Doug Aldrich – einer der gefragtesten Hard-Rock-Gitarristen des Planeten zu dieser Zeit (2013)

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Autor: Aleš Podbrežnik, Jernej Vene
Fotos: Aleš Podbrežnik, Jernej Vene

Ort: Vrba na Koroškem (Velden Am Wörthersee) / Bluesiana Rock Cafe / Österreich
Datum des Interviews: 12.09.2013

Doug Aldrich gilt derzeit als einer der besten Hard-Rock-Gitarristen des Planeten. So gut ist er, dass er bei Whitesnake in die riesigen Fußstapfen berühmter Gitarrenvirtuosen getreten ist – von Micky Moody über Adrian Vandenberg und John Sykes bis hin zu Steve Vai. In seiner Karriere arbeitete er mit dem unvergesslichen Dio zusammen. Also. Und Coverdale und Dio haben einst dem Rock auf die Beine geholfen, als Deep Purple, Whitesnake, Black Sabbath und Rainbow heranwuchsen und sich entwickelten. Der Mann hat in seiner Karriere so gut wie alles erreicht, wovon er als blutjunger, hungriger Kerl geträumt hat. Meine Damen und Herren, Meister Douglas Aldrich!

RockLine: Du giltst als unglaublich beschäftigter Musiker! Vor Kurzem hast du mit deiner Band Burning Rain das tolle Comeback-Album »Epic Obsession« veröffentlicht, dieses Jahr bist du mit Whitesnake wieder mal um den Globus getourt, und jetzt bist du auf einer neuen Tour. Diesmal mit Steamroller.
Doug: Diese Tour mit Steamroller hat sich völlig unerwartet ergeben. Whitesnake wurden eingeladen, ein Sonderkonzert in Russland zu spielen. Es war ein besonderer Konzertabend, David hatte eine spezielle Einladung erhalten. Nach diesem Konzert hätten wir eigentlich zurück in die USA fliegen sollen. Aber Michael (Michael Devin – Bass, Whitesnake, Anm. d. Red.) und ich haben überlegt, unseren Aufenthalt in Europa zu verlängern. Wir haben Matt Starr angerufen, ob er Zeit hätte, sich uns anzuschließen – und so sind wir jetzt hier. Steamroller. Du hast völlig recht. Es ist schwer, all diese Termine unter einen Hut zu bringen, denn der Kalender ist ständig proppenvoll. Vor allem dieses Jahr war ich wegen der Verpflichtungen gegenüber Whitesnake fast durchgehend von zuhause weg, und viele haben auch gespannt gewartet, was aus Burning Rain wird. Auf keinen Fall darf ich vergessen, auch jene zu erwähnen, die gewartet haben, welchen Zug Steamroller ziehen würden. Es bot sich eine tolle Gelegenheit, die wir auf jeden Fall nutzen mussten – sonst hätten wir kaum einen besseren Termin für Konzerte gefunden, und die Frage ist, wann wir als Steamroller wieder auftreten könnten.

RockLine: Hast du dieses Jahr überhaupt irgendwann Zeit zum Ausruhen gefunden, bei all dem Herumfliegen von Kontinent zu Kontinent?
Doug: Zuhause habe ich einen vierjährigen Sohn. Und das sind meine Ferien. Dass ich bei ihm sein kann. Als du mich gefragt hast, ob ich jemals von allem müde bin, hättest du die Frage lieber so stellen sollen: »Bist du jemals nicht müde von all dem?« So ist es nämlich – ich bin immer müde. Wir reisen wirklich viel. Alle um uns herum geben sich natürlich alle Mühe, diese Tournee-Reisen so stressfrei, angenehm und sicher wie möglich zu gestalten und so weiter, denn wir alle wollen, dass David (David Coverdale, Gesang, Whitesnake, Anm. d. Red.) in guter Form bleibt. Trotzdem ist das Reisen anstrengend. Vor allem nach einigen aufeinanderfolgenden Monaten, durch die sich eine Tour hinziehen kann.

