See Rock festival 2013 – zweiter Tag, oder `Motörhead sind abgesagt`!

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Autor: Aleš Podbrežnik
Fotos: Aleš Podbrežnik

Ort: Schwarzl-Freizeitzentrum / Unterpremstätten (Graz) / Österreich
Konzertdatum: 22.06.2013
Besucherzahl: 7.000
Kartenpreis: 95,00€

Morgen am Schwarzlsee. Ein Ferienort einen Steinwurf vom österreichischen Graz entfernt, nahe dem Dörfchen Unterpramstätten. Es war der zweite Tag des See Rock Festivals. In der vergangenen Nacht hatte Iron Maiden eine fantastische Show abgeliefert, die der Feier zum 25. Jahrestag des Kultalbums »Seventh Son Of A Seventh Son« (1988) gewidmet war – die RockLine-Reportage von Rok Klemšet HIER.  Die Erwartungen an den nächsten Festivaltag waren deutlich niedriger. Der Grund? Motőrhead hatten ihren Auftritt nämlich abgesagt. Genaugenommen hatten sie alle Sommerkonzerte abgesagt. Lemmys Gesundheitszustand war nicht rosig. Hämatom, Herz- und Kreislaufprobleme. Herzoperation, Einsatz eines Defibrillators, usw.… Keine körperlichen Anstrengungen also und nur strenge Diät künftig für den eisernen Kanzler, der nebenbei schon seit mehreren Jahren auch an einer milden Form von Diabetes leidet. Also kein Jack Cola mehr! Hoffen wir, dass der eiserne Kanzler sich »zusammenrappelt« und dass wir Motörhead in Ljubljana am 10.12.2012 nicht zum letzten Mal gesehen haben.

Ohne Motörhead wirkte das Programm verdammt trostlos. Drei lokale österreichische Bands, die dänischen Mnemic, dann zwei größere deutsche Bands Oomph!! und Eisbrecher, gegen Ende die Thrash-Titanen Slayer und danach die Nu-Metaller Limp Bizkit zum Festivalabschluss. Statt Motőrhead sprangen die lokalen Veteranen Alkbottle in die Bresche. Diese Tatsache spülte scharenweise Besucher vom Festival weg, die sich schon in den Vormittagsstunden auf den Heimweg machten. Auch die RockLine-Redaktion hatte ernsthaft überlegt, den Heimweg nach Slowenien anzutreten. Noch vor dem Festival hatten The Dillinger Escape Plan ihren Auftritt abgesagt, und als Ersatz wurde ein für Slowenen sicher völlig unbekannter Name in das Line-up gesetzt: die deutschen Niie. Trister Trost. Und dennoch…

Den Konzertreigen eröffneten die lokalen Matadoren Parazite X, die in ihren modernen Groove ein gehöriges Maß an Metallica-Einflüssen mischten, dies aber mit Disturbed-Anleihen abfederten.  Nach ihnen zerschnitten in gleicher  Spieldauer Rohstoff mit ihren Vibrationen die Luftschichten über dem Schwarzlsee, ohne ein wesentlich anderes Erlebnis zu liefern. Schon wieder eine Trend-Metal-Band, die in keiner Weise im Gedächtnis blieb. Die Stimmung vollends blockierten dann die Deutschen Niie aus Hartberg, die eine durch und durch generische Pop-Rock-Variante boten, wobei der Sänger zudem erhebliche Unsicherheiten in den höheren Lagen zeigte (besonders in den Refrains). Viel Gesang über Alkohol. Etwas, das Deutschen imponieren kann. Im allgemeinen intellektuellen Einzugsgebiet der deutschsprachigen Länder zu erwarten. Das Festivalgelände blieb leer und öde. Trostlose Aussichten.

