Zauberer statt des grünen Peters in St. Veit a. d. Glan (2010)
Autor: Aleš Podbrežnik
Fotos: Aleš Podbrežnik
Ort: Herzogburg / St. Veit a. d. Glan (Klagenfurt) / Österreich
Konzertdatum: 11.09.2010
Besucherzahl: 1300
Kartenpreis: 32,00€ (Vorverkauf) / 35,00€ (Abendkasse)
Schon traditionsgemäß ist das Städtchen St. Veit a. d. Glan das Ziel von RockLines alljährlichen Besuchen! Dort wartet auf Musikliebhaber immer etwas aufregend Interessantes, besonders im Juli und September. Ich spreche vom alljährlichen Konzertzyklus im Rahmen des Herzogburg Festivals. Als dieses Jahr bereits alles für das Konzert des legendären Weißbluesers Peter Green und seiner Band bereit war, sprangen im letzten Moment die englischen Art-Rocker Wishbone Ash auf den Platz der Bluesikone. Green war erkrankt, und passende Blueser seines Kalibers, die die Situation mit einer Soforteinladung retten könnten, sind heute kaum zu finden – die Jahre haben sich längst ins siebte Jahrzehnt ihres Lebens gedreht. Der Wechsel zu Wishbone Ash ist aus mehreren Gesichtspunkten sicherlich eine große Überraschung, vor allem angesichts der traditionellen Bluestreue des Festivals – damit hat der Veranstalter zweifellos eine ungewöhnliche Abweichung von den Erwartungen hingelegt. Andererseits konnte sich eben dieser Veranstalter ehrlich erleichtern, denn knapp zwei Wochen vor dem gebuchten Gig Ersatz für einen abgesagten Headliner zu finden, ist nun mal keine Position, in die einen der Alltag gerne drängt.
Wishbone Ash sind zweifellos mit dem Blues aufgewachsen und großgeworden. Aber sie haben sich in eine ganz eigene Richtung entwickelt. Auch wenn sie für immer stark mit der Blueswurzel verbunden geblieben sind, lässt sich ihr besonderer Stil als Art Rock charakterisieren. Mit ihrem Erscheinen haben sie so manche Grundlage für die spätere Entstehung der ersten Formen des klassisch angelegten Heavy Metal (Bewegung N.W.O.B.H.M.) und des späteren (vor allem europäischen) Power Metal definiert. Die Pompösität und Epik, die sich durch Jahre des Trotzes immer stärker an Elemente anklammerte, die zweifellos aus dem Blues stammten, schuf das Markenzeichen der doppelten Gitarrenharmonien in Terzen. Etwas also, das die musikalische Wahrnehmung in der Rockwelt für immer verändert hat. Diesen melodischen Moment haben sie auch durch die Harmonisierung der Gesänge vertieft und einen ganz eigenen Stil von spürbar melancholischer Konnotation und kalt-keltischem Hauch entwickelt, der unmissverständlich verkündet, dass Wishbone Ash typische Insulaner sind.
Sehr selten kommt es aber vor, dass vor dir eine so starke Band steht, dass du den Headliner eigentlich gar nicht brauchst. Genau das ist diesmal passiert. Hamburg Blues Band. Die deutschen Blueser, die in der ersten Hälfte der Achtziger entstanden sind, sind so erfahren und in der Musikwelt angesehen, dass seit einigen Jahren der einzigartige Blueskönner Dave „Clem“ Clempson regelmäßig in ihrer Besetzung mitmacht! Der hat ein Gebirge an zurückgelegten Kilometern hinter sich, bekannt ist er für sein Spiel bei Colosseum, Humble Pie, er schaffte es sogar bis zum Vorspielen bei Deep Purple, doch den Job bekam damals Tommy Bolin statt ihm. In seiner Karriere hat er die Bühne mit Musikern von hochwertigem, ausdrücklich künstlerischem Pedigree geteilt, unter anderem: Jack Bruce (Cream), Billy Cobham und Dave Sancious, Manfred Mann’s Earth Band, Bob Dylan, Chris de Burgh und Jon Anderson (Yes). Clempson bei der Hamburg Blues Band ist also der direkte Beweis, dass diese Gruppe in Sachen Authentizität und Qualität der musikalischen Predigt jedes Vertrauen verdient. Aber das ist noch nicht alles. Dass die Hamburg Blues Band an diesem Abend besonders verstärkt war, bezeugt auch die Einladung eines Special Guests! Dem Clempson bestens bekannten Colosseum-Kollegen, sogar ehemaligen Mitglied von Atomic Rooster und The Thunderbird, dem großen Liebhaber von Rolling Stones-Covernummern, dem einzigartigen Soul-&-Blues-Sänger Chris Farlowe. Hol mich der Teufel, aber auch das ist noch nicht das Ende… Der Hauptgewinn in der Lotterie war diesmal die Ankündigung, dass auch der extravagante Arthur Brown mitten im Konzert auf der Bühne auftauchen würde. Ja. Genau dieser Arthur Brown, der wahrscheinliche Urvater des Glam! Psychedelisch frenetische, vokal-theatralische Eskapaden und Auftritte mit dem Spiel des Feuers, bewussten Provokationen durch Ausziehen, Maskieren und Ähnlichem haben jeden Musiker nach ihm beeinflusst, der die Bedeutung des Bühnentheaters bei der Live-Präsentation seiner Musik suchte. Von David Bowie, Alice Cooper bis zu Peter Gabriel – und nicht zuletzt findet sich auf dieser Liste auch Marilyn Manson. Es versprach also ein Auftritt von besonderem Ausmaß zu werden! Ich möchte nur erwähnen, dass es sich um denselben Arthur Brown handelt, der auf dem berühmten Soloalbum des Iron Maiden-Sängers Bruce Dickinson „Chemical Wedding“ (1998) einige einleitende Verse zu drei Stücken gesprochen und ihnen damit einen besonderen „düsteren“ Stempel aufgedrückt hat.
Sieben Uhr fünfzehn. Die Jungs marschieren auf die Bühne. Der stets lächelnde und positiv gestimmte Sänger und Rhythmusgitarrist Gert Lange, Keyboarder Adrian Askew, Bassist mit dem durchtrainierten arischen Erscheinungsbild Michael „Bexi Becker, Schlagzeuger Hans Wallbaum und Clem Clempson, der Alex Conti 2008 endgültig in der Band ersetzte. Die Besetzung betritt die Bühne und beginnt in allem souverän damit, ihr ureigenes Blues-Erbe aufzubauen. Rockin‘ Chair bietet Kompaktheit, Tiefe, melancholisches Murmeln. Gert Langes Stimme ist unglaublich warm, männlich, aber immer noch traurig genug, dass sie für den Blues gemacht ist. Der Mississippi-Delta-Anteil, der Langes Blutbild ausmacht, erlebte in diesem Moment zweifellos seine echte Flut. Die Umarmung der Hammond, ein massiger Rhythmus und das einzigartige Gitarrenspiel, wo Clempson zum ersten Mal seine teuflischen Finger streckt. In diese Richtung wirkt Make My Day noch verführerischer, Trouble Man kickt den knackigen, wuchtigen Blues-Rock-Ball dann ein Stück weiter nach vorn, wobei Clempson zum ersten Mal den magischen Punkt einzigartiger Kontrolle über den Blues-Sound durch sein Solieren heraufbeschwört, einen besonders ausgeprägten Stempel gewinnt der Song dabei durch die erhöhte Dosis Kehligkeit in Langes eingelebtem Gesang. Lange ist ein ausgezeichneter Sänger. Außerdem ist er auch äußerst entgegenkommend. Von hier an nämlich ruhte seine Funktion als Leadsänger für ein paar Minuten. An die Stelle des Hauptvokals tritt Clem Clempson, der eine höhere Stimme hat und eigentlich so gut wie keine Kehligkeit. Als Hauptgitarrist hat er aber auch seine Gesangspflichten hervorragend gemeistert, und der Auftritt der Band verlor dadurch nichts von seinem Charme. Den ersten Teil würzten die Jungs mit einer ausgezeichneten Version von Thorogoods Bad To The Bone.