RockLine: Ist irgendeine Veröffentlichung unter dem Steamroller-Label geplant?
Doug: Hmmm, im Moment nicht. Ich schließe die Möglichkeit keineswegs aus, dass wir irgendwann mal was aufnehmen – aber bei Steamroller geht es im Grunde ums Covern von Songs anderer Künstler. Das begeistert Michael und mich wahnsinnig, es entspannt uns, macht uns Spaß. Diese Covers von Songs, die uns schon immer angeheizt und inspiriert haben – da gehen wir mit einem besonderen Feuer ran, mit Leidenschaft und Liebe, kann ich sagen. Das ist etwas, das in einem steckt und rauswill. Und Steamroller sind das Medium, das uns das ermöglicht. Matt Starr ist jetzt dabei, wir fühlen uns großartig. Und weißt du was? Das alles gibt uns die Möglichkeit, zu unseren Fans zurückzukehren, bei ihnen zu sein. Als Musiker lieben wir die freien Impro-Parts, bei denen man unbeschwert nach Lust und Laune loslegen kann. So bekommen wir die Chance, einen Set von Songs zu spielen, die wir in anderen Formationen so oder so nie spielen könnten. Ich weiß nicht, ob ihr von Kings Of Chaos gehört habt…

RockLine: Ja. Die neue Supergroup, Glenn Hughes und so weiter…
Doug: … naja, die machen das pompöser, während wir bei diesen Sachen eher auf Intimität setzen. Michael kann bei Steamroller außerdem seine Stimme so richtig einsetzen. Michael hat nämlich eine außergewöhnliche Stimme. Ich hoffe, dass es irgendwann auch dazu kommt, dass wir gemeinsam eigene Musik erschaffen – aber das, was wir jetzt machen, ist eine tolle Möglichkeit zu beobachten, wie wir überhaupt zusammen funktionieren und wie das Ganze live klingt.

RockLine: Beim Soundcheck hat Michaels Stimme bei Space Truckin‘ umwerfend geklungen.
Doug: Davor haben wir Space Truckin‘ schon vier- oder fünfmal gespielt, und Michael »killt« diesen Song. Auf dieser Tour achte ich mehr darauf, wie ein bestimmter Song ankommt, ob ich die Aufführung noch genieße oder nicht mehr, was man noch verbessern könnte. Weißt du, wenn du anfängst, ein Original zu covern, muss das noch lange nicht alles klingen wie das Original. Wir passen die Sachen unseren Bedürfnissen an, damit sie uns auf den Leib geschneidert sind. Das ist das Schönste daran. Es gibt uns die Möglichkeit, mehr zu spielen. Wir alle drei. Mehr von uns selbst auszudrücken. Das auszudrücken, was in uns steckt. Natürlich werde ich einige Parts so »kopieren«, wie Richie sie damals gespielt hat – soweit ich mich erinnere –, aber das Ziel ist keineswegs, ein identisches Solo zu spielen. Das wäre so oder so unmöglich.

RockLine: Hattest du in deiner Karriere jemals Probleme mit dem Gehör?
Doug: Ja. Auch heute Abend werde ich Ohrstöpsel tragen. Die helfen allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Fandet ihr das beim Soundcheck zu laut?
RockLine: Wir saßen am anderen Ende des Clubs, und mit der Lautstärke war es kein Problem – aber grundsätzlich ja. Es war eine Spur zu laut.
Doug: Aha. Okay. Ich gebe zu, dass ich schon etwas Gehör verloren habe, aber ich rechne damit, dass ich die ernsthaften Folgen davon in etwa zehn Jahren spüren werde.

RockLine: Und Tendinitis (Sehnenentzündung)?
Doug: Nein, nie.

RockLine: Joe Satriani und Steve Vai zum Beispiel klagen schon seit Langem, dass sie damit zu kämpfen hatten…
Doug: Mit Tendinitis hatte ich nie Probleme, aber auf der letzten Whitesnake-Tour habe ich eine Spannung zwischen Daumen und Zeigefinger gespürt. Ich habe ein paar neue Sachen ausprobiert und dabei offensichtlich übertrieben. Einige Male hat mich dieser Schmerz so zur Weißglut gebracht, dass ich die Gitarre sogar in die Luft geworfen habe,…