Erst als die Metalcore-Band Mnemic die Bühne betrat, zeigte der Bereich vor der Bühne erste Lebenszeichen. Die Dänen, die sich seit 1998 auf der Szene durchbeißen, haben sich also den Status einer angesehenen und qualitativ hochwertigen Band erarbeitet, die in der Szene anerkannt ist. Das bestätigte auch die größere Zahl der Zuhörer, die sich bei ihrem Konzert versammelt hatte. Den Namen Mnemic haben sie behalten und ihn auch dank ihres Labels weiter ausgebaut. Denn sie sind durchgehend dem größten Metal-Label Europas, Nuclear Blast Records, treu, über das sie auch ihr frisches Studiowerk »Mnemesis« (2012) veröffentlicht haben.  Die Band spielt modernen Metal und vermischt wirkungsvoll die Genres Metalcore, melodischer Death Metal und sogar Industrial. Natürlich sind die Einflüsse der traditionellen Thrash-Metal-Schule spürbar. Endlich eine Band aus echtem Schrot und Korn, die die große Bühne nicht geschluckt hat. Eine Faust aggressiven Pyroxens, die den zweiten Festivaltag endlich aufgeweckt hat!

Es folgte der Auftritt einer größeren deutschen Band. Groß im deutschen Teil Europas. Oder zumindest im deutschsprachigen Raum. Eisbrecher. Vielleicht hat der eine oder andere von euch sie kürzlich in Deutschland als Vorband von The Scorpions erwischt. Eisbrecher sind die logische Fortsetzung eines Musikstils, der  in Deutschland als »neue deutsche Härte« (Neue Deutsche Härte), kurz NDH, bekannt ist. Die Band entwickelt eine ausgezeichnete Balance zwischen einfachen Metal-Groove-Riffs, übernommen von Bands wie Sepultura und/oder Prong, und befestigt diese mit dem rhythmischen Federn des Industrial-Paradigmas nach dem Vorbild von Rammstein und/oder Ooomph!!. Wo diese beiden Bands sind, sind natürlich auch die Pioniere Laibach in der Nähe. Auch die Melodien sind in genau dem richtigen Maß vorhanden, damit die bissigen und mit hartem »R« belasteten deutschen Verse sich ausgezeichnet in Erscheinung und Klang der Band auf der Bühne einfügen. Mit Eisbrecher gewann das Festival eine höhere Qualitätsdimension. Aber nicht alles lief so reibungslos, wie man es sich gewünscht hätte. Fast zu Beginn des Auftritts brach eine Wolke auf und es begann zu regnen. Regen? Hagelkörner flogen vom Himmel. Groß wie Walnüsse. Das Konzert wurde deshalb vorübergehend unterbrochen. Nach etwa 15 Minuten machten Eisbrecher weiter und führten das Konzert in großem Stil zu Ende. Die außerordentliche Routine der Band und ihr Zusammenspiel waren deutlich spürbar. Und der Hagelvorfall? Kaum etwas könnte bedeutungsvoller sein, wenn von Eisbrecher die Rede ist! Ein Eisbrecher auf der Bühne und zersplittertes Eis vom Himmel! Es fehlte nur noch eine Flasche weißer Rum und ein Schuss »Cola«, und der »Cuba Libre« wäre fertig gewesen!

Wir haben Oomph!! schon erwähnt. Die Band aus dem deutschen Wolfsburg hat neben Rammstein Eisbrecher beeinflusst. Ihr eigenständiges Studiodebüt veröffentlichten Oomph!! zum gleichen Zeitpunkt wie Rammstein. Im Gegensatz zu Rammstein kleiden sich Ooomph!! jedoch in Matrosenuniform und verwenden auch Kulissen im Matrosenstil auf der Bühne. Es handelt sich also um eine weitere Band, die zur Etablierung des Begriffs »NDH« beigetragen hat. Im Gegensatz zu Rammstein setzen sie auf der Bühne jedoch nicht so viele »machohafte Exzesse« ein (was für die Texte nicht gilt), und außerdem haben sie sich zuletzt ein wenig von der Düsternis und dem Gothic gelöst. Oomph!! nehmen die Dinge gerne auf die Schippe. Das aktuelle Studioalbum »Des Wahnsinns fette Beute« (2012) bringt eine deutliche Abkehr von der Gothic-Industrial-Messe, auf die sich Oomph!! in ihrem Erbe sonst stützen. Und das spürte man in der Setlist, die konkret mit neuen Songs bestückt war. Die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zog in scherzhafter Aufmachung Sänger Dero Goi. Er versuchte sich zunächst auch in der Rolle des Schlagzeugers, später auch als Keyboarder. Der Kerl war als eine Art »Superman-Matrose« verkleidet, der direkt aus einer Geschichte des legendären Alan Ford stammen könnte. Oomph!! lieferten wie Eisbrecher ein außerordentlich interessantes Konzert und besondere Energie ab. Eigentlich ist das ein Erlebnis, das nur in Deutschland und Österreich zündet. Ein bewährter Gag, den Deutsche und Österreicher in der Breite verstehen.

