugendlichen und Freiwilligen umzusetzen, die ihre Freizeit aktiv gestalten und die Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen wollen,« heißt es beim KDMC IndiJanez.

Am aktivsten beschäftigt sich der Verein derzeit mit dem Programm Posluh!, denn seit einer Weile arbeiten sie hervorragend mit dem Verein der Gehörlosen und Schwerhörigen der Podravje-Region Maribor zusammen. »Ziel des Programms ist es, junge gehörlose und schwerhörige Personen gleichberechtigt in das alltägliche Geschehen einzubeziehen und die Kommunikationsbarrieren zu überwinden, die zwischen gehörlosen, schwerhörigen und hörenden Jugendlichen entstehen, erklärt Saša Milešič, Leiterin des Programms Posluh!  Ihre Aktivitäten richten sie vor allem auf die Zusammenarbeit mit Schulen aus, wobei sie sich am II. Gymnasium Maribor bereits darauf geeinigt haben, ein Pilotprojekt der Zusammenarbeit durchzuführen. Außerdem führen sie bereits einen Gebärdensprachkurs auf Slowenisch und Englisch durch, und sie möchten Simultandolmetscher auch in andere öffentliche Veranstaltungen einbinden, wie zum Beispiel Reisevorträge und Ausflüge, bei denen Hörende und Hörbehinderte zusammengebracht würden.

Das Programm Sobivamo! hat aufklärerischen Charakter, denn sein Ziel ist es, mit direkten Aktionen und Ansätzen junge Menschen auf einige der drängenden Probleme aufmerksam zu machen und daran zu erinnern. »Zum Beispiel auf die Umweltproblematik bzw. auf Müll an Orten, wo sich Jugendliche treffen; außerdem möchten wir ein sogenanntes „Beschwerdebuch“ zusammenstellen, in dem die Bedürfnisse junger Menschen auf lokaler Ebene analysiert würden (z. B. Jugendzimmer, Gewalt, Drogenhandel …),« sagt Ramiz Derlič vom KD Mladinski center IndiJanez. Das Programm sieht auch vor, Jugendliche mit den allgemeinen Regeln der Demokratie vertraut zu machen und junge Menschen im politischen Bereich zu engagieren; außerdem will man versuchen, Jugendliche davon zu überzeugen, gute Taten zu vollbringen, für die sie belohnt werden.

Im KDMC IndiJanez möchten sie den öffentlichen Ausdruck junger Menschen – ob sehenswert, hörenswert oder lesenswert – archivieren, fördern und dazu anregen. Im Rahmen des Programms Hieroglifi! entsteht so bereits eine Website, auf der das geschriebene Wort, Videoaufnahmen, Tonaufnahmen, Fotos und andere Aufzeichnungen der Gedanken einer Jugendgeneration gesammelt werden. »Wir beobachten soziale Netzwerke, die Straßen der Stadt, Gebäudewände, auch Toiletten, und suchen nach Gedanken, Notizen, Ideen oder Graffiti, die einen Mehrwert haben,« zählt Barbara Muraus, Programmleiterin, auf.

Das letzte Programm heißt Kikiriki! und ist eine Reihe von räumlichen, sozialen, gesellschaftlichen, künstlerischen oder anderen Interventionen in vorab vorbereiteten Jugendgruppen. Ziel des Programms ist es, jugendliche Verspieltheit, Einfallsreichtum, Innovativität und Spritzigkeit auf die Straßen der Stadt zu zaubern. »So werden wir im Rahmen dieses Programms einen Clownsumzug organisieren, auf den Straßen Walzer tanzen, mitten in der Stadt einen riesigen Schneemann bauen, die Straßenbeleuchtung in Schals kleiden, mitten in der Stadt gemeinsam einfrieren und den Marktfrauen auf dem Markt Tee servieren,« zählt Barbara Selišek, Freiwilligenkoordinatorin, auf, verspricht bereits im Januar die erste Aktion und lädt Jugendliche ein, sich anzuschließen.

Weitere Informationen: Daša Šprinčnik, Öffentlichkeitsarbeit, [email protected]

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