RockLine: Ich erinnere mich an ein besonderes Konzert, als du mit Dio gespielt hast. Das war 2002 in Graz. Damals hast du angefangen, aus einem Finger deiner linken Hand zu bluten. Du hast damals einen schwarzen Fender Stratocaster gespielt…
Doug: An das Konzert erinnere ich mich. Diese Gitarre ist großartig. Ronnie liebte sie. Derselbe Mann, der diese Gitarre für mich gebaut hat, hat sie auch für Ronnie gebaut. Dasselbe Modell. Soweit ich weiß, musste Ronnie sie bezahlen, während ich sie als »Fender Endorser« geschenkt bekommen habe. Wirklich eine tolle Gitarre. Heute befindet sich diese Gitarre aber in England. Sie ist im Museum »Rock Icons«. Dort haben sie verschiedene Instrumente und das dazugehörige Equipment ausgestellt. Ich habe ihnen diesen schwarzen Fender Stratocaster geschickt. Ich würde diese Gitarre aber gerne für eine Auktion zur Verfügung stellen, um Geld für den Kampf gegen Krebs zu sammeln. Wenn ich irgendetwas hätte tun können, um Ronnies Tod zu verhindern, hätte ich das offensichtlich schon getan. Ich habe Wendy Dio bereits angesprochen, ob sie interessiert wäre, eine besondere Auktion zu veranstalten – aber wirklich mit Gitarren, die großen Gitarristen gehört haben. Bei dieser Auktion müssten zum Beispiel die Gitarre von Richie Blackmore dabei sein, dann die von Tony Iommi, und ich würde diesen »schwarzen Strat« spenden. Vielleicht passiert das irgendwann. Wendy gibt jedenfalls ihr Bestes bei allem, und es gelingt ihr sehr gut.

RockLine: Du hast mit Ronnie James Dio gespielt, du spielst mit David Coverdale. Wie würdest du, wenn ich das so ausdrücken darf, die charakterlichen Eigenheiten und Unterschiede deiner beiden Chefs vergleichen?
Doug: Ich betrachte beide definitiv als große Brüder. Ronnie und David haben Musik und Alben gemacht, als ich zehn, fünfzehn Jahre alt war – und sie haben meine Welt für immer verändert. Ich höre oft auf Davids Rat und die Tipps, die er mir gibt. Und die betreffen nicht immer nur die Musik, sondern ganz allgemein unseren Alltag, unser Leben. Wenn ich die beiden als Bandleader vergleiche… Mit David habe ich natürlich mehr Zeit verbracht. Mit ihm bin ich auch beim Schreiben und Komponieren von Musik enger verbunden. Das ist wunderbar. Und David ist sehr gut zu mir und vertraut mir sehr. Als ich bei Ronnie war, fühlte ich mich noch wie ein Neuling. Aber ich bin extrem froh, dass sich unsere Wege gekreuzt haben. Ich bin wirklich dankbar für die Fügung des Schicksals. Beide waren mit Menschen und Zeiten verbunden, in denen Rock gemacht wurde. Beide haben mit Richie Blackmore und anderen zusammengearbeitet… Beide haben mich enorm viel gelehrt. Was die persönlichen Unterschiede betrifft: Ronnie war sehr auf eine Sache fokussiert, hatte eine klare Vision davon, was er wollte, während David anders ist. Er sagt: »Lass uns den Dingen Zeit geben und sehen, was dabei rauskommt!« Bei David läuft das meiste über Jams. Beide sind geniale Sänger. Für mich persönlich ist Ronnie der größte Vokalist aller Zeiten, was das Platzieren von Melodien in Songs angeht, und der größte Rock-Vokalist überhaupt, was Melodiosität betrifft. Auf der anderen Seite ist David für mich persönlich der größte Vokalist aller Zeiten im Hard Rock.

RockLine: Wie erschafft ihr gemeinsam Musik?
Doug: David spielt Klavier oder Gitarre. Er ist voller Ideen. Er hat eine Vision, was er will, und manchmal möchte er, dass wir seine Ideen gemeinsam diskutieren. Manchmal habe ich selbst eine Idee und präsentiere sie ihm. Es kommt vor, dass er oft nichts sagt. Sein Schweigen sagt alles, und dann lassen wir die Idee einfach fallen. Manchmal sagt er aber auch: »Hey, das gefällt mir wirklich!« Dann macht er weiter: »Das können wir gemeinsam ausbauen!«, oder sogar: »Das nehme ich!«, was bedeutet, dass wir so eine Idee üblicherweise bis zum Ende ausfeilen und sie so Teil eines neuen Songs wird. Oft sitzen wir auch einfach zusammen mit Akustikgitarren und probieren viele Sachen aus. Wir legen die Grundlage für eine Demo-Aufnahme. Dann singt David eine Gesangslinie über die Demo. Auf jeden Fall ist alles auf ihn zugeschnitten. Dass er sich wohlfühlt. Dass ein Song stimmlich zu ihm passt.