Alkbottle aus Meidling (Umgebung von Wien) sprangen in letzter Minute in das Line-up als Ersatz für die ausgefallenen Motörhead! Eigentlich gibt es in dieser Galaxis keinen wirklichen Ersatz für Motörhead, dennoch hat der Veranstalter die ganze heikle Angelegenheit für das Niveau der allgemeinen musikalischen Verständlichkeit des österreichischen Publikums, das größtenteils aus der hart arbeitenden Arbeiterklasse bestand, mit Alkbottle  recht elegant gelöst. Die Band, die ihre große Sympathie für AC/DC nicht verbirgt, existiert seit 1990 und spielt außerordentlich gut. Der Sound ist schwer, glühend, messerscharf, alles niederwalzend! Alkbottle bieten einen Bühnenauftritt voller Dynamit und echter »Badass«-Energie.  Dank des charismatischen und mitreißenden Sängers Roman Gregory haben Alkbottle die Wunden, die das Volk erleiden musste, als Motörhead ihren Auftritt absagten, zumindest teilweise gelindert. Alkbottle bekamen so eine längere Spieldauer im Line-up. Deshalb streckten sie ihr Repertoire und halfen dem Veranstalter, den offiziell angekündigten Auftrittsslot der Band  Slayer einzuhalten. Diese mussten sich dadurch als erste im Line-up des zweiten Festivaltags  nicht an den ohnehin grundlegend veränderten Zeitplan anpassen.

Slayer! Die kultigen amerikanischen Thrash-Metaller im Rang der »großen Vier«. Eine Band, die in letzter Zeit von Gesundheitsproblemen geplagt wird. Unlängst haben wir uns alle von dem Schöpfer der Slayer-Bibel verabschiedet, dem Mann, der die wichtigsten Riffs in die Songs gebracht hat – Jeff Hanneman. Angesichts dieses Verlustes ist es für die Band fast nebensächlich, dass sie mit Schlagzeuger Dave Lombardo partout keine normale Kommunikation hinbekommt, der sie nun erneut verlassen hat. Vor der Sommertournee der Band stieg so der erfahrene Paul Bostaph (Exodus, Testament,..) in die Besetzung ein, während Gary Holt (Exodus) ein bewährter Legionär ist, den die Band erstmals vor zwei Jahren ausprobiert hatte, als Hanneman aufgrund einer Infektion des Arms mit einem fleischfressenden Bakterium (Folge eines giftigen Spinnenbisses) nicht mehr Gitarre spielen konnte. Slayer aber inszenierten die Reaktion eines »verletzten Löwen«. Sie spielten also ein Alles-oder-Nichts-Konzert. Ohne Zurückhalten, ohne besonnenes Taktieren. Nur Vollgas. Der rasende Kerry King, Charisma ohne Gleichen, der offensichtlich ein paar Kilos an den nun beleibteren und ergrauten Frontmann der Band Tom Araya gespendet hat, behält den Anschein von Unbändigkeit und ausgeprägter Verbissenheit. Angesichts seiner gedrungenen Haltung überrascht die außerordentliche Agilität und Bühnendynamik des Gitarristen, der sich während des Konzerts mehrmals Schulter an Schulter Holt an seiner rechten Seite angeschlossen hatte. Im Gegensatz zu King darf sich Holt nicht weit in Richtung Bühnenmitte bewegen, wenn er seine äußerst linke Position einnimmt (von der Bühne aus gesehen). Das ist die interne Abmachung in der Band, und Holt trägt für Slayer nach wie vor nur die Rolle des angeheuerten Söldners.  