Auf die Bühne schleppt sich nach Langes Einladung eine Legende! Chris Farlowe! Die Dinge laufen noch intensiver, und auch das kultivierte, stets ruhige Volk erwacht auf seinen Stühlen. Chris Farlowe führte die Band durch sechs Nummern und bot ein einzigartiges chamäleonhaftes Changieren der Vokalfarbe. Auch wenn die Stimme nicht mehr so frisch ist wie einst, besitzt sie noch immer außerordentliche Tiefe und Saftigkeit, Männlichkeit und ein klar ausgedrücktes melancholisches Sehnen, das die Emotionen, wie sie das aufrichtige Spiel der Bluespredigt verlangt, nicht leugnen kann und will. Die nächsten 40 Minuten eröffnete das schelmische Fats Waller-Shuffle Jelaous Man (Crazy ‚bout My Baby), vor allem aber kroch Farlowe beim Duett mit Askew an den Keyboards beim balladenhaften Don’t Wanna Love You Anymore besonders unter die Haut. Farlowes mehr als gelungene Zusammenarbeit mit den Kumpanen beschloss der intensivste Moment des Abends. Das angetriebene und härter galoppierende Hard To Get Along With, wo beide Gitarristen die Fingerpicks in die Hand nahmen. Entsprechend ihrer Saitenzieherei wuchs die adrenalingeladene Beschleunigung im Raum, die einmal mehr der einzigartige „Clem“ Clempson im wild hingegebenen Solieren auf den Gipfel trieb.
Chris verabschiedet sich, und die Band lädt den zweiten Gast auf die Bühne ein. Das ist Arthur Brown. Für die Ankunft dieses Herrn passt es sich natürlich, dass es ordentlich donnert und ein schwerer Regen fällt. Bob Dylan? Jep! A Hard Rain’s A-Gonna Fall mit einem psychedelischen Einleitungsteil, wo alles verstummt. Auf der Bühne steht die Erscheinung Arthur Browns, gekleidet wie ein indischer Fakir. In den Händen hält er passend zu seinem Showtheater einen Stab, der ihm helfen soll, den Regen heraufzubeschwören! Bereits dieser erste Song bestätigte, dass der fast siebzigjährige Arthur Brown ein Mann ist, der seine Stimme bis zu diesem Tag vollständig intakt erhalten hat. Auf der Bühne entfesselte er eine unglaubliche Mischung aus wilder Inbrunst und göttlichem Zorn, als er seine Stimmbänder in seinem Eröffnungssong „aufwärmte“. Browns Erscheinung brachte das Publikum schließlich auf die Beine, das sich endlich traute, aufzustehen und direkt vor die Bühne zu gehen.
Diesmal übergoss der Mann seine Kopfbedeckung nicht mit Benzin; bei Fire setzte er sich eine „aufgeblühte“ Strickmütze auf den Kopf, die zur Konfektionsware südamerikanischer Indianer gehören würde, und erschreckte die Leute genüsslich. Ohne Fire geht es nun mal nicht, denn das ist Browns größter Hit. Hier kommen die Coverversionen I Put Spell On You und Don’t Let Me Be Misunderstood, die vor Fire die Herzen der Anwesenden bereits ordentlich aufgewärmt hatten, während bei Fire Salven der Begeisterung losgingen. Hamburg Blues Band funktionierte mit Brown phänomenal. Natürlich zog Arthur die gesamte Aufmerksamkeit auf sich, rechtfertigte aber in allem sein Showtheater mit einer unglaublich gut erhaltenen Stimme, mit der er auch die schwindelerregendsten Sequenzen der hohen Lagen meisterte. Fire war irgendwie der logische Abschluss des regulären Konzertteils. Die Band kommt mit Farlowe zurück auf die Bühne und schlägt das jedem bekannte All Or Nothing an (das Original gehört der Band Small Faces) – alle Anwesenden beteiligen sich zum ersten Mal intensiver am Mitsingen, da der knackige Refrainsatz ihnen keine Probleme bereitet. Zum Abschluss gesellt sich auf der Bühne noch Arthur Brown dazu, und die Besetzung spielt noch den alten Rhythm-and-Blues-Song Got What I Want, der in einem A-cappella-Chorfinale aller sieben auf der Bühne endet.
Ein einzigartiger Auftritt, vollgepackt mit Spannung und Emotionen, vor allem aber mit exzellenter Darbietung, hinterließ einen so starken Eindruck, dass man sich in diesem Moment hätte Richtung Ljubljana aufmachen können und in allem zufrieden gewesen wäre. Ein unvergessliches Erlebnis.