RockLine: Gibt es irgendwelche Pläne für ein neues Whitesnake-Studioalbum?
Doug: Wir reden darüber. Es gibt keinen genauen Plan, aber wir werden uns auf jeden Fall irgendwann auch mit einem neuen Album beschäftigen. Wir werden sicher mit dem Aufnehmen und Schreiben anfangen, aber ich kann nicht sagen, was dabei rauskommt. Ob das ein richtiges Studioalbum wird oder etwas anderes. Bei Whitesnake entstehen Studioalben in einem Vier-Jahres-Zyklus, also bezweifle ich, dass ein Studioalbum so bald kommt. Ich weiß nicht genau, was David plant. Ich denke, er möchte auch im nächsten Jahr wieder auf Tour gehen, mir hat er aber angedeutet: »Fangen wir an, gemeinsam neue Ideen zu sammeln!« Ich glaube, wir alle wollen unseren Sound etwas verändern. Ihn weiterentwickeln, erforschen und noch mehr Blues-Feeling einbringen. Also, dass unser Sound nicht mehr so schwer und hart ist. Ich denke, wir sind »heavy« genug gewesen und haben diese Phase hinter uns. Es wäre schön – und das habe ich schon mit David besprochen –, unseren Sound etwas in Richtung des frühen Deep Purple zu erweitern. Den Sound der Deep Purple aus der Zeit, als David noch bei ihnen gesungen hat. Oder uns dem Sound des frühen Whitesnake anzunähern. Ich würde auch gerne mehr Wert auf Akustik legen. Im Großen und Ganzen soll das Ganze nicht mehr so metallig klingen. Und ich habe das Gefühl, dass David diesem Anliegen gegenüber offen ist.

RockLine: Was mich betrifft und wie meine Ohren das wahrnehmen, ist das Album »Forevermore« ein Schritt von Whitesnake in Richtung eines organischeren Sounds…
Doug: Ja, das stimmt. Aber es ist immer noch zu hart. Ein bisschen zu hart. Ich möchte, dass das nächste Album Davids Stimme mehr Raum gibt. Auf »Forevermore« gibt es einige großartige Songs, und ich freue mich, dass wir diese Qualität mit den nächsten neuen Ideen weiter vertiefen und ausbauen werden.

RockLine: Lass uns die Zeit kurz zurückspulen. Wie habt du und Ronnie James Dio euch kennengelernt? Was war der Punkt in deiner Karriere, der dich zu ihm geführt hat?
Doug: Ich hatte eine gemeinsame Aufnahme-Session mit Jimmy Bain (Bass, Rainbow, Anm. d. Red.), es lief sehr gut für mich, und Ronnie war von meiner Arbeit begeistert. Also – Ronnie hatte mich schon 1990 eingeladen mitzumachen. Damals habe ich sein Angebot abgelehnt. Als Jimmy und ich zusammen aufnahmen, sagte er zu mir: »Weißt du, wir suchen einen neuen Gitarristen!« Dann vergingen ungefähr sechs Monate, bis ich Ronnie traf. Es war der 26. Dezember, ein Tag nach Weihnachten, und Ronnie sagte: »Wir sind im Studio, wir nehmen Schlagzeug auf. Wir planen auch einige Änderungen bei den Gitarren.« Er erwähnte keine Songs, nur das Schlagzeug. Er sagte: »Wie wäre es, wenn du rüberkommst und ein bisschen spielst?« Ich antwortete: »Wenn ich zum Spielen komme, will ich bei allem mitmachen! Alles oder nichts!« Und Ronnie sagte: »Gut. Du bist dabei.« Schon am zweiten Januar – oder war es einen Tag später? Nein, es war doch der 27. Dezember. Schon am nächsten Tag kam ich ins Studio, und alles passte perfekt zusammen. Ronnie war begeistert, ich war begeistert, wir alle waren begeistert. Wir hatten Spaß. Und die Situation war zum Beispiel so: Ich saß auf einem Stuhl, Ronnie daneben auf dem anderen. Ronnie notierte Texte, ich spielte nebenher und »störte« ihn von Zeit zu Zeit mit der Frage, was er von den Ideen hält. Und Ronnie sprang dann auf und meinte: »Ja, ja. Das ist okay. Weiter in diese Richtung. Liefern wir noch mehr davon.« Wir hatten bei den Aufnahmen zu »Killing the Dragon« wirklich viel Spaß. Direkt danach haben wir uns in den Proberaum eingesperrt und vierzehn Tage lang ununterbrochen das Material geprobt. Dann folgten Touren. Zuerst mit Deep Purple und Scorpions.