Araya hat das Konzert ausgezeichnet gesungen. Im Auftritt war nicht zu spüren, dass der Gesang brüchig und schwach geworden wäre. Der Sänger bewahrte während des Konzerts Kraft und Frische. Die Band eröffnete die Show mit dem Titeltrack des aktuellen Studioalbums »World Painted Blood« (2009)! Interessant ist, dass die Band den verstorbenen Kameraden Hanneman mit keinem Wort erwähnte. Stattdessen wurde in der Zugabe eine Fahne mit der Aufschrift »Angel of Death« und einem modifizierten »Heineken«-Emblem in einer Variation von Hannemans Nachnamen gehisst. Araya war nie ein redegewandter Frontmann. Er hat auch nicht mit philosophischen Abhandlungen um sich geworfen. Im Charakter der Band ist verankert, dass sie keine Pathetik kennt und keinerlei Emotionen, kein Mitgefühl zeigen darf. Dennoch meine ich, dass sie mit einem einzigen Satz im Konzert, in irgendeinem Kontext, den Namen des verstorbenen Hanneman hätten erwähnen können. Die Spielweise aber außergewöhnlich. Über den Erwartungen. Schärfe! Wie der Name der Band andeutet, eine wahre Schlachterei! Ein Konzert, das sich in einem Augenblick gewendet hat. 80 Minuten  glühend heiße Spielweise! Ohne Patzer!

Und zum Festivalabschluss noch Limp Bizkit! Die Band erwachte nach einer sechsjährigen Pause im Jahr 2011 und veröffentlichte das neue Studioalbum »Gold Cobra«, und in diesem Jahr kündigt sie bereits ein neues mit dem Titel »Stampede of the Disco Elephants« an. Limp Bizkit sind diese phänomenalen sogenannten Nu-Metaller, die dir nur zwei Optionen lassen. Entweder du liebst sie, oder du hasst sie. Mit ihrem Auftritt wurde der See Rock Festival abgeschlossen! Sie bleiben das Synonym für extreme Ungehobeltheit. Rapper und Akrobat Fred Durst im Look eines Lastwagenfahrers. Der schimpfte anfangs einige Minuten lang auf die Menge ein und überhäufte sie mit einem Schwarm malerischer amerikanischer Flüche. Das Ganze, was in einer normalen Geschichte erniedrigend wirken würde, hat natürlich den gegenteiligen Effekt ausgelöst. Das Volk applaudierte Durst für jeden Fluch begeistert. Paradox, oder? Dass dich jemand beschimpft, und du klatschst ihm dafür Beifall und verherrlichst ihn. So läuft das bei Limp Bizkit. Fred Durst ist eine Art Rapper, der sich in einer korrumpierten Form des Metal-Spiels verloren hat. Limp Bizkit sind absolute Originale. Das Quartett bewies, dass es trotz des hirnlosen Einsatzes von »Redneck«-Gags (offensichtlich stärken ihnen die Schirmmützen eben das Selbstbewusstsein) die »intellektuelle Flachheit« erfolgreich mit einigen interessanten musikalischen Lösungen kompensiert, was sofort das einleitende Cover der Band Ministry namens Thieves bestätigte. Durst turnte, was das Zeug hält. Zu seiner Linken (von der Bühne aus gesehen) stand der ungezähmte Gitarrist Wes Borland. Der war wieder von Kopf bis Fuß kolossal mit dunkler Farbe bedeckt. Trotz Borlands extremem Kitsch, der an diesem Tag selbstverständlich die gesamte Meute der steirischen Österreicher in den Schatten stellte, ist festzuhalten, dass die Band all diese Exzesse mit ausgezeichnetem Spiel ausgebügelt hat. Limp Bizkit haben auch die wichtigsten Coverversionen kultiger Künstler nicht vergessen, darunter Faith (George Michael), Killing In the Name Of (Rage Against The Machine), Behind Blue Eyes (The Who), und sie haben das Repertoire sinnvoll mit Songs aus allen Epochen ihrer Diskografie angereichert. Einen sehr wichtigen Teil der Arbeit auf der Bühne erledigt für Limp Bizkit auch ein Kerl namens DJ Skeletor (der im vergangenen Jahr DJ Lethal ersetzte), der für die Computerprogrammierung und das Sampling zuständig ist, was besonders in den Pausen und den Übergängen zwischen den Songs zur Geltung kam. Ein souveräner Auftritt zum Festivalabschluss. Und nicht zuletzt eine ziemlich überraschende Wahl seitens des Veranstalters!

