Hunter bricht das Schweigen – über die Wiedergeburt auf Chimaira-Art
„Wir haben das Album ‚Resurrection‘ (Wiederauferstehung) genannt, weil es genau das ist. Durch Gespräche haben wir uns die Herzen erleichtert und auch alle anderen Systeme durchgeputzt, sodass wir wieder Freunde sind. Deshalb können wir auch besser schreiben und spielen als je zuvor.“
Während das letztjährige Album Chimaira vor allem das Werk von Gitarrist Rob Arnold war, wird das neue die Frucht der kreativen Chemie zwischen Hunter und Gitarrist Matt DeVries sein. Dadurch wird das Album deutlich eklektischer, die Songs wandern von simplen, energiegeladenen Elementen hin zu komplexeren und finstereren. „Es ist ein ganzheitliches Durcheinander, aber im guten Sinne. Ich glaube, wir haben es geschafft, die Zutaten von The Impossibility Of Reason (2003) und dem gleichnamigen Vorjahreswerk schön zusammenzubringen, und meiner Meinung nach steckt hinter dem Ganzen deutlich mehr Energie, denn wir alle haben uns riesig darauf gefreut, wieder gemeinsam etwas zu erschaffen.“
Die Songs sind aber nicht nur abwechslungsreicher. Sie sind auch länger. Laut Hunter dauert ein Song im Schnitt sechs Minuten, und einer nimmt erst nach zehn Minuten richtig Fahrt auf. Gleichzeitig betont Hunter, dass die Hörbarkeit des Albums wegen der progressiveren Arrangements nicht im Geringsten leidet. Mark liefert dazu auch gleich seine Argumente:
„Die Platte ist ’super-catchy‘, ohne wie Fall Out boy oder ähnlichen Kram zu klingen. Du findest unglaubliche Hooks, bei denen der Hörer sofort zuschnappt – im Unterschied zum letzten Album, das man ein paar Mal hören musste, bis klar war, was wir da eigentlich machen. Das ist aber auch keine von diesen Platten, die dir gleich alles beim ersten Mal servieren und von denen du nach drei Tagen komplett satt bist. Die wirst du immer wieder hören wollen. Das sage ich, weil ich meine eigenen Platten nicht höre, diese hier steckt aber immer noch in meinem CD-Player.“