Dort gegen halb zehn Uhr abends standen Wishbone Ash auf der Bühne. Die Besetzung des Quartetts Andy Powell (Gesang, Gitarre), Muddy Manninen (Gitarre, Begleitgesang), Bob Skeat (Bassgitarre, Begleitgesang) und Joseph Crabtree (Schlagzeug) betrat die Bühne mit großem Respekt vor den Musikern, die davor das Publikum unterhalten hatten. Schon während des Auftritts der Hamburg Blues Band konnte man in der Menge die Mitglieder von Wishbone Ash dabei beobachten, wie sie das Geschehen auf der Bühne genossen. Bassist Bob Skeat verfolgte das Konzert unter der Bühne, während Bandchef Andy Powell das Konzert aus der Ferne genoss, direkt hinter dem Mischpult stehend, wo er offensichtlich den akustischen „Sweet Spot“ gefunden hatte.
Der erste Teil des Konzerts verlief ziemlich ähnlich wie bei unserem Besuch der Band in Graz am 10.02.2010 (RockLine-Reportage HIER). Das neue Driving A Wedge vom aktuellen Studioalbum „The Power Of Eternity“ (2007) eingeklemmt zwischen zwei saftigen Highlights vom Album „Front Page News“ (1977)! Ungefähr mit dem vierten Song des Abends, The King Will Come, bekam das Volk das, wofür es gekommen war. Die „Argus“-Portion. Wishbone Ash wissen das nur zu gut, und deshalb blieben sie diesem für die Rockmusik so wichtigen historischen Album auch durch Sometime World und Throw Down The Sword treu. Perfekte Darbietung des Materials, inklusive Vokalharmonien, Gitarrenharmonien in Terzen und natürlich Andy Powells Leadgesang, der entschlossen, klar und frisch wirkte! Die Band hat die Setliste etwas aufgefrischt. Darin behielt sie das hervorragende Lady Jay vom Album „There’s The Rub“ (1974), dem folgte das phänomenale Tales Of The Wise vom Album „Illuminations“ (1996), wo die Figur der Wishbone Ash-Melodien, aufgebaut auf dem Dialog der Gitarrensterzen, besonders zum Ausdruck kam. Der Mittelteil war zweifellos einer der Höhepunkte nicht nur des Songs, sondern auch des gesamten Auftritts der Band, da er ein endloses solistisches Duell zwischen Manninen und Powell bot, das irgendwie in gut zehn Minuten dieses hervorragenden atmosphärischen Songs endete.
Es folgt eine kurze Pause, in der Powell einen Song ankündigte, den ein schwingender Rhythmus trägt, zu dem die Geste des Schwenkens von Bierkrügen passt, was Powell auch theatralisch andeutete und hinzufügte: „Beer is required!“ Obwohl Powell als kultivierter englischer Herr dies fast sicher nicht in dem dreisten Kontext einer Bierbestellung meinte, folgten spontan gleich zwei Runden Hopfengebräu vom gastfreundlichen Personal hinter den Schanktischen. So befanden sich plötzlich zwischen den Bühnenmonitoren unter Powells Füßen gleich acht Bierkrüge. Also je zwei pro Kopf der Besetzung. Fünf davon blieben nach dem Konzert unberührt. Die Band springt zum Album „Wishbone Four“ (1973), als sie sich dem lässigen halbakustischen Song Ballad Of Beacon widmet.
Danach gönnte sich Powell wieder ein paar Minuten Plaudern mit dem Publikum. Offensichtlich brodelt im Studio bei Wishbone Ash etwas Ernstes. Das bestätigte die Veröffentlichung einer neuen Single und eines Videos zum Song Reason To Believe. Obwohl Powell den Song ankündigte, den Wishbone Ash angeblich so schreiben mussten, dass er in die Popschablone des aktuellen Musikmainstreams in Großbritannien passen würde, verkörpert dieser Song alles andere als das. Reason To Believe ist ein ausgezeichnetes neues Lied der Band, das sich auch phänomenal in die Gesellschaft der übrigen Klassiker des Wishbone Ash-Repertoires eingefügt hat. Wenn der Rest des neuen Wishbone Ash-Albums so geschrieben ist, dann gibt es am Horizont sicher einen neuen Grund zur großen Freude für alle (noch lebenden) treuen Fans dieser legendären Band.