Der See Rock Festival hat sich unterm Strich erfolgreich abgeschlossen und »den Kopf über Wasser gehalten«. Aber kaum. Die Veranstaltung ist zu groß angelegt. Viel zu groß angelegt. Das Veranstalterteam hatte deshalb Schwierigkeiten, das Gelände souverän zu managen. Am häufigsten haperte es bei der Kommunikation mit den Sicherheitsleuten. Diese verfügten über unterschiedliche Anweisungen, weshalb sich trotz allem viele Verbote durchsetzen ließen. Das Gelände ist ansonsten sehr sympathisch. Im See kannst du deinen überhitzten Kopf in jeder Minute des Tages kühlen. Der VIP-Bereich ist reichhaltig mit köstlichem Essen bestückt. Nur die Getränke sind teuer. Aus Sicht eines Journalisten/Fotografen ist die bei weitem dümmste Entscheidung aber die, dass Journalisten und Fotografen nicht in den Fan-Pit gelassen werden! Hier musste man verdammt jonglieren, besonders beim Iron Maiden-Konzert. Eine ziemlich hässliche Geste seitens des Veranstalters ist auch, dass er auf alle erdenklichen Weisen mit Trinkwasser gegeizt hat. Mit einem einzigen Zweck! Um dem Volk jeden Groschen aus der Tasche zu ziehen! So tröpfelte etwa das Wasser aus den Wasserhähnen der Toilettenwaschbecken kaum. Obendrein war es auch noch warm. Damit ja niemand zufällig Leitungswasser trinkt! Vielleicht durchaus gerissen, aber auf der anderen Seite zutiefst unmenschlich!

Der Inhalt des See Rock Festivals hat aus der Perspektive eines durchschnittlichen slowenischen Rock/Metal-Fans noch lange nicht das Optimum geliefert, geschweige denn Perfektion. Die Mehrheit der Auftretenden war deutschsprachiger Herkunft. So war es über beide Festivaltage hinweg wirklich schwer, auf die Höhepunkte des Festivals zu warten. Im nächsten Jahr muss das Line-up zusätzlich sinnvoll abwechslungsreicher gestaltet werden. Die deutschsprachigen Bands reduzieren. Künftig maximal 20% deutschsprachige Bands. In diesem Jahr war tatsächlich die Hälfte aller Auftretenden auf dem See Rock Festival aus Deutschland und Österreich, und das roch nach dem Muster der Festivals Nova Rock und FreQuency. Die Frage ist, ob See Rock auf diese Weise künftig erfolgreich seine eigenständige Identität und seinen Festivalcharakter entwickeln kann! Motörhead sind ausgefallen, The Dillinger Escape Plan haben keinen angemessenen Ersatz zur richtigen Zeit bekommen, und so weiter. Am zweiten Tag verließen wegen der Absage von Motörhead viele das Festival. Genau der Auftritt von Motörhead hatte sie überzeugt, sich überhaupt auf den Weg zum See Rock Festival zu machen. Hoffen wir, dass der Veranstalter aus einigen der diesjährigen unglücklichen Entscheidungen etwas Nützliches gelernt hat und dasselbe Festival nächstes Jahr auf einem deutlich höheren Niveau ausrichten wird als heuer!

Setlist

SLAYER:
1. World Painted Blood
2. Spirit in Black
3. War Ensemble
4. Hate Worldwide
5. Bloodline
6. Disciple
7. Mandatory Suicide
8. Chemical Warfare
9. The Antichrist
10. Die by the Sword
11. Postmortem
12. Hallowed Point
13. Seasons in the Abyss
14. Dead Skin Mask
15. Raining Blood
—Zugabe—
16. South of Heaven
17. Angel of Death

LIMP BIZKIT:
taped intro:
1. Thieves
2. Rollin‘ (Air Raid Vehicle)
3. Hot Dog
4. Eat You Alive
5. My Generation
6. Livin‘ It Up (Instrumental Outro)
7. My Way
8. Counterfeit (nur bis zur Übergangspassage)
9. Nookie
10. Re-Arranged (nur bis zur Übergangspassage)
11. Killing in the Name
12. Faith (bis zur Übergangspassage)
13. Gold Cobra
14. Behind Blue Eyes
15. 9 Teen 90 Nine
16. Take a Look Around
17. Break Stuff
taped outro

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