RockLine: In den letzten zehn Jahren vertraust du vor allem auf Les Paul-Gitarren. Ist das wegen des Sounds?
Doug: Auch wegen des Sounds. Das ist eigentlich die Gitarre, mit der ich aufgewachsen bin. Die Gibson Les Paul war meine erste wirklich gute Gitarre. Was soll ich sagen? Ich liebe sie. Sie verbindet mich mit meiner Kindheit. Ansonsten mag ich jede Gitarre. Siehst du die Gitarre auf dem Foto dort (zeigt mit dem Finger zur Wand, Anm. d. Red.)? Die Gitarre von Eric Sardinas! Die will ich haben. Ich will jede Gitarre haben. Meine Gitarrensammlung ist allerdings nicht riesig – sie umfasst insgesamt etwas mehr als 40 Gitarren. Verschiedene »Les Pauls«, »Strats« (Stratocaster, Anm. d. Red.), »Teles« (Telecaster, Anm. d. Red.), dazu ein paar Bassgitarren. Es gab eine Zeit, in der ich sehr von Akustikgitarren begeistert war, deshalb habe ich auch einige, hauptsächlich von Gibson und Martin. Neulich habe ich eine Gitarre bekommen, die von der irischen Firma Lowden hergestellt wird…

RockLine: …Aha, Lowden, das sind hervorragende Gitarren, handgefertigt…
Doug: Ja. Tolle Gitarre, fantastischer Sound – neulich habe ich sie beim britischen Teil der letzten Whitesnake-Tour verwendet, der gemeinsamen mit Journey. Sie hat perfekt funktioniert. Und ich muss auch eine Gitarre erwähnen, die von der Firma Zemaitis hergestellt wird. Ansonsten schwöre ich auf Gibson Les Paul und Marshall!

RockLine: Wer kümmert sich um all diese Gitarren, wenn du auf Tour bist?
Doug: Ich habe einen Techniker, er heißt Paul Chavez, kommt aus Los Angeles, ein toller Mensch, ein toller Techniker. Bis heute habe ich acht Techniker gewechselt. Also einen pro Whitesnake-Tour. Manchmal hat der Wechsel mitten auf der Tour stattgefunden. Und das ist manchmal schwierig, weil man sich an einen bestimmten Techniker gewöhnt. Regelmäßig rufen mich Leute an und bieten mir ihre Dienste als Gitarrentechniker an. Dieses Jahr war es interessant – die ersten beiden, die ich für den Job ausgewählt hatte, konnten nicht kommen. Der erste war gerade mit Heart auf Tour, arbeitet also für Nancy Wilson, und der zweite erwartete zu diesem Zeitpunkt ein Kind und empfahl mir dann Paul Chavez. Und ich bin sehr zufrieden mit ihm. In weniger als einem Monat gehen wir mit Whitesnake auf Tour durch Südamerika, und ich werde Paul wieder anrufen, damit er die Aufgaben meines Gitarrentechnikers übernimmt.

RockLine: Doug, herzlichen Dank für dieses Gespräch.
Doug: Danke euch beiden. Das gilt auch für eure ganze Unterstützung für Whitesnake, Steamroller, Burning Rain und mich. Das schätze ich wirklich sehr. Habt Spaß beim Konzert!

das Interview führten: Jernej Vene & Aleš Podbrežnik
redigiert und übersetzt von: Aleš Podbrežnik

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