Die perfekte Lösung wählte die Band mit der Aufnahme des „Twin Barrels Burning“ (1982)-Songs Engine Overheat. Diesmal benutzte Manninen im instrumentalen Teil keine Steel-Pedal-Gitarre, was sonst die Gewohnheit des Gitarristen ist. Dieser Song ist geradezu metallisch aufgezogen und stellte an diesem Abend auf dem Repertoire eine willkommene Abweichung von den Wishbone Ash-Standards dar – damit haben die Jungs das Konzert hervorragend gewürzt. Im Refrain kam besonders Schlagzeuger Joseph Crabtree zur Geltung, ein Mann, der aus der Jazzschule stammt, nachdem er sich mit aller Gier auf die Toms gestürzt und die Übergänge effektiv durchgewirbelt hatte!
Zum Abschluss spielte die Band erwartungsgemäß Phoenix vom Studiodebüt „Wishbone Ash“ (1970). Der melancholische Song, der in seiner Spielzeit an Intensität zunimmt, bereitete ein wahres Genussfeuerwerk für alle Liebhaber gitarristischer Eskapaden. Das war der Moment, wo sich der ausgezeichnete finnische Gitarrist Muddy Manninen vollends auslebte und mit seinen Meisterstücken zeigte, warum er sich einen Platz in Wishbone Ash erkämpft hat. Ein magischer Abschluss. Als Zugabe kehrt die Band zu „Argus“ (1972) zurück, schmettert Blowin‘ Free, und so haben alle Glücklichen dieses Abends die Hälfte des Albums „Argus“ live in St. Veit erlebt!
Ein überlegenes Konzert, vor allem dank einer einzigartigen Setliste, die wirklich einige erstklassige Überraschungen bot. Wishbone Ash sind in außergewöhnlicher Bühneneingespielheit. Sie treten ständig live auf, und das merkt man zweifellos auf der Bühne. Diesmal kamen sie nach St. Veit als rettender Strohhalm für den Veranstalter. Ohne zusätzliche „Screen-Monitore“ und/oder andere Hilfsmittel zur Einrichtung der Wishbone Ash-Bühnenszenographie. Aber das war nicht zu vermissen. Die Darbietung war bravourös, und Wishbone Ash, vor deren Bühne guter Besuch wartete, verhehlten ihre ausgezeichnete Bühnenstimmung und hohe Einsatzbereitschaft nicht. Dazu hatte auch die Hamburg Blues Band beigetragen, die mit ihrem Auftritt einen hohen Qualitätsstandard gesetzt hatte, der nach Ehrfurcht verlangt. Zum Glück sind Wishbone Ash in musikalischer Hinsicht eine Geschichte aus einem völlig anderen Teig. Vor allem dank dieser Tatsache trug das Quartett im Vergleich zum unvergesslichen Auftritt der Hamburg Blues Band diesmal den Kopf heil von der Bühne. Wishbone Ash touren in diesem Herbst durch Großbritannien; nach dem Jahreswechsel wechseln sie auf den alten Kontinent, wo sie wieder eine neue Deutschland-Tournee erwartet. Und damit sehr wahrscheinlich auch für das RockLine-Team ein neues Konzerterlebnis!
Fotos: Aleš Podbrežnik
Setliste
WISHBONE ASH: 1. Right Or Wrong 2. Driving A Wedge 3. Front Page News 4. The King Will Come 5. Sometime World 6. Throw Down The Sword 7. Lady Jay 8. Tales Of The Wise 9. Ballad Of Beacon 10. Reason To Believe 11. Engine Overheat 12. Phoenix —Zugabe— 13. Blowin‘ Free HAMBURG BLUES BAND: 1. Rockin‘ Chair 2. Make My Day 3. Trouble Man 4. Down In The Flood 5. Bad To The Bone 6. Jelaous Man (Crazy ‚bout My Baby) 7. Lonesome Road 8. Don’t Wanna Sing The Blues 9. Fog On The Highway 10. Don’t Wanna Love You Anymore 11. Shaky Ground 12. Hard To Get Along With 13. Hard Rain’s Gonna Fall 13. I Put A Spell On You 14. Don’t Let Me Be Misunderstood 15. Gabriel 16. Fire —Zugabe— 17. All Or Nothing 18. Got What I